Neue Zeit, 24 November 1960, S. 1: Die große Beratung unserer Frauen hat begonnen
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Text
Der Rufer von Jasnaja Poljana (Seite 3) 7 „Volkswunderwerk“ am Roten Platz (Seite 3) =
NEUE ZE
ZENTRALORGAN DER CHRISTLICH-DEMOKRATISCHEN UNION DEUTSCHLANDS
16. JAHRGANG — NR. 276
DONNERSTAG, 24. NOVEMBER 1960
Die große Beratung unserer Frauen hat begonnen
Grüße des Staatsrates und der Regierung — Referat Ilse Thieles
Berlin (NZ). Der VII. Bundeskongreß des Demokratischen Frauenbundes Deutschlands wurde gestern in der Dynamo-Sporthalle eröffnet. Den dreitägigen Beratun- Westdeutschland, aus der
Sowjetunion, der CSSR, Polen, Frankreich, England, Italien, Oesterreich, Schweden, Dänemark, Finnland, Norwegen, aus dem Irak und aus Ghana, aus Indien, Indonesien und aus den USA bei. In das Präsidium wurden u. a. der Kandidat des Politbüros des ZK der
gen wohnen Frauen aus
Bevor die Vorsitzende des DFD, Ilse Thiele, das Hauptreferat hielt, übermittelte Käthe Kern die Grußadresse der SED, in der Walter Ulbricht seine Wünsche für eine fruchtbare Arbeit des Kongresses zum Ausdruck bringt.
Die Grußadresse des Staatsrates verlas Irmgard Neumann. Darin heißt es: „Die Frauen sind eine große Kraft im Kampf um den Frieden und für den Aufbau des Sozialismus. Sie, die das Leben geben, sind auch bereit, alles für die
gard Neumann,
Horst Brasch.
Verteidigung des Lebens gegen die todbringenden Pläne der Bonner Militaristen einzusetzen. Sie stehen bereits in Industrie und Landwirtschaft, im Handel und Gesundheitswesen, in der Leitung des Staates und der Wirtschaft sowie in wissenschaftlichen und kulturellen Einrichtungen den Männern nicht nach.
Unsere Frauen werden noch größere Aufgaben erfüllen, wenn weitere Erleichterungen und mehr Möglichkeiten zur Qualifizierung geschaffen werden.“
Hände und Hirne regen
In dem Grußschreiben der Regierung das der Stellvertreter des Vorsitzenden des Ministerrates Unionsfreund Max Sefrin verlas, heißt es:
„Je mehr Hände und Hirne unserer
„Frauen sich in der Industrie, in der
Landwirtschaft, im Handel, im: Verkehr und in. anderen Zweigen unserer Volkswirtschaft regen, um so schneller und erfolgreicher erfüllen
wir unsere ökonomische, Hauptaufgabe ‘und den Siebenjahrplan des Sieges des Friedens und des Sozialismus.“
„Frauen aus allen Schichten der Bevölkerung haben einen- hervorragenden Anteil an den neuen großen Erfolgen der vergangenen Jahre.“ Mit diesen Worten begann Ilse Thiele ihr Referat. „Tausende von
SED Alfred Kurella, das Mitglied des Staatsrates Irm- Rosa Thälmann und Lotte Ulbricht, der Stellvertreter des Vorsitzenden des Ministerrats Unionsfreund Max Sefrin, die Volkskammerabgeordnete Unionsfreundin Herta Jung und die Unionsfreundin Helga Lorenz gewählt. Unter den Ehrengästen des Kongresses befinden sich der Vorsitzende der CDU, August Bach, und der Vizepräsident des Nationalrats
Frauen unserer DDR haben sich auf diesen Kongreß vorbereitet. Dennoch ist es notwendig, noch immer grö- Bere Kreise in den Prozeß der sozialistischn Umwälzung, in den Kampf um die Stärkung der DDR und um die Sicherung des Friedens in Deutschland einzubeziehen.“
Mit Militaristen nichts gemein
Arbeiterinnen und Bäuerinnen, berufstätige, Frauen und Hausfrauen Frauen des Mittelstandes und der In telligenz haben bereits jede gestellte ‚Aufgabe in Angriff genommen, wie es sich in bedeutenden Arbeitsleistungen während der Ernte, im NAW und im Handel immer wieder gezeigt hat. „Das alles spiegelt wider“, betonte Ilse Thiele, „wie heute die Frauen, die den Sieg des Sozialismus als Ziel vor sich sehen, bemüht sind, teilzunehmen 'an der Arbeit, am Lernen und an dem Geschehen unseres Lebens.“ Ilse Thiele
(Fortsetzung auf Seite 2)
Alle Fähigkeiten voll entfalten
Nationale Front und Arbeitsgesetzbuch: Beratungsthemen des Präsidiums des Hauptvorstandes
Berlin (NZ). Das Präsidium des Hauptvorstandes der CDU beschäf- ‚tigte sich in seiner letzten Sitzung mit dem gegenwärtigen Stand der Mitarbeit der CDU in den städtischen Ausschüssen der Nationalen Front und nahm Stellung zu der Veröffentlichung des Entwurfs des Arbeitsgesetzbuches der DDR.
