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Neue Zeit, 14 March 1952, S. 2: Empfang der IDFF

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Text

Seile 2 / Nummer 63 NEUE ZEIT Freitag, 14. März 1952 gutes nationales Anliegen hörten als auf die Absichten fremder, westlicher Mächte, Nun hat die Sowjetunion gesprochen. Dieselben deutschen Menschen, die uns immer aufforderten, ihnen den quten Willen der Sowjetunion zu beweisen, machen nun — teilweise — den Versud, einer Entscheidung sih dadurch zu entziehen, daß sie die Verantwortung und die Antwort auf die westlichen Alliierten abschieben. Wir sind der Meinung. daß dieses klägliche Manöver, das etwa Herr Hallstein in New York, wo er sich als Ab d Adenauers zur Zeit befindet, damit ausführt, daß er meint, es wäre in den Sowjetvorschlägen „nichts Neues“ zu erblicken, eine jämmerliche Flucht vor der Wirklichkeit darstellt. Im wesentlichen aber ist weithin begriffen worden, daB die sowjetische Note ein weittragendes politisches Ereignis darstellt, das von großer geschichtliher Bedeutung ist. Das hat auch Herr Hansen im Nordwestdeutschen Rundfunk anerkennen müssen, indem er im großen politischen Kommentar am 11.März in seinem Sender dazu aufgerufen hat, die Note der Sowjetunion sehr ernst zu nehmen. Und die gleiche Mahnung fand sih audı im „Kurier“. Für uns als christlihe Menschen, die den Sinn für rechte politische Verantwortung gefunden haben, genügt das natürlich nicht, Wir sind keineswegs der Meinung, daß wir nun nach der Uebergabe der sowjetischen Note an die Westmächte in geduldigem Fatalismus warten müßten, bis sich die westlichen Mächte zu einer Rückäußerung bequemen, r sind vielmehr der Meinung, daß uns als deutsche Menschen nunmehr die große Aufgabe zufällt, der Welt, vor allem aber den westlichen Mächten deutlich zu machen, daß wir den Friedens-, vertrag wollen. Wir haben als deutsche Menschen alle impenalistischen Gelüste verloren, Wir sind ein für allemal kuriert von nationalistishem oder rassizistischem Größenwahn. Wir wollen Frieden nicht nur in der Welt um uns her, sondern auch für uns und unser Land. Wir wollen, daß unser deutsches Volk aus dem gefährlichen Bereich machtpolitischer Spannungen heraus- Ele wird, Wir wollen arbeiten und riedliche Werte schaffen. Weil wir so zu denken gelernt haben, darum sind wir der Sowjetunion dankbar dafür, daß sie den großen Schritt zu einer Bereinigung unserer nationalen Fragen tat, darum rufen wir es, schreien wir es in die Welt hinein: Wir wollen Frieden! Wir wollen unsere nationale Einheit! Westmächte sollen zustimmen! Berlin (NZ). In einer Entschließung der Belegschaft des Union Verlages („NEUE ZEIT“), die in einer Betriebsversammlung am Donnerstag gefaßt wurde, heißt es u. a.: „Die bedeutsame Note der Sowjetunion an die Westmächte hat unser stärkstes Interesse gefunden. In dieser Note und in dem ihr beigeben Entwurf eines Friedensvertrags mit jeutschland ist alles zum Ausdruck gebracht, was unser Volk in diesen Monaten bewegt, da der Ruf nach endlichem Friedensschluß und nach neuem Beginn friedlicher, wohlstandsfördernder Beziehungen zwischen uns und allen Ländern der Erde immer lauter geworden ist. Es gibt nach unserer Ueberzeugung keinen Grund, diese Vorschläge abzulehnen, und deshalb appellieren wir an die führenden Köpfe der Westmächte und an alle anderen Staatsmänner der Welt, der Friedenstat der Sowjetunion zuzustimmen.” Rat der EKD zusammengefreien Berlin (NZ). Am Donnerstag ist der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland im evangelischen Johannesstift in Berlin-Spandau (britischer Sektor) zu einer seiner regelmäßigen Tagungen zusammengetreten. Die Beratungen, die voraussichtlich bis Freitagabend andauern, werden von dem Ratsvoree Bischof D. Dr. Otto Dibelius, geet.