Berliner Zeitung, 7 March 1948, S. 2: 80-Millionen-Frauenprotest gegen Krieg (Fortsetzung)
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Text
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„Während der letzten Monate konnten
2 ‚die -Arb sitsbelin {m u weiter verbessert: werden,
\ auf Grund des SMA-Beder site. der Präsident der, Deutschen tung für Arbeit und Sozialfürsorge sowjetischen » Besatzungszone,
' en unserem MN.-Berichterstat- Allerdings bleibe noch viel zu tun, ‚alles so sei, wie es sein müßte, zumal
angesichts der für die Geasien Tebenswichligen. “an des Sana beträgt für Untertageerlernten Beruf
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1,85 RM,“ sagte mt.Brack, „Im Desember 1947 verler Ma einige Beispiele zunennen, der‘ g IBS
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E Bee ihrer normalen Versorgung zuh Lebensmittelkarte IV (350 g Brot, Fe g, Nährmittel, 450 g Kartoffeln, 23 g Fleisch, 10 g Fett, 20 g Zucker, 30 g Marmelade). Die Übertagearbeiter erhalten ‚täglich 450 g Brot, 90 g Nährmittel, 800 g Kartoffeln, 400 ä Gemüse. 60 # Fleisch, 35: Fett, 40:e Zucker; 30 g Marmelade, 8 Käse, 200 g Milch sowie monatlich ein® Flasche Schnaps und 30. Zigaretten.
Die. Familien bekommen die gleichen Zu- R ee wie die der: Untertage-
22
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Butter. Arbeiter mit 100 bis 124% Leierhalten ferner zusätzlich 20 Zigaje Dekade, bei 125 bis 150% 35, bei %.2150%. und mehr 50 Stück. Die Arbeitsnörm, von der man auch bei dieser Be- ‚xechnung ausgeht, wird von der Akkordkomimission. unter Mitwirkung der Ar- 'beiterschaft selbst festgelegt, und. zwar sichtigung-der Härte des Ged Gänge hat haben ein
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J iR Kr pro. Mann icht. 13, big 14 cbm anfallen. Meist Gemeihs, aftagedinge sessbeilm:
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Im sächsischen Erzberg bat
'w mit Präsident Brack über ‚die Lebensen. ars vr vor allem ihre re mit hochund eh
untergebracht werden, Eine ganze Reihe von Mn ist damiz beschäftigt,
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m dem Ziel, in äbsehbarer ‚Zeit alle Verheirateten mit -ihren Familien unterzubringen. - z m: deutschen Bödart i Aufnahme der Fördertätigkeit im un 1948 wurde,ein Teil der Arbeitskräfte eingewiesen, in steigendem Maße aiolete jedoch die Vermittlung auf dem Wege. der. Freiwilligkeit, so En Beute nur etwa 6 den brauchen. Rund 20 000 Arbeitskräfte ‚sind zur Zeit in dem sächsischen Revier chäftigt, die Mehrzahl von ihnen mit der Aufbereitung für üns wichtiger Erze.
BE den Uranbergbau sind weit über-
Neben drei. Klubhäusern mit Lese-,
Schreib-, ine in’ Aue, Oberschlema und Marienberg, die für alle ‚chäftigten erreichbar sind, zweasn Veranstaltungen verschiedenster rt geboten. Auch ein eigenes Ensemble Pe für gute Unterhaltung. Dazu kommen alsrhplelgeugpen in den einzelnen te Arbeiter
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Tmögieheiten eröffnen.
Das Menschenmögliche getan Es gibt einige negative Darstellungen über den sine Des Erzbergbau. die in gewissen Zeitungen veröffentlicht wurden.
Das Material dazu liefern bar einige Ar il die auf
Abenteuer ausgehen und gewöhnlich auch Mein und Dein nıcht unterscheiden. Diese Darstellungen ändern aber nichts an der Tatsache, daß hinsichtlich der Arbeitsder V und Unterbringung das angesichts der gegenwärtigen Verhältnisse Menschenmögliche getan wird:
Berliner DFD gegründet
Demokraiischer Frauenbund wählt Delegierte zum Volkskongreß
Berlin (MN. Eig. Ber). Frau Wilhelmine: Schirmer-Pröscher (LDP) eröffnete im D hen Theater die risdunererianmene des Demokratischen Frauenbundes Berlin, der schon mehr als 8000 Mitglieder zählt.
In ihrem Referat über die Gegenwartsder Frauen b Frau Dr.
von Renthe vor allem die lcherune des Friedens als das große Ziel. Die soziale Ordnung könne nur ins -Gleichgewicht kommen,. wenn Frauen verantwortlich mitarbeiten. Die größte Verpflichtung erwachse den Frauen aber. aus der Forderung, den Frieden der Welt zu erhalten.
Die Rednerin legte ein Bekenntnis zu Berlin als Hauptstadt Deufschlands ab und verlangte weit stärkere Mitarbeit der Frau im öffentlichen Leben. Es sei zwingende Notwendigkeit, den Frauen in ganz anderem Ausmaß als früher Verdienstmöglichkeiten zu schaffen.
Mit Beifall begrüßt würde die Mitteilung der zweiten Rednerin, Elli Schmidt, daß der DFD bald enge Verbindung mit der demokratischen Frauenbewegung der Welt haben werde.
Die Versammlung beschloß einstimmig, eirfen Lin an die Internationale Demoderation zu senden um
hre Unterstützung zu erbitten. Dann
wurden zwanzig Delegierte — aus jeden Bezirk eine Frau — zum 2. V am 17. und 18. März gewählt.
Sowjetglückwünsche ‘an den DFD
Berlin (SNB). Das. Antifaschistische Komitee der sowjetischen Frauen gratulierte telegraphisch den Mitgliedern des Demokratischen Frauenbundes zum Internationalen Frauentag und-wünschte ihm Erfolg in seiner Arbeit zur Umerziehung der deutschen Frauen Geiste des Friedens und der Demokratie und in seinem Kampf für die Einheit Deutschlands.
Ständig steigende Tendenz.
(W. sch. Eig. Ber.). Im Interzbnenzum Abend des 5. März der Messeumsatz der sowjetischen Zone 24 Mill. RM, wovon 14 Mill. auf genehmigte Interzonenau entfallen. Der interzonale Güteraustausch chrachte die restlose Erfüllung des urter Milkanizıontzabloutitonne über 20 Mill. RM
Die wertigen Erzeugnissen des Maschinenbaues, wobei auf Textilmaschinen eine Eng unerhebliche “Abschlußquote ent- Ferner waren ‚es elektrotechnische Artikel
und Exportgeschäft betrug bis A:
l’oder Ostzonen-Umsatz der Messe bisher 24 Millionen /: 174 729 Besuchär'
gesamt 114 Sonderzüge aus dem In- una uslande in Leipzig eing:
Gesamtbesucherzahl beiduft sich auf 174729, Personen. Davon entfallen auf die sowjetische Zone und Berlin 138 217, die amerikanische Zone 15091, die britische Zone 17.772, die französische 3323
amd auf das Ausland 3326 aus ins; nen “€
20, SurogWisehen und, außere Ländern.
