Neue Zeit, 28 May 1953, S. 2: Auf der Reise zum Frauen-Weltkongreß
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Text
Seite 2 / Nummer 121
Auf der Reise zum Frauen-Weltkongreß
Kopenhagen (ADN). Frauendelegationen aus der Volksrepublik China, der Mongolischen Volksrepublik, aus Vietnam, Island, Kanada, Brasilien, Mexiko, Belgien, Australien, Indonesien und Costa Riea haben bereits die Reise zum Weltkongreß der Frauen angetreten, der äm 6. Juni in Kopenhagen beginnt.
In den Städten und Dörfern Dänemarks finden gegenwärtig Versammlungen und Kundg"bungen statt, in denen über den bevorstehenden Weltkongreß der Frauen diskutiert wird.
Amerikaner schießen Wald in Brand
Grafenwöhr (ADN). Ein riesiger Waldbrand hat auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr bereits 70 Hektar wertvollen Baumbestandes vernichtet.
Der Brand ist durch die Verwendung von Phosphorgranaten bei einem Uebungsschießen der
i Interv: d d
Angriff: över in W:
Frankfurt/Main (ADN). Große Angriffsmandver, die sich über das gesamte Gebiet von Südund Mittelhessen erstrecken, haben die amerikanischen Interventionstruppen am Pfingstmontag begonnen. Die Kriegsübungen, bei denen als Aufmarschgebiet das Rhein-Main-Dreieck angenommen wird, sollen bis in die Kreise Gersfeld und Hersfeld unmittelbar an der Demarkationslinie vorgetragen werden.
Verfügung gegen Bund der Deutschen
Bonn (NZ/ADN). Der Bund der Deutschen für Einheit, Frieden und Freiheit ist schon in den zwei Wochen seines Bestehens zu einem derartigen Machtfaktor in Westdeutschland angewachsen, daß die Adenauer-Regierung einen verzweifelten Versuch unternehmen mußte, die Arbeit des Bundes zu hemmen.
Das Kaiser-Ministerium erwirkte mit Hilfe der berüchtigten Saboti sation „Volkabund für Frieden und Freiheit“ bei der 7. Zivilkammer des Landgerichts in Bonn, daß Altreichskanzler Dr. Wirth und Oberbürgermeister a. D. Wilhelm Elfes durch eine einstweilige Verfügung untersagt wurde, die Ziele der von ihnen geführten Partei durch den Namen „Bund der Deutschen für Einheit, Frieden und Freiheit“ klar zum Ausdruck zu bringen, Um den gewünschten Entscheid zu treffen, beschritten Adenauers Richter den Weg des Rechtsbruchs,
Kundgebung gegen KPD-Verbot
Hagen (ADN). Als einen großen Sieg der patriotischen Kräfte und eine Niederlage der Adenauer-Regierung bezeichnete der KPD-Landtagsabgeordnete von Nordrhein-Westfalen, Josef Ledwohn, auf einer Kundgebung in Hagen die vom Volk erzwungene Vertagung des Verbote prozesses gegen die KPD, Unter lebhaftem Beifall aller Teilnehmer verlangte Ledwohn vom Bundesverfassungsgericht in Karisruhe die endgültige Absetzung des geplanten Verbotsprozesses gegen die KPD, Diese Forderung wurde von den Kundgebungsteilnehmern in einer Resolution niedergelegt.
Zur Charakterisierung des Terrorregimes der
A, land
Adenauer-Regierung führte Josef Ledwohn an,
daß allein im Gebiet Lüneburg 1800 Hochver« ratsverfahren gegen Patrioten angekündigt worden sind.
Das wirkliche patriotische Ziel sehen
Cottbus (ADN). An alle früheren Front offiziere in Westdeutschland richtete der ehemalige Hauptmann Günter Schwientek aus Cottbus in einem Offenen Brief den Appell, die Beschlüsse der letzten Tagung des Nationalrats der Nationalen Front zu beherzigen und sieh enger um das Banner des kämpferischen Patriotismus zu scharen.
Schwientek betont, es komme vor allem darauf an, über die Verfälschung des Begriffes „Patriotismus“ aufzuklären, wie sie von den kriegstreibenden Kräften in Westdeutschland vorgenommen wird, um die westdeutsche Jugend zum Eintritt in die geplante Söldnerarmee zu bewegen. Jeder aufrechte deutsche Bürger betrachte es jedoch als das wirkliche patriotische Ziel, sich unermüdlich für die Herstellung eines einheitlichen Vaterlandes auf demokratischer Grundlage einzusetzen.
