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Neues Deutschland, 4 February 1965, S. 1: Beziehungen zu Indonesien vertieft

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Text

Berliner Ausgabe / Einzelpreis 15 Pf 20. Jahrgang / Nr. 35 Berlin, Donnerstag, 4. Februar 1965 Regierungsdelegation aus Guinea bei Walter Ulbricht der Volkskammer an die Parlamente der Welt zur Verhinderung der Einstellung der Verfolgung von Nazi- und Kriegsverbrechen in der Buhdesrepublik Deutschland friedlichen Zusammenlebens dar. Sie verstößt gegen den Völkerrechtsgrund satz der universellen- und durch keine Fristen begrenzten Strafverfolgung aller Verbrechen gegen den Frieden, Kriegsverbrechen und Verbrechen ge gen ¦ die Menschlichkeit Sie Ist Bestandteil ¦' der friedensgefährdenden Revanchepolitik der westdeutschen Bundesregierung. 1. 1. Jakubowski verabschiedete sich Berlin (ADN). Der Vorsitzende -des Staatsrates,.Walter Ulbricht gab am Mitt woch- anläßlich der Verabschiedung - des Oberkommandierenden der Gruppe der zeitweilig in der DDR stationierten sowjetischen ¦¦ Streitkräfte Armeegeneral L I.. Jakubowski, ein Essen. In einem -Toast würdigte Walter; Ul bricht die von Armeegeneral Jakubowski in seiner Funktion als. Oberkommandie render der Gruppe der zeitweilig in der DDR stationierten sowjetischen Streit kräfte geleistete Arbeit für die Sicherung des Friedens, die Gewährleistung der Sicherheit der Grenzen der DDR und die Vertiefung der Waffenbrüderschaft zwi schen der Nationalen Volksarmee und der Sowjetarmee sowie für -die Festigung der Freundschaft zwischen dem deutschen Volk und den Völkern der Sowjetunion. Armeegeneral Jakubowski sprach dem Zentralkomitee der SED, dem Staatsrat, dem Ministerrat sowie Walter Ulbricht persönlich seinen Dank für die freund schaftliche Unterstützung aus, die ihm bei der Erfüllung seiner Aufgaben gewährt wurde. An dem Essen nahmen teil: der Außer ordentliche und Bevollmächtigte Botschaf. ter der UdSSR in der DDR. P. A. Abrassimow; Armeegeneral Koschewoi: das Mitglied des Politbüros des ZK Erich Honecker: der Minister für Nationale Verteidigung, Armeegeneral Heinz Hoff mann: der 1. Stellvertreter des Ministers für Auswärtige Angelegenheiten Staats sekretär Otto Winzer. Diesem völkerrechtlichen Gebot nach Bestrafung der Verbrechen gegen den Frieden, Kriegsverbrechen und Ver brechen gegen die Menschlichkeit in ganz Deutschland hat die Deutsche Demokratische Republik stets Rech nung getragen. Die Volkskammer der Deutschen Demokratischen Republik hat in. Bekräftigung der bestehenden Rechtslage am 1. September 1964 ein „Gesetz über die Nichtverjährung von Nazi- und Kriegsverbrechen" be schlossen, welches gewährleistet daß auch künftighin kein Schuldiger seir ner Verantwortung enteehtr^- In der westdeutschen Bundesrepu blik dagegen wurden Nazi- und Kriegsverbrecher überhaupt nicht oder nur völlig unzureichend zur Verant wortung gezogen. Ein Teil von ihnen nimmt heute sogar verantwortliche Positionen In Staat und Wirtschaft ein. Nach dem Willen der westdeutschen Regierung und auf Grund des Be schlusses des Bundeskabinetts vom 5. November 1964 soll der 8. Mai 1965, Die Fraktionen der Volkskammer der Deutschen Demokratischen Republik Karlsruhe produziert Plutonium für A-Bomben Aufsehenerregende Enthüllungen von Prof. Dr. Klaus Fuchs über die Kriegsvorbereitungen in Westdeutschland Berlin (ND7ADN). Aufsehenerre gende Einzelheiten über die Herstel lung von atombombenreinem Pluto- .nium Karlsruhe hat der -welt bekannte Prof. Dr. Klaus Atomphysiker Fuchs einem Gespräch mit der -Sächsischen Zei tung" Dres den, der Öffent lichkeit bekannt