Das Ausland ist zufrieden
Leipzig (ADN), „Wir sind über den bisherigen Geschäftsverlauf auf der Leipziger Messe sehr zufrieden“, erklärte der
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Entfernungen zwischen 30 und 100 'km { rn m
‚Arbeitskleidung ö: aeenttekleiäung "wire gratis 2: en für U net 1 Kae.
f 3. Paar har Gummiatietel bei master, f oder: Lederschuhe bei trockener Arbeit.
earbeiter in begreriztem Um- ‚ange jen: ‚sein entsprechen;
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der Ware Die Haltbarkeit dieser Beklei- Be ist auf. höchstens sechs Bee testchen "Leistungen erhalten außeret Kleiderstaff, Schuhen (auch Kinderschuhen), Hemden, "Unterhosen und Züteilungen an Er DRaageeN ‚unabhängig v der
en Bergarbeiter s ind in Prijeren. unterge ir Ein kleiner = auch Jugendliche, befindet ‚elquartier, wo sie völlig Bau ei ad auch ihre ‘Wäsche
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bekommen. Ein Teil der Ver- teil
Appawird ‚er 8 „zase \ Urlaub rate, Meß-, Prüfungs- und- Hilfsgeräte, nt, füw Un 2 Tage,. die allerseits Absatz fanden. Gefolgt ersten bis äritten at ” bzw. von Großbritannien, Belgien, Dänemark
.45 Dane, vom. dritten zubr ‚an 12 bzw. uhd der Schweiz steht bisher die nieder- 18 Tage. Dazu Eink&ä mit erhebfährten Verheiräteter einmal im Gueral, „lichen Einkaufsquoten an der Spitze.
einmal im Halbjahr bei "Bemerkenswert ist weiter das italienische
En; das sich noch wesentlich, steigern d “ ee! Ben der in- und ausländischen
uferschaft zur, Leipziger Frühjahrser hält auch In in der zweiten Messehältte NR TWEIDInERTN an. Bisher sind ins-
Generalsekretär Me Niederländischen
MMeckten. Von:der Messe werden wir einen guten Eindruck mit nach Häuse nehmen.
„Ich bin der Meinung, daß auf der Leipziger Messe una geleistet worden sind und noch geleistet werden“, erklärte Dr. Toteft, Hereleree und Vertreter des bulgarischen Handelsministeriums. Dr.
Toteff unterstrich die gute Organisation und Durchführung der Leipziger Frühjahrsmesse und gab seiner festen Überzeugung Ausdruck, daß die er Messen ihre alte internationale B.
tung wiedergewinnen werden.
Unternehmer unterstützen UGO / Arbeiter vertrauen, FDGB-Vorstand
Berlin (Big. Ber.). Das Organ des Ber- Iiner FDGB, „Die Feine" teilt mit, daß die maßgeb) wein ZI ihrer der UGO, Beige ern Tirafm, 7 bzw. 9 Monate
hafter gelten konn-
De se an nicht
bezahlt ha ohe Beitragsrückstände nm Pr ei Yale andern UGO-Anngern festgestellt worden. Dies Verhalten stehe im beZeichnenden Gägensatz zu der von der Opposition immer wieder Teller der PDC gestellten Frage: „Was ‚„Die Tribüne“ berichtet ferner, daß Bauunternehmer Friedrich Oertel in Zehlendorf a Böyisbeitir eigens zur Verzeit für die Verbreitung von "Traktätchen gegen die Gewerkschaftseinheit opfern.
Das Blatt bezeichnet diese Händlungsweise.als. „selbstverständlichen: Dank der Unternehmer für die Vertretung. ihrer Interessen innerhalb der Gewerkschaften,“ Inzwischen ‚sind beim FDGB-Vorstand weitere zahlreiche Vertrauensbeweise der Berliner Werktätigen eingetroffen. Die Groß-Berliher Kı der
Baudelegierten - sprach dem Vorstand einstimmig das Vertrauen aus, &benso die ae
der der lipp Holzmann. Sie seien sich bewußt, daß
nur eine einheitliche und starke Gewerkschaft die Forderungen der Werktätigen
a G Gesetz über.die verschärfte angenom-
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AP} höher es tparlaments, an dem men? gene ‚Fraktion. mitwirkte: en en Ab an: er “sich von 'dem beschlossenen ‚Gesetz gegen
die Schieber Luridkzuziehen: er bemerkt: der „Bs- wäre, daher denkbar, daß der Ma- Be. 4% ar Teisee 1 Dune aa
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ung:von UGO-Handzetteln von der auf Verb ihrer Lebenshaltung Arbeit freigekteitt a Es habe offen- verwirklichen könne. Ferner haben die Mi sichtlich. die UGO-Leute, unter ihnen Gewerkschaftsmitglieder der „Keo- Be- "Erich Gierke, Mitglied des zentralen Wahl- tri&be“, der - Textilfirmen - „Ide“ und * ausschusses, dessen Untersc! die Mug- „Borgas“ sowie des Steglitzer Bahnhofs blätter trugen, nicht gestört, daß ausge: den Gewer! (eine völlige rechnet dieUnternehmer kostbare Arbeits. Abführ erteilt. gabe 80-Millionen -Fratenprotest u
(Fortsetzung. von Beite 1° sende Kolonn und deführer in
18Blich des internationalen Frauentages diesen. Die ‚großen Erfolge in der Steigeveröffentlicht. „Das Sowfetvolk hat
Plan der ersten. a Jahre om Fünfres-N: einen
Nachdem ‚die ‘Verdienste der Sowjetfrauen in den Jahren nach der Revolution aufg beschäftigt sich
(zeigt werden, der Aufruf mit der politischen und wirt“ schaftlichen GI: EIEHDESSCHHRUNE der Frau, union verwirklicht
von Staatsrates
Illusionen über Ruhr-Bergbau
Kürzlich kehrte ich aus dem Ruhrgebiet nach Berlin zurück, nachdem ich
Für mich im ‚vorigen Jahr, kaum aus der Gefreiwillig zum Bergbau ‚gemeldet hatte. Ich habe jedoch nicht die Erfüllung der Werbeversprechungen, noch die meiner Illusionen gefunden..In den Zechen der Ruhr war der Unterschied der Behandlung von Heimischen und Flüchtlingen sowie Jungbergleuten sehr groß. Es fehlte eine richtige Unterstützung von seiten des Gewerl verbandes, ders in bezug auf. Unterkunft in Baracken, Belieferung mit Deputatkohle und Arbeitskleidung.
Wir wurden immer als „Ausländer“ behandelt:
Anfangs wurde für eine Fördersteigerung von 8% ein Care-Paket versprochen.
Der hungernde Kumpel begrüßte diese zusätzlichen Kalorien und. unsere Zeche erreichte das gestellte Soll. Vier Wochen später wurde von der englisch-amerikanischen Kohlenverwaltung auf Villa Hügel Über
ein neues Auslandspaket, „zum Ansporn“ zur Ve! gestellt und dafür eine weitere zusätzliche.Fördersteigerung von 16% verlangt. Wieder stieg die Förde- \rung, wenn auch nur für kurze Zeit.
Trotzdem war dies ein gutes Geschäft für -
Seile Diskussion
die amerikanischen Unternehmer, in alten amerikanischen Heeresbeständen billige „Anreizmittel zur Steigerung der Kohlenförderung“ fanden.
