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Berliner Zeitung, 23 April 1949, S. 2: Frieden – Grundlage des Glücks

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Text

Ausgebissene Löwenzähne Vier Kriegsschiffe der britischen Jangtse- Flotte hatten nichts Besseres zu tun, als mitten in die Kampfhandlungen hineinzufahren, die mit dem. Übergang der Volksarmee über den Jangtse unvermeidlich verbunden sind, Als die vier Kriegsschiffe in den Beschuß der Artillerie gerieten, die den Übergang der Volksarmee zu decken hatte, hielten sie ihre eigene Anwesenheit für eine Kriegserklärung_und erwiderten das Feuer. Das Ergebnis war eine eklatante Niederlage des britischen Löwen, der sich einige Zähne ausbrach. Das Kanonenboot „Amethyst“ wurde durch die Artillerie der Volksarmee kampfunfähig geschossen, die drei anderen Schiffe erreichten. nur mit schweren Beschädigungen Schanghai. 42 britische Seeleute fanden auf dem Jangtse den Tod,‘ 100 britische Matrosen wurden verwundet. 5 Der Zwischenfall wirft eine ganze Reihe von Fragen» auf. Was hat eine britische Flotte überhaupt auf dem Jangtse zu suchen? Weshalb begibt sich diese Flotte, wenn sie dort schon einmal vorhanden ist, mitten in das Operationsgebiet? Mit welchem Recht erwidert diese Flotte das Feuer, wenn sie wider Recht und Vernunft sich in einem fremden Kampfgebiet befindet und daher unter Beschuß gerät? Der konservative „DallyGraphic“ schreibt zwar: „Britische Schiffsgeschütze haben Asien bewiesen, daß der Löwe, der sonst so friedfertig ist, seine Zähne zeigen und nötigenfalls auch gebrauchen wird, wenn man ihn reizt“, aber die übrige britische Presse ist in einige Verlegenheit über den unzeltgemäßen und verlustreichen Gebrauch der Löwenzähne geraten. „Manchester Guardian“ verlangt von der Regierung eine „offene Erklärung“ auf der Par am den Dienstag. Diese Erklärung habe Außenminister Bevin abzugeben und nicht die Admiralität, und er müsse die Frage beantworten, weshalb die britischen Schiffe flußaufwärts in Bewegung gesetzt wurden, während sich die chinesischen Streitkräfte am Jangtse gegenüberstanden. „News Chronicle“ spricht von einem „sehr unangenehmen Vorfall“ und fragt ebenfalls, ob es denn notwendig gewesen sel, daß die britischen Schiffe gerade jetzt nach Nanking fuhren. Am klarsten stellt der „Daily Worker“ die Frage, weshalb denn überhaupt britische Marineeinheiten in China stationiert seien. Alle britischen Truppen und Kriegsschiffe müßten sofort aus China abberufen werden. Auch wir glauben, daß die britische “ Flotte, wenn sie durchaus faule Fische fangen will, in britischen Gewässern genug Gelegenheit dazu finden dürfte, In China hat sie schon längst nichts mehr zu suchen. Wettbewerbe zum 1. Mai In 'vielen Betrieben der Ostzone haben die Belegschaften besondere Wettbewerbe abgeschlossen, um zum 1. Mai, dem Tag der internationalen Solidarität der Werktätigen, besondere Leistungen für die Erfüllung und Übererfüllung des Zweijahrplans zu erreichen. Die Arbeiter des Formstahlwerkes Riesa, die den Aufbau des aus derSowjetunion ‚gelieferten Rohrwalzwerks., Hd am 1. Junt am 1. Mai beenden wollten, werden die Montage schon am 25; Aus hergestellt werden. Die Werktätigen des Bis zum 1. Mal soll in der großen Schiffs- RAW Chemnitz wollen bis zum 1. Mali ı halle 6 der neuen Volkswerft