“ Julius Sturm, ein im vorigen Jahrhundert sehr geschätzter thüringischer Dichter (1816 bis 1896), ist im Geburtsort von Heinrich Schütz, in Bad Köstritz bei Gera, auf die Welt gekommen und hat die längste Zeit seines Lebens daselbst als Pfarrer gewirkt. Mit Paul Gerok und Philipp Spitta zusammen war er der einzige Dichter, der damals das religiöse Lied pflegte. Deshalb sind manche seiner „Frommen Lieder“, so nannte‘ er sie, in die evangelischen Gesangbücher aufgenommer. worden, Andere seiner im allerbesten Sinn volkhaften und volkstümlichen Gedichte wie „Der Bauer und sein Kind“ hatten Eingang in die Schullesebücher gefunden. Und ganz unvergleichlich, wenn auch bis heute kaum beachtet, sind seine Fabeln. Man wird der liebenswerten Persönlichkeit . dieses Dichters am ehesten gerecht, wenn man ihn mit Matthias Claudius vergleicht. Was jener angebahnt hat, ist bei Sturm zur Vollendung gediehen Doh im künstlerischen Niveau erreicht er ihn nur in einigen seiner besten Stücke. Dabei wäre er eher mit Ludwig Richter zu vergleichen, mit dem er übrigens (vergl. Sturm-Richters „Kinderleben“) auch zusammen gearbeitet hat. Beide stellen auf die denkbar einfachste Weise das Familienleben der ierzeit dar, und beide verklären es in seinen charakteristischen Grundelementen. Julius Kühn, der älteste zur Zeit in de Enkel des Dichters. hat Sturms ausgewählte Werke 1928 (im Verlag Erich Matthes) unter dem Titel „Ein deutsches Haus“ herausgegeben und gerade ne ee seine: Großvaters mit Nachdruck Wer nicht schießen will, muß sprechen “ Dr. Heinemann und Frau Helene Wessel sprachen in Wesiberlin Berlin (NZ). Zwei überfüllte Kundgebungen in Neukölln brachten am Donnerstagabend das erste Auftreten der Notgemeinschaft für den Frieden und ihrer Sprecher Dr. Heinemann und Frau Beleon Wessel in Westberlin. Die Dampiarunpe Tillich und andere hatten aufgerufen und en in die Wintergerten-Kundgebung 1 an der Hasenheide Störkolonnen deren Störversuche aber an dem geschlossenen Abwehrwillen der scheiterten. Diese Organisationen hatten schon vorher versucht, die Kundsehungen der Notgemeinschaft dadurch zu hintertreiben, daß Plakate an den Anschlagsäulen mit einem Streifen „Fällt aus“ überklebt wurden. Dr. Heinemann gab auf der Versammlung eine Petition der Notgemeinschaft an den Bundestag bekannt und rief zu einer allgemeinen Unterschriftensammlung für diese Petition als der letzten legalen Möglichkeit zur Bekundung des Volkswillens auf. Die Notgemeinschaft konnte gleichzeitig die Gründung von acht Arbeitsgruppen in allen westberliner Bezirken bekanntgeben. Der Bundestag schickt sich an, eine parlamentarische Ohne-Euch- Entscheidung zu vollziehen, der ein großer Teil der Bevölkerung sein „Ohne uns“ entgegensetzt, erklärte Dr. Heinemann in seiner Rede. Er stellte den 11 Milliarden, die Westdeutschland für die Aufrüstung aufbringen soll, die eine Milliarde gegenüber, die die Reichswehr des Weimarer Staates gekostet hat. Er erinnerte daran, daß Adenauer selbst gesagt hat, daß die Sowjetunion nicht losschlagen werde. „Wenn das aber der Fall ist, warum soll.dann Sin Teil des deutschen Volkes sich in diese amerikanische Aufrüstung eingliedern, um Teil einer erdumspannenden Aufrüstung gegen die Sowjetunion zu werden, um etwas vorzubereiten, was man ‚Generalbereinigung‘ mit der Sowjetunion nennt?