Neue Zeit, 24. November 1979, S. 12: Bei den Minangkabau regieren die Mütter
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Text
RUND UM DIE WELT
Sonnabend, 24. November 1979 |
Seite 12 — Nr. 278 — NEUE ZEIT
EIN KIDNAPPING besonderer Art leistete sich die Dalmatinerhündin „Dolsy“ in Dänemark: Weil der eigene ersehnte Nachwuchs ausblieb, stahl sie sich ein Kätzchen und, um die „Familie“ weiter zu vergrö- ‚Bern, nach einer Woche ein zweites der schnurrenden Wollknäuel.
Offenkundig fühlen sich die beiden „Adoptiv“-Kinder recht wohl
Foto: ZB/Nordfoto
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„Zebresel“ trächtig
Im Zoo von Jerusalem wurde ein „Zebresel“ — Produkt einer Kreuzung aus Zebra und Esel — trächtig. Die Ge- -| burt eines Bastards in zweiter Generation ist eine wissenschaftliche Sensation, weil derartige Kreuzungen — gleich der aus Pferd und Esel — bishet. als unfruchtbar galten.
„Zebresel“ gibt es bisher drei- Mal auf der Welt; sie sehen aus wie Esel in schwarz-wei- Ben Strümpfen.
DoppelterKopfschmuck
Einen seltsamen „Kopfschmuck“ außer seinen natur:
gegebenen Schaufeln trägt ein Elch, der seit'einigen Wochen schon durch die Wälder Nordschwedens trabt. Nach Zeibungsberichten trägt das Tier einen zwei Meter langen
Wüäschepfahl nebst dazugehörijer Leine in seinem Geweih.
ie Polizei sichtete den ballasttragenden Schaufler mehrtach, nahm jedoch von.Hilfsäktionen Abstand, weil der Elch seine Last mit Gel heit trage und auf keinen Bestandteil seiner Lebensgestaltung verzichten müsse.
Die Alten wußten’s
Viele’ der alten Hausmittel, die in Tadshikistan, gegen allerlei Krankheiten eingesetzt Werden, entsprechen in ihrer
eports — is — Rekorde Raritäter
ten
Rar
Medikamenten. Solches ergab ein Test im- Chemieinstitut der dortigen Akademie der gen überprüften 150 alte Rezepturen, von denen die meisten den Test bestanden; nur ein winziger Teil waren Placebopillen,
Rettungsaktion
Von den 11200 Bäumen, die der jüngste Taifun in den
Parks von Tokio entwurzelte, sollen fast dreitausend wieder aufgerichtet werden, um so die Verlustquote erträglich zu halten. Mit 'Bastmatten war das Wurzelwerk der gestürzten Riesen vor dem Austrocknen bewahrt worden, bis sie mittels Hebetechnik wiederaufgestellt werden konnten.
Die immensen Kosten, umgerechnet drei Millionen Mark, werden diese Lösung jedoch die Ausnahme bleiben lassen.
Zungenspitze als
„Asservat“
Gute Chancen, einen Ta-
‚hendieb di zu h.
hat die Polizei von Köln. Als er bei einem Raubüberfall versuchte, sein Opfer, eine 27jährige Frau, auch noch zu küssen, biß diese ihm die Zungenspitze ab, Mit der Handtasche konnte er unerkannt entkommen. Das „corpus delicti“ jedoch wartet in der Universiini auf seinen
Auf den 6040 bewohnten der insgesamt 13677 Inseln Indonesiens leben mehr als hundert ethnische Gemeinschaften, die etwa 200 Sprachen oder eigene Dialekte sprechen. Auch sonst unterscheiden sie sich auf vielfältige Weise.
Allein der Glaube besitzt eine geistige und kulturelle Bindungsfunktion — 80 Prozent der Indonesier sind Mohammedaner. Doch auch die strengen Regeln des Islam werden von den Insulanern häufig auf recht unorthodoxe Weise ausgelegt. Zum Beispiel von den Minangkabau, die, im Gegensatz zum Koran, der Frau die führende Rolle in Familie und Gesellschaft einräumen.