Wurde das Soll von durchschnittlich 5t Pro Hauer nicht erreicht oder mußte der Kumpel infolge Krankheit der Arbeit fernbleiben,. war er vom Bezug der Pakete ausgeschlossen. So kam es, daß sich Familienväter trotz Furunkulose er Steinstaublunge zur Schicht schleppten, um ihren Familien die zusätzliche Nah-, rung zu verschaffen. ‘Die Unfallkurve stieg infolge der Mißachtung von Schutzregeln. Die Krankheiten wurden schlimmer und: verursachten wochenlanges Feiern. Nun wurden auch die letzten Blinden sehend, und das: jetzt vorgeschlagene dritte "Ans: rogramm wurde von dem größten Teil der Ruhrzechen abgelehnt. Die Kumpel haben erkannt, daß die steigende Kohlenförderung.nicht dem Wirtschaftsaufbau Deutschlands dient, sondern nür die Dollarsäcke der amerikanischen Unternehmer füllt. Sie sind der berzeugung, daß erst dann eine steigende Produktion erwartet en kann, wenn eines Tages die Zechen der Ruhr in die Hände des Volkes übergegangen sind und man den Forderungen der Bergarbeiter gerecht wird.
Hans Zerıye, Berlin-Neukölln f
‘SPD-Opposition formiert sich
„Vor einer Krise‘ / Spannungen mit Jungsozialisten
Hamburg (Eig. Ber/ADN). Die oppo-
85
8 bildeten auf ihrer ersten Tagung einen
Ständigen Ausschuß, dessen Ziel es ist, eine Änderung der augenblicklichen sozialdemokratischen- Parteipolitik herbeizuführen. Ein Vertreter der Oppositionsgruppe wies darauf hin, daß die Mehrheit der SPD-Mitglieder mit der nichtsozialistischen Politik des Parteivorstan- ‘des nicht mehr einverstanden sei, und daß die SPD vor einer Krise stehe.
In einem vom Ausschuß veröffentlichten Manifest wird der Parteivorstand aufgefordert, sich an der Bewegung für die Einheit Deutschlands zu beteiligen.
Ferner wird in dem Manifest eine Revision der Haltung der SPD zum Marshall-Plan, diewirtschaftliche Zusammenarbeit mit Osteuropa und die Eindes Bruder zwischen Kommunisten und 1 verlangt. Der Aufruf warnt schließlich vor der „an nazistische Beispiele erinnernden wirtschaftlichen und politischen Korruption“ bei bekannten Funktionären ' der Partei. h
Auf der kskonferenz der SPD in
ünchen wurde die Zahl der SPD-Mitglieder, die den. Zusammenschluß der’
SPD mit der KPD wünschen, mit 30%
Berlin (ADN). „Ihr habt weder einen großen Kreis junger Menschen erfaßt, noch eine Bewegung geschaffen, die man als Repräsentation der jungen Generation ansehen könnte“, mit diesen Worten warf der zweite Vorsitzende der Berliner SPD, Kurt Mattick, den „Jung-Sozialisten“ auf einer Delegiertenversammlung in Wilmersdorf ihren geringen Widerhall in der - Berliner Jugend vor. Anlaß zu ‚dieser Feststellung war auch der zahlenmäßig schwache Besuch der Konferenz — es waren nur knapp 40 Funktionäre erschienen.
Als Mattick sich in seiner Rede dafür eingesetzt hatte, daß Deutschland „sich in den Marshall-Plan eingliedern“ müsse,..
hielt ihm eig Versammlungsteilnehmer daß die USA den Marshall-Plan
nicht halb durchführen.
rs um Deutschland zu helfen. Amerika wolle vielmehr sein Kapital investieren, um alle Welt für sich arbeiten zu lassen. Ein -anderer Diskussionsredner ° + bezeichnete das politische Wirken der:
alten Sozialdemokraten als „Schablonenarbeit“, von der die „Jung-Sozialisten* nichts «wissen wöllten.
Ausdrück des Volkswillens
Berlin (Eig. Ber.). In. Weimar hat der U. Thüringer Volkskongrgß für Einheit und Frieden‘ stattgefunden. Mehr als
1000 Delegierte aller Parteien und 42 Gäste aus den westlichen Zonen Deutschlands haben teilgenommen. Dr. Elster (LDR) erklärte in seiner. Eröffnungsansprache, „Frieden und- Vertrauen könnten nur Beständ haben, wenn feierliche Zusagen, wie beispielsweise die Potsdamer Beschlüsse, auch verwirklicht werden. Die Volkskongreßbewegung sei der lebendige Ausdruck des Volkswillens. Sie könne zwar vorübergehend gehemmt, aber auf di€ Dauer nicht aufgehalten werden.“ Delegierte für den II. D greß in Berlin wurden gewählt.
Berlin (Eig. Ber.). Jakob Kaiser hielt in der „Neuen Welt“ seine großangekündigte Rede über das Thema „Klare Entscheidungen für Berlin und Deutschla Er erging sich in den üblichen unsinnigen Behauptungen über die „Klassendiktatur* des von allen Parteien (geträgenen Volkskongresses. Da es „an der Zeit sei, jegliche.’ Zurückhaltung aufzugeben“, wie Kaiser sagte, lautete demnach seine „klare. Entscheidung“ für den Kurs eines scharfen Antisozialismus, mit dem sich Kaiser als wuraiger Känipe „ohne Glac&- handschuhe“ Clayschen Feldzug nien die Einheit f Deutschlands und gegen
Kräfte
Kaiser sprach sich „unter den heutigen Bedingungen“ offen für die. Gewerkaus und befürwortete im gleichen Aterhzug den Marshall-Plan.
ie Gedanken eines haca iMlichen Soriaus, die früher Kern aller Kaiserschen Baden waren, wurden nicht ein. einzigen
al erwähnt.
Schäters Chancen
‚München (WG. Eig. Ber.). Bei einer internen. Probeabstimm
des abtrünnigen Bezirksverban
CSU Oberbayern sprachen: sich So der
Besnlaretan Bchkiler Zanrähe Haba Ver
aus, 'orsitzenden der. CSY-OI „Oberbayern. Ye ”
2 een
„Ira;
Bremen (BH. Eig. Ber.). Die „Bäuhizundsiaein, die seit Iangsm: von den Geschäften gutgläub jun
Fachkräften mit ab och- eg wurden, st tet. schulbildung befinden sich Sram. im Preiner > Se er Aufsicht de
n m je der‘ "Preis fenpolizei gelöscht word: doch bis verliehen. Diese durch die Zahlen doku- heute noch nicht in den Gesch: angementierte ne en eneruuns und politische kommen. Dafür sind sie aber in vielen Aktivität Frauen ist eine der grund- Städten des Ruhrgebietes auf dem Schwarlegendsten Besonderheiten der sozialisti. zen Markt erhältlich. Die dem Normal schen Demokrat verbraucher auf Nährmittelabschnitt zu-
‚Alle Organindttoneh welden daran erinnert, ‚die. weitere ‚der. der Frauen auf ‚ilap Gebieten des
eben eine iii eine der für den erfigreihen Aufdan der Kom
eine,
slaatiichent wirlecnäfllicher. Partei- "und: Grm seainehal
gedachten 2503 Dättem sind somit ein süßer Traum geworden.
-Delikate Fragen.