Auf der Grundlage einer Analyse über die. Mitarbeit in den Wahlkreisstützpunkten, Wohnbezirksausschüssen und Haus- und Hofgemeinschaften beriet das Präsidium über Vorschläge zur Verbesserung der Arbeit dieser Gremien. Es wurden Maßnahmen beraten für eine noch aktivere Mitarbeit der der CDU in den Ausschüssen der Nationalen Front und Vorschläge diskutiert, die dem Büro des Präsidiums des Nationalrates unterbreitet werden sollen.
Eingehend befaßte sich das Präsidium des Hauptvorstandes mit dem Entwurf des Arbeitsgesetzbuches in
Mitglieder,
der DDR und erklärte hierzu: Mit der Veröffentlichung des Entwurfs für das Arbeitsgesetzbuch der Deutschen Demokratischen Republik und mit dem Aufruf zur öffentlichen Diskussion wurde in der weiteren Entwicklung unserer sozialistischen Arbeitsverhältnisse ein neuer Abschnitt eingeleitet. Aufbauend auf den sozialistischen Errungenschaften der Werktätigen wurde ein Dokument vorgelegt, dem in besonderem
(Fortsetzung auf Seite 2)
OffeneKrise in Westberlin soll vertuscht werden
Nächtliche Geheimb
Berlin (NZ). In der Frontstadt Westberlin ist offen die politische Krise ausgebrochen. Sie wurde durch skandalöse Vorgänge in der Justiz ausgelöst, die durch eine Denkschrift von sieben Westberliner Staatsanwälten (siehe Seite 8) der Oeffentlichkeit bekannt wurden.
„Vertuschen um jeden Preis!* Diese Parole brachte der Regierende Bürgermeister Brandt mit, nachdem er am Dienstag den SPD-Parteitag
- in Hannover abrupt verlassen hatte
und zu einem Kurzbesuch in Westberlin auftauchte, An eine offizielle Kor.ferenz im Rathaus Schöneberg schloß sich in der Nacht eine Geheimbesprechung in Brandts Privatwohnung an, wo weitere Einzelheiten der Vertuschungsaktion durch Brandt, Bürgermeister Anrehm (CDU), Justizsenator Kielinger (CDU) und den SPD-Abgeordneten Vortisch festgelegt wurden.
Nichtssagendes Kommunique
Die ersten Resultate zur Eindämmung des Skandals sind der Rücktritt des ehemaligen Nazi-Luftwaffenrichters Waltzog von seiner Funktion als stellvertretender Vorsitzender der CDU-Fraktion des Abgeordnetenhauses. Außerdem forderte die CDU- Fraktion einen Untersuchungsausschuß mit dem Ziel, durch langwierige Debatten ein allmähliches Abklingen der Frontstadtkrise zu erreichen.
Ueber die vorangegangenen offiziellen Gespräche war lediglich in
prechung über Justi
einem knappen, nichtssagenden Kommunique mitgeteilt worden, daß es Brandt begrüßt habe, „daß die im Zusammenhang mit der vom Senat vorgeschlagenen Abberufung von Generalstaatsanwalt Görcke aufge-
Breshnew zum Gegenbesuch nach Finnland eingeladen
Der finnische Staatspräsident Kekkonen hat den Vorsitzenden des Präsidiums des Obersten Sowjets der UdSSR, Leonid Breshnew, zu einem Besuch Finnlands eingeladen. Während eines Frühstücks erklärte Kekkonen, zwischen beiden Ländern bestehe eine Atmosphäre des Vertrauens und der Freundschaft.
Kleinstwagen in Serienproduktion
Der neue sowjetische viersitzige Kleinstwagen „Saporoshez“ ist in einem Autowerk der ukrainischen Stadt Saporoshje in die Serienproduktion gegangen. Der neue Personenwagen wird bereits im Einzelhandel angeboten.