gegeben. Der stell vertretende Direk tor Zentral institut für Kern forschung Rossen dorf und Mitglied des Wissenschaft lichen Rates für die friedliche wendung der Atomenergie betont ¦ im -Verlauf des Gespräches Prof. Fuchs: Es ist ein wahnsinniger Plan, mitten durch Deutschland einen Todesgürtel ziehen zu wollen, und es Ist völlig unsinnig zu glauben, daß er der Verteidigung dient, wie die west deutschen Militaristen behaupten. Die Gefahren, die ein solcher Plan mit sich bringt, sind vielfaltig. Seine Realisierung würde offensichtlich die Wiedervereinigung für lange Zeit un möglich machen. Doch vor allem er gibt sich die Gefahr, daß absichtlich oder unabsichtlich eine solche' Atom mine explodieren und den Anstoß zu einem Krieg zwischen beiden deut schen Staaten geben kann, der In einen atomaren Weltkrieg ausarten könnte. Vor allem erscheint es mir notwendig, daß jeder Wissenschaftler in seiner wissenschaftlichen Arbeit so von seiner Verantwortung durchdrungen ist, daß er sich nicht für falsche Ziele und vor allem nicht für die tödlichen Ziele der atombesessenen Militaristen einspan nen läßt Dann könnte es nicht pas sieren, daß Wissenschaftler In West deutschland Atombomben für die Bun deswehr produzieren. SZ: Sie sprechen hier mit großer Sicher heit davon. daß in Westdeutschland Atombomben produziert werden. Haben Sie darüber der Öffentlichkeit bisher un bekannte Informationen? von. unseren Berichterstattern Lothar K Ulm er und Werner Goldstein Berlin.- Von der Berliner Kongreßhalle richtete am Mittwoch die Volkskammer der DDR eine Erklärung „An die Parlamente der -Welt zur Verhinderung der Einstellung der Verfolgung von Nazi- und Kriegsverbrechen in der Bundesrepublik". Vor der einstimmigen Annahme dieser Erklärung hoher nationaler Verantwortung sprachen die Abgeordneten Anton Plenikowski, Rudolf Agsten, Emmy Handke, Hans Jendretzky und Dr. Herbert Trebs. Volks kammerpräsident Prof. Dr. Johannes Dieckmann und Vize präsident Hermann Matern berichteten über Reisen von ' Volkskammerdelegationen nach Indonesien und in die CSSR. Dr. Erich Apel, Stellvertreter des Vorsitzenden des Ministerrates und Vorsitzender der Staatlichen Plankom mission, begründete in der 1. Lesung den Entwurf eines neuen Vertragsgesetzes, das auf der Grundlage des neuen ökonomischen Systems die wechselseitigen Beziehungen in der Volkswirtschaft regeln wird. (Begründung siehe Seite 3.) Schließlich beschloß das Hohe Haus auf seiner 11. Tagung ein Gesetz, das die internationale Klassifikation von Waren zeichen für die DDR einführt. XIX. RGW-Tagung in Prag beendet Über die Ergebnisse der bedeutsamen Konferenz berichteten am Mittwoch Ver treter des RGW auf einer internationalen Pressekonferenz in Prag. Am selben Tage -ist die vom Stellver treter des Vorsitzenden des Ministerrates Bruno Leuschner geleitete Regierungs delegation der -DDR ^nach Berlin zurück gekehrt. Riesiger Eisrutsch in der Antarktis Mirny (ADN). Riesige Eismassen haben sich vom Amery-Schelfeis in der Ost antarktis gelöst und sind in den Ozean gestürzt, meldet TASS. Nach vorläufigen Angaben hat sich die Nordgrenze des Schelf eises um 70 Kilometer nach Süden verschoben. Die Fläche des abgebrochenen Eises beträgt 11 000 Quadratkilometer. Der Eisrutsch wurde von eisern sowje tischen Flugzeug aus beobachtet" Eine Gruppe sowjetischer Forscher fuhr später mit dem Eisbrecher „Ob" zur Abbruchsteile und nahm genaue Messungen vor. Die Ergebnisse der Beobachtungen sollen den Antarktisatlas aufgenommen werden. Paris, (ADN/ND). Die französische Zei tung „l'Aurore" schrieb am. Mittwoch zum Bonner Streben nach Atomwaffen: „Hat Deutschland