Hamburg (ADN): Zu welchen Zweck „ Burgerneigier Brauer. die | ‚Namen der
ließ, die dem Streikaufruf Bar. deutschen. An-
‚ schen Anilin- und jafaı za die -Deutsche Partei’ den Senat in en, Dolimen mente Sat a Sur" Bürgerschaftsäitzung "am am. Mittwoch & ı ä
2a, FerTee befragen, Sie wilt fekner wissen, Senat mit einem Telegramm Brauers an General Clay, „das,.dem Ansehen Hamburgs sehr geschadet habe“, einverstan- \ \ den ist. Bürgermeister Brauer hatte Ge- |!
neral Clay aufgefordert, „in echt bizonalem Geist die Restaurierung der Westzonen und Hamburgs vorzunehmen.“ 4 Zwelerlei Maß Womd
Stuttgart (ADN). In einer Erklärung a Kommunistischen Partei Wi berg-Badens -wird festgestellt, “a "il:
Partei nicht mehr in der sei,.die & Handhabung der. Entnazifizierung in, ‘ Württemberg-Baden mitzuwerantworten Bi jede weitere Mitwirkung in den Während aus den einfachen. Yolkskreisen 92, Prozent \ Se Betroffenen alle Härten ‚des, Be-:.
ungsgesetzes spüren mußten, "habe an die: W: Wirtschafsfüllrer der Nazizeft umangetastet gelassen.
Mit 136,2 Prozent übererfüllt
ist 1947 im vierten Quartal trotz der uneinheitlichen Materialverteilung mit 136,2% übererfüllt worden. Diese Mitteilung wurde auf der Arbeitstagung des.
FDGB Sachsen-Anhalt gemacht. Gegen- » über 1946 sei das gesamte Prodüktionsniveau der Betriebe Re ahalle um insgesamt 14,8% gestiegen.
Allweils Vörschlag
München (WG. Eig. Ber:): Im bayerischen Landtag: begann Bean die Entnazifizierungsdebatte. Der CSU-Abgeordnete All-, weil forderte, daß die "Sprüchitammerangestellten von Behörden und Wirt+, schaft in ein festes Angestelltenverhältnis übernommen werden, Schon heute gäbe es viele Unternehmer, die sich wei= gern, ehemalige Seruchkammerang agelid einzustellen. Auf die Idee, jene geber vor die Spruchkammern zu halenı am der CSU-Abgeordnete nicht, Sterbende, Seebäder
Hamburg (HWG. Eig. Ber). De en!
der Seebäder| und Kurorte der brit!
Zone ist von rund 80 Millionen Besuchern im Jahre 1938 auf knapp 20- Millionen im Jahre‘ 1947 zurückgegangen. Da britische Dienststellen weitere Beschlaghahmen.
von Gebäuden in den Seebädern vornehmen, rechnet man für ‘das laufende Jahr mit einem weiteren Rückgang des.
Bäderbetriebes. \r
Nürnberg (ADN). Zu der von der amerikanischen Anklagebehörde im a ben-Prozeß aufgedeckten: Verschiel “2 und teilweisen Vernichtung von Doku menten erklärte der angeschuldigte Verteidigungsassistent, Dr. a aus Ludwigs- | hafen, es sei möglieh. er veränlaßt, habe, wa eeinnlschriftsfüeke als issig“ wegzuwerfen, ‘da man. sie sheet lesen. konnte. Dr. Alt bestreitet
nicht/.daß beim Kimsperten, det © er Baal, sec
kanischen Anklägev
Tage
163
=== OCR version 2: ZEFYS ALTO full text (Staatsbibliothek zu Berlin) === Im sächsischen Erzber gbau
Enterview mit Präsident Brack über die Lebens- und Arbeitsverhältnisse
..Der Schichtlohn beträgt für Untertage arbeiter unabhängig vom erlernten Beruf 8.80 bis 18 RM. der Stundenlohn 1.10 bis 2 RM, für Übertagearbeiter 7.20 bis 13.20 RM bzw. 0.90 bis 1,65 RM." sagte Präsident Brack...Im Dezember 1947 ver dienten, um einige Beispiele zu nennen, der Hauer Max Möller in 23 Arbeitstagen 731 RM. Richard Gürth in 25 Tagen 1188 RM. Johann Günther in 26 Tagen 944 RM. Max Rasokat in 23 Tagen 834 RM, Willi Wablik in 27 Tagen 1630 RM. 75% der Belegschaft verdienen mehr als den tarifmäßigen Schichtlohn.'
Lebensmittelrationen
Pramien
Bei doppelter Leistung gibt es doppelten Lohn. Bei mindestens 150% Leistung wer den folgende Lebensmittelmengen im Monat zusätzlich gewährt: je 1 kg Mehl, Zucker. Nährmittel. Fleisch und öl oder Butter. Arbeiter mit 100 bis 124% Lei stung erhalten ferner zusätzlich 20 Ziga retten ie Dekade, bei 125 bis 150% 35. bei 150% und mehr 50 Stück. Die Arbeits norm, t'on der man auch bei dieser Be rechnung ausseht, wird von der Akkord kommission unter Mitwirkung der Ar beiterschaft selbst festgelegt, und zwar unter Berücksichtigung der Härte des Ge steins. Die Strecken und Gänge haben ein Geviert von 1.80 * 2 m. Sie werden von 12 bis 15 Mann ie Tag bis zu 60 m ge fördert, so daß im Höchstfall pro Mann und Schicht 13 bis 14 cbm anfallen. Meist ' wird im Gemeinschaftsgedinge gearbeitet.
Urlaub
Bis zu einem Jahr Betriebszugehörigkeit wird für Übertagearbeiter 8 Tage Urlaub gewährt, füi>- Untertagearbeiter 12 Tage, vom ersten bis dritten Jahr 10 bzw.
15 Tage, vom dritten Jahr an 12 bzw.
18 Tage. Da7.u kommen für Familienheim fahrten Verheirateter einmal im Quartal, für die Ledigen einmal im Halbjahr bei Entfernungen zwischen 30 und 100 km 4 Tage, bis 200 km 5 Tage, über 200 km 6 Tage.
Arbeitskleidung
Arbeitskleidung wird gratis gestellt, und zwar, für Untertagearbeiter 1 Anzug, 1 Paar Gummistiefel bei nasser. Holzoder Lederschuhe bei trockener Arbeit, für Übertagearbeiter in begrenztem Um lange Je nach Vorhandensein entsprechen der Ware. Die Haltbarkeit dieser Beklei dung Ist auf höchstens sechs Monate fest gesetzt. Dann wird sie zurückgenommen und durch neue ersetzt. Bei überdurch schnittlichen Leistungen erhalten außer dem 10 bis 15% der Belegschaft monat lich Sonderzuteilungen an Anzugstoff, Kleiderstoff. Schuhen (auch
Kinderschuhen). Hemden. Unterhosen und Socken. Zuteilungen an Haushaltsgerät Sind unabhängig von der Norm.
Wohnverhältnisse
untergebracht werden. Eine ganze Reihe von Möbelfabriken ist damit beschäftigt, Betten. Kleiderschränke usw. herzustel len. In diesem Frühjahr beginnt die Ver wirklichung eines Wohnbauprogramms mit dem Ziel, in absehbarer -Zeit alle Ver heirateten mit ihren Familien unter zubringen.
Für deutschen Bedarf
Schreib-, Billardzimmer und Kegelbahn in Aue, Oberschlema und Marienberg, die für alle Beschäftigten erreichbar sind, werden Veranstaltungen verschiedenster Art geboten. Auch ein eigenes Ensemble sorgt für gute Unterhaltung. Dazu kom men Laienspielgruppen in den einzelnen Arbeitsgebieten, wo talentierte Arbeiter für ihre Kameraden spiele«. In jedem Abschnitt gibt es Leihbibliotheken. Für aie berufliche Weiterbildung sorgen
Steiger- und Geologenkurse, die beson ders jungen Menschen beste Aufstieg möglichkeiten eröffnen.