Stralsund.der 10 Güterwagen und 10 Personenwagen, die des RAW Dresden 10 Güterwagen der schweren Schadgruppen über den Plan hinaus herstellen. Die sieben MAS des Kreises Grimmen in Sachsen haben sich für ihren Wettbewerb das Ziel gesetzt, die F 1 lung soweit voranzutreiben daß neben der beendigten Aussaat auch die Hackfruchtfläche vorbereitet ist. Boden gepflastert sein, damit die pünktliche Aufnahme der Loggerproduktion auch in dieser Halle gewährleistet ist, Gleichzeitig werden im Wettbewerb Mauersteine gewonnen, um den Neubau von 200 Wohnungen, den das Stadtbauamt plant, bald zu ver i. Aufder lle ziehen alle an einem Strang, um am 1. Mai mit der Arbeit fertig zu sein. „Goddam, vorne Frieden, hinten Frieden... Boys, wir sind eingeschlossen!“ % Aug der soeben erschienenen Nummer des „Btar!“ „Letztes Wort“ aus der Schublade Ultimative Forderung der W Bonn (ADN/DPD). Kurz vor 19 Uhr sind die drei westalliierten Verbindungsoffiziere beim Prä des „P: Rates“, Dr. Adenauer, erschienen und haben ihm das zweite Schreiben der westlichen i an den „Parl tarischen Rat“ übergeben, Ein neues Außenminister-Schreiben Das Schreiben wurde von den westlichen Oberbefehlshabern im Auftrag ihrer Regierungen Dr. Adenauer zugestellt. Es enthält die A der Auß: Acheson,- Bevin und Schuman über das Grundgesetz und bestätigt zu Beginn, daß sie sich nicht ‚damit einverstanden erklären können, Berlin als 12. Land in den ächte auf Annah des Gr Meinungsäußerung bestätigte sich Im Hinweis eines alliierten Sprechers, der bekanntgab, die West: verneure hätten den „Wunsch“ geäußert, bereits am Montag eine endgültige Stellungnahme über die V des G dureh den „Parlamentarischen Rat“ zu erhalten. Von maßgebender britischer Seite wurde am Freitagabend bekannt, daß die neue Denkschrift schon Anfang April während der Beratungen in Washington aufgesetzt worden ist, damit sie „zu gegebener Zeit“ dem Rat üb werden könne. Offensichtlich war es, so erklärt man in Bonn, die Absicht der Außenminister, den west- Geutschen Parteien für den Fall des Auf- Die Außenminister betonen ausdrücklich, daß Bestimmungen, die bereits durch die. Londoner „Empfehlungen“ als nicht zuständig für die Bundesregierung bezeichnet wurden, nicht geändert und sogar dahingehend erweitert werden, daß nun auch die Bundesregierung in Fragen des Erziehungs-, Gesundheits- und Wohlfahrtswesens weitgehend von den Ländern abhängig sein muß«. «Keinerlei Zusage Kreise ‘‘Bonns gaben der m jes 1. Mai werden sie die ersten Rohre, die In Meinung Ausdruck, es handle sich um eine dem Walzwerk für die L rung hergestellt wurden, mitführen. In den drei werken Zwickau, Chemnitz und Dresden sind die Innerbetrieblichen Wettbewerbe im vollen Gange. Durch zahlreiche Verbesserungsvorschläge der Jungaktivisten wurden erhebliche L igerunsen ererneute der Forderungen nach absoluter Föderalisie- Reichsbahnausbesserungs- rung des westdeutschen Staates. Die Amerikanische Agentur AP stellt in einem Kommentar fest, daß die Erklärung „vorsichtig formuliert“ sei und „keinerlei direkte Zusage hinsichtlich irgendeiner der F. Auch der «Warnung: Freie DILUuUSIION Sara REEEERIRELEN, Ein schweres Leben Mit großer Freude habe ich gelesen, daß jetzt den Lehrern das Leben erleichtert werden soll. Besonders die Junglehrer sind es, die Anerkennung verdienen, Sie vor