Geschenk für königliche Bibliothek Mehr als 2000 Werke der schöngeistigen und der Fachliteratur. im Werte von etwa 30000 Kronen aus den Verlagen der DDR sind im Auftrag des Minısteriums für Kultur als Geschenk an die Königlich-Schwedische Reichsbibliothek übergeben worden. Die Bücher gehörten zu einer Ausstellung des Börsenvereins
dal in Brandts Privatwohnung
worfenen Fragen vom Justizausschuß und gegebenenfalls zusätzlich von einem einzusetzenden parlamentarischen Untersuch huß sorgfältig geprüft werden“.
(Fortsetzung auf Seite 2)
der deutschen Buchhändler, die mit großem Erfolg in Stockholm gezeigt wurde.
Richtfest in Schwarza
Ueber dem Textilgebäude der im in Schwarza neu entstehenden Dederon-Feinseidenfabrik III haben die Bauarbeiter jetzt die Richtkrone gesetzt.
Zentraler Fischereinachrichtendienst
Ein zentraler Fischereinachrichtendienst hat in Rostock seine Tätigkeit aufgenommen. Die dreimal täglich erfolgende Uebermittlung von Fangergebnissen und Witterungserscheinungen in der Ost- und Nordsee ermöglichten es den Einsatzleitungen in den Fischkombinaten der Republik, die Kutter, Logger und Trawler an die ergiebigsten Fangplätze zu beordern.
Provisorische algerische Regierung dankt
Das Außenministerium der Provisorischen algerischen Regierung hat
BERLINER: AUSGABE / 15 PFENNIG
IN EINER TAGUNGSPAUSE des VII. DFD-Kongresses: Parteivorsitzender August Bach im Gespräch mit der Verdienten Aerztin des Volkes Unions freundin Dr. Krusch (links) und Unionsfreundin ‘Herta Jung, stellvers
tretende Vorsitzende des DFD-Bezirksverbandes Groß-Berlin
Foto: NZ
Adenauers Alpdruck
Dr. E. Selbst die ergebensten Hofschreiber Bonns bekommen einen eigenartigen -Druck. in der Magengegend, wenn sie gezwumgen sind, ihrem Herrn-und Meister ein besonderes Feingefühl anzudichten. ‚Sie wissen, gewitzigt durch ungezählte Bonner Ereignisse, daß. gerade das Gegenteil stimmt. Mit der Plumpheit eines mittelschweren Elefanten ‚hat es bisher Adenauer verstanden, unübersehbare Scherbenhaufen in den von ihm betretenen Porzellanläden zu hinterlassen.
Man ist vom Alten aus Bonn schon einiges gewöhnt. Von besonderer Unverfrorenheit zeugt jedoch sein Bescheid, den er postwendend nach der amerikanischen Wahl dem künftigen Präsidenten John F. Kennedy zukommen ließ. Ohne daß Adenauer ‚auch: nur die leisesten Anzeichen für eine etwa bevorstehende. Einladung bemerkt hätte, gab er in plump vertraulicher Aufdringlichkeit bekannt, er werde den neuen Mann der USA im Februar im Weißen Haus aufsuchen.
Bei dieser ‘ überstürzten.Reiseankündigung verhehlt er nicht seinen Lieblingswunsch. Er möchte zu gern wieder den bevorzugten Platz an der amerikanisch Futterkrippe einnehmen, den er sich als der. ergebenste Statthalter der USA in Europa zu
den Studenten der Medizinischen Fakultät der Karl-Marx-Universität in Leipzig für einen Solidaritätsbrief gedankt, den sie aus Anlaß des Jahrestages des bewaffneten Volkskampfes in Algerien an sie geschrieben hatten.
Boykott der Bonner Welle
21 westdeutsche Schriftsteller beschlossen, die von Adenauer ins Leben gerufene „Deutschland-Fernsehen GmbH“ zu boykottieren. Sie verpflichteten sich in einer gemeinsamen Erklärung, „ihr weder Texte nech Rechte an Texten zu überlassen und ihr jede redaktionelle oder dramaturgische Beihilfe zu verweigern“. Als Begründung wird angegeben, daß die neue Fernseh-GmbH „ein Instrument der Bundesregierung, der Regierungsparteien und wirtschaftlicher Interessengruppen sein wird“ Damit sei die demokratische Entwicklung der Bundesrepublik gefährdet. Zu den Unterzeichnern der Erklärung gehören Heinrich Böll, Hans Magnus Enzensberger, Robert Jungk und Hans Werner Richter,
den Zeiten Dulles’ und Eisenhowers mühevoll durch besondere Liebedienerei und Unterwürfigkeit erkämpft hatte. Vorerst steht hinter diesem Wunsch jedoch'noch ein Fragezeichen.
