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Neues Deutschland, 20 October 1965, S. 1: KP Indonesiens in Djakarta verboten

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Text

Feierliche Eröffnung des Manövers „Oktobersturm" im Geiste der Widerstandskämpfer von Buchenwald Unser Bündnis durchkreuzt die Kriegspläne der Imperialisten Weimar. Der dunkle Himmel über dem Ettersberg bei Weimar ist für kurze Zeit aufgerissen. Helle Sonnenstrahlen leuchten auf über 25 000 Men schen, die unterhalb des Glockenturmes von Buchenwald zur feierlichen Kund gebung versammelt sind. Es ist Dienst ag, der 19. Oktober 1965. Ein denkwür diger Tag: Soldaten, sozialistische Waffenbrüder aus der CSSR, der DDR, der UdSSR and Volkspolen trafen sich mit der Thüringer Bevölkerung, um anläßlich des Herbstmanövers „Oktobersturm" den Schwur abzulegen, den Sozialismus für alle Zeiten sicher zu behüten und in fester Waffenbrüder schaft jeden Aggressor unbarmherzig zu vernichten. Auf der Tribüne haben sich ferner ein gefunden: die Verteidigungsminister der DDR. Armeegeneral Heinz Hoffmann, der Volksrepublik Polen, Marschall Spychalski. der CSSR, Armeegeneral Lomsktf, der Volksrepublik Ungarn, Generaloberst Czinege. der Sozialistischen Republik Rumänien. Armeegeneral Salajan, der Volksrepublik Bulgarien, Armeegeneral Dshurow, sowie der Republik Kuba, Comandante Raul Castro. Ferner waren erschienen der Minister für Staatssicher heit der DDR, Erich Mielke, und der Mi nister des Innern der DDR, Friedrich Dickel. Weiter sind anwesend: der Mar schall der Sowjetunion Rokossowski, Hauptmarschall Werschinin, Marschall Sudez, Armeegeneral Jepischew sowie weitere Vertreter des Vereinten Ober kommandos und hohe Militärs der War schauer Verteidigungskoalition. Vier Ehrenkompanien der beteiligten Armeen haben die Waffen präsentiert. Die Natio nalhymnen erklingen. Vier junge Solda ten. Vertreter von vier Armeen, geben Verpflichtungen über ihre Einsatzbereit schaft für die Sache des Friedens und des Sozialismus ab. Danach tritt das Mitglied des Polit büros und Sekretär tdes Nationalen Ver teidigungsrates, Genosse Erich Honecker, an das Rednerpult. Er spricht darüber, daß das sozialistische Waffenbündnis die Kriegspläne der Imperialisten durchkreu zen wird. (Die Rede veröffentlichen wir auf Seite I und 2 dieser Ausgabe.) Nachdem ein Offizier der Nationalen Volksarmee den zweiten Buchenwald schwur feierlich gesprochen hat, klingt die Kundgebung mit der Internationale aus. Vom Turm ertönen noch einmal Glockenschläge über das weite Rund. Die Kundgebung der Waffenbrüderschaft des sozialistischen Internationalismus ist be endet. Das Herbstmanöver kann begin nen. (Siehe auch Seite 3) Erich Honecker und Soldaten der vier verbündeten Armeen sprachen auf der Kundgebung in der Mahn- und Gedenkstätte Buchenwald Sicherheit Europas verlangt Anerkennung der DDR Wolfgang Beyreuther sprach vor dem WeltgewerkschaftskongreB Warschau (ND).i,Die Sicherheit in Europa hängt davon ab, daß die Staaten normale Beziehungen zur DDR herstellen." Dies erklärte der Sekretär des FDGB-Bundesvorstandes Wolfgang Beyreuther Dienstag vor dem VI. Weltgewerkschafts kongreß. „Eis ist ein Irrtum, wenn einige, besonders auch europäische Regierungen glauben, Verhandlungen über die euro päische Sicherheit führen zu können, ohne die Frage der Herstellung normaler Be ziehungen mit der DDR zu klären. Eine Haltung, die die Realitäten leugnet, führt zu keinerlei Fortschritt in den inter nationalen Beziehungen und kann die Lage nicht bessern." Beyreuther wies nach, daß der westdeutsche Imperialis mus, der nach den USA zur zweitgrößten neokolonialistischen Macht geworden ist, nur dann an seinen räuberischen Aktionen und Plänen gehindert werden kann, wenn die DDR in