Das Menschenmögliche getan
Es gibt einige negative Darstellungen liber den sächsischen Erzbergbau, die in gewissen Zeitungen veröffentlicht wurden Das Material dazu liefern offenbar einige Arbeitsscheue. Arbeitsunlustige, die auf Abenteuer ausgehen und gewöhnlich auch Mein und Dein nicht unterscheiden. Diese Darstellungen ändern aber nichts an der Tatsache, daß hinsichtlich der Arbeits bedingungen, der Verpflegung und Unter bringung das angesichts der gegenwärti gen Verhältnisse Menschenmögliche ge tan wird.
Zum Rückzug geblasen
Dem „Sozialdemokrat" steht die Freund sehalt mit Landsberg, Schreiber (CDU)
und Schwennicke (ehemals NSDAP) höher alt ein demokratischer Beschluß des Stadtparlaments, an dem sogar die eigene Fraktion mitwirkte. Deshalb sucht er sich von dem beschlossenen Gesetz gegen die Schieber zurückzuziehen; er bemerkt:
„Es wäre dahrr denkbar, daß der Ma gistrat, der die Vorlage in Ruhe erneut auf ihre Auswirkungen hin prüfen kann, zu einem konkreten Standpunkt zu der Gesetzesvorlage kommt, so daß in er neuter Beratung das Gesetz den letzten Schliff erhalt." Wessen Politik macht der -Sozialdemokrat" eigentlich?
Berliner DFD gegründet
Demokratischer Frauenbund wählt Delegierte zum Volkskongreß
Berlin (MN. Eig. Ber.). Frau Wilhel mine Schirmer-Pröscher (LDP) eröffnete am Sonnabend im Deutschen Theater die Gründungsversammlung des Demokra tischen Frauenbundes Berlin, der schon mehr als 8000 Mitglieder zählt.
lung der zweiten Rednerin. Elli Schmidt.
daß der DFD bald enge Verbindung mit der demokratischen Frauenbewegung der Welt haben werde.
Die Versammlung beschloß einstimmig, eirfen Brief an die Internationale Demo krat isc+ie Frauenföderation zu senden um ihre Unterstützung zu erbitten. Dann wurden zwanzig Delegierte — aus jeden Bezirk eine Frau — zum 2. Volkskongreß am 17. und 18. März gewählt.
Sowjetglückwünsche an den DFD
Berlin (SNB). Das Antifaschistische Ko mitee der sowjetischen Frauen gratulierte ttlesraohisch den Mitgliedern des Demo kratischen Frauenbundes zum Internatio nalen Frauentag und wünschte ihm Erfolg in seiner Arbeit zur Umerziehung der deutschen Frauen im Geiste des Friedens und der Demokratie und in spinem Kampf iür die Einheit Deutschlands.
Ständig steigende Tendenz
Ostzonen-Umsatz der Messe bisher 24 Millionen / 174 729 Besucher
Leipzig (W. Seh. Eig. Ber.). Im Interzbnen- und Exportgeschäft betrug bis zum Abend des 5. März der Messeumsatz der sowjetischen Zone 24 Mill. RM. wovon 14 Mill. auf genehmigte Interzonenaufträge entfallen. Der interzonale Güter austausch erbrachte die restlose Erfüllung des Frankfurter Messezusatzabkommens über 20 Mill. RM
Der Zustrom der in- und ausländischen Einkäuferschaft zur Leipziger Frühjahrs messe hält auch in der zweiten Messe hälfte unvermindert an. Bisher sind ins
gesamt 114 Sonderzüge aus dem In- und Auslande in Leipzig eingetroffen. Die Gesamtbesucherzahl belauft sich auf
174 729 Personen. Davon entfallen auf die sowjetische Zone und Berlin 139 217, die amerikanische Zone 15 091. die bri tische Zone 17 772. die französische 3323 und auf das Ausland 3326 aus insgesamt 36 europäischen und außereuropäischen Ländern.
Das Ausland ist zufrieden
Der „selbstverständliche Dank"
Unternehmer unterstützen UGO / Arbeiter vertrauen FDGB- Vorstand
Berlin (Eig. Ber). Das Organ des Ber liner FDGB, „Die Tribüne" teilt mit, daß die maßgeblichen Führer der UGO, Scharnowski und Timm, 7 bzw. 9 Monate gar nicht als Gewerkschafter gelten konn ten, da sie ihre Mitgliedsbeiträge nicht bezahlt hatten. Hohe Beitragsrückstände seien auch bei vielen andern UGO-Anhängern festgestellt worden. Dies Ver halten stehe im bezeichnenden Gegensatz zu der von der Opposition immer wieder provokatorisch gestellten Frage: „Was leistet der FDGB?"
„Die Tribüne" berichtet ferner, daß der Bauunternehmer Friedrich Oertel in Zeh lendorf zwei Bauarbeiter eigens zur Ver teilung von UGO-Handzetteln von der Arbeit freigestellt habe. Es habe offen sichtlich die UGO-Leute, unter ihnen Erich Gierke, Mitglied des zentralen Wahl ausschusses, dessen Unterschrift die Flug blätter trugen, nicht gestört, daß ausge rechnet die Unternehmer kostbare Arbelts
80- Millionen -Frauenprotest
Nachdem die Verdienste der Sowjet frauen in den Jahren nach der Revolu tion aufgezeigt werden, beschäftigt sich der Aufruf mit der politischen und wirt schaftlichen Gleichberechtigung der Frau, die in der Sowjetunion verwirklicht worden ist, und nennt dafür einige Zah len. So sind Zehntausende von Frauen als Direktoren und Abteilungsleiter tatig, die Zahl der Frauen, die als Leiterinnen in der Industrie, al: Ingenieure und Techniker tatig sind, übersteigt 250 000.
Tausende Frauen sind Leiterinnen von Kollektivwirtschaften und Hunderttau sende Kolonnen- und Brigadeführer in diesen. Die großen Erfolge in der Steige rung der Ernteerträge sind in gewaltigem Maße gerade der unermüdlichen Arbeit der Bäuerinnen zu verdanken. Unter den Fachkräften mit abgeschlossener Hoch schulbildung befinden sich 43% Frauen.
An mehr als 200 wurde der Stalin-Preis verliehen. Diese durch die Zahlen doku mentierte gesellschaftliche und politische Aktivität der Frauen ist eine der grund legendsten Besonderheiten der sozialisti schen Demokratie.
7Fr/e Zy/s&usri&hs
Illusionen über Ruhr-Bergbau
Kürzlich kehrte ich aus dem Ruhr gebiet nach Berlin zurück, nachdem ich mich im vorigen Jahr, kaum aus der Ge fangenschaft entlassen, freiwillig zum Bergbau gemeldet hatte. Ich habe jedoch nicht die Erfüllung der Werbeversprechun gen, noch die meiner Illusionen gefun den In den Zechen der Ruhr war der Unterschied der Behandlung von Hei mischen und Flüchtlingen sowie Jung bergleuten sehr groß. Es fehlte eine rich tige Unterstützung von Seiten des Gewerkfchaftsverbandes. besonders in bezug auf Unterkunft in Baracken. Belieferung mit Depuf.atkohle und Arbeitskleidung.
Wir vnirden immer als „Ausländer" be handelt
Anfangs wurde für eine Fördersteige rung von 8% ein Care-Paket versprochen.