“ Wenn diese „Generalbereinigung“ zum Kriege führt, dann wäre das für unser Deutschland die Katastrophe, denn es würde einen dritten Weltkrieg nicht überleben. Dr. Heinemann behandelte sodann die Gefahren, die durch eine westdeutsche Aufrüstung für den deutschen Einheitsgedanken entstehen, Auch in Berlin sollte sich herumgesprochen haben, daß für viele Westpolitiker die deutsche Spaltung einfach die „ideale“ Lösung der deutschen Frage ist, „Wer die Wiedervereinigung Deutschlands will, muß auf die Westeingliederung verzichten, denn sie bedeutet die Ausgliederung des deutschen Ostens. Wir wollen ohne Krieg zur deutschen Einheit kommen. Wenn wir das dann wir Wenn wir nicht bereit sind, diesen Weg zu versuchen, dann gibt es keine friedliche Lösung. Wer nicht schießen will, muß sprechen.“ Der Redner betonte, daß es deshalb notwendig sei, die Offerte ernsthaft zu prüfen, die mit der Note der Sowjetregierung auf den Tisch gelegt wurde. Einige der Einwände, die man bisher gegenüber jeder ernsthaften Betonung gesamtdeutscher Bemühungen so eilfertig ins Feld geführt habe, seien damit gegenstandslos geworden. Die neue Entwicklung zwinge uns, nun ernstlich über unser gesamtdeutsches cksal nachzudenken. Die Amerikaner würden allerdings bei einer gesamtdeutschen Lösung keine westdeutschen Rekruten bekommen. Heinemanns Ausführungen fanden langanhaltenden starken Beifall. Frau Helene Wessel ergänzte die Ausführungen nach der europäischen, politischen und nach der sozialen Seite. Ein neuer Weltkrieg wäre nicht nur für Deutschland, sondern für Europa die tödliche Gefahr für seinen biologischen Bestand. Wir müßten aus den ausgefahrenen Gleisen der alten Demokratie heraus und dürften nicht befangen sein im gegenseitigen Mißtrauen. Westdeutsche Presse zur Sowjeinote In der „Frankfurter Rundschau” wird erklärt, daß die friedliebende Welt durch das Faktum erregt wird, daß die Sowjetunion auf eine Viermächtekonferenz zur Herstellung des Friedens mit Deutschland zusteuert, „Selbstverständlich ist nur eine solche Konferenz imstande, den = eden praktisch herbeizuführen”, sagt das att. Die „Westdeutsche Allgemeine“ hebt hervor: „Der neuerdings vorgelegte Entwurf eines Friedensvertrages bringt als Ueberraschung den Vorschlag, Deutschland den Status einer bewaffneten Neutralität zu geben. Es soll nationale Streitkräfte und eine beschränkte Rüstungsindustrie erhalten.” Kundgebungen zur SU-Note an Freitag finden folgende Kundgebungen stat! Bezirk Mitte: 17 Uhr, Platz der Akademie, Referent der Leiter des Amtes für Information, Professor Eisler. Prenzlauer Berg: 16 uam Senefelderplatz, Referent Staatssekretär Winzer. Friedrichshain: 16.15 Uhr, Revaler Ecke Warschauer Straße, Referent Volkskammerabgeordneter Lauffer. Lichtenberg: 16.30 Uhr, Platz am S-Bahnhof Stalinallee, Referent Hans Pratzsch vom Präsidium der Nationalen Front. Pankow: 16.45 Uhr, Marktplatz Pankow, Breite Straße, Referent Volkskammerabgeordneter Tutewohl. Empfang der IDFF Berlin (NZ). Die Internationale Demokratische Frauenföderation veranstaltete anläßlich des Internationalen Frauentages im Berliner Haus der Jugend eine Abschlußfeier für Frauen aus allen Teilen Berlins und der DDR. Vertreterinnen der Parteileitung der CDU waren ebenfalls erschienen. Die Generalsekretärin der IDFF, Marie- Claude Vaillant-Couturier, sagte, daß das Beisammensein die Verbundenheit zwischen den Mitarbeiterinnen der IDFF und den deutschen Frauen fördern soll. Als Vertreterin des DFD betonte Wilhelmine Schirmer-Pröscher, daß die Note der Sowjetunion an die drei Westmächte den Kampf der deutschen