Die drei Millionen Angehörigen dieses Stammes wohnen vor allem in dessen traditionellem Siedlungsgebiet im Westen der Insel Sumatra, rund um die Provinzstadt Bukittinggi. Die Mehrzahl sind Bauern und leben.in ihren Dörfern mit den lanzenartig hochgezogenen Häusergiebeln. von Reisanbau und Handwerk. Dem Stamm gehören aber auch Wissenschaftler, Politiker, Diplomaten und Großindustrielle an — immer
"sind es Frauen.
Die matriarchalische Gesellschaftsform der Minangkabau hat sich als einzige in Indonesien seit prähistorischen Zeiten erhalten.
Sie kennen keinen Staat, sondern nur die Großfamilie, der alle Blutsverwandten der Großmutter angehören. Ein allein aus Frauen gewählter Vorstand hat in ihr das Sagen. Lediglich nach außen, ge-
Jagdfrevel in
Durch das hohe Gras der üppig mit Bäumen bestandenen Savanias zogen 1972 noch über 300000 Elefanten.
Jüngste Erhebungen haben er» bracht, daß infolge
Wilddiebstähle die Zahl der Dickhäuter in dem auf dem zentralafrikanischen Hochplateau gelegenen Land auf 200 000 abgesunken ist.
Von Wildfrevel in einem derartigen Ausmaß, wie er z. B. die Tierbestände Kenias dezimierte, war Sambia bis Anfang der 70er Jahre verschont, geblieben. Doch das lukrative Geschäft mit Trophäen, die Sucht, durch illegalen Abschuß von Tieren schnell zu Geld zu kommen, hat — wie die Wäldschutzbehörden des Landes erklären — nunmehr auch in Sambia die Situation sehr ernst werden lassen. Allein der Bestand an Nashörnern verringerte sich in den vergangenen sechs Jahren von 7000 auf nur noch 2000 Exemplare.
In der gleichen Zeit ging die Zahl der im Süden des zentralafr Plateaus teten Sambesi-Moorantilopen von 150 000 auf 90 000 zurück, und bei den in den Bangweole-Sümpfen in der nördlichen Provinz Luapula lebenden Bangweolo-Moorantilopen stellten die Wildschützer statt 28000 nur noch 20000 Vertreter ihrer Art fest.
Angesichts dieser Entwicklung haben es die Behörden Sambias als dringend notwendig erachtet, „harte Maßnahmen zu ergreifen,
en di ‚Mütter
genüber der so ganz anderen Umwelt, wird sie von Männern repräsentiert, in erster Linie vom ältesten Bruder der ältesten Frau.
Die unverheirateten Männer schlafen in der Moschee, Nach der Eheschließung, für die sie von den Familien ihrer Frauen auserwählt werden, nächtigen sie im Haus ihrer Mutter. Die Ehefrauen bleiben bei ihren Familien; Kinder tragen deren Namen. Haus und Boden sind unveräußerlich und gemeinsamer Besitz der Frauen.. Die Söhne können lediglich aus Handwerk
Noch ist der Skandal um den-
„Onassis des Nordens
‚vor Justitias Schranken
all
terziehung und ähnliche Fiin Höhe
Axel Wenner-Gren in der skandinavischen Öffentlichkeit gut in Erinnerung. Nach dem Tod des „Staubsaugerkönigs“ im Jahre 1961 wurde bekannt, daß er nicht nur mit den Nazis kollaboriert, sondern überdies den Fiskus durch horrende Steuerhinterziehungen betrogen hatte.
Zudem verschwanden aus seinem Besitz nahezu 200 Millionen Kronen. In der teuersten Pr der sch i
und Handel ein erwerben.
Die Minangkabau erledigen alle Arbeiten gemeinsam — in einer sinnvollen Teilung, die« keine
Rangordnung nach Art der Beschäftigung kennt. Die Frauen fühlen sich — getreu der Überlieferung von der gemeinsam mit dem Universum erschaffenen Urmutter, dem Ausgangspunkt allen menschlichen Lebens — für die Familie verantwortlich, aber nicht den Männern überlegen.
