Berliner Zeitung, 26 Februar 1979, S. 6: Sozialismus sichert die Rechte der Frau
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Text
Seite 6 — Nr. 48 — Berliner Zeitung
POLITIK
Montag, 26. Februar 1979
BZ berichtet von der internationalen Konferenz zu Bebeis Buch „Die Frau und der Sozialismus"
Zu den Delegierten zählte auch Janette Nunez aus Peru.
Foto: ZB-Raphael
Sozialismus sichert die Rechte der Frau
60 Redner sprachen zu aktuellen Aufgaben im revolutionären Kampf der Völker
alle Völker, für die Frauen der Welt geworden ist. Eindrucksvoll schilderte sie, wie das werk August Bebeis in ihrem Lande zu einein Lehrbuch der Arbeiterbe wegung geworden ist.
Für uns haben sich die Tore auf getan
„Für uns haben sich die Tore aufgetan." Es sei jetzt an der Kongolesin, ihre verfassungs mäßig verbrieften Rechte voll zu nutzen. Partei und Massenorgani sationen stellten daher die Erzie hung in den Mittelpunkt ihrer Arbeit mit den Frauen.
Sonomyn Udwal, Mitglied des Zentralkomitees der Mongoli schen Revolutionären Volkspartei, wies darauf hin, daß in der histo risch kurzen Zeit von einem hal ben Jahrhundert die mongolische Frau die Fesseln des Feudalismus gesprengt hat und heute eine be deutende gesellschaftliche Kraft in diesem sozialistischen Land geworden ist. Sie berichtete von der großen Aufmerksamkeit der Partei, die sie von Beginn an der Bildung der Frauen und ihrer ge sellschaftlichen Entwicklung ge widmet hat. Dabei waren die Er fahrungen der Sowjetunion eine große Hilfe.
Nivia Salamanca de Silva, Mit glied der Frauenkommission des Zentralkomitees der Kommunisti schen Partei Kolumbiens, unter strich am Beispiel ihres Landes die Richtigkeit der Grundgedan ken von Bebeis Werk auch in der heutigen Zeit. Kolumbien stehe in Südamerika in der Kindersterb lichkeit an unrühmlicher erster Stelle. Von 1000 Neugeborenen sterben im ersten Lebensjahr 90.
Die Ursachen liegen in der Un terernährung und unzureichen den medizinischen Betreuung so wohl der werdenden Mütter als auch der Kinder. Auf je 10 000 Einwohner kommen nur 18 Kran kenhausbetten.
Sozialismus auch auf das Leben der Frauen auswirkt. So wird seit Einführung der neuen, fortschritt lichen Arbeitsgesetzgebung vom 6. Dezember 1975 den äthiopi schen Frauen ein bezahlter Schwangerschafts- und Wochen urlaub gewährt.
Kouzai MÜH, Botschafter der Syrischen Arabischen Republik in der DDR: Den Kampf um die vol len Bürgerrechte der Frau hat die Arabische Sozialistische Baath-Partei bereits bei ihrer Gründung 1947 auf die Tagesord nung gesetzt. Er informierte als Sprecher dieser Partei über die Besetzung der palästinensischen Gebiete durch die 'israelischen Aggressoren, die den weiteren Fortschritt der Befreiung der ara bischen Frauen behindere.
Satiajaya Sudiman, Mitglied der Leitung der KP Indonesiens, be richtete von den schwierigen Kampfbedingungen der Frauen ihres Landes. Die Lage der weib lichen Arbeiter sei außerordent lich erdrückend. Frauen erhalten für ihre Arbeit nicht den glei chen Lohn wie Männer. In vielen Betrieben werden Arbeiterinnen entlassen, wenn sie heiraten wol len oder ein Kind erwarten.