Frauen um den Abschluß eines Friedensvertrages wesentlich unterstütze. Westberliner Frauen berichteten von dem Friedenskampf in den Berliner Westsektoren. Aktivistinnen aus der DDR scilderten die Erfolge, die sie bei der Erfüllung der Wirtschaftspläne erringen konnten. Von dem Friedenskampf der Frauen in den kapitalistischen Ländern berichteten Miıtarbeiterinnen der IDFF aus England, Syrien, Indonesien, USA und Kanada. Beatrice Johnson (USA) hob hervor, daß die amerikanischen Frauen den Kampf des deutschen Volkes und der deutschen Frauen um den Frieden mit tiefster Anteilnahme verfolgen. Besprechungen in London, Paris,Bonn Eden bespricht mit den Botschaftern der USA und Frankreichs die Sowjelnoie London (NZ). Am Mittwochabend fand im Anschluß an die britische Kabinettssitzung in London die erste offizielle Besprechung zwischen dem britischen Außenminister Eden und den Botschaftern der USA und Frankreichs über die sowjetische Note statt. Wie ein Sprecher des französishen Außenministeriums mitteilte, ist die sowjetische Note zur Zeit Gegenstand von Besprechungen zwischen den Westmächten und der Bundesrepublik, +. -Grand-Hotel. Eisenhower, Handy und Juin m Nauheim Frankfurt/Main (NZ/ADN). Das idyllische Bad Nauheim hat sich in ein Stabslager der aggressiven Atlantikpaktstreitkräfte verwan- Wirtschaftskonferenz wird vorbereitet Berlin (ADN). Am 13. März tagte in Berlin der in der DDR gebildete Vorbereitende Ausschuß für die Internationale Wirtschaftskonferenz in Moskau. Dem Ausschuß gehören an: Professor Dr. Bertsch, Leiter der Hauptverwaltung Chemie; Professor Dr. Burghardt, Universität Leipzig; Professor Dr. Frank, Präsident der Kammer der Technik; Heinz Fried, Direktor der Deutschen Handelszentrale Elektrotechnik; Dr. Fritze, Direktor der Fachanstalt Deutscher Innen- und Außenhandel Chemie; Karl Fugger, Direktor der Gewerkschaftshochschule; Professor Dr. Heidebroeck, Technische Hochschule Dresden; Nationalpreisträger Siegbert Kahn, Ein vergessener Spruchdichter Bewußtsein gedrungen ist. Neben Goethe und Rückert war er der reichste Spruchdichter des vorigen Jahrhunderts. Die meisten seiner Sprüche finden sich in dem Band „Von der Pilgerfahrt“ (Halle, 1868). Sie zeichnen sich samt’ und sonders durch äußerste Prägnanz und einzigartige Bildkraft aus, für die die Gleichnisse Jesu das Vorbild gewesen sein dürften: Ein allzu weich Gemüt erliegt in Kummertagen; Wer keine Knochen hat, kann keine Lasten tragen. Erfahrung ist eine treffliche Ware, Bleibt ach und mehrt sich mit jedem Jahre. wo Don Quichot mit Windmühlflügeln ficht, Fehlt Sancho Pans* und sein Esel nicht. Der SelbStgerechte Er wirft sich in die Brust und spricht: „Wohin ich blicke — Lump und Wicht!* Dech in den Spiegel blickt er nicht. Die Einfachheit der Sturmschen Sprache ist das Ergebnis strengster Zucht und unermüdlichen Feilens. Sturm wollte aus inniger Volksverbundenheit so ei daß auch der h ihn hen, ihn sich zu eigen machen konnte. Lebendige Liebe zu den Mitmenschen bewirkte seine Haltung. Sturm hat damit für seine Zeit erfolgreich das geleistet, was die Dichter unserer Tage, dem sofand für ihn die glückliche Formel „Der Tude wig Richter des Wortes“. Daneben kommt Julius Sturm eine Bedeutung zu, die bisher noch kaum ins literarische dt, erst wieder ben: ohne jegliche N: und ohne Senkung des “sprachlichen Niveaus allgemeine Verständlichkeit, fußend auf klassischem Erbe. ran Direktor des Deutschen Wirtschaftsinstituts; Nationalpreisträger Dr. Klemm, wissenschaftlicher Leiter bei dem VEB Schott & Gen., Jena; Jonny Loehr, Direktor