Bis heute hat sich in den Dörfern von Sumatera Barat diese Tradition — Addat genannt — ungebrochen erhalten. Doch in den Städten ist, vor allem aus räumlichen Gründen, auch unter den Minangkabau die Entwicklung zur Kleinfamilie nicht mehr aufzuhalten. Die Umkehr der Rollenverteilung zwischen Frau und Mann hat dort zwar nogh nicht begonnen, aber infolge der äußeren Einflüsse dürfte dies nur noch eine Erage der Zeit sein.
der Savanne
um die Wildschutzgesetze durchzusetzen“. Gerade dem Erhalt der Tierwelt Nat die Regierung in den Jahren seit der Errichtung der Unabhängigkeit in den ‚neun Naks und W ten des Landes große Aufmerksamkeit gewidmet.
schen März und Juni dieses Jahres haben Angehörige von Wild- ‘schutzeinheiten in Sambia 75 Wilderer dingfest gemacht, die zu einem großen Teil in Banden operierten und mit modernsten Waffen, einschließlich Maschinengewehren, ausgerüstet waren.
Teilweise lieferten die Banditen den Wildhütern regelrechte Gefechte, bevor sie die Hände hon.
Bei einer Inspektion im Nationalpark Süd-Luangwa (Ostprovinz) entdeckten Wildhüter unlängst im Umkreis eines Touristenstützpunktes die Überreste von 43 Elefanten und 21 Rhino-
Hörner ausgebrochen worden waren.
Fachl haben errechnet, daß in Sambia in weniger als dreißig Jahren nicht mehr ein einziger Elefant leben wird, wenn den Wilderern nicht das Handwerk gelegt wird. Neben solchen Maßnahmen wie der Verstärkung der Wildschutzeinheiten, deren besserer Ausbildung und Bewaffnung sehen die Behörden vor allem die Einbeziehung der Bevölkerung in den Wildschutz vor.
H.-D. Schliebe, Daressalam
Allein zwi-,
denen die Stoßzähne.
= Justizgeschichte,
= 1978 hinzog, versuchte man,
Licht in die finsteren Machen- Ä schaften des Großbetrügers und = seines Nachfolgers Birger Strid
zu bringen. Jener wurde zwar
verurteilt; große Teile der rie- E sigen Profite, die sich Wenner- E Gren „dank der Speichelleckerei, die in der bürgerlichen Gesellschaft gegenüber den Millionären geübt wird“ („Ny Dag“), Zusammenraffen konnte, blieben jedoch verschwunden.
Dies trifft auch auf den
Mann zu, der sich derzeit vor.
den Schranken des Stadtge-' richts Bergen für das wahrscheinlich umfassendste Wirtschaftsverbrechen in Norwegen verantworten muß: Hilmar
Reksten, 81 Jahre alt, Inhaber einer der größten Privatflotten der Welt. Die Anklageschrift legt ihm ebenfalls Steuerhindie sich bis '
von über einer Milliarde Kronen zur Last,
Der „Onässis des’ Nordens“ hatte 1975, als das Geschäft mit den zwölf Supertankern und Gastransportern seiner Reedereien „Trajan“ und „Hadrian“ infolge des Tonnage-Überangebots auf den Ozeanen keine Höchstprofite mehr von der norwegischen Reich:
bank einen Kredit von 900 Millionen Kronen erhalten.
Damals versicherte Reksten, er habe keinerlei Vermögenswerte im Ausland. In Wirklichkeit deponierte er seit den fünfziger Jahren große Teile Z seiner Gewinne auf geheime 8 Konten in Liberia, Panama und auf den Bermudas. Ähnliches 3 dürfte auch mit der Kreditsumme geschehen sein, denn die 3 Lage seines angeschlagenen 3 Imperiums verbesserte sich Z nicht. Im Gegenteil. Allein 1978 = betrugen die roten Zahlen E stattliche 323 Millionen Kro- 3 nen. Als der betrügerische Ree- 3 der nun auch noch auf eine Z staatliche Bürgschaft drängte, hatte er den Bogen überspannt.