allem sind es, die ein schweres Leben haben. Ich habe da z. B, Einblick in ein Junglehreri, Kriegerwitwe, 3% Jahre alt, eine halbwüchsige Tochter, Wohnort amerikanischer Sektor, Arbeitsfeld russischer Sektor. Eine große Liebe zu ihrem Beruf hielt sie trotz aller Schwierigkeiten ab, ihren selbstgewählten Beruf aufzugeben, als ihr eine andere günstige Stellung geboten wurde. Durch die jetzt beschlossenen Maßnahmen wird es in dieser Hinsicht hoffentlich besser werden. Diese Junglehrerin mußte ein halbes Jahr mit 35 Mark im Monat auskommen. Das war die Vorbereitungszeit. Nach der eigentlichen Anstellung wurde es auch nicht viel besser, Nachmittags, wenn der Schulunterricht beendet ist, auf zwei Stunden nach Hause, dann wieder bis spätabends Seminar und dann nachher zu Hause bis in die Nacht hinein bei Kerzenlicht das eben Durchgesprochene schriftlich fixiert. Und so viermal in der Woche. Sonnabend nachmittags und sonntags dann Vorbereitung für die nächste Woche, Und dann vor allen Dingen die bedrückende Lage. Jetzt steht nyn die Betreffende vor ihrer Hauptprüfung und mit ihr noch 80 andere in ihrem Bezirk, Daß nun besonders die Lehrerinnen mit ihren Nerven so ziemlich am Ende sind, ist begreiflich., Warum macht man Ihnen die Lehrtätigkeit so schwer? Sie sind doch diejenigen, die unsere Kinder zu. anständigen. Menschen erziehen sollen. Wenn ich meine Bekannte von Zeit zu Zeit mal zu sehen bekomme, so macht sie mir, gelinde gesagt, den Eindruck eines Schattenwesens. Auch ihre Kolleginnen, soweit sie mir bekannt sind, haben alle das gleiche Aussehen. Bildung muß natürlich für den Junglehrer sein, aber es wird noch viel zuviel Überflüssigcs gelehrt, was in die heutige Zeit nicht mehr paßt, Die Themen, die sie manchmal für Hausarbeiten gestellt bekommen, sind oft grotesk. „Goethe als Familienvater“ oder „Lessing als Theaterleiter", Viel aktueller und passender wären Themen wie „Der Lehrer und die Neuzeit“, „Der Lehrer und der Zweijahrplan“, „Der Einfluß der Zeitung auf die Lehrtätigkeit“ usw. G. 8., Berlin-Neukölln Die Kandidaten sind aufgestellt Volksl 8 v g vor Potsdam (ADN). Die Vorbereitungen zu den Wahlen der Delegierten zum 3. Deutschen Volkskongreß sind im Lande Brandenburg in vollem Gange. Bisher wurden in vier Stimmbezi; 98 didaten aufgestellt. Davon entfallen 50 auf die SED, 35 auf die CDU, 20 auf die LDP, 13 auf die Bauernpartei, 20 auf den FDGB und die übrigen auf die FDJ, den DFD, die YVN, den Kulturbund, die VdgB und die Unter den Kandidaten Brandenburgs befinden sich der Vorsitzende der DWK, Rau, Ministerpräsident Steinhcff und die Minister Bechler, Rücker, Falkenberg und Stargardt sowie die Landesvorsitzenden ler antif: i rati Parteien, Die Kulturschaffenden nominierten Prof. Bernhard Kellermann, Prof. Otto Nagel Friedrich Wolf und Geheimrat Prof. usti. Weimar (ADN). Unter den 240 Kandidaten Thüringens, die als Delegierte für den Dritten Volkskongreß vorgeschlagen sind, befinden sich Oberkirchenrat Prof. Haack, Per: hkei Delegierte Dr. Herz, Propst Streb, der Direktor der Jenaer Universität, Prof, Schwarz, sowie die Professoren Sedlaczek, Henselmann und Hestermann. Die’ Wahllisten der Abst wurden vom Landesvolksausschuß bestätigt, In Westberlin verboten Berlin (ADN). Die westlichen Besatzungsmächte erklärten am Freitag gemeinsam, daß die Wahlen