Für Mädchen ein Drittel der Studienplätze
Dr. Daud Hido aus Syrien sprach zur Situation der Frauen in den Entwicklungsländern. In seinem Land übernehmen die Frauen vor allem Tätigkeiten in der Volksbildung, in der medizi nischen Betreuung und der Ver waltung. Fast ein Drittel der Stu dienplätze wird den Mädchen zur Verfügung gestellt. Im Anschluß sprach eine Vertreterin der Ver einigung der Neuen Philippine rinnen.
Edit Erdei, Mitglied des Zen tralkomitees der Ungarischen So zialistischen Arbeiterpartei, un terstrich: Sofort nach der Befrei ung Ungarns wurde in der ersten Verfassung die Gleichberechti gung von Mann und Frau gesetz lich formuliert. Die Partei habe sich bei der Verwirklichung glei cher Rechte für die Frauen auch stets mit entwicklungshemmen den Umständen, überkommenen Sitten und Gewohnheiten ausein andergesetzt. 77 Prozent der ar beitsfähigen Frauen sind berufs tätig.
George Toubi, Mitglied des Zen tralkomitees der KP Israels und
Leiter der Abteilung Internatio nale Verbindungen: Mit Beifall wurden seine Worte aufgenom men in denen er das vietnamesi sche Volk der Solidarität der israelischen Kommunisten ver-
■ sicherte. Er verwies auf die Un terdrückung der Frauen verschie dener nationaler Herkunft in sei nem Land, für die jahrtausende alte religiöse Gesetze gelten und sie zu Menschen zweiter Klasse stempeln. Sie fordern, ebenso wie die KP Israels, die Durchsetzung des Selbstbestimmungsrechts des Volkes von Palästina.
Martha Ford, Mitglied des Polit büros der Volksorganisation von Südwestafrika (Namibia) und Se kretär des Frauenrates, sprach von einem neuen Frauentyp, der sich in den nationalen Befrei ungsbewegungen herausgebildet hat. Sie kennzeichnete diesen Typ als „Kampfgefährtin des Mannes, die in der politischen Ausein andersetzung Schulter an Schul ter mit ihm und mit der Waffe in der Hand streitet
Viele Frauen in
Belgien ohne Arbeit
Annie Broeckx. Mitglied der Kommunistischen Partei Belgiens, sprach über diskriminierende Ar beitsbedingungen für die Frauen in ihrem Land. Sie stellte fest, daß der Anteil der erwerbslosen Frauen an der Gesamtzahl der Arbeitslosen ständig zunimmt. Je weils drei von fünf Berufstätigen ohne Arbeit sind Frauen. Ihre Benachteiligung zeige sich ebenso auf lohnpolitischem Gebiet, bei der sozialen und Kinderbetreuung.
Elham Abdul Wahab, Mitglied des Rates Frieden und Solidari tät beim Zentralkomitee der Je menitischen Sozialistischen Par tei, würdigte die Rolle der Frauen in der VDR Jemen. Wie sie be richtete, nahmen sie schon früh zeitig gemeinsam mit den Parti sanen aktiv am Kampf für die Unabhängigkeit des Landes teil.
In der VDRJ genießt die Frau volle Gleichberechtigung.
Frieden ist das oberste Gebot
Aus dem Schlußwort von Kurt Hagrer
Dies ermöglichte einen umfas senden Erfahrungs- und Mei nungsaustausch über die „Frauen frage" in der Gegenwart als Be standteil der Theorie und Praxis des Kampfes der Arbeiterbewe gung, des nationalen Befreiungs kampfes und des 'Aufbaus der so zialistischen Gesellschaft.
Erstens — kann man, meine ich, dazu feststellen, daß Bebeis Grundsatz: „Es gibt keine Befrei ung der Menschheit ohne die so ziale Unabhängigkeit und Gleich stellung der Geschlechter" durch die Geschichte voll und ganz be stätigt wurde. Dieser Grundsatz wird in der sozialistischen Gesell schaft durch die reale Gleich berechtigung und durch die allsei tige Förderung der Frauen konse quent verwirklicht. Auch dabei ist das Sowjetvolk unter Führung sei ner Kommunistischen Partei seit der Oktoberrevolution allen Völ kern vorangegangen.