Der hungernde Kumpel begrüßte diese zusätzlichen Kalorien und unsere Zeche erreichte das gestellte Soll. Vier Wochen später wurde von der englisch-amerika nischen Kohlenverwaltung auf Villa Hügel ein neues Auslandspaket, „zum Ansporn' zur Verfügung gestellt und dafür eine weitere zusätzliche Fördersteigerung von 16% verlangt. Wieder stieg die Förde rung, wenn auch nur für kurze Zeit.
Trotzdem war dies ein gutes Geschäft für
die amerikanischen Unternehmer, die in alten amerikanischen Heeresbeständen billige „Ani-eizmittel zur Steigerung der Kohlenförderung" fanden.
Wurde das Soll von durchschnittlich 5 pro Hauer nicht erreicht oder mußte der Kumpel infolge Krankheit der Arbeit fernbleiben, war er vom Bezug der Pa kete ausgeschlossen. So kam es, daß sich Familienväter trotz Furunkulose oder Steinstaublunge zur Schicht schleppten, um ihren Familien die zusätzliche Nah rung zu verschaffen- Die Unfallkurve stieg infolge der Mißachtung von Schutz regeln. Die Krankheiten wurden schlim mer und verursachten wochenlanges Feiern. Nun wurden auch die letzten Blinden sehend, und das jetzt vorge schlagene dritte Anspornprogramm wurde von dem größten Teil der Ruhrzechen ab gelehnt. Die Kumpel haben erkannt, daß die steigende Kohlenförderung nicht dem Wirtschaftsaufbau Deutschlands dient, sondern nur die Dollarsäcke der ameri kanischen Unternehmer füllt. Sie sind der Überzeugung, daß erst dann eine stei gende Produktion erwartet werden kann, wenn eines Tages die Zechen der Ruhr in die Hände des Volkes übergegangen sind und man den Forderungen der Berg arbeiter gerecht wird.
Hans Zarske. Berlin-Neukölln
SPD-Opposition formiert sich
„Vor einer Krise" / Spannungen mit Jirngsoziahsten
Hamburg (Eig. Ber. ADN). Die oppo sitionellen Sozialdemokraten Hamburg?
bildeten auf ihrer ersten Tagung einen Ständigen Ausschuß, dessen Ziel es ist, eine Änderung der augenblicklichen so zialdemokratischen Parteipolitik herbei zuführen. Ein Vertreter der Oppositions gruppe wies darauf hin. daß die Mehr heit der SPD-Mitelieder mit der nicht sozialistischen Politik des Partcivorstandes nicht mehr einverstanden sei. und daß die SPD vor einer Krise stehe
In einem vom Ausschuß veröffentlichten Manifest wird der Parteivorstand auf gefordert, sich an der Bewegung für die Einheit Deutschlands zu beteiligen.
Ferner wird in dem Manifest eine Revision der Haltung der SPD zum Marshall-Plan, die wirtschaftliche Zusam menarbeit mit Osteuropa und die Ein stellung des Bruderkampfes zwischen Kommunisten und Sozialdemokraten ver langt. Der Aufruf warnt schließlich vor der „an nazistische Beispiele erinnernden wirtschaftlichen und politischen Korrup tion'' bei bekannten Funktionären der Partei.
Auf der Bezirkskonferenz der SPD in München wurde die Zahl der SPD-Mit glieder, die den Zusammenschluß der'
SPD mit der KPD wünschen, mit 30% angegeben.
Berlin (ADN)...Ihr habt weder einen großen Kreis junger Menschen erfaßt, noch eine Bewegung geschaffen, die man als Repräsentation der jungen Generation ansehen könnte", mit diesen Worten warf der zweite Vorsitzende der Berliner SPD.
Kurt Mallick. den „Jung-Sozialisten" auf einer Delegierten Versammlung in Wil mersdorf ihren geringen Widerhall in der Berliner Jugend vor. Anlaß zu dieser Feststellung war auch der zahlenmäßig schwache Besuch der Konferenz — es waren nur knapp 40 Funktionare er schienen
Als Mattick sich in seiner Rede dafür eingesetzt hatte, daß Deutschland „sich in den Marshan-Plan eingliedern" müsse, hielt ihm ein Versammlungsteilnehmer entgegen, daß die USA den Marshall-Plan bestimmt nicht deshalb durchführen wollten, um Deutschland zu helfen. Ame rika wolle vielmehr sein Kapital investie ren, um alle Welt für sich arbeiten zu lassen. Ein anderer Diskussionsredner bezeichnete das politische Wirken der alten Sozialdemokraten als „Schablonenarbeit", von der die „Jung-Sozialisten nichts wissen wollten.
Ausdruck des Volkswillens
Berlin (Eig. Ber.). In Weimar hat der II. Thüringer Volkskongreß für Einheit und Frieden stattgefunden. Mehr als 1000 Delasierte aller Parteien und 42 Ga ste aus den westlichen Zonen Deutschlands haben teilgenommen. Dr. Elster (LDP) er klärte in seiner Eröffnungsansprache,..Frieden und, Vertrauen konnten nur Bestand haben, wenn feierliche Zusagen, wie beispielsweise die Potsdamer Be schlüsse, auch verwirklicht werden. Die Volkskongreßbewegung sei der lebendige Ausdruck des Volkswillens. Sie könne zwar vorübergehend genemmt, aber auf die Dauer nicht aufgehalten werden." De legierte für den II- Deutschen Volkskon greß in Berlin wurden gewählt.
Kaiser „ohne Glacehandschuhe"
Die Gedanken eines christlichen Sozia lismus, die früher Kern aller Kaiserschen Reden waren, wurden nicht ein einziges Mal erwähnt.
Delikate Fragen
Zweierlei Maß
Stuttgart (ADN). In einer Erklärung der Kommunistischen Partei Württem berg-Badens wird festgestellt, daß die Partei nicht mehr in der Lage sei, die Handhabung der Entnazifizierung Württemberg-Baden mitzuvierantworten und jede weitere Mitwirkung in den Spruchkammern ablehne. Während aus den einfachen Volkskreisen 92 Prozent der Betroffenen alle Harten des Be freiungsgesetzes spüren mußten, habe man die Wirtschaftsführer der Nazizeit unangetastet gelassen.
Mit 136,2 Prozent übererfüllt
Beesenstedt (Eig. Ber.). Der Durch schnittsplan des Landes Sachsen-Anhalt ist 1947 im vierten Quartal trotz der un einheitlichen Materialverteilung mit 136,2"'» übererfüllt worden. Diese Mit teilung wurde auf der Arbeitstagung des FDGB Sachsen-Anhalt gemacht. Gegen über 1946 sei das gesamte Produktions niveau der Betriebe Sachsen-Anhalts um insgesamt 14,8°'« gestiegen.
Allweils Vorschlag
München (WG. Eig. Ber.). Im bayerischen Landtag begann gestern die ■Entnazifizie rungsdebatte. Der CSU-Abgeordnete All weil forderte, daß die Spruchkammer angestellten von Behörden und Wirt schaft in ein festes Angestelltenverhält nis übernommen werden. Schon heute gäbe es viele Unternehmer, die sich wei gern, ehemalige Spruchkammerangestellte einzustellen. Auf die Idee, jene Arbeit geber vor die Spruchkammern zu holen, kam der CSU-Abgeordnete nicht.
Hamburg (HWG. Eig. Ber). Der Umsatz der Seebäder und Kurorte der britischen Zone ist von rund 80 Millionen Besuchern im Jahre 1938 auf knapp 20- Millionen im Jahre 1947 zurückgegangen. Da britische Dienststellen weitere Beschlagnahmen von Gebäuden in den Seebädern vor nehmen, rechnet man für das laufende Jahr mit einem weiteren Rückgang des Bäderbetriebes.