zum Volkskongreß in den drei Berliner Westsektoren verboten seien. Politische Kreise Berlins sehen in dieser Maßnahme den Versuch, den auch in den Berliner Westsektoren mehr und mehr dur den wahren V zu unterdrücken, Sie erklären, dieser Versuch stehe sehr wenig im Einklang mit der von den Westmächten ständig betonten Einstellung zu Begriffen wie Demokratie und Meinungsfreiheit, Die Westmächte würden sehen, wird weiter gesagt, daß die West« berliner Bevölkerung sich an dieses so= genannte Verbot kaum halten werde, fretens von Meinungsverschiedenheiten Annexion beginnt heute a en olung der Forderungen Aachen (ADN/AP). Nachdem das hollänfür.“ dische P: nt die Durchführung der „Kor: an der deutsch änd Die SPD auf dem Rückzug Aus gut informierten Kreisen Bonns verlautet, daß die SPD die Gelegenheit nun benutze, auf der ganzen Linie den Rückzug anzutreten. Die inter U - sprechungen seien, nachdem die „letzte der Außenminister, bekannt-. geworden sei, positiv verlaufen, Einem DPD-Vertreter gegenüber erklärte Präsi- Gent ‘Dr. Adenauer, ‘daß‘ sich '„vielleicht' eine baldige Einigung mit der SPD anbahne“, Hannover (ADN), Der Wirtschafts- und Verkehrsminister des Landes Niedersachsen, Dr, Fricke, erklärte zu den Blockademaßnahmen der Westmächte, daß die Wiederschen Grenze für Sonnabend angesetzt hatte, begannen die deutschen Polizei-, Post-, Zoll- und Bahnbehörden Freitag mit der Räumung des Grenzgebietes, Die alten bä wurden brochen und die Dienststellen an den neuen Grenzpunkten bezogen. Die Räumung sollte Freitag u: Mitternacht abgeschlossen scin.. Hannover (ADN). Die Land ung von Niedersachsen sei schon über erneute Gebietsforderungen der holländischen Regierung informiert worden, verlautet in Kreisen Kirkpatrick in Westdeutschland Düsseldorf (ADN). Sir Ivone Kirkpatrick, der Leiter der D ilung des britischen Außenministeriums, traf am zielt. Die des RAW haben sich verpflichtet, über ihren Plan hinaus eine Lok und 10 Güterwagen der schweren Schadgruppen bis zum 1, fertigzustellen. Für die.„Maxhütte“-Unterwellenborn soll zusätzlich eine Lok wieder- P des „Par Rates“, Dr, Adenauer, wies darauf hin, daß sich der Inhalt des Schreibens mit übrigen Schriftstücken der Gouverneure decke. Die Westmächte hätten nun „ihre letzten entd Worte, Diese 'hen der sow und den Westzonen eine unerläßliche Vorbedingung für eine gesunde Entwicklung der westdeutschen Wirtschaft sei. Fricke gab der engen Verbundenheit zwischen den Deutschen in Ost und West Ausdruck, Deutsche erneuern „Kriege müssen verhindert werden’ Berlin (Eig. Ber.). An der Magdeburger Strombrücke, der Stelle, an der sich die sowjetischen und amerikanischen Truppen nach ihrem Sieg über die Hitler-Armee zum ersten Male die Hand reichten, wurde von ihnen, wie der USA-Soldat Polowski berichtete, der Schwur geleistet, nie wieder einen Krieg zuzulassen. Während Polowski vergeblich die UN zu veranlassen sucht, das historische Datum dieses „Schwures an der Elbe“ zum internationalen Feiertag des Friedens zu erheben, trafen sich an der Elbbrücke anläßlich des Pariser Weltfriedenskongresses Magdeburgs Einwohner zu einer Massenkundgebung.. „Die Gedanken von Millionen Werktätiger in ganz Deutschland welilen vom 20. bis 25. April auf dem Weltfriedenskongreß in Paris“, heißt es in einem Grußtelegramm des FDGB der