Gegen Diskriminierung zur Wehr setzen
Zweitens ergibt sich bei aller Unterschiedlichkeit der konkreten nationalen Bedingungen, daß in allen kapitalistischen Ländern im mer mehr Frauen sich gegen die verschiedenen Formen der Aus beutung, Unterdrückung und Dis kriminierung zur Wehr setzen und im Kampf um ihre sozialen und politischen Forderungen, um De mokratie und sozialen Fortschritt, gegen Reaktion und Imperialis mus, eine immer aktivere Rolle spielen. Wir beglückwünschen die Genossinnen und Genossen aus diesen Ländern zu den bereits er rungenen Erfolgen.
Wir sind sicher, daß im gemeinsamen Kampf von Arbeiterinnen und Ar beitern, von werktätigen Frauen und Männern, von Kommunisten, Sozialdemokraten und Parteilosen, von Christen, Gewerkschaftern und anderen gesellschaftlichen Kräften weitere Fortschritte bei der Verteidigung der Rechte und bei der Verbesserung der Lebens und Arbeitsbedingungen der
Frauen erzielt werden.
Drittens war unsere Konferenz eine eindrucksvolle Manifestation des Willens der Frauen der jun gen Nationalstaaten, sich ein neues Leben aufzubauen. Sie war eine Demonstration der Ent schlossenheit der Frauen der na tionalen Befreiungsbewegungen, das Joch der Unterdrückung ab zuschütteln.
An der Seite der kämpfenden Frauen
Wir möchten — ohne dabei die Freunde im sozialistischen Äthio pien und anderen Ländern Afri kas zu vergessen — hier beson ders unsere Verbundenheit und Freundschaft mit jenen Völkern, und besonders den Frauen, Li byens, Angolas, Sambias und Mocambiques zum Ausdruck brin gen, die in den letzten Tagen den Generalsekretär des Zentralkomi tees der SED und Vorsitzenden des Staatsrates der DDR, Genos sen Erich Honecker, und seine De legation mit so großer Herzlich keit empfangen haben. Wir be kunden unsere uneingeschränkte Solidarität mit dem Volk und der patriotischen Front von Simbabwe sowie den anderen Freiheits kämpfern Südafrikas, mit der Pa lästinensischen Befreiungsbewe gung, mit der in ihrer friedlichen Arbeit bedrohten Volksdemokra tischen Republik Jemen. Wir be glückwünschen das iranische Volk, die iranischen Frauen zu dem großen Sieg über das ver haßte Regime des Schahs in der antiimperialistischen, national demokratischen Volksrevolution.
Unseren chilenischen Genossin nen und Genossen und den kämp fenden Frauen aus allen latein amerikanischen Ländern, allen gegen Imperialismus, Faschismus und Zionismus kämpfenden Völ kern wünschen wir weitere Er folge in ihrem schweren Kampf.
Überall in der Welt wird der Kampf schließlich durch den Sieg
des werktätigen Volkes gekrönt werden.
Die Zukunft gehört dem Sozia lismus, das heißt — wie Bebel sagte — in erster Linie dem Ar beiter und der Frau.
Viertens wurde in der Aus sprache mit Recht die Notwen digkeit der verstärkten ideologi schen Arbeit zur Gewinnung der Frauen hervorgehoben. Bekannt lich stellte sich Bebel mit seiner Schrift die Aufgabe: „Bekämp fung der Vorurteile, die der vol len Gleichberechtigung der Frau entgegenstehen, sowie die Pro paganda für die sozialistischen Ideen, deren Verwirklichung al lein der Frau ihre soziale Befrei ung verbürgen."
Konferenz gab viele Anregungen
Ein zentrales Thema unserer Konfernz war die Notwendigkeit der Erhaltung und Festigung des Friedens. Das ist ureigenstes An liegen der Frauen.