USA-Spione über
(Fortsetzung von Seite 1)
Die Untersuchung in Sachen der verhafteten Diversanten ergab, daß Lachno, Makow und Gorbunow bereits während des Großen Vaterländischen Krieges aktive Helfershelfer der faschistischen deutschen Okkupanten waren, daß sie sowjetische Patrioten, die gegen die faschi» stischen Eindringlinge kämpften, verrieten und an Strafexpeditionen deutscher Abteilungen gegen Partisanen teilnahmen. So hat zum Bei» spiel der verhaftete Lachno fünf sowjetische Patrioten verraten, die von Gestapo-Banditen erschossen wurden; der Diversant Makow beteiligte sich als Angehöriger des Sonder- Bataillons „Schwarzes Meer” wiederholt an Bestialitäten und Gewalttaten, die von den faschistischen deutschen Eindringlingen an sowjetischen Patrioten verübt wurden,
Nach der Niederlage Hitler-Deutschlands flüchtefen Lachne, Makow, Gorbunow und Remiga nach Westdeutschland, wo es ihnen ein Leichtes war, in den amerikanischen Spionageorganen neue Herren und Beschützer zu finden,
Die Landesverräter Lachno, Makow, Gorbunow und Remiga, die in gemeiner verräterischer Arbeit bereits Erfahrung hatten, wurden von den amerikanischen Spionageorganen in Dienst genommen und auf die Spezialspionageund Diversionsshule des amerikanischen Spionagedienstes in Bad Wiessee, in der Nähe von Münden (Bayern), geschickt,
Die Verräter Lachno, Makow, Gorbunow und Remiga wurden unter der Leitung von Offi.
zieren des amerikanischen Spionagedienstes (CIC), die unter den Decknamen „Bill“, „Bob“, „Captain”, „Waldimir” auftraten, in einem eingehenden Kursus in den Methoden der Organisierung und Durchführung von Terror-, Diver» sions- und Spionageakten auf dem Territorium der Sowjetunion sowie im Gebrauch von verschiedenen Waffenarten und von Sprengstoffen ausgebildet, Sie wurden ferner ausgebildet an
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PlanzurHebungdesBildungsniveaus
(Fortsetzung von Seite 1)
genz sel, erklärte er: Das Wichtigste ist, daß ehrlich gearbeitet wird. Unsere Aufgaben sin.
so groß, daß auch die Angehörigen der alten Intelligenz, die noch Vorbehalte haben, schließlich begeistert werden.
Selbstverständlich gibt es Fehler. Es ist Anweisung ergangen, daß für die Intelligenz auch besondere kulturelle Veranstaltungen durchgeführt werden, daß sie Möglichkeiten für Wochenendheime: usw. erhält. Das wird noch nicht überall beachtet. Auch die Vergebung der Urlaubsplätze entspricht nicht den berechtigten Wünschen der Intelligenz, hier wird eine b dere Regel erfolgen. Es muß selbstverständlich sein, daß der Lehrer eine anständige Woh im Dorf bekommt. Die vorübergehenden Schwierigkeiten in der Versorgung mit bestimmten Waren werden bald überwunden sein,
Ulbricht betonte, daß die Freiheit der Lehrtätigkeit weitgehend gewährleistet ist. Aber alle Vorlesungen müßten exakt wissenschaftlich formuliert sein, und man müsse deshalb von der Methode des freihändigen Vortrages abkommen. Im Interesse des großen Plans müßten auch die Grundlagen der Forschung auf weite Sicht geplant werden.
Ein weiterer Teil der Rede galt den Einflüssen feindlicher Agenten, die Unsichsrheit in die Reihen unserer Intelligenz tragen wollen, der Sabotage ım Steinkohlenbergbau, den Verhaftungen im Kalibergbau, wo man im Auftrage westlicher Konzerne die Pro duktion künstlih drossele, den Verhaftungen bei Zeiß-Jena, wo nach den eigenen Mitteil des chni Personals wichtige
Produktionsgrundlagen nach dem Westen verschoben oder fotokopiert wurden, wo ein neues Verfahren über die Produktion von Linsen, das eine Umwälzung der optischen Industrie bedeutet, geheimgehalten wurde, um es nach Westdeutschland zu bringen. Wenn man hier den Staatssicherheitsorganen einen Vorwurf machen könne, dann nur, daß sie zu vorsichtig waren, so daß einige der Beteiligten entkommen konnten. Ulbricht appellierte an die Intelligenz, die feindliche Tätigkeit rechtzeitig entlarven zu helfen.