die Absicht, eines Tages Zugang zur.Atomkapazität' zu er halten? Obwohl es sich verpflichtete, keine Atomwaffen bei sich "zu fabrizieren, ist es der Ansicht, daß es an der Ausar beitung jeder westlichen Atomstrategie beteiligt werden muß. Deutschland — das muß man klar sehen — könnte nur über einen Krieg seine Grenzen von 1937 wie derbekommen. Werden wir verstehen, es daran zu hindern, sich auf diesen Weg zu begeben? . Würden die Deutschen, wenn sie den Finger auf den atomaren Abzugs hahn legten, nicht so weit gehen, um dann die verlorenen Provinzen zurückzufor dern? Die elementare Vorsicht erheischt, daß Deutschland von jeder Nuklearstreitkraft ferngehalten wird. Man muß nicht Gaullist sein, um de Gaulle in diesem Punkt recht zu geben. Man darf nicht ver gessen, daß das dritte Reich noch nicht so weit zurückliegt." Prof. Fuchs: In Karlsruhe gibt es ein Kernforschungszentrum mit einem Mehrzweckforschungsreaktor — das Ist bekannt Merkwürdigerweise wird von seinen verschiedenen Zwecken einer nicht genannt Aus In der Literatur angegebenen und nur für den Fach mann durchschaubaren Daten (Größe der Anlage, Reinheitsgrad des zu er zeugenden Plutoniums usw.) ergibt sich einwandfrei, daß ' eine entspre chende Aufbereitungsanlage nur den Sinn haben kann, bombenreines Plu tonium, das heißt Plutonium für mili tärische Zwecke, zu erzeugen. Das be deutet: Ab 1968 kann in Karlsruhe Atombombenmaterial für sechs Atom bomben vom Nagasakityp (20 Kilo tonnen) pro Jahr produziert werden. Außerdem sind Pläne bekannt nach denen die Anlage erweitert werden könnte. Ovationen für Ju Hefte Greco Grubenunglück SZ: Worin sehen Sie die Hauptkonse quenzen, die der Mißbrauch der Atom energie durch den westdeutschen Im perialismus - beispielsweise in Form des Keine Atomkapazität für Bonn Volkskammer an alle Parlamente der Welt: Prof. Dr. Dieckmann: Beziehungen zu Indonesien vertieft Hermann Matern: Erfolgreicher Besuch in der brüderlichen CSSR Dr. Erich Apel v Vertragsgesetz verbindet Plan und ökonomische Hebel Bonns Generalamnestie für Nazi- und Kriegsverbrecher dient der Vorbereitung eines neuen furchtbaren Krieges Mittwoch, 3. Februar., unter der kosmisehen Kuppel der kreisrunden Kongreflhalle am Berliner Alexanderplatz haben sich -die Abgeordneten der Volkskammer versammelt. Sanftes Licht strahlt von den Wänden. Hinter dem Präsidiumstisch leuchtet vom.schwarzrotgoldenen Banner das DDR-Emblem: der Ährenkranz mit Hammer und Zirkel. Schlag elf eröffnet Volkskammerpräsi dent Prof. Dr. Johannes Dieckmann die 11. Tagung der vierten Wahlperiode. Unter den Ehrengästen begrüßt er den indo nesischen Botschafter in Prag, Armunanto, der eigens nach Berlin gekommen war, um bei dem Bericht Prof.. Dieckmanns über die Reise unserer Abgeordnetendelegation nach Indonesien zugegen sein. Zum ersten Tagesordnungspunkt trägt Prof. Dr. Dieckmann die Erklärung der Volkskammer an die Parlamente der Welt zur Verhinderung der Verjährung der • Nazikriegsverbrechen vor..Im: Rund des Saales ist es still. Auf den Gesichtern ' der Abgeordneten — Alte und Junge,.Männer und Frauen — liegt tiefer Ernst., Sie wissen, worum es geht Sie ¦ haben bereits am 1. September des vofigen Jahres in Wahrnehmung der großen natio nalen Verantwortung ein DDR-Gesetz die Verjährung „Wir erheben unsere Stimme, weil es nicht. allein um. die Sühne alter Untaten geht, sondern zugleich um die Verhinderang neuer Verbrechen gegen den Frie den der Völker." Mit erhobener Stimme hatte Präsident Dieckmann diesen letzten Abschnitt der Erklärung aller Fraktionen verlesen. Nach einem.Augenblick des Schweigens teilt er mit, daß einige