der Fachanstalt Deutscher Innen- und Außenhandel Transportmaschinen; Dr. rer. pol. Werner Mußler, Chefredakteur des Verlages „Die Wirtschaft”; Ernst Ramlow, Direktor der China-Export-Corporation; Hauptdirektor Schläfer, VVB Werkzeugmascinenwerke; Präsident Seiffert, Industrie- und Handelskammer Sachsen; Dr. Stamm, Dircktor des Transformatoren- und Röntgen-Werkes; Nationalpreisträger Dr. Winkler, Direktor der Kunstseidenwerke Premnitz. Begreiflicherweise hat die Mehrzahl der Sturmschen Sprüche christlichen Inhalt. Vielfach berühren sie sich mit Angelus Silesius; doch halten sie sich von dessen mystischem Einschlag fern. Im Gegensatz zu Sturms Liedern, die an den Bekenntnisgehalt der Kirche gebunden sind, offenbart sich in den Sprüchen ein zeitloses Christentum philosophischen Charakters: Auch dies durchweg von äußerster Prägnanz. Wo hätte z. B. das Verhältnis des Neuen zum Alten Testament jemals knapperen Ausdruck gefunden als in dem Zweizeiler „Freier Zugang: Kein Engel hält mehr Wacht an Edens Toren, Seitdem in Bethlehem der Heiland uns geboren. Ein anderer Spruch erkennt die Quintessenz des gesamten Christentums allein in der recht verstandenen Anrede im Heilandsgebet: Wo bleibt der Herr und wo der Knecht, ‘ Wenn ihr ein „Vater unser“ sprecht? Man begreift, daß vom Christentum aus die soziale Frage eine Lösung hätte finden delt, Während ganz Westdeutschland im Zeichen der großzügigen Friedensvertrags-Vorschläge der UdSSR stand, traf General Eisenhower mit seinem Stabschef, General Alfred M. Gruenther, dem USA-Oberkommandierenden in Europa, General Thomas T, Handy, und defn französichen General Juin, geleitet von sieben weißen Limousinen der amerikanischen Highway-Control, in dem deutschen Städtchen ein, Er begab sich sofort in das streng bewachte Dort nahm er mit seinen Offizieren an Vorbesprechungen.für Manöver teil, die die Atlantikpakt-Armeen in diesem Sommer noch vor Einbringung der Ernte auf deutschen Boden abhalten wollen. Die Nachricht, daß die Atlantikpakt-Manöver in Westdeutschland abgehalten werden sollen, hat bei der westdeutschen Bevölkerung Beun« ruhigung hervorgerufen. Vorwahlen in den USA New York (NZ). Bei Vorwahlen bestimmten Wähler der Republikaner und Demokraten im Staate New Hampshire die Delegierten für die beiden Parteikonvente im Sommer dieses Jahres, konnten die gewünschten Kandidaten gewählt werden. Bei den Republikanern erhielten Eisenhower 48441, Taft 35691 und Stassen 6673 Stimmen Für die Demokraten wurden abgegeben: Kefauver 20240 und Truman 16128 Stimmen. Alle gewählten Delegierten sind Anhänger Eisenhowers oder Kefauvers, müssen, wenn es in die Tat umgesetzt worden wäre. Gott bietet dir ein Brot, Du aber wählst den Stein; - Kein Wunder. dringt die Not Geharnischt auf dich ein. O halte Gottes Schlägen Geduldig still im Schmerz; Er will sein Bildnis prägen Auf eines Sünders Herz. Hältst du dir nur das Herz’ Für andrer Freude offen, So darfst du jeden Tag Auf neue Freuden hoffen. Alle diese Sprüche zeugen ebenso für sich selbst wie für die Wahrheit, die sie verkünden. Sie besitzen eine zwingende Kraft, der sich so leicht niemand entziehen kann. Es wäre zu wünschen, daß ein Verlag, der die christlichen Belange zu betreuen hat, eine Sonderausgabe der Sturmschen Sprüche veranstaltet und die evangelische Christenheit der Gegenwart mit ihrem Gedankengut vertraut macht. M. Himmelheber Erfolgreiche Filme aus der CSR In der DDR wurden bisher 18 tschechoslowakische Filme aufgeführt. Sie wurden von 20 173 685 Besuchern gesehen. _ Besonders starkes Echo fanden die