Wir müssen mit großer Besorg nis feststellen, daß seit mehr als einer Woche ein Krieg im Gange ist, der sich von Tag zu Tag ver schärft und über dessen Dauer und Auswirkungen man im
Augenblick nur Vermutungen anstellen kann. Dieser Krieg wird auf vietnamesischem Territorium ausgetragen, und er wurde aus gelöst durch eine chinesische Ag gression. Das ist kein Grenzkon flikt, sondern ein sich ausbreiten der Krieg. Das sind die nackten, unbestreitbaren Tatsachen, wie es unbestreitbar ist, daß die Sozialistische Republik Vietnam in den letzten Monaten alles ge tan hat. um Streitfragen durch Verhandlungen zwischen der SRV und China zu lösen.
In der Deutschen Demokrati schen Republik hat sich eine breite Bewegung des Protestes gegen die chinesische Aggression und der Solidarität mit dem viet namesischen Volk entwickelt.
Unser Volk unterscheidet klar zwischen dem Aggressor und sei nem Opfer. Wir anerkennen kei nerlei Rechtfertigung für den chi nesischen Überfall. Das Volk der DDR weiß auch sehr wohl, daß die Ereignisse in Kampuchea nicht als Vorwand für eine Ag gression gegen die SRV benutzt werden dürfen. Denn in Kampu chea hat eine Volksbewegung un ter Führung der Nationalen Ein heitsfront für die Befreiung Kampucheas ein volks- und men schenfeindliches Regime hinweg gefegt, ein Regime, das im Na men des Kommunismus unsäg liche Verbrechen beging. Mit der Befreiung von diesem Regime hat sich das Volk von Kampuchea sein Leben wiedergegeben und zugleich Voraussetzungen für freundschaftliche und friedliche Beziehungen zwischen Kampu chea und der SRV geschaffen.
China: Anmaßende
Sprache der Aggressoren
Wie gemeldet wurde, erklärte gestern der stellvertretende Mi nisterpräsident Chinas, Deng Xiaoping, im Gespräch mit dem Vorsitzenden der EG-Kommis sion Jenkins: China sei ent schlossen, seine „Strafexpedition"
fortzusetzen und Vietnam wei tere Lehren zu erteilen.
Was ist dies anders, als die anmaßende Sprache eines Aggres
sors? Was ist dies anders, als eine flagrante Mißachtung des Völker rechts? Wie soll man die chine sischen Kriegshandlungen auf vietnamesischem Territorium, bei denen bisher von chinesischer Seite nahezu 200 000 Mann einge setzt sind, anders bezeichnen, als eine offene Verletzung der Unab hängigkeit, Souveränität und ter ritorialen Integrität Vietnams?
Das Gebot der Stunde heißt, da für einzutreten, daß die chinesi sche Aggression sofort beendet wird und die chinesischen Trup pen das vietnamesische Territo rium unverzüglich verlassen. Je der Tag, den diese Aggression an dauert, kostet Menschenleben und erhöht die Gefahr für den Welt frieden. Alles muß getan werden, um diese Gefahr zu bannen.
Immer lauter muß unser Ruf er schallen: Hände Weg von Viet nam
Wir sind stolz auf das bereits Erreichte
Gewiß, wir haben viel erreicht und sind darauf stolz. Aber wir betrachten den Sozialismus stets als eine sich dynamisch entwakkelnde Gesellschaft, und wir wis sen, daß wir noch große Aufga ben und Probleme auf allen Ge bieten zu lösen haben, auch was die Förderung der Frauen anbe langt.
Die Grundlagen für die volle Entfaltung der Persönlichkeit, der Fähigkeiten und Talente der Frauen sind gelegt durch die rechtliche und soziale Unabhän gigkeit und Gleichstellung der Geschlechter. Wir wollen aber gemäß den Beschlüssen unseres IX. Parteitages — weiter voran kommen bei der Verbesserung der materiellen und kulturellen Le bensbedingungen, der Bildung und Kultur der Frauen wie aller Werktätigen bei der Vervoll kommnung der sozialistischen De mokratie und der Selbstverwirk lichung des Menschen.