Für Reksten gab’s diesmal kein Geld, sondern eine Untersuchung der Staatsanwaltschaft.
Deren umfangreiche Ergebnisse brachten ihn nun vor Justitia. FEL.
ART
Interessante Namen
Chieque — Sohn eines Fruchthändlers aus Paris. Er malte bereits als Kind, und die Skizzen und Ölstudien des Sechzehnjährigen gefielen seinem Lehrer, dem bekannten Maler Jacques Louis David (1748 bis 1825), Begründer der klassischen Malschule in Frankreich, außerordentlich, so daß er dem jungen Mann eine große Zukunft prophezeite. Aber das Schicksal wollte es anders:
Der Jüngling starb bereits mit 18 Jahren. — Sooft nun ein anderer ‘Schüler schlechte Entwürfe vorlegte, meinte David, der den Verlust des begabten Eleven nur schwer verwinden konnte: „Das ist nicht Chicque! Der würde es anders gemacht haben.“ Legte man ihm aber etwas Gelungenes vor, rief er: „Wahrhaftig, das ist
echter Chicque!“ Von dort soll die etwas
Gewohnheit herrühren,
„schick“ zu finden...
TEEN
Kunstvolles
Skytenschwert =
“9 Mair
Beir Ausgrabungen bei ee roshje (UdSSR) wurde in einem Hügelgrab ein außerordentlich fein gearbeitetes Skytenschwert gefunden. Griff und Scheide der aus dem vierten oder dritten Jahrhundert v. Chr. stammenden Waffe sind reich vergoldet und mit Gravuren und Tierdarstellungen kunstvoll verziert.
NEE
Dschemschid —ı mythischer König der persischen Sage, gilt eini-.
gen Quellen zufolge als Erfinder des Weines. Als großer Traubenfreund verschloß er einige besonders schöne, die er aufbewahren wollte, in einem Gefäß, wo sie in Gärung gerieten. Als der König später den Saft kostete, fand er ihn sehr. herb, hielt ihn deshalb für giftig und ließ ihn in Flaschen füllen, die mit der Aufschrift „Gift“ versehen wurden.. Eine seiner Sklavinnen, die sich das Leben nehmen wollte, griff sich eine der Flaschen und trank sie aus. Statt zu sterben, fiel sie nur in tiefen Schlaf und fühlte sich beim Erwachen ungemein erleichtert. Sie wiederholte diese Kür sa lange, bis der „Giftvorrat“ 'zu Ende war. Als Dschemschid dahinterkam, befahl er unverzüglich, eine größere Quantität jenes:
Saftes zu bereiten.
Bereits im fünften Jahrhundert v. Chr. gab es Amazonen. Das schließen Archäologen aus der Tatsache, daß sie in einem Grab in der Nähe des moldawischen Dorfes Balabana die Überreste eines weiblichen Kriegers und seines Streitrosses, goldene Ohrgehänge sowie Pfeile und Bogen fanden.
NAAR TRENNUNG NN:
English translation
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--- Relevant article (German, corrected transcription from OCR) ---
Bei den Minangkabau regieren die Mütter
Auf den 6040 bewohnten der insgesamt 13 677 Inseln Indonesiens leben mehr als hundert ethnische Gemeinschaften, die etwa 200 Sprachen oder eigene Dialekte sprechen. Auch sonst unterscheiden sie sich auf vielfältige Weise. Allein der Glaube besitzt eine geistige und kulturelle Bindungsfunktion – 80 Prozent der Indonesier sind Mohammedaner. Doch auch die strengen Regeln des Islam werden von den Insulanern häufig auf recht unorthodoxe Weise ausgelegt. Zum Beispiel von den Minangkabau, die, im Gegensatz zum Koran, der Frau die führende Rolle in Familie und Gesellschaft einräumen.