Filme „Neue Kämpfer werden auferstehen“, „Die Faller „Revolte im Dorf“ und „Fröhlicher" Wettstreit“. Der letzte Film hatie ts während seiner bisherigen kurzen Laufzeit mehr als 650 000 Besucher. Stunde der Musik. In dieser vom Kulturbund veranstalteten Konzertreihe -spielt das Wippkinger-Quintett, Beturn, am 16.März im Haus Ft Presse, am Bahnho: Friedrichstraße, Streichi von Mozart er Bruckner. Der H. Theatertag der deumhen. "Jugend wird am 22. März in säm‘lichen Theat der ın Sektors von Berlin veranstaltet, Jugendliche werden am 22. März zu ermäßigten | Eintrittspreisen Theatervorstellungen besuchen können, Die Leipziger Signkadenie, die 1802 gegrünbeg, und det wurde, 'eht iR A ringe gan hen, Leipziger Singakademie zählt drittältester ie ennucher Chor gezenwärtig ao Sänger unter der Leitung von Walter Knape. Der Chor wurde während seiner langführigen Tätigkeit u, a, von Felix Mendelssohnholdy dirigiert. er Chor der Universität Leipzig trat in diesen en, auf einem Freundschattsbesuch 'n der Orten mit starkem Erfolg auf, feneiv&.. In einer „Popularitätsprobe*

English translation

=== [Page 1] === --- Relevant article (German, corrected transcription from OCR) --- Empfang der IDFF Berlin (NZ). Die Internationale Demokratische Frauenföderation veranstaltete anläßlich des Internationalen Frauentages im Berliner Haus der Jugend eine Abschlußfeier für Frauen aus allen Teilen Berlins und der DDR. Vertreterinnen der Parteileitung der CDU waren ebenfalls erschienen. Die Generalsekretärin der IDFF, Marie-Claude Vaillant-Couturier, sagte, daß das Beisammensein die Verbundenheit zwischen den Mitarbeiterinnen der IDFF und den deutschen Frauen fördern soll. Als Vertreterin des DFD betonte Wilhelmine Schirmer-Pröscher, daß die Note der Sowjetunion an die drei Westmächte den Kampf der deutschen Frauen um den Abschluß eines Friedensvertrages wesentlich unterstütze. Westberliner Frauen berichteten von dem Friedenskampf in den Berliner Westsektoren. Aktivistinnen aus der DDR schilderten die Erfolge, die sie bei der Erfüllung der Wirtschaftspläne erringen konnten. Von dem Friedenskampf der Frauen in den kapitalistischen Ländern berichteten Mitarbeiterinnen der IDFF aus England, Syrien, Indonesien, USA und Kanada. Beatrice Johnson (USA) hob hervor, daß die amerikanischen Frauen den Kampf des deutschen Volkes und der deutschen Frauen um den Frieden mit tiefster Anteilnahme verfolgen. --- English translation --- Reception of the WIDF Berlin (NZ). On the occasion of International Women's Day, the Women's International Democratic Federation held a closing celebration in Berlin's Haus der Jugend for women from all parts of Berlin and the GDR. Representatives of the CDU party leadership were also present. The WIDF General Secretary, Marie-Claude Vaillant-Couturier, said that the gathering was meant to strengthen the bond between the WIDF staff and German women. Speaking for the DFD, Wilhelmine Schirmer-Pröscher stressed that the Soviet Union's note to the three Western powers substantially supported German women's struggle for a peace treaty. West Berlin women reported on the peace struggle in the Western sectors of Berlin. Activists from the GDR described the successes they had achieved in fulfilling the economic plans. Staff members of the WIDF from England, Syria, Indonesia, the USA and Canada reported on the women's struggle for peace in the capitalist countries. Beatrice Johnson (USA) stressed that American women followed the struggle of the German people and German women for peace with the deepest sympathy.