ihrem Kampf gegen den Bon ner Revanchismus und Neokolonialismus unterstützt wird. (Siehe auch Seite 5) Syrienreise war erfolgreich DDR-Delegation aus Damaskus zurück Neues Treffen am Freitag Berlin (ADN). Die Verhandlungsdelegationen der Regierung der Deutschen Demokratischen Republik und des Senats von Westberlin werden am Freitag, dem 22. Oktober 1965, vormittags im Hause der Ministerien, Leipziger Straße, zusam mentreffen. Ein diesbezüglicher Vorschlag von Staatssekretär Dr. Michael Kohl wurde jetzt von Senatsrat Horst Korber zustimmend beantwortet Entsprechend dem Angebot der Regie rung der DDR vom 16. August 1965 hätte die Passierscheinstelle für dringende Familienangelegenheiten nunmehr schon über drei Wochen auf ordnungsgemäßer Grundlage arbeiten können. Zugleich wären die Weihnachts- und Neujahrsbe suche gesichert Immer meh* Bürger West berlins drängen daher auf die Unter zeichnung des unterschriftsreif vorliegen den Abkommens durch den Senat, zumal dieser den Vorschlag der DDR in der Ver gangenheit wiederholt als annehmbar be zeichnet hat. KP Indonesiens in Djakarta verboten Kosmos 93 gestartet Johnson „besorgt" Washington (ADN/ND). Nach Abschluß der „Vietnam-Tage", in deren Verlauf Zehntausende Amerikaner die Welt öffentlichkeit auf die wachsende Unruhe in den USA aufmerksam machten, mel dete sich Präsident Johnson zu Wort. Er äußerte die „Besorgnis", diese Aktionen könnten „falsch ausgelegt" oder „über bewertet" werden. Unsere Sache ist gerecht der Sieg muß unser sein! Rede des Genossen Erich Honecker in der Nationalen Mahn- und Gedenkstätte auf dem Ettersberg — Buchenwald Liebe Bürger des Bezirkes Erfurt] Verehrte Gaste! Liebe Freunde und Genossen! Über 20 Jahre sind seit jenen April-- tagen 1945 vergangen, da auf diesem Ge lände 21 000 befreite Häftlinge des faschi stischen Konzentrationslagers Buchen wald im Gedenken an ihre 56 000 von den' SS-Banditen ermordeten Kameraden und- Genossen den feierlichen Schwur leisteten; „Unsere Sache ist gerecht — unser muß' der Sieg sein." Heute haben sich hier. in dieser Nationalen Mahn- und Gedenk stätte auf dem Ettersberg, aus Anlaß des morgen beginnenden gemeinsamen Herbstmanövers „Oktobersturm" Solda ten der Sowjetarmee, der Polnischen Armee, der Tschechoslowakischen Volks armee und der Nationalen Volksarmee der Deutschen Demokratischen Republik und Gäste aus den sozialistischen Bruder ländern zusammengefunden. Die Wahl des Ortes, an dem wir unser gemeinsames Manöver -Oktobersturm'» eröffnen, ist kein Zufall. Sie Ist Aus druck des Charakters und der politischen Ziele unserer Staaten und ihrer Militärkoalition. Das Vermächtnis der anti faschistischen Widerstandskämpfer ist unseren Armeen hohe Mahnung und Verpflichtung. Ihr Kampf fand im zweiten Weltkrieg seine Erfüllung im Sieg über den Faschismus durch die ruhmreiche Sowjetarmee und ihrer Ver bündeten, fand Erfüllung in der Ent stehung der Volksrepublik Polen, der Tschechoslowakischen Sozialistischen Re publik, der Deutschen Demokratischen Republik und anderer sozialistischer Staaten. Im Dienste des Volkes Während des Manövers hier im Süd« westen der Deutschen Demokratischen Republik werden die Soldaten der vier befreundeten Armeen auch Gelegenheit haben, die Früchte des sozialistischen Auf baus auf deutschem Boden kennenzu lernen. Symbolisch spannt sich der Bogen von den ruhmreichen Taten der Vergan genheit bis zu den nicht weniger ruhm reichen Taten der Gegenwart So sieht die ganze Welt unter welchem Banner unsere Armeen angetreten sind und was sie verteidigen. In unseren sozialistischen Staaten sind die Wurzeln des Krieges ein für allemal beseitigt Bei uns ist der Frieden zu Haus. Unsere Armeen sind wahrhafte Armeen des Volkes. Ihnen sind Eroberungspläne und Aggressionsgelüste