Junge Generation setzt
Werk der Älteren fort
Was die heutigen Parteivetera nen vor vielen Jahren begannen, um für die Frau im Sozialismus ein glückliches Leben und eine gesicherte Zukunft zu erkämpfen, das setzen die jungen fort, und zu gleich werden sie dafür sorgen, daß das Erreichte, daß die Er rungenschaften des Sozialismus wirksam geschützt und verteidigt werden. Auf dieser guten Kampf tradition und Kampfgemeinschaft von alt und jung beruht die Stärke unserer Bewegung. Sie ist für uns alle ein Unterpfand, daß der Sozialismus auf allen Konti nenten siegen wird.
Wir danken Ihnen, hebe aus ländische Gäste, für Ihre Teil nahme an unserer internationalen Konferenz und Ihren aktiven Bei trag zu ihrem Gelingen. Wir bit ten Sie, den Führungen Ihrer Parteien und Organisationen die herzlichen Grüße des Zentral komitees der SED und seines Ge neralsekretärs^ Genossen Erich Honecker, zu übermitteln.
Wir wünschen Ihnen persönlich alles Gute, Gesundheit und viel Erfolg im Kampf um die Gleichberech tigung der Frau, im Kampf um Frieden, Demokratie, nationale Unabhängigkeit und Sozialismus.
Eine Vertreterin der KP der Türkei berichtete vom ständig zunehmenden Kampf breiter
Volksmassen gegen die Gefahr des Faschismus in ihrer Heimat.
Unter den Bedingungen der sich verschärfenden Widersprüche im Lande sei die unter Führung der Kommunisten im Jahre
1975 gegründete Demokratische Frauenorganisation eine große Er rungenschaft. Sie umfasse gegen wärtig 15 000 Mitglieder aus allen Schichten der Bevölkerung. Zum ersten Mal in der Geschichte des Landes beteiligten sich heute Frauen zu Tausenden an Demon strationen gegen Imperialismus, Arbeitslosigkeit, hohe Lebenshal tungskosten und für Gleich berechtigung.
EUse-Therese Gamassa, Spre cherin der Kongolesischen Partei der Arbeit, Sekretär des Frauen bundes, kennzeichnete die Situa tion der Frauen in ihrem zentral afrikanischen Land, das sich 1963 vom Kolonialjoch befreit hat und seitdem einen sozialistischen Ent wicklungsweg beschreitet, mit den Worten
Turuwork Wakeyo, Leiter des Komitees für Frauenangelegen heiten in der nationalen revolu tionären Entwicklungskampagne Äthiopiens, schilderte, wie sich in ihrem Land die Weiterentwick lung der nationaldemokratischen Revolution in Richtung auf den
Susanne Sohn,
Mitglied des
Zentralkomitees der KPÖ — letzte Diskussionsrednerin der Konferanz — belegt anhand von statisti schem Material, daß die Österrei cherinnen im Durchschnitt ein Drittel weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen und daß Frauen schon bei der Arbeits platzbewertung und Einstufung benachteiligt werden. Auch die unzureichenden Qualifizierungs möglichkeiten degradieren die Frauen zum „Fußvolk in der österreichischen Arbeitswelt".
Konsequent vertrete ihre Partei daher die Forderung nach glei chem Lohn für gleichwertige Lei stungen und nach Überwindung der Bildungsprivilegien, unter strich die Rednerin.
Barbara Jessie Stewart, Mit glied der Bezirksleitung Auckland der Sozialistischen Einheits partei 'Neuseelands, ging davon aus, daß die neuseeländischen Frauen zur Berufstätigkeit ge zwungen sind, um auch nur einen bescheidenen Lebensstandard in der Familie zu halten. Sie wer tete ein Gesetz von 1972 über gleiche Bezahlung für Mann und Frau als einen ersten Erfolg im Kampf für die Befreiung der Frau. Dennoch werde vor allem für alleinstehende Mütter mit ihren speziellen Problemen nichts getan.