Ostzone. „Der Weltfriedenskongreß wird den Weg für einen dauerhaften Frieden weisen, die Kriegshetzer brandmarken, die Kräfte des Friedens zusammenschweißen und Sofortmaßnahmen zur Sicherung des Friedens treffen. Die werktätigen Männer Frauen Deutschlands werden im Weltgewerkschaftsbund den Kampf um diesen Frieden führen,“ Im Lande Thüringen werden am Sonntag auf Anordnung des Bischofs der evangelischen Landeskirche die Kirchenglocken zehn Minuten lang läuten und zum Frieden mahnen. In den werden Fürbitten für den Frieden verlesen. Landesbischot Dr. Mitzenheim weist in der Anordnung darauf hin, daß es Pflicht eines jeden Christen Ist, für einen Frieden der Gerechtigkeit und Menschlichkeit einzutreten, Frankfurt am Main (ADN). Der blinde Dichter Adolf von Hatzfeld, der kein Visum für den Pariser Fr B hatte, übermittelte dem Einberuferkomitee seine Grüße. „Wäre ich in Paris, so erklärte hätte ich auf dem Kongreß gegeben, bei Bestehen einer. gie Anregung Kriegsgefahr die Regierungen der betreffeneen Län?er zu verpflichten, die Völker in einer geheimen Abstimmung entscheiden zu lassen.“ Hatzfeld betont, daß er diesen Schwur an der Elbe / Bittgottesdienst für den Frieden Vorschlag als ein Mensch mache, der keiner Partei angehört und der weiß, daß es die Völker sind, die das unsägliche Leid der Kriege immer zu bezahlen haben.“ Wohlstand für alle Paris (ADN). Friede bedeute Wohlstand, erklärte der Führer der ungarischen Delegation auf dem Weltfried Bß Lesenczy. Das ungarische Volk sei nicht an der Produktion von Kanonen, Panzern und Bomben interessiert, sondern wende seine ganze Kraft jenen Aufgaben zu, die es sich in seinen Wirtsckaftsplänen gestellt habe. Technik und Wissenschaft würden in den Dienst des Lebens und nicht in den Dienst des Todes gestellt. Prag (SNB). Auf dem Prager Parallelkongreß sprach als erster Redner der Freitagssitzung der Präsident des Bundes chinesischer Intellektueller, Huo Mo Jo. 50 Jahrhunderte ihrer Geschichte hätten bewiesen, daß die Chinesen den Krieg nicht mögen, aber sie wünschen einen demokratischen und keinen falschen Frieden. Wenn alle Nationen der Welt einander als gleichberechtigt behandeln und sich helfen, werden sie ihre Würde und Unabhängigkeit bewahren. Genau wie die Bevölkerung anderer Länder, wünschten auch die Amerikaner keinen Krieg. Wenn das demokratische Friedenslager unter Führung der Sowjetunion weiterhin einig bleibe, sei es stark genug, um die Kriegskrise zusammen mit ihren Urhebern zu begraben. Alle Nationen des Fernen Ostens seien ohne Ausnahme bereit, sich voll und ganz für die L eines Friedens zur Verfügung zu stellen. Im Namen der -Sowjetfrauen schilderte die sowjetische Delegierte Gagarina die Leiden der Frauen während des letzten Krieges: „Der Krieg dringt zertrümmernd in jedes Haus, er raubt den Frauen ihre Nächsten und den Kindern ihre Väter. Ich spreche hier als Mutter, die ihren einzigen Sohn an der Front verloren hat und als Mutter einer adoptierten Tochter, deren Vater ebenfalls gefallen ist. Die Zeit ist gekommen, wo dem einfachen Volk der Welt gesagt werden muß: nehmt die Sache des Friedens in eure eigenen Hände.“ Frieden - Grundlage des Glücks Wilhelm Koenen auf der Großkundgebung im Friedrichstadt-Palast Berlin (Eig, Ber). „Das demokratische Berlin grüßt die Delegierten des Friedenskongresses in Paris und Prag. Berlin soll einen i Deutschland. nicht Brandstätte eines neuen Krieges werden. Wir geloben, die Beschlüsse der Weltriedenskanferenz zu unterstützen.