Die drei Millionen Angehörigen dieses Stammes wohnen vor allem in dessen traditionellem Siedlungsgebiet im Westen der Insel Sumatra, rund um die Provinzstadt Bukittinggi. Die Mehrzahl sind Bauern und leben in ihren Dörfern mit den lanzenartig hochgezogenen Häusergiebeln von Reisanbau und Handwerk. Dem Stamm gehören aber auch Wissenschaftler, Politiker, Diplomaten und Großindustrielle an – immer sind es Frauen.
Die matriarchalische Gesellschaftsform der Minangkabau hat sich als einzige in Indonesien seit prähistorischen Zeiten erhalten. Sie kennen keinen Staat, sondern nur die Großfamilie, der alle Blutsverwandten der Großmutter angehören. Ein allein aus Frauen gewählter Vorstand hat in ihr das Sagen. Lediglich nach außen, gegenüber der so ganz anderen Umwelt, wird sie von Männern repräsentiert, in erster Linie vom ältesten Bruder der ältesten Frau. Die unverheirateten Männer schlafen in der Moschee. Nach der Eheschließung, für die sie von den Familien ihrer Frauen auserwählt werden, nächtigen sie im Haus ihrer Mutter. Die Ehefrauen bleiben bei ihren Familien; Kinder tragen deren Namen. Haus und Boden sind unveräußerlich und gemeinsamer Besitz der Frauen. Die Söhne können lediglich aus Handwerk und Handel ein [Unreadable] erwerben.
Die Minangkabau erledigen alle Arbeiten gemeinsam – in einer sinnvollen Teilung, die keine Rangordnung nach Art der Beschäftigung kennt. Die Frauen fühlen sich – getreu der Überlieferung von der gemeinsam mit dem Universum erschaffenen Urmutter, dem Ausgangspunkt allen menschlichen Lebens – für die Familie verantwortlich, aber nicht den Männern überlegen.
Bis heute hat sich in den Dörfern von Sumatera Barat diese Tradition – Addat genannt – ungebrochen erhalten. Doch in den Städten ist, vor allem aus räumlichen Gründen, auch unter den Minangkabau die Entwicklung zur Kleinfamilie nicht mehr aufzuhalten. Die Umkehr der Rollenverteilung zwischen Frau und Mann hat dort zwar noch nicht begonnen, aber infolge der äußeren Einflüsse dürfte dies nur noch eine Frage der Zeit sein.
--- English translation ---
Among the Minangkabau the mothers rule
On the 6,040 inhabited islands of Indonesia's total of 13,677 live more than a hundred ethnic communities who speak some 200 languages or distinct dialects. In other respects too they differ in many ways. Faith alone has a spiritual and cultural binding function – 80 percent of Indonesians are Muslims. But even the strict rules of Islam are often interpreted by the islanders in quite unorthodox ways. For example by the Minangkabau, who, contrary to the Koran, grant women the leading role in family and society.
The three million members of this tribe live mainly in its traditional settlement area in the west of the island of Sumatra, around the provincial town of Bukittinggi. The majority are farmers and live in their villages, with their lance-like raised house gables, from rice growing and handicrafts. But the tribe also includes scientists, politicians, diplomats and big industrialists – always women.
The matriarchal form of society of the Minangkabau has survived since prehistoric times as the only one in Indonesia. They know no state, only the extended family to which all blood relatives of the grandmother belong. A board elected solely from women has the say in it. Only outwardly, towards the quite different environment, is it represented by men, first of all by the eldest brother of the eldest woman. The unmarried men sleep in the mosque. After marriage, for which they are chosen by the families of their wives, they spend the night in their mother's house. The wives remain with their families; children bear their names. House and land are inalienable and common property of the women. The sons can only earn [unreadable] from crafts and trade.
The Minangkabau do all work together – in a sensible division that knows no ranking by type of occupation. The women feel – faithful to the tradition of the primordial mother created together with the universe, the starting point of all human life – responsible for the family, but not superior to men.
To this day this tradition – called Addat – has been preserved unbroken in the villages of Sumatera Barat. But in the towns, above all for reasons of space, the development towards the nuclear family can no longer be stopped among the Minangkabau either. The reversal of the distribution of roles between woman and man has not yet begun there, but as a result of outside influences it is likely to be only a question of time.