Abgeordnete zu dieser Erklärung zu sprechen wünschen. Als erster ergreift der Vorsitzende des Rechts- und Verfassungsausschusses An.ton Plenikowski das Wort. Die Vorstellung sei ungeheuerlich, daß der 8. Mal dieses Jahres, an dem die Völker zum 20. Male die Beendigung des zweiten Welt krieges und den -Sieg über- den -Hltlerlaschismus feiern, zum Tag des Frei spruchs für die Schuldigen an den grau samen Verbrechen des Hitlerfaschismus werde. Es gehe nicht nur um eine Frage des Rechts. Es gehe um weit mehr: -Die Generalamnestie und Rehabilitierung al ler auf das schwerste belasteter Nazi- und Kriegsverbrecher dient einzig und allein dem Zweck, die alten Verderber der Menschheit der abenteuerlichen vanche- und Kriegspolitik der westdeut schen Regierung dienstbar zu machen. •Man müsse schon den Anfängen wehren; den Bürokraten des Todes, den Schreib tischmördern in den Arm fallen, die schon wieder an entscheidenden -Stellen die westdeutsche Politik bestimmen. über tausend Blutrichter seien in Westdeutsch- Berlin (ADN). Der Erste Sekretär des Zentralkomitees und.Vorsitzende des Staatsrates, Walter Ulbricht, empfing am Mittwoch: im.Amtssitz des Staatsrates eine Regierungsdelegation der Republik Guinea unter Leitung von Minister Keita N'Famara, Mitglied des Nationalen Polit büros der Demokratischen.Partei Guineas. Minister,., Keila.;< N'Famara - überbrachte dem Vorsitzenden des Staatsrates der DDR eine persönliche Botschaft. des Prä sidenten der Republik 'Guinea und Vor sitzenden der i Demokratischen Partei- Guineas, Ahmed Sekou Toure. In, einerlängeren. Unterredung,, die in einer herz lichen und freundschaftlichen Atmosphäre stattfand, • wurden Fragen der, gegenseiti gen Beziehungen, und > der Zusammen arbeit zwischen der DDR und der Repu blik' Guinea besprochen., teil: der Generaldirektor für > wirtschaf tliche Zusammenarbeit inv Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten der Republik Guinea, Baugoura Kassory; der Stellver treter des Direktors 'der --Außenhandels bank Guineas, Soumah • Theodore: der 1. Stellvertreter des- Ministers- für • Aus wärtige Angelegenheiten Staatssekretär Otto Winzer; der- Stellvertreter -des Mi nisters -für. Auswärtige -Angelegenheiten Georg. Stibl-,' der Leiter der Handelsvertretung -der DDR in der Republik Guinea, Generalkonsul- Siegfried Kämpf. ERKLÄRUNG an dem sich die Befreiung der Völker vom Hltlerf aschlsmus zum 20.. Male jährt; zum Tag der Generalamnestie für Tausende von Nazi- und Kriegs verbrechern werden. Diese ungeheuer liche Absicht widerspricht zutiefst dem • Gerechtigkeitsempfinden der Völker. Sie stellt zugleich einei ernste Bedrohung des Friedens und der Sicherheit der Völker sowie Ihres In der gesamten Weltöffentlichkeit hat der völkerrechtswidrige Stand punkt der westdeutschen Regierung große Beunruhigung und Empörung ausgelöst. Die Volkskammer der' Deutschen Demokratischen Republik wendet sich aus nationaler Verantwortung, in Wahrnehmung der Interessen des gan zen deutschen Volkes an die Parla mente der Staaten, mit allen ihnen.zu Gebote 'stehenden Mitteln der von der westdeutschen Regierung beabsichtig ten Verjährung der Nazi- und Kriegs verbrechen entgegenzuwirken. Die Volkskammer der Deutschen Demokratischen Republik nimmt mit Befriedigung davon Kenntnis, daß die Parlamente einer. Reihe von Staaten durch Gesetze und andere Maßnahmen ihren Willen bekundet haben, nicht zuzulassen, daß Nazi- und Kriegsver brecher ihrer gerechten Strafe ent gehen. Die Volkskammer appelliert an alle anderen Parlamente, eine ähn liche. Initiative zu. ergreifen, um zu sichern, daß kein Schuldiger an den Verbrechen des