“ Diesen Gruß sandte die gestern im Friedrichstadt- Palast K zur Unterstützung des Friedenskongresses nach Paris und Prag. ' Wilhelm Koenen, Vorsitzender des Ses des D 'hen V. überbrachte das Gelöbnis des Deutschen Volksrates, die Friedenskonferenz zu unterstützen und alle Kräfte einzusetzen, den Frieden zu erhalten, „Nur dadurch, daß wir in Deutschland den Frieden schaffen, retten wir auch den Frieden der Welt.“ Der. Friede sei die Grundlage menschlichen Glücks, sei die Basis für Fortschritt und Freiheit — deshalb habe der Volksrat seine Forderung auf einen baldigen Friedensvertrag und Abzug aller Besatzungsmächte erhoben. Der endgültige Beweis, daß die Millionenbewegung für den Frieden auch von uns Deutschen unterstützt werde, könne durch große Beteiligung an den Wahlen der Di ten zum 3. V werden. „Den Kampf gegen die Kriegshetzer, der gerechteste Kampf, den wir jemals führten, ist der Kampf für die Menschheit!“ Nach dem Beispiel der Frauen Indonesiens, Vietnams und Chinas wollen auch die deutschen Frauen nicht nur den Frieden ersehnen, sondern dafür kämpfen, erklärte Elli Schmidt, Vorsitzende des DFD. Klarer als bisher müßten dazu besonders die Berliner Frauen erkennen, wo die Kriegshetzer sitzen.; Fr d zu einem mehrtägigen Besuch der britischen Besatzung:behörden in Westdeutschland ein. Damit das Leben schöner werde Riesa (ADN), Als ein Beispiel für den Westen Deutschlands und eine Kulturtat ersten Ranges bezeichnete am Donnerstag der sächsische Ministerpräsident, Max Seydewitz, die Kulturverordnung der DWK vor 2000 Angehörigen der Intelligenz und Aktivisten der Betriebe aus dem Bezirk Riesa, Die Deutschen müßten, gerade weil sie so arm geworden sind, große Mittel für die Förderung von Wissenschaft und Kultur ausgeben. um ihr Leben wieder reicher und schöner zu gestalten. An a Bevölkerung richtete Max Seydewitz deh dringenden Appell, sich für die Realisierung des Beschlusses der DWK mit verantwortlich zu fühlen. Er forderte von der Arb haft, den ö tätigen Geistesschaffenden unbedingt die materiellen Voraussetzungen für eine fruchtbare Arbeit zu geben. Die Angehörigen der Intelligenz sollten stets bedenken, ie materiellen Voraussetzungen für die Verordnung der DWK von den Werktätigen in Stadt und Land erarbeitet würden, Alle W haftler einbezieh Halle (ADN), Die Entwicklung der Wett- Vewerbs- und Ak bewegung muß zu den vordringlichsten Aufgaben der Gewerkschaften im Rahmen des Volkswirtschaftsplanes 1949. gehören, erklärte Landtagspräsident Adolf Wolfram auf einer FDGB- Sitzung. Es müsse alles getan werden, um auch den letzten Wissenschaftler in die ‚Aufgaben des Volkswirtschaftsplanes einzubeziehen. Es sei unmöglich, einen qualifizierten Ingenieur heute noch als Schlosser oder Werkstattarbeiter zu beschäftigen. Dies träfe auch auf diejenigen zu, die auf Zu der in der Presse erwähnten Besprechung in Braunschweig ist dem Zentralrat der FDJ bisher keine Einladung zugegangen. Der Zentralrat der FDJ weist darauf hin, daß er jede Initiative unterstützen wird, die der Herstellung der Einheit Deutschlands dient. Bisher 680 Traktoren urt 2.d.O. (ADN/EIg.Ber.). Nachdem am Freitag ein Transport mit weiteren 60 schweren Raupenschleppern aus der Sowjetunion in Frankfurt eintraf, die für.: Sach: Anhal g bestimmt sind, hat die Sowjetunion von den 1000 angekündigten Traktoren bisher 680 geliefert. 