fremd. Ihre ge schichtliche Aufgabe ist es, die fortschritt lichste Ordnung der Welt den Sozialis mus, den Hort des Friedens, des Fort schritts und der Menschlichkeit, zuver lässig zu schützen. Das gemeinsame Manöver „Oktober sturm" wird die Macht der vereinten Streitkräfte zeigen. Es wird die militä rische Meisterschaft und die Schlagkraft unserer Armeen für den wirksamen Schutz der sozialistischen Staaten er höhen. Es dient dem Frieden und der Sicherheit der Deutschen Demokrati schen Republik. Wir müssen wachsam sem In den letzten Monaten haben die ame rikanischen und westdeutschen Imperia listen mit ihrer aggressiven Politik die internationale Lage beträchtlich ver schärft Der westdeutsche Staat hat sich mit seiner Revanchepolitik und seiner Gier nach Atomwaffen zum Zentrum der Kriegsgefahr in Europa entwickelt. Diese Tatsachen zeigen erneut daß wir wach sam sein müssen. Viele westdeutsche Bürger erkennen noch nicht, daß die Politik der. Bonner Regierung der Vorbereitung eines neuen Krieges dient, und meinen, es sei halb so schlimm. Wir fragen von dieser Statte aus; Ist es wirklich nur halb so schlimm, wenn die Bonner Regierung offiziell die Ausdehnung ihres Machtbereiches auf Kosten der sozialistischen Staaten fordert und Gebiete mit einer Fläche von rund 114 000 Quadratkilometern von der Sowjet union, der Volksrepublik Polen und der Tschechoslowakischen Sozialistischen Re publik beansprucht und die Deutsche De mokratische Republik schlucken möchte? Ist es wirklich nur halb so schlimm« wenn die ehemaligen Generale und Offi ziere Hitlers, die aus ihren Niederlagen n'chts, aber auch gar nichts gelernt ha ben, heute in Gestalt der Bundeswehr die stärkste Militärmaschine Westeuropas kommandieren? Ist es wirklich nur halb so schlimm, wenn die offizielle Staatshymne der Bun desrepublik das große Eroberungspro gramm der deutschen Militaristen prokla miert: „Von der Maas bis an die Memel. ¦ von der Etsch bis an den Belt"? Ist es wirklich nur halb so schlimm, wenn diese unverbesserlichen Milita risten, die Henker von Buchenwald, Auschwitz und Theresienstadt heute die Forderung nach Verfügungsgewalt über Kernwaffen zum Dreh- und Angelpunkt ihrer gesamten Außen- und Militärpolitik machen? und jeden Aggressor unter Ein satz unseres Lebens in seiner eigenen Brutstätte unbarmherzig zu vernichten. Ringuraufführung eines szenischen Ora toriums in elf Gesängen von Peter Weiss Namhafte Schauspieler und Regisseure, der stellvertretende Ministerpräsident Alexander Abusch sowie hervorragende bildende Künstler und Publizisten lasen den erschütternden Bericht eines Dich Der Autor, der sich anschließend in die Westberliner Volksbühne zur dorti gen Aufführung begab, hatte auch an den letzten Proben teilgenommen. Erwin Piscator, der als Hausherr Regie führte, hatte dort dieses Stück programmatisch zum 75. Jubiläum der Volksbühne gewählt. Das Londoner »Royal Shakespeare Theatre veranstaltete eine Nachtlesung, die von BBC aufgenommen wurde. Proletarier aller Länder, vereinigt euch! »Neues Deutschland Organ des Zentralkomitees der Soziaustischen Einheitspartei Deutschlands; 20. Jahrgang 7 Nr. 289 Berlin, Mittwoch, 20. Oktober 1965 Berliner Ausgabe / Einzelpreis 15 Pf Auf der Ehrentribüne am Glocken turm haben folgende Persönlichkeiten Aufstellung genommen: das Mitglied des Politbüros und Vorsitzender des Mini sterrates der DDR. WilU Stoph, die Mit glieder und Kandidaten des Politbüros Paul Fröhlich, Kurt Hager. Erich Hon ecker, Hermann Matern, Erich Mückenberger, Albert Norden, Paul Verner, Hermann Axen, Georg Ewald, Gerbard Grüneberg, Horst Sindermann sowie weitere Mitglieder des Zentralkomitees. Weiter sind u. a. anwesend: die Stell vertreter des Vorsitzenden des Staats rates Prof. Dr. Johannes Dieckmann, Gerald