Er behandelte weiter die ideologische Seite der Vorgänge um die illegale Junge Gemeinde.
Er zitierte Aeußerungen von Studenten in Leipzig, Halle und Freiberg, wonach der Krieg ein „Strafgericht Gottes“ sei, die Zerstörung Dresdens „notwendig“ gewesen sei und die nazistische Judenverfolgung „berechtigt, weil die Juden sich gegen Gott vergangen hätten", Eine solche Ideologie, die von gewissen Studentenpfarrern gepredigt werde, könne unter keinen Umständen an den Universitäten zugelassen werden. Es müsse verhindert werden, daß die Jugend noch einmal von Kriegsverbrechern mißbraucht werden könne. Das sei die ganze Frage.
Walter Ulbricht schloß: Unsere Arbeit stellt nicht nur Aufgaben für unsere Republik, sondern für ganz Deutschland. Durch unser Vorbild in der patriotischen Erziehung der Be» völkerung, in der Pflege und Weiterentwicklung des nationalen Kulturerbes, in der Schaffung neuer Verhältnisse für das Zusammenleben der Menschen geben wir das Beispiel, um in Westdeutschland die Mehrheit der Arbeiter und der Intelligenz zu gewinnen und in ganz Deutschland den Fortschritt zum Siege zu führen.
Für sein ganzes Leben kuriert
„Ich rate jedem ab, nach der Westzone zu gehen...“
Berlin (PI). Während die Jugend bei uns in der Deutschen Demokratischen Republik in der großzügigsten Weise gefördert wird.
betrachtet man sie im Bonner Separatstaat entweder als Kanonenfutter oder als billige Arbeitssklaven,. Das mußte auch Manfred Bräueı erfahren. der am 26. August vorigen Jahres sein frohes und gesichertes Leben in der DDR aufgab und nun in einem an seıne in Markranstädt, Leipziger Straße, wohnenden Eltern gerichteten Brief darüber schreibt:
„Wir kamen in Born. Kreis Bochholt (Westfalen), auf dem Arbeitsamt an, da standen die Sklavenverkäufer. Uns kam es so vor, als ob wir verkauft werden sollten. Wır mußten in einer Reihe antreten, und die Großbauern konnten dann ihre Leute aus”
suchen und mitnehmen „,,“
Das war also der Anfang des Lebens im „Goldenen Westen“. Gutes hat Manfred
Bräuer auch seitdem nicht mehr erfahren.
Und deshalb sagt er am Schluß seines Briefes:
„Ich rate jedem ab, nach der Westzone zu gehen. Jedenfalls bin ich für mein ganzes Leben kuriert.“ Manfred Bräuer hat falsch gehandelt, aber ihm steht die Möglichkeit zur Rückkehr und zur aktiven Teilnahme an unserem Aufbau offen.
Widerstandsfront gegen Landraub
Kassel (ADN), Eine gemeinsame Widerstandsfront gegen drohenden Landraub durch USA- Interventen haben die Arbeiter und Bauern der oberhessischen Gemeinden Heimboldshausen, Widershausen, Schenklengsfeld, Herrenrode, Philippstal und Heringen gebildet. Ihr ent schlossenes Zusammenstehen hat bereits zu einem ersten Erfolg geführt. Die USA-Interventionsbehörden wurden zwungen, ihre Landraubpläne vorläufig zurückzustellen.
Unionskorrespondenten berichten
Mitarbeit im Patriotischen Wettbewerb
Jena (Z). Der Kreisvorstand und die Mitglieder des Kreisverbandes Jena-Land haben ihre besondere Aufmerksamkeit den Aufgaben im Patriotischen Wettbewerb gewidmet, So gewannen sie u.a. den Tierarzt Dr, Becker aus Kahla trotz seines hohen Alters dafür, die tierärztliche Betreuung von drei Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften zu übernehmen. Der Kreisvorstand stellte der Nationalen Front zehn Unionsfreunde als Referenten zur Verfügung, Unionsfreund Vitupil verpflichtete sich, in Camburg ein Auklärungslokal einzurichten und selbst Aufklärungsabende abzuhalten, Der Kreisvorstand und zwei Ortsgruppen bildeten außerdem je einen neuen Korrespondenzzirkel,
Bad Klosterlausnitz (WW). Der neugewählte Vorsitzende der Ortsgruppe Bad Klosterlausnitz, Wilhelm Jendrczok, gab auf? einer gut besuchten
der SU abgesetzt
amerikanischen Spezialfunkgeräten, die für Spionagezwecke bestimmt sind.