50 Jahre Gewerkschafter Berlin (Eig. Ber.). Hermann Schlimme, der zweite Vorsitzende des FDGB Groß- Berlin feiert am Sonntag sein 50jähriges Gewer Der 1882 in Langensalza Geborene trat schon mit 16 Jahren dem Holzarbeiterverband bei und übernahm in Halle bald Funktionen im ADGB-Vorstand. Während der Zeit des Faschismus leitete Schlimme als Beauftrag-- ter des Internationalen Gewerkschaftsbundes die illegale deutsche Gewerkschaftsarbeit. Nach wiederholten Verhaftungen kam er 1937 in die Zuchthäuser von Brandenburg ‚und Amberg. 1945 stellte sich Hermann Schlimme sofort wieder in die Worderste Reihe derer, die am Aufbau einer neuen deutschen Gewerkschaftsbewegung arbeiteten. 1946 wurde er in den Bundesvorstand des FDGB und auf der ersten Konferenz der Berliner Gewerkschaften zum zweiten Vorsitzenden des FDGB Groß-Berlin gewählt. In seiner Funktion tritt Schlimme immer wieder für die Interessen der Werktätigen und die Einheit Berlins ein. Als Mitglied des Deutschen ‚Volksrats gehört er zu den komfür ein Deutschland und einen gerechten Frieden. Westmächte erschweren Rückkehr Berlin (ADN). Wie der „Polnische Pressedienst“ mitteilt, erhalten polnische Dienststellen oft Anfragen von deutschen caritativen Organisationen und Privatpersonen, wann die noch in Polen lebenden deutschen Familienmitglieder von Personen, die in leben, hei Die polnischen Behörden, so teilt der mit, bereit: der Ausreise dieser Personen — unter der Bedingung, - daß die Behörden des Ortes, in dem das Reiseziel liegt, die Einreiseerlaubnis erteilen — keine Schwierigkeiten. Soweit dem polnischen Pressedienst bekannt ist, gestatten die Behörden der deutschen Länder die Einreise. Die Genehmigung muß jedoch durch die Besatzungsmächte erteilt worden sein. Praktisch wird sie nur in Einzelfällen gegeben. Aber gerade die Tatsache, daß ae nicht generell erteilt wird, verzögert e i ö Die verstehen durchaus die humanitären Ge Grund ihrer in der Nazipartei noch mit nebensächlichen oder unter Arbeit würden. e Keine Jug k kanlı te, die für die Vereinigung der Familien sprechen. Sie können jedoch nicht die Beschlüsse der englischen, ameri- Berlin (ADN). Zu der in der Presse erschienenen Meldung über eine gesamtdeutsche Zusammenkunft von Vertretern der deutschen Jugendverbände in Braunschweig erklärt der Zentralrat der Freien Deutschen Jugend, daß er sich nicht in der Lage sieht, diese Meldung zu bestätigen. Der Zentralrat der FDJ teilt vielmehr mit, daß eine in dieser Linie liegende Initiative des Zentralrates vom 22. März 1949 bisher von allen Jugendverbänden, mit Ausnahme der Bündischen Jugend, nicht oder abschlägig beantwortet wurde. und Einfluß nehmen, ohne die die Einreise in die Westzonen Deutschlands nicht erfolgen kann. 56 000 Heimkehrer seit März Frankfurt a. d. O. (ADN). Im Heimkehrerlager Gronenfelde kamen am Freitag weitere 1086 ehemalige deutsche Kriegsgefangene aus der Sowjetunion ay. Seit Beginn der großen Entlassingsaktion - von ehemaligen deutschen Kriegsgefangenen aus der Sowjetunion haben bis gestern 55907 Heimkehrer das Lager Gronenfelde passiert, >

English translation