Marta Castro de Zavillon, Mit glied der Kommunistischen Par tei von Honduras und Vorsitzen de der Frauenallianz von Hondu ras, hob hervor, daß durch die Herrschaft USA-höriger Regimes in Honduras besonders schwierige Bedingungen für den Kampf der Arbeiter- und Frauenorganisa tionen entstanden.
Leucia Montes Rodrlguez, stell vertretende Vorsitzende der Frauenkommission des Zentral komitees der Mexikanischen KP, bezeichnete als das Hauptanliegen ihrer Partei in der Frauenarbeit, daß die Frauen immer mehr in den Kampf der Arbeiterklasse einbezogen werden müssen. Die ses gemeinsame Wirken sei um so mehr ein Gebot der Stunde, als Bebeis Schilderung der Zu stande noch heute für Frauen im Imperialismus, insbesondere in Lateinamerika, vielfach traurige Realität ist.
Es war darin stimmten alle
Redner überein — richtig, diese internationale Konferenz aus An laß des 100. Jahrestages des Er scheinens von August Bebeis Buch „Die Frau und der Sozialismus"
einzuberufen.
In der Aussprache wurde ein drucksvoll nachgewiesen, wie not wendig es ist, der Diffamierung des Sozialismus durch die impe rialistischen
Massenmedien, der
Irreführung der Frauen durch die Reaktion sowie den durch Tra dition und Erziehung verfestigten Vorurteilen über die Rolle der Frau entgegenzuwirken. Diese Konferenz hat viele Anregungen und Argumente für diese un erläßliche ideologische Arbeit ver mittelt.
Unsere Partei sieht in der chi nesischen Aggression ein Ver brechen gegen den Frieden. Of fenbar ist die Pekinger Führung gegen alle Interessen des chi nesischen Volkes — gewillt, die ses Verbrechen fortzusetzen und auszuweiten.
An die Adresse der SED und der DDR wurden auf dieser Kon ferenz viele gute Worte gerich tet. Wir danken Ihnen für die Glückwünsche zum dreißigjähri gen Bestehen unseres Arbeiterund-Bauern-Staates. Seien Sie versichert, daß wir stets in dem Bewußtsein handeln, durch un sere Erfolge bei der Gestaltung der entwickelten sozialistischen Gesellschaft zur Stärkung der für die Befreiung und Gleichberech tigung der Frau, für Demokratie, Frieden und sozialen Fortschritt kämpfenden Kräfte aller Konti nente beizutragen. Und umge kehrt: Wir wissen sehr wohl, daß wir ohne Ihre Solidarität und Un terstützung, die uns in den ver gangenen dreißig Jahren immer und auf vielfältige Weise zuteil wurde, nicht das erreicht hätten, was wir erreicht haben. Wir kämpfen für die gleiche Sache, un sere Erfolge sind Ihre Erfolge, Und Ihre Erfolge sind unsere Erb folge!
English translation
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--- Relevant article (German, corrected transcription from OCR) ---
Satiajaya Sudiman, Mitglied der Leitung der KP Indonesiens, berichtete von den schwierigen Kampfbedingungen der Frauen ihres Landes. Die Lage der weiblichen Arbeiter sei außerordentlich erdrückend. Frauen erhalten für ihre Arbeit nicht den gleichen Lohn wie Männer. In vielen Betrieben werden Arbeiterinnen entlassen, wenn sie heiraten wollen oder ein Kind erwarten.
--- English translation ---
Satiajaya Sudiman, member of the leadership of the Communist Party of Indonesia, reported on the difficult conditions under which the women of her country have to struggle. The situation of female workers was extraordinarily oppressive. Women do not receive the same pay as men for their work. In many enterprises, women workers are dismissed if they wish to marry or are expecting a child.