„überflüssige" Dokumente
Nürnberg: (ADN). Zu der von der ame rikanischen Anklagebehörde im IG-Far ben-Prozeß aufgedeckten Verschiebung und teilweisen Vernichtung von Doku menten erklärte der angeschuldigte Ver teidigungsassistent. Dr. Alt aus Ludwigs hafen, es sei möglich, daß er veranlaßt habe, einige Originalschriftstücke als „überflüssig" wegzuwerfen, da man sie schlecht lesen konnte. Dr. Alt bestreitet nicht, daß beim Eintreffen der ameri kanischen Anklagevertreter in der badi schen Anilin- und Sodafabrik in Ludwigs hafen, Dokumente schleunigst beiseite gebracht wurden,
Schäffers Chancen
München (WG. Eig. Ber.). Bei einer in ternen Probeabstimmung eines Kreises des abtrünnigen Bezirksverbandes der CSU Oberbayern sprachen sich 90*'» der Obleute für die Oppositionspolitik des Staatsrates Schäffer aus. des neuen Vor sitzenden der CSU-Oberbayern.
„Traum'-Datteln
Bremen (BH. Eig. Ber.). Die „Beruh igungsdatteln", die seit langem von den Geschäften gutgläubig zur Eintragung anempfohlen wurden, sind zwar langst im Bremer Hafen unter Aufsicht der Hafenpolizei gelöscht worden, doch bis heute noch nicht in den Geschäften ange kommen. Dafür sind sie aber in vielen Städten des Ruhrgebietes auf dem Schwar zen Markt erhältlich. Die dem Normal verbraucher auf Nährmittelabschnitt zu gedachten 250 g Datteln sind somit ein süßer Traum geworden.
befragen. Sie will ferner wissen, ob der Senat mit einem Telegramm Brauers an General Clay, „das dem Ansehen Ham burgs sehr geschadet habe", einverstan den ist. Bürgermeister Brauer hatte Ge neral Clay aufgefordert, „in echt bizonalem Geist die Restaurierung der Westzonen und Hamburgs vorzunehmen.
„während der letzten Monate konnten die Arbeitsbedingungen im sächsischen Erzbergbau weiter verbessert werden.
nicht zuletzt auf Grund des SMA-Bcfehls234 zur Förderung der Produktivität.
erklärte der Präsident der Deutschen Verwaltung für Arbeit und Sozialfürsorge in der sowjetischen Besatzungszone, Gustav Brack, unserem MN.-Berichterstatter. Allerdings bleibe noch viel zu tun.
bis alles so sei. wie es sein müßte, zumal angesichts der schweren, aber für die Ge meinschaft lebenswichtigen Arbeit des Bergmannes
LShne
Die Tagesration für Arbeiter unter Tage beträgt 800 g Brot. 116 g Nährmittel, 900 g Kartoffeln. 400 g Gemüse. 130 Fleisch. 40 e Fett. 35 g Zucker. 30 g Mar melade. 100 g Käse und K- 1 Milch, dazu monatlich 2 Flaschen Spirituosen und 50 Zigaretten. Die Familie bekommt un beschadet ihrer normalen Versorgung zu sätzlich Leben*mitielkarte IV (350 g Brot.
25 g Nährmittel. 450 g Kartoffeln. 2-i Fleisch. 10 2 Fett. 20 g Zucker. 30 e. Mar melade). Die Übertagearbeiter erhalten täglich 450 g Brot. 90 g Nährmittel. 800 Kartoffeln. 400 e. Gemüse. 60 g Fleisch, 35 g Fftt. 40 ir Zucker. 30 g Marmelade.
-100 g Käse. 200 g Milch sowie monatlich eine Flasrh» Schnaps und 30 Zigaretten.
Die Familien bekommen die gleichen Zu satzrationen wie die der Untertagearbeiter.
Die meisten Bergarbeiter sind in Pri vatquartieren untergebracht. Ein kleiner Teil, darunter auch Jugendliche, befindet sich im Sammelquartier, wo sie völlig verpflegt werden und auch ihre Wäsche gewaschen bekommen. Ein Teil der Ver heirateten hat die Familie bereits bei sich.
Sämtliche Massenquartiere sollen be seitigt, alle Arbeiter in Privatquartieren
Bei Aufnahme der Fördertätigkeit im Jahre 1948 wurde ein Teil der Arbeits kräfte eingewiesen, in steigendem Maße erfolgte jedoch die Vermittlung auf dem Wege der Freiwilligkeit, so daß heute nur noch etwa 6% eingewiesen zu wer den brauchen. Rund 20 000 Arbeitskräfte sind zur Zeit in dem sächsischen Revier beschäftigt, die Mehrzahl von ihnen mit der Aufbereitung für uns wichtiger Erze.
Die Behauptungen gewisser Zeitungen über den Uranbergbau sind weit über trieben
Neben drei Klubhäusern mit Lese-,
In ihrem Referat über die Gegenwarlsaufgaben der Frauen bezeichnete Frau Dr.
von Rpnthp vor allem die Sicherung des Friedens als das ßroße Ziel. Die soziale Ordnung könne nur ins Gleicheewichi kommen, wenn Frauen verantwortlich mitarbeiten. Die größte Verpflichtung er wachse den Frauen aber ans der Forde rung, den Frieden der Welt zu erhalten.
Dir Rednerin lrete ein Bekenntnis zu Berlin als Haun's'adt Drntcehiands ah und verlangte weit stärkere Mitarbeit der Frau im öffentlichen Loben. F,s sei zwin gende Notwendigkeit, den Frauen in ganz anderem Ausmaß als früher Verdienstmöelichkeiten zu schaffen.
Mit Beifall bearüßt wurde die Mittei
Die ausländische Einkäuferschaft deckte vor allem ihre Bedarfswünsche mit hoch wertigen Erzeugnissen des Maschinen baues, wobei auf Textilmaschinen eine nicht unerhebliche Abschlußquote ent fallt. Ferner waren es elektrotechnische Artikel, optische feinmechanische Appa rate, Meß-. Prüfung«- und Hilfsgeräte, die allerseits Absatz fanden.
Gefolgt von Großbritannien, Belgien, Dänemark und der Schweiz steht bisher die nieder ländische Einkäuferschaft mit erheb lichen Einkaufsquoten an der Spitze.
Bemerkenswert ist weiter das italienische Kaufinteresse, das sich noch wesentlich steigern dürfte.
Leinzie (ADN).
..Wir sind über den bis herigen Geschäftsverlauf auf der Leipziaer Messe sehr zufrieden", erklärte der Generalsekretär der Niederländischen Handelskammer für Deutschland, Dr.
Meester. Von der Messe werden wir einen guten Eindruck mit nach Hause nehmen.
„Ich bin der Meinung, daß auf der Leipziger Messe Wunder geleistet worden sind und noch geleistet werden", erklärte Dr. Toteff. Handelsrat und Vertreter des bulgarischen Handelsministeriums. Dr.
Toteff unterstrich die gute Organisation und Durchführung der Leipziger Früh jahrsmesse und gab seiner festen Über zeugung Ausdruck, daß die Leipziger Messen Ihre alte internationale Bedeu tung wiedergewinnen werden.
zeit für die Verbreitung von Traktätcheri gegen die Gewerkschaftseinheit opfern, Das Blatt bezeichnet diese Handlungs weise als..selbstverständlichen Dank der Unternehmer für die Vertretung ihrer Interessen innerhalb der Gewerkschaften."