Hitlerfaschismus im eigenen Lande straffrei ausseht und daß alle heute noch In der westdeut schen Bundesrepublik lebend.en~.und auf freiem. FuCT 'befindlichen Nazlund Kriegsverbrecher ihrer gerechten Strafe zugeführt werden. Wir erheben unsere Stimme, well es nicht allein um die Sühne alter Un taten geht, sondern zugleich um die Verhinderung neuer Verbrechen gegen den Frieden Die Volkskammer der Deutschen Demokratischen Republik wendet sich angesichts der Absicht den westdeut schen Bundesregierung, am -8. Mai 1965 unter Anwendung der'- inner staatlichen Verjährungsfrist von 20 Jahren die Verfolgung vori-'Naziund Kriegsverbrechen einzustellen, in tiefer Sorge an die Parlamente aller Staaten der Welt SZ: Vor drei Wochen' hat sich Nobel preisträger Prof. Max Born, Unterzeich ner des Appells der 18 Göttinger Pro- Fessoren, gegen die Atomrüstung, mit lei denschaftlichen Worten gegen den Atom minenplan der Erhard-Regierung gewandt. Max Born ist Kernphysiker wie Sie, Herr Professor. Beide können Sie besser als viele andere Menschen die Tragweite solcher Vorhaben abschätzen. Prof. Fuchs: Ich bin stolz darauf, mich einen Schüler von Max Born nennen zu können und ihn zu verehren nicht nur als einen der größten Physi ker und Lehrer unserer Zeit, sondern.auch als einen Menschen, der mit Mut,und ohne Rücksicht auf seine eigene Person die verantwortungsvollen Pflichten eines Wissenschaftlers gegen über der Gesellschaft, in der er lebt auf sich genommen hat Politisch denke ich anders als er, aber ich weiß mich eins mit meinem 82jährigen Lehrer in der großen Sorge über die Konse quenzen, welche der Mißbrauch der Atomenergie durch den in West deutschland wiedererstandenen Mili tarismus für die Menschheit und für Deutschland haben kann. SZ: Ihre Arbeit und die Ihres Kollektivs als Atomphysiker der DDR wurde von un- Prau/Berlln (ADN/ND). Diö XIX. Ta gung des Rates für Gegenseitige Wirt schaftshilfe in Prag wurde am Dienstag beendet. An der Beratung nahmen Dele gationen der Mitgliedstaaten des RGW sowie eine Delegation Jugoslawiens teil. Vertreter der KVDR und der Republik Kuba waren als Beobachter zugegen. In einem gemeinsamen Kommunique Wird betont, daß seit der XVIII. Tagung des Rates eine bedeutende Arbeit vor allem bei der Koordinierung der Volks wirtschaftspläne der- einzelnen Mitglied länder sowie bei der internationalen Spe zialisierung geleistet worden ist. (Wortlaut siehe Seite 7) Berlin (ND). Die französische Chan sonsängerin Julietfe Greco wiederholte gestern In Berlin ihren großen Dresd ner Erfolg vom Vorabend. Im ausver kauften Friedrichstadt-Palast wußte sie den Kontakt mit ihrem Publikum vom ersten Augenblick an herzustellen. Eine Sprachgrenze wurde nicht spür bar. 3000 Berliner und ihre Gäste be reiteten der Künstlerin schon vor ihrem Auftritt minutenlange Ovatio nen. Unter den Besuchern waren der Minister für Kultur, Hans Bentzien, und sein Stellvertreter Günter Witt so wie bekannte Schauspieler von Bühne, Film und Fernsehen. Am heutigen Donnerstag verabschiedet sich Frau Greco in zwei Vorstellungen von ihren Freunden in der DDR. Charleroi (ADN). Schwere Verbrennun gen erlitten am Mittwoch vier Bergleute in einer Kohlengrube von Lambusart in der Nähe der belgischen Stadt Charleroi. Sie waren bei ihren Arbeiten auf Gas gestoßen, das sofort explodierte. Herzlicher Abschied von einem guten Freund: (v. I. n. r.) Armeegeneral - Koschewoi,- Armeegeneral Jakubowski, Armeegeneral Hoffmann, Otto Winzer, Walter Ulbricht und Erich Honecker Foto: NDlMurza Proletarier aller Ländenvereinigt euch! In Anbetracht der grausamen.'Ver brechen des Hitlerfaschismus und im