Während der Untersuchung wurde insbeson» dere ermittelt, daß einer der „Ausbilder“ in der amerikanischen Diversanten- und Terroristenschule in Bad Wiessee, die die verhafteten Fallschirmspringer in Diversions-r und Terrormethoden unterwiesen, der Captain im amerikanischen Spionagedienst Holladay ist.
Wie die Diversanten Lachno, Makow, Gorbunow und Remiga aussagten, ist die amerikanische Spionage- und Diversionsschule in Bad Wiessee nicht die einzige „Lehranstalt“ in Westdeutschland, Derartige „Schulen“ bestehen ebenfalls in München, Frankfurt/Main, Kaufbeuren und Bad Wörishofen. In allen diesen „Schulen“ bildet der amerikanische Spionagedienst im geheimen Spione, Diversanten und Mörder aus, um sie in die Sowjetunion und die Länder der Volksdemokratie einzuschleusen,
Als Leiter einer dieser „Schulen“, und zwar in Kaufbeuren (Bayern), betätigt sich unter dem Decknamen „Pepper Jim" der amerikanische Spion Major Ronald Otto Bollenbach, der in den Jahren 1946/47 Gehilfe des Luft- und Marineattaches der USA in Moskau war.
Die Diversanten Lachno, Makow, Gorbunow und Remiga sagten aus, daß sie nach Abschluß des Ausbildungsiehrganges in Bad Wiessee von Mitarbeitern des amerikanischen Spionagedienstes mit falschen sowjetischen Pässen und gefälschten Militärpapieren, Waffen, Gift, Funkgeräten, Chiffren und Codes sowie anderer Ausrüstung versehen wurden und daß sie alle am 23, April dieses Jahres in Begleitung des oben genannten Mitarbeiters des amerikanischen Spionagedienstes, Captain Holladay, in einem amerikanischen Militärflugzeug von München nach Griehenland — Flugplatz Athen — gebracht wurden,
Auf dem Athener Flugplatz wurden die Diversanten von dem Major des amerikanischen
Mitgliederversammlung bekannt, daß die Ortsgruppe ihre im Otto-Nuschke-Aufgebot eingegangene Verpflichtung, 60 freiwillige Arbeitsstunden für die Fertigstellung des Freibades zu leisten, erfüllt hat. Die Mitglieder der Ortsgruppe wollen jetzt in 200 freiwilligen Arbeits stunden zur Verschönerung des Moorbades beitragen,
Hohenmölsen (ER). Seitdem die Stadt Hohenmölsen im vergangenen Jahre vom Kreis Wei-
-Benfels abgetrennt wurde und mit anderen Ortschaften einen neuen Kreis bildet, unterstehen auch die CDU-Ortsgruppen nicht mehr der Geschäftsstelle in Weißenfels, Für den Kreis Hohenmölsen wurde in der August-Bebel-Straßg 5 eine neu. Kreisgeschäftsstelle eingerichtet, Durch diese Neuorganisaiion wird sich die Parteiarbeit im Kreisgebiet neu’ beleben,
Spionagedienstes Harold Irving Fidler, der 1951 als diplomatischer Kurier des USA-Außenministeriums getarnt dreimal in die Sowjetunion gekommen war, empfangen.
Am Abend des 25. April wurden die Diversanten mit Fallschirmen ausgerüstet und von Fidler in das oben erwähnte amerikanische viermotorige Flugzeug ohne Erkennungszeichen gesetzt, das sie zur Absprungstelle über dem Territorium der Sowjetunion brachte,
Die verhafteten Diversanten sagten aus, daß sie vom amerikanischen. Spionagedienst den Auftrag hatten, nach Kiew und Odessa durchzukommen und in erster Linie unter Anwendung aller Mittel einschließlih der Ermordung von Sowjetmenschen sich echte sowjetische Dokumente zu verschaffen, um die vom amerikanischen Spionagedienst für sie angefertigten falschen Papiere durch sie zu er« setzen und sich, mit den echten Dokumenten versehen, in den genannten Städten niederzulassen, sich mit Hilfe der ihnen übergebenen Funkgeräte mit der amerikanischen Spionage» funkstation in Westdeutschand in Chiffre-Verbindung zu setzen, um weitere Instruktionen des amerikanischen Spionagedienstes zur praktischen Durchführung von Terrror- und Diversionsakten auf dem Territorium der Sowjetunion einzuholen,
Die Untersuchung in Sachen der Diversanten
A. W. Lachno, A. N, Makow, 5. I. Gorbunow °
und D.N. Remiga wurde vom Ministerium für Innere Angelegenheiten der UdSSR abgeschl sen und der Fall der oben genannten Personen dem Militärkollegium des Obersten Gerichtshofes der UdSSR zur Verhandlung übergeben.