Götting und Hans Rietz, der Vor sitzende der CDU, August Bach, und der Vorsitzende der DBD, Ernst Goldenbaum. Ferner sind erschienen der sowjetische Botschafter in 8er DDR, Abrassimow, sowie weitere Vertreter des Diplomati schen Korps, der Stellvertreter des Vor sitzenden des Ministerrates Paul Scholz, weitere Mitglieder des Präsidiums des Ministerrates, die Mitglieder des Natio nalen Verteidigungsrates der DDR sowie weitere hervorragende Vertreter der Par tei- und Staatsführung. Der Erste Sekre tär des ZK der KPD. Max Reimann, ge hört ebenfalls zu den Ehrengasten. Wir, Soldaten des • Volkes, angetreten in Buchenwald, der Gedenkstätte der Opfer und dem Mahnmal des Kampfes gegen den Faschismus: Ein Mot.-Schützenregiment der NVA auf dem Marsch vom Konzentrierungsraum in den Bereitstellungsraum. An der Spitze des Marschverbandes Aufklärer mit Schwimm-Schützenpanzerwagen, die das Gelände erkunden Foto: ND/Murza Moskau (ADN). Der 93. künstliche'Erdtrabant der sowjetischen Kosmos-Serie ist am- Dienstag in der Sowjetunion ge startet worden, berichtet TASS. An Bord des Sputniks befinden sich wiederum wissenschaftliche Apparaturen zur Fort setzung des sowjetischen Raumfor schungsprogramms. ters- über die Verbrechen von Auschwitz. Viele von ihnen waren selbst' durch die Hölle der faschistischen Lager und Zuchthäuser gegangen wie Ernst Busch und Erwin Geschonneck, Bruno Apitz, Peter Edel und andere. Und unter den Zuhörern befanden sich ebenfalls viele ihrer Kampfgefährten. So wuchs das Kunstereignis gleichzeitig hinüber in die ergreifende Manifestation: Der von Peter Weiss literarisch nachgestaltete Prozeß um die Mörder von Auschwitz und ihre monopolkapitalistischen Hintermänner wurde in diesen Stunden über die Ermitt lung hinaus zur warnenden Anklage. ' Berlin (ND). Das szenische Oratorium „Die Ermittlung" von Peter Weiss erlebte am Dienstag seine Ringuraufführung. Beteiligt waren daran in der DDR die Hauptstadt Berlin, Rostock, Gera, Pots dam, Leuna, Neustrelitz, Dresden, Weimar. Cottbus, Erfurt und Meiningen. Weiterhin wurde das dokumentarische Stück in Westberlin sowie in Köln. Essen, München und in anderen westdeutschen Städten gegeben. Als bedeutendste Ver anstaltung darf die Lesung der Deut schen Akademie der Künste im Hause der Volkskammer der DDR angesehen werden. Djakarta (ADN). Der Mnitärgouverneur von Djakarta, Generalmajor "Umar Birahadikusumo, hat ein vorübergehen des Verbot der Tätigkeit der Kommuni stischen Partei Indonesiens und der „mit ihr verbundenen Organisationen" für das Gebiet von Djakarta erlassen, mel det TASS. Der Beschluß erstreckt sich auf die Organisationen „Pemuda Rakiat" organisation), auf die Bauernfront, auf die Vereinigte Studentenbewegung (SGMI), auf die Studentenbünde „Perhimi" und „Ippi", auf die Vereinigung der indonesischen Wissenschaftler (HS1) und auf die Liga für Volkskultur (Lekra). Die Mitglieder des ExeKutivkomitees der KP und die leitenden Funktionäre der mit ihr verbundenen Massenorganisationen werden aufgefor dert, sich bis zum 24. Oktober bei den Polizei- oder Heeresbehörden zu melden. Im Falle einer Weigerung sollen sie nach den Bestimmungen des Gesetzes über den Ausnahmezustand bestraft werden. Berlin (ADN7ND). Eine DDR-Regie rungsdelegation kehrte am Dienstag auf dem Luftwege von Verhandlungen mit der Syrischen Arabischen Republik nach Berlin zurück. Sie wurde auf dem Zen tralflughafen Berlin-Schönefeld vom stellvertretenden Außenminister Josef Hegen willkommen geheißen. Der Dele gationsleiter Gerhard Weiss, Stellvertre ter des Vorsitzenden des Ministerrates, erklärte bei der Ankunft vor der Presse, die Delegation sei mit guten Ergebnissen zurückgekommen. Es sei ein Abkommen zwischen unserer Republik und der SAR abgeschlossen worden, das