Im tiefsten Winkel seiner Seele bezweifelt Adenauer die Durchführbar+ keit seines Vorhabens. Er denkt dabei an eine Analyse, die seine Beamten vor der amerikanischen Wahl ausgearbeitet hatten. Sie kamen zum Ergebnis, daß aus verschiedenen Gründen der Sieg Nixons für den Bonner Staat erfreulicher und geneh-, mer sei als der Triumph seines Widersachers Kennedy. Nun sind die Dinge gerade andersherumgelaufen.
„Man wird trotzdem sehen“, meint Adenauer, während er seine Koffer für die Amerikareise zu packen beginnt. Dabei ist der Boß aller kalten Krieger in einer mißlichen Verlegen-« heit. Er hat noch nicht genau recherchieren können, ‘welche Mitbringsel in Washington genehm sind. So sorgt er, für alle Fälle vor. Sollte dem Dulles-Eisenhower-Kurs am Rande des Abgrunds mit Spionageprovokationen, üblichen Verleumdungen der Sowjetunion usw. entsagt werden, dann wird Adenauer mit einem frommer Augenaufschlag voller eifriger Betulichkeit auf sein Exklusivinterview verweisen, das er jüngst einer Vertreterin der „Neuen Ruhr-Zeitung“ gab und das vage Andeutungen über neue Nuancen seiner Ostpolitik
. enthält.
Adenauer vermag allerdings nicht zu leugnen, daß sein Herz einzig und allein für die Fortsetzung des kalten Krieges schlägt. Also ließ er von seinem willigen Schildknappen Schröder den Entwurf eines Reisesperrgesetzes verkünden, das den Verständigungswillen der Deutschen erneut torpedieren und die durch den Bonner Staat errichteten Barrikaden des Unrechts legalisieren soll.
Unter den westdeutschen Bürgern verstärkt sich kontinuierlich die Erkenntnis, daß selbst wahltaktische Mätzchen die Politik Adenauers nicht mehr aus der Sackgasse herausführen können. Hierzu bedarf es einer grundsätzlichen Aenderung der unheilvollen Außenpolitik der einseitigen Bindung an die aggressive NATO und die USA. Die Voraussetzung dafür ist die konsequente Entmachtung aller militaristischen und faschistischen Kräfte in der Bundesrepublik, die insbesondere auch sauberen Verhältnissen auf innenpolitischem Ge biet dienlich wäre. Erst dann könnten beispielsweise solche skandalöse Geschehnisse verhindert werden, wie sie sich zur Zeit im Westberliner Justizwesen dartun,
English translation
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--- Relevant article (German, corrected transcription from OCR) ---
Die große Beratung unserer Frauen hat begonnen
Grüße des Staatsrates und der Regierung — Referat Ilse Thieles
Berlin (NZ). Der VII. Bundeskongreß des Demokratischen Frauenbundes Deutschlands wurde gestern in der Dynamo-Sporthalle eröffnet. Den dreitägigen Beratungen wohnen Frauen aus Westdeutschland, aus der Sowjetunion, der CSSR, Polen, Frankreich, England, Italien, Oesterreich, Schweden, Dänemark, Finnland, Norwegen, aus dem Irak und aus Ghana, aus Indien, Indonesien und aus den USA bei. In das Präsidium wurden u. a. der Kandidat des Politbüros des ZK der SED Alfred Kurella, das Mitglied des Staatsrates Irmgard Neumann, Rosa Thälmann und Lotte Ulbricht, der Stellvertreter des Vorsitzenden des Ministerrats Unionsfreund Max Sefrin, die Volkskammerabgeordnete Unionsfreundin Herta Jung und die Unionsfreundin Helga Lorenz sowie Horst Brasch gewählt. Unter den Ehrengästen des Kongresses befinden sich der Vorsitzende der CDU, August Bach, und der Vizepräsident des Nationalrats [Unreadable].
Bevor die Vorsitzende des DFD, Ilse Thiele, das Hauptreferat hielt, übermittelte Käthe Kern die Grußadresse der SED, in der Walter Ulbricht seine Wünsche für eine fruchtbare Arbeit des Kongresses zum Ausdruck bringt.