Bestreben, eine Wiederholung.der artiger Greueltaten für alle. Zeiten zu verhindern. haben die. Staaten- der Antihitlerkoalition die gerechte Be strafung aller Schuldigen verlangt. In so bedeutsamen Dokumenten, wie der Moskauer Dreimächteerklärung über die Verantwortlichkeit der Hitler anhänger für begangene ¦ Greueltaten vom 30. Oktober 1943, dem Potsdamer Abkommen - vom 2. August 1945 und dem Londoner Statut des Internatio nalen Militärtribunals vom 8. August 1945 fand dieser Wille der Völker sei nen völkerrechtlichen Niederschlag. Die Vollversammlung der Vereinten Nationen hat in ihrer Resolution 96 (I) vom 11. Dezember 1946 und in der Konvention über die Verhütung und Bestrafung des Völkermordes vom 9. Dezember 1948 bekräftigt, daß die im Statut des Nürnberger Gerichts hofes und im Urteil des Tribunals fixierten Grundsätze allgemein aner kanntes Völkerrecht sind. 2. Spalte I) Überein- Stimmung mit Prof. Max Born. geplanten Atomminengürtels — nach sich ziehen kann?

English translation

=== [Page 1] === --- Relevant article (German, corrected transcription from OCR) --- Volkskammer an alle Parlamente der Welt: Bonns Generalamnestie für Nazi- und Kriegsverbrecher dient der Vorbereitung eines neuen furchtbaren Krieges Prof. Dr. Dieckmann: Beziehungen zu Indonesien vertieft Hermann Matern: Erfolgreicher Besuch in der brüderlichen CSSR Dr. Erich Apel: Vertragsgesetz verbindet Plan und ökonomische Hebel Berlin. Von der Berliner Kongreßhalle richtete am Mittwoch die Volkskammer der DDR eine Erklärung „An die Parlamente der Welt zur Verhinderung der Einstellung der Verfolgung von Nazi- und Kriegsverbrechen in der Bundesrepublik“. Vor der einstimmigen Annahme dieser Erklärung hoher nationaler Verantwortung sprachen die Abgeordneten Anton Plenikowski, Rudolf Agsten, Emmy Handke, Hans Jendretzky und Dr. Herbert Trebs. Volkskammerpräsident Prof. Dr. Johannes Dieckmann und Vizepräsident Hermann Matern berichteten über Reisen von Volkskammerdelegationen nach Indonesien und in die CSSR. [...] [...] Schlag elf eröffnet Volkskammerpräsident Prof. Dr. Johannes Dieckmann die 11. Tagung der vierten Wahlperiode. Unter den Ehrengästen begrüßt er den indonesischen Botschafter in Prag, Armunanto, der eigens nach Berlin gekommen war, um bei dem Bericht Prof. Dieckmanns über die Reise unserer Abgeordnetendelegation nach Indonesien zugegen zu sein. --- English translation --- Volkskammer to all parliaments of the world: Bonn's general amnesty for Nazi and war criminals serves the preparation of a new, terrible war Prof. Dr. Dieckmann: Relations with Indonesia deepened Hermann Matern: Successful visit to the fraternal CSSR Dr. Erich Apel: Contract law links plan and economic levers Berlin. From Berlin's Kongresshalle the GDR Volkskammer on Wednesday issued a declaration "To the parliaments of the world to prevent the cessation of prosecution of Nazi and war crimes in the Federal Republic". Before the unanimous adoption of this declaration of high national responsibility, the deputies Anton Plenikowski, Rudolf Agsten, Emmy Handke, Hans Jendretzky and Dr Herbert Trebs spoke. Volkskammer president Prof. Dr Johannes Dieckmann and vice-president Hermann Matern reported on trips by Volkskammer delegations to Indonesia and to the CSSR. [...] [...] On the stroke of eleven, Volkskammer president Prof. Dr Johannes Dieckmann opens the 11th session of the fourth electoral term. Among the guests of honour he welcomes the Indonesian ambassador in Prague, Armunanto, who had come to Berlin specially to be present at Prof. Dieckmann's report on the trip of our parliamentary delegation to Indonesia.