=== [Page 1] === --- Relevant article (German, corrected transcription from OCR) --- Frieden – Grundlage des Glücks Wilhelm Koenen auf der Großkundgebung im Friedrichstadt-Palast Berlin (Eig. Ber.). „Das demokratische Berlin grüßt die Delegierten des Friedenskongresses in Paris und Prag. Berlin soll [Unreadable] einen [Unreadable] Deutschland. Nicht Brandstätte eines neuen Krieges werden. Wir geloben, die Beschlüsse der Weltfriedenskonferenz zu unterstützen.“ Diesen Gruß sandte die gestern im Friedrichstadt-Palast [versammelte] Kundgebung zur Unterstützung des Friedenskongresses nach Paris und Prag. Wilhelm Koenen, Vorsitzender des Sekretariats des Deutschen Volksrates, überbrachte das Gelöbnis des Deutschen Volksrates, die Friedenskonferenz zu unterstützen und alle Kräfte einzusetzen, den Frieden zu erhalten. „Nur dadurch, daß wir in Deutschland den Frieden schaffen, retten wir auch den Frieden der Welt.“ Der Friede sei die Grundlage menschlichen Glücks, sei die Basis für Fortschritt und Freiheit – deshalb habe der Volksrat seine Forderung auf einen baldigen Friedensvertrag und Abzug aller Besatzungsmächte erhoben. Der endgültige Beweis, daß die Millionenbewegung für den Frieden auch von uns Deutschen unterstützt werde, könne durch große Beteiligung an den Wahlen der Delegierten zum 3. Volkskongreß erbracht werden. „Den Kampf gegen die Kriegshetzer, der gerechteste Kampf, den wir jemals führten, ist der Kampf für die Menschheit!“ Nach dem Beispiel der Frauen Indonesiens, Vietnams und Chinas wollen auch die deutschen Frauen nicht nur den Frieden ersehnen, sondern dafür kämpfen, erklärte Elli Schmidt, Vorsitzende des DFD. Klarer als bisher müßten dazu besonders die Berliner Frauen erkennen, wo die Kriegshetzer sitzen. --- English translation --- Peace – the foundation of happiness Wilhelm Koenen at the mass rally in the Friedrichstadt-Palast Berlin (own report). "Democratic Berlin greets the delegates of the peace congresses in Paris and Prague. Berlin shall [Unreadable] a [Unreadable] Germany. Not become the scene of a new war. We pledge to support the resolutions of the World Peace Conference." This greeting was sent to Paris and Prague by the rally held yesterday in the Friedrichstadt-Palast in support of the peace congress. Wilhelm Koenen, chairman of the secretariat of the German People's Council, conveyed the People's Council's pledge to support the peace conference and to commit all its strength to preserving peace. "Only by creating peace in Germany do we also save the peace of the world." Peace was the foundation of human happiness and the basis for progress and freedom – which was why the People's Council had demanded an early peace treaty and the withdrawal of all occupying powers. The definitive proof that the million-strong peace movement is also supported by us Germans could be given by a large turnout in the elections of delegates to the 3rd People's Congress. "The struggle against the warmongers, the most just struggle we have ever fought, is the struggle for humanity!" Following the example of the women of Indonesia, Vietnam and China, German women too should not merely long for peace but fight for it, declared Elli Schmidt, chair of the DFD. Berlin women in particular, she said, must see more clearly than before where the warmongers sit.