Inzwischen sind beim FDGB-Vorstand weitere zahlreiche Vertrauensbeweise der Berliner Werktätigen eingetroffen. Die Groü-Berliner Konferenz der weiblichen Baudelegierten sprach dem Vorstand ein stimmig das Vertrauen aus. ebenso die Ge werkschaftsmitglleder der Baufirma Phi lipp Holzmann. Sie seien sich bewußt, daß nur eine einheitliche und starke Gewerk schaft die Forderungen ider Werktätigen auf Verbesserung ihrer Lebenshaltung verwirklichen könne. Ferner haben die Gewerkschaftsmitglieder der „Keo- Be triebe", der Textilfirmen
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und
„Borgas" sowie des Steglitzer Bahnhofs den Gewerkschaftsspaltern eine völlige Abfuhr erteilt
läßlich des Internationalen Frauentages veröffentlicht.
„Das Sowjetvolk hat den
Plan der ersten zwei Jahre des Fünfjahres-Nachkriegsplanes erfüllt und einen breiten Wettbewerb für die Erfüllung des ganzen Planes in vier Jahren entfaltet.
Unter der Führung der Kommunistischen Partei setzen die Sowietfrauen gemeinsam mit dem ganzen Volk all ihre Kräfte für den Aufbau der kommunistischen Gesell schaft ein."
Alle Organisationen werden daran er innert, daß die weitere Stärkung der Kolle der Frauen auf allen Gebieten des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens eine der wichtigsten Bedingungen für den erfolgreichen Aufbau des Kom munismus darstellt. Die Lebenslntesessen erfordern eine entschlossene Förderung der fortgeschrittenen Frauen mi leitender.
staatlicher, wirtschaftlicher. Partei- und Gewerkschaftsarbeit.
In der letzten Stadtverordnetensitzung wurde das Gesetz über die verschärfte Bekämpfung des Schiebertums angenom men, weil die SPD sich an die Seite der SED gegen die bürgerlichen Parteien stellte. Neumann und Swolinzky waren freilich lieber mit ihrem Freunde Lands berg gegangen, aber die Mehrheit der SPD-Fraktion fühlte sich doch der Masse der Berliner Bevölkerung verpflichtet, die von einer Verlängerung der Schonfritt für Schieber nichts wissen will.
Berlin (Eig. Ber.}. Jakob Kaiser hielt in der „Neuen Welt" seine großangekündigte Rede über das
Thema „Klare Ent scheidungen für Berlin und Deutschland".
Er erging sich in den üblichen unsinnigen Behauptungen über die,,Klassendiktatur"
des von allen Parteien getragenen Volks kongresses. Da es „an der Zeit sei, jeg liche Zurückhaltung aufzugeben", wie Kaiser sagte.
lautete demnach seine
.„klare Entscheidung" für den Kurs eines scharfen Antisozialismus. mit dem sich Kaiser als würdiger Kampe „ohne Glace handschuhe" dem Clayschen Feldzue gegen die Einheit Deutschlands und ae"er.
dia demokratischen Kräfte anschloß.
Kaiser sprach sich „unter den heutigen Bedingungen" offen für die Gewerk schaftsspaltung aus und befürwortete im gleichen Atemzug den Marshall-Plan.
Hamburg (ADN). Zu welchem Zweck Bürgermeister Brauer die Namen der Beamten und Angestellten ermitteln ließ, die dem Streikaufruf der deutschen An gestelltengewerkschaft
Folge leisteten, wird die Deutsche Partei den Senat in der Bürgerschaftssitzung am Mittwoch
Sterbende Seebäder
English translation
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--- Relevant article (German, corrected transcription from OCR) ---
[Fortsetzung von Seite 1] 80-Millionen-Frauenprotest
[Moskau (TASS) ... Aufruf, den das Zentralkomitee der Kommunistischen Partei der Sowjetunion an]läßlich des Internationalen Frauentages veröffentlicht hat. „Das Sowjetvolk hat den Plan der ersten zwei Jahre des Fünfjahres-Nachkriegsplanes erfüllt und einen breiten Wettbewerb für die Erfüllung des ganzen Planes in vier Jahren entfaltet. Unter der Führung der Kommunistischen Partei setzen die Sowjetfrauen gemeinsam mit dem ganzen Volk all ihre Kräfte für den Aufbau der kommunistischen Gesellschaft ein."
Nachdem die Verdienste der Sowjetfrauen in den Jahren nach der Revolution aufgezeigt werden, beschäftigt sich der Aufruf mit der politischen und wirtschaftlichen Gleichberechtigung der Frau, die in der Sowjetunion verwirklicht worden ist, und nennt dafür einige Zahlen. So sind Zehntausende von Frauen als Direktoren und Abteilungsleiter tätig, die Zahl der Frauen, die als Leiterinnen in der Industrie, als Ingenieure und Techniker tätig sind, übersteigt 250 000. Tausende Frauen sind Leiterinnen von Kollektivwirtschaften und Hunderttausende Kolonnen- und Brigadeführer in diesen. Die großen Erfolge in der Steigerung der Ernteerträge sind in gewaltigem Maße gerade der unermüdlichen Arbeit der Bäuerinnen zu verdanken. Unter den Fachkräften mit abgeschlossener Hochschulbildung befinden sich 43% Frauen. An mehr als 200 wurde der Stalin-Preis verliehen. Diese durch die Zahlen dokumentierte gesellschaftliche und politische Aktivität der Frauen ist eine der grundlegendsten Besonderheiten der sozialistischen Demokratie.
Alle Organisationen werden daran erinnert, daß die weitere Stärkung der Rolle der Frauen auf allen Gebieten des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens eine der wichtigsten Bedingungen für den erfolgreichen Aufbau des Kommunismus darstellt. Die Lebensinteressen erfordern eine entschlossene Förderung der fortgeschrittenen Frauen in leitender staatlicher, wirtschaftlicher, Partei- und Gewerkschaftsarbeit.
[Reihenfolge der Absätze aus zwei OCR-Fassungen rekonstruiert.]
--- English translation ---
[Continued from page 1] 80-Million Women's Protest
[Moscow (TASS) ... the appeal that the Central Committee of the Communist Party of the Soviet Union published on the occasion of] International Women's Day. "The Soviet people has fulfilled the plan of the first two years of the five-year postwar plan and has launched a broad competition to fulfil the whole plan in four years. Under the leadership of the Communist Party, Soviet women, together with the whole people, are devoting all their strength to building communist society."
After the merits of Soviet women in the years since the revolution are set out, the appeal deals with the political and economic equality of women that has been realised in the Soviet Union, and cites some figures. Tens of thousands of women work as directors and department heads; the number of women working as managers in industry, as engineers and technicians exceeds 250,000. Thousands of women are heads of collective farms and hundreds of thousands are column and brigade leaders in them. The great successes in raising harvest yields are to a tremendous degree due precisely to the tireless work of peasant women. Among specialists with completed higher education, 43% are women. More than 200 were awarded the Stalin Prize. This social and political activity of women, documented by these figures, is one of the most fundamental characteristics of socialist democracy.
All organisations are reminded that further strengthening the role of women in all areas of social and economic life is one of the most important conditions for the successful building of communism. Vital interests demand resolute promotion of advanced women into leading state, economic, party and trade-union work.
[Order of paragraphs reconstructed from two OCR versions.]