Das Militärkollegium des Obersten Gerichts» hofes der UdSSR hat in Sachen Alexander Wassiljewitsch Lachno, Alexander Nikolajewitsch Makow, Sergej Isossimowitsch Gorbunow und Dmitrij Nikolajewitsch Remiga verhandelt und sie in Anbetracht der Schwere der von ihnen gegen den Sowjetstaat begangenen Verhrechen gemäß Erlaß des Präsidiums des Obersten Sowjets der UdSSR vom 12, Januar
Donnerstag, 28. Mai 1953
Faschistische Konjunktur im Westen
(NZ). Das Pfingstfest stand in Westdeutschland im Zeichen der faschistischen Wiedergeburt, der Revanchepolitiker, auf die sich Adenauer stützt und die ihm aus ihrem Menschenreservoir faschistischer Abenteurer das Material für die Söldnerarmese stellen sollen, Höhepunkt dieses Rummels war das Treffen Göringscher Fallschirmjäger in Kassel, das trotz der Proteste der Bevölkerung von dem SPD-Innenminister Hessens nicht verboten wurde, womit die vechte SPD-Führung wieder einmal die Identität ihrer Politik mit der Adenauers dokumentierte. Um den Schein zu wahren, fand man sich lediglich zu einem Redeverbot für General Ramcke bereit, der dafür aber den Text seiner nicht gehaltenen Rede, in der er die Freilassung aller Kriegsverbrecher forderte, verteilen durfte. Auch sonst konnten sich die Kriegsverbrecher- Generale Hitlers in Kassel ungestört austoben, neben Ramcke, der es als eine Ehre bezeichnet hatte, „auf der Schwarzen Liste des Feindes gestanden zu haben, die wieder eine Ehrenliste sein werde“. der ehemalige Generalfeldmarschall Kesselring, Leiter des „Stahlhelms“, der den Göringschen „Fallschirmjägergeist“ als das Höchste auch für die Zukunft pries, und der ehemalige Generaloberst Student, der provokatorisch erklärte, er werde seine Aus+ zeichnungen nur so tragen, wie sie ihm verliehen wurden, also mit dem Hakenkreuz, und der schließlich noch polternd erklärte, erst wenn der letzte Kriegsverbrecher freigelassen sei, werde er „Bravo, Herr Bundes+ kanzler!“ ausrufen.
Anders aber als dieser Kriegshetzer denkt das deutsche Volk, und das wird dafür sorgen, daß die faschistische Konjunktur im Westen unseres gemeinsamen Vaterlandes zusammenbricht, noch ehe Ramcke, Kesselring und 8tu« dent sich bravorufend mit Adenauer im Arme liegen!