Die Grußadresse des Staatsrates verlas Irmgard Neumann. Darin heißt es: „Die Frauen sind eine große Kraft im Kampf um den Frieden und für den Aufbau des Sozialismus. Sie, die das Leben geben, sind auch bereit, alles für die Verteidigung des Lebens gegen die todbringenden Pläne der Bonner Militaristen einzusetzen. Sie stehen bereits in Industrie und Landwirtschaft, im Handel und Gesundheitswesen, in der Leitung des Staates und der Wirtschaft sowie in wissenschaftlichen und kulturellen Einrichtungen den Männern nicht nach. Unsere Frauen werden noch größere Aufgaben erfüllen, wenn weitere Erleichterungen und mehr Möglichkeiten zur Qualifizierung geschaffen werden.“
Hände und Hirne regen
In dem Grußschreiben der Regierung, das der Stellvertreter des Vorsitzenden des Ministerrates Unionsfreund Max Sefrin verlas, heißt es: „Je mehr Hände und Hirne unserer Frauen sich in der Industrie, in der Landwirtschaft, im Handel, im Verkehr und in anderen Zweigen unserer Volkswirtschaft regen, um so schneller und erfolgreicher erfüllen wir unsere ökonomische Hauptaufgabe und den Siebenjahrplan des Sieges des Friedens und des Sozialismus.“
„Frauen aus allen Schichten der Bevölkerung haben einen hervorragenden Anteil an den neuen großen Erfolgen der vergangenen Jahre.“ Mit diesen Worten begann Ilse Thiele ihr Referat. „Tausende von Frauen unserer DDR haben sich auf diesen Kongreß vorbereitet. Dennoch ist es notwendig, noch immer größere Kreise in den Prozeß der sozialistischen Umwälzung, in den Kampf um die Stärkung der DDR und um die Sicherung des Friedens in Deutschland einzubeziehen.“
Mit Militaristen nichts gemein
Arbeiterinnen und Bäuerinnen, berufstätige Frauen und Hausfrauen, Frauen des Mittelstandes und der Intelligenz haben bereits jede gestellte Aufgabe in Angriff genommen, wie es sich in bedeutenden Arbeitsleistungen während der Ernte, im NAW und im Handel immer wieder gezeigt hat. „Das alles spiegelt wider“, betonte Ilse Thiele, „wie heute die Frauen, die den Sieg des Sozialismus als Ziel vor sich sehen, bemüht sind, teilzunehmen an der Arbeit, am Lernen und an dem Geschehen unseres Lebens.“ Ilse Thiele [continues on p. 2, not on this page]
--- English translation ---
The great deliberation of our women has begun
Greetings from the Council of State and the government — Report by Ilse Thiele
Berlin (NZ). The 7th Federal Congress of the Democratic Women's League of Germany was opened yesterday in the Dynamo sports hall. Women from West Germany, from the Soviet Union, the CSSR, Poland, France, England, Italy, Austria, Sweden, Denmark, Finland, Norway, from Iraq and Ghana, from India, Indonesia and from the USA are attending the three-day deliberations. Elected to the presidium were, among others, Alfred Kurella, candidate member of the Politburo of the SED Central Committee, Irmgard Neumann, member of the Council of State, Rosa Thälmann and Lotte Ulbricht, the deputy chairman of the Council of Ministers, Union friend Max Sefrin, the Volkskammer deputy Union friend Herta Jung and Union friend Helga Lorenz, as well as Horst Brasch. Among the guests of honour of the congress are the chairman of the CDU, August Bach, and the vice-president of the National Council [Unreadable].
Before the DFD chairwoman, Ilse Thiele, gave the main report, Käthe Kern conveyed the SED's address of greeting, in which Walter Ulbricht expresses his wishes for fruitful work of the congress.
Irmgard Neumann read the Council of State's address of greeting. It says: "Women are a great force in the struggle for peace and for the building of socialism. They, who give life, are also ready to do everything for the defence of life against the deadly plans of the Bonn militarists. They already stand in industry and agriculture, in trade and health care, in the leadership of the state and the economy and in scientific and cultural institutions no less than men. Our women will fulfil still greater tasks if further relief and more opportunities for qualification are created."
Stirring hands and minds
In the government's letter of greeting, read by the deputy chairman of the Council of Ministers, Union friend Max Sefrin, it says: "The more hands and minds of our women stir in industry, agriculture, trade, transport and other branches of our national economy, the faster and more successfully we fulfil our main economic task and the Seven-Year Plan of the victory of peace and socialism."
"Women from all strata of the population have had an outstanding share in the great new successes of recent years." With these words Ilse Thiele began her report. "Thousands of women of our GDR have prepared for this congress. Nevertheless it is still necessary to draw ever larger circles into the process of socialist transformation, into the struggle to strengthen the GDR and to secure peace in Germany."
Nothing in common with militarists
Working women and peasant women, employed women and housewives, women of the middle class and the intelligentsia have already taken on every task set, as has been shown again and again in significant work performances during the harvest, in the NAW and in trade. "All this reflects," Ilse Thiele stressed, "how today women who see the victory of socialism as their goal are endeavouring to take part in work, in learning and in the events of our life." Ilse Thiele [continues on p. 2, not on this page]