eine Beteili gung der DDR an Projekten des syri schen Fünfjahrplanes vorsieht In politi schen Gesprächen, die auch mit dem Präsidenten der SAR, Amin AI Hafez, ge führt wurden, sei zum Ausdruck gekom men, daß die beiderseitigen Auffassun gen In vielen internationalen Fragen übereinstimmen. Die syrische Seite habe ferner ihrer Befriedigung darüber Aus druck verliehen, daß sich die Beziehun gen zwischen unseren beiden Staaten be sonders in den letzten Monaten vorteil haft entwickelt haben. Wir schwören mit der ganzen Kraft unserer Herzen und Hirne, mit all. unse rem Wissen und Können, den Sozialismus — Hort des Friedens, •des Fortschritts und der Mensch lichkeit — für alle Zeiten sicher zu behüten. Wir schwören, nie und nimmer den Henkern von gestern, den Atomkriegstreibern von heute eine Chance zu lassen • Wir schwören, als sozialistische Internationali- ' sten die eherne Waffenbrüder^. schaft der im Warschauer Vertrag brüderlich verbundenen Armeen ¦ wie unseren Augapfel zu hüten, Schulter an Schulter unerschüt terlich vereint und jederzeit zum Kampf für die Macht der Arbei ter und Bauern bereit zu sein. Im Angesicht der heiligen Flam-: men, getreu dem Vermächtnis ' unserer teuren Toten; eingedenk der Verpflichtung vor den Leben den — " für das Glück und den Frieden aller Völker wir schwören es! Das Gelöbnis vom Ettersberg „D/e Ermittlung 44 Kosmos 93 hat eine anfängliche Um laufzeit von 91,7 Minuten, die maximale Entfernung von der Erde beträgt 522 Kilometer, die geringste Entfernung 220 Kilometer. Wir fragen schließlich: Ist es wirklich halb schlimm; nur so wenn der westdeutsche Bundestag Im Sommer dieses Jahres mit der schritt weisen Durchsetzung der Notstands gesetze begann, wenn die Bonner Regie rung in Wort und Tat eine neue Vor kriegszeit organisiert alle Friedens- und 2, Spotte 11

English translation

=== [Page 1] === --- Relevant article (German, corrected transcription from OCR) --- Djakarta (ADN). Der Militärgouverneur von Djakarta, Generalmajor Umar Birahadikusumo, hat ein vorübergehendes Verbot der Tätigkeit der Kommunistischen Partei Indonesiens und der „mit ihr verbundenen Organisationen“ für das Gebiet von Djakarta erlassen, meldet TASS. Der Beschluß erstreckt sich auf die Organisationen „Pemuda Rakiat“ (Volksjugend) und „Gerwani“ (Frauenorganisation), auf die Bauernfront, auf die Vereinigte Studentenbewegung (SGMI), auf die Studentenbünde „Perhimi“ und „Ippi“, auf die Vereinigung der indonesischen Wissenschaftler (HSI) und auf die Liga für Volkskultur (Lekra). Die Mitglieder des Exekutivkomitees der KP und die leitenden Funktionäre der mit ihr verbundenen Massenorganisationen werden aufgefordert, sich bis zum 24. Oktober bei den Polizei- oder Heeresbehörden zu melden. Im Falle einer Weigerung sollen sie nach den Bestimmungen des Gesetzes über den Ausnahmezustand bestraft werden. --- English translation --- Jakarta (ADN). The military governor of Jakarta, Major General Umar Birahadikusumo [Wirahadikusumah], has issued a temporary ban on the activities of the Communist Party of Indonesia and of the "organisations connected with it" for the Jakarta area, TASS reports. The decision extends to the organisations "Pemuda Rakiat" (People's Youth) and "Gerwani" (women's organisation), to the peasant front, the United Student Movement (SGMI), the student associations "Perhimi" and "Ippi", the association of Indonesian scholars (HSI) and the League for People's Culture (Lekra). The members of the executive committee of the Communist Party and the leading functionaries of the mass organisations connected with it are called on to report to the police or army authorities by 24 October. In case of refusal they are to be punished under the provisions of the state-of-emergency law.