Es gab noch mehr als ein halbes Dutzend weitere Treffen vom gleichen Geist in Westdeutschland, ferner eine Reihe von Kund+ gebungen mit Umsiedlern, denen man in Westdeutschland bewußt eine neue Heimat vorent» hält, um sie später um so leichter als Kano« nenfutter mißbrauchen zu können, Auch in den dort gehaltenen Ansprachen triumphierte der Revanchegeist und zugleich eine zügellose Hetze gegen die Volksdemokratien. Die westdeutschen Pfingstveranstaltungen waren eine Summierung von Aktionen des Neofaschismus und Militarismus, sie charakte» risierten den Geist des Generalkriegsvertrages, der mit eindeutig faschistischer Tendenz gezüchtet wird, Sie waren zugleich eine Provokation der überwiegenden Mehrheit der westdeutschen Bevölkerung, die den Frieden liebt und täglich erleben muß, wie die Kriegshetze gefördert und andererseits die Frie« denskräfte terrprisiert werden,
Auch in angesehenen Zeitungen des Westens werden diese Methoden angeprangert. „Verbieten, verfolgen, verhaften“, überschrieb die „Fuldaer Volkszeitung* dieser Tage einen Leitartikel, in dem festgestellt wird, daß heute in Westdeutschland derjenige als Staats+ feind behandelt wird, der sich mit aller Entschiedenheit für die Wiedervereini« gung Deutschlands einsetze, daß viele den schweren Weg durch die Gefüngnisse gehen müßten, weil sie wie viele Millionen die Politik der Aufrüstung und der militärischen Stärke aufs schärfste ablehnten, da sie zutiefst davon überzeugt seien, daß sie unser Volk ein drittes Mal, und diesmal endgültig, ins Verderben stürzen würde. Auch das Westberliner „Wirtschaftsblatt“ wendet sich angesichts der laufenden Verhaftungswellen, der Aktion gegen den Ost-West-Handel, der Festnahme Manfred von Brauchitschs, des geplanten Verbotsprozesses gegen die KP und eigener peinlicher Erfahrungen mit bemerkenswerter Schärfe gegen die Methoden der sogenannten Aemter für Verfassungsschutz in ‘Bonn und Westberlin. Die Verfolgung richte sich gegen alle, die sich „in der jungen Bundesrepublik eigene Gedanken machen“. Unter diesen Umständen sei es um die Rechte im Grundgesetz traurig bestellt.
1950 „über Anwendung der Todesstrafe gegen Landesverräter, Spione, Saboteure und Piversanten“ zum höchsten Strafmaß, zum Tod durch erschießen, verurteilt.
Das Urteil ist vollstreckt worden,
Agenten in Korea festgenommen Phöngjang (ADN). Fünf Agenten, die von einem amerikanischen Flugzeug abgesetzt wur den, sind von Angehörigen des Selbstschutzkorps des koreanischen Volkes in der Provinz Südhamkyong wenige Stunden nach der Landung festgenommen worden. Sie sollten in den Küstengebieten Spionage treiben. Die Agenten waren mit Funkapparaten, Brieftauben, Revolvern, Gewehren und Maschinenpistolen ausgerüstet.
Kriegsgefangene grausam mißhandelt
Phöngjang (ADN). Neue Einzelheiten über die grausamen Mißhandlungen, denen kriegsgefangene Angehörige der koreanischen Volksarmee und der chinesischen Voiksfreiwilligen in den amerikanischen Lagern in Süd-Korea
Bürger der Deutschen Demokratischen Republik! Die Betciligung an der Wahl der Ausschüsse der Nationalen Front ist nicht nur Euer demokratisches Recht, sondern auch Eure nationale Pflicht!
bericht e
q waren, ein Korrespond der Nachrichtenagentur „Neues China’. So wurden viele chinesische Gefangene von den amerikanischen Wachmannschaften brutal geschlagen und zum Teil schwer verletzt, well sie sich der zwangsweisen Tätowierung widersetzten. Ein großer Teil dieser Gefangenen verlor infolge der Mißhandlungen das Augenlicht. Die Amerikaner wandten alle Mittel an, um die Kriegsgefangenen zur Tätowierung zu bringen, weil sie hofften, daß die so gezeichneten Gefangenen sich vor einer Repatriierung in ihre Heimat fürchten würden,
English translation
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Auf der Reise zum Frauen-Weltkongreß
Kopenhagen (ADN). Frauendelegationen aus der Volksrepublik China, der Mongolischen Volksrepublik, aus Vietnam, Island, Kanada, Brasilien, Mexiko, Belgien, Australien, Indonesien und Costa Rica haben bereits die Reise zum Weltkongreß der Frauen angetreten, der am 6. Juni in Kopenhagen beginnt.
In den Städten und Dörfern Dänemarks finden gegenwärtig Versammlungen und Kundgebungen statt, in denen über den bevorstehenden Weltkongreß der Frauen diskutiert wird.
--- English translation ---
On the journey to the World Congress of Women
Copenhagen (ADN). Women's delegations from the People's Republic of China, the Mongolian People's Republic, from Vietnam, Iceland, Canada, Brazil, Mexico, Belgium, Australia, Indonesia and Costa Rica have already set out for the World Congress of Women, which opens in Copenhagen on 6 June.
In the towns and villages of Denmark, meetings and rallies are currently taking place at which the forthcoming World Congress of Women is being discussed.