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Neue Zeit, 10 January 1985, S. 1: Gegen Frauendiskriminierung

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Zentralorgan der Christlich- Demokratischen Union Deutschlands NEUE ZEIT AUSGABE B ® ISSN 0138-5011 BERLIN, DONNERSTAG, 10. JANUAR 1985 41.JAHRGANG ® NR.8 ® EINZELPREIS 20 PF Erreichtes ist Maßstab für künftige Arbeit Zentrale Beratung zu weiteren Aufgaben der Land-,. Forst- und Nahrungsgüterwirtschaft in Markkleeberg Markkleeberg (NZ/ADN). Eine zentrale Beratung des Zentralkomitees der SED und des Ministerrates der DDR über die nächsten Aufgaben a Land-, Forst- und Nahrungsgüterwirtschaft begann am En P aus land Gütern, V von Kooperationsräten, Aerarwissenschaftier sowie Vertreter staatlicher Organe, der VdgB und des VKSK erörtern, wie entsprechend der ökonomischen Strategie des X. Parteitages der SED neue Reserven für das weitere Leistungswachstum auf dem Weg der umfassenden Intensivierung zu erschließen sind. An der dreitägigen Veranstaltung nehmen teil: Werner Felfe, Mitglied des „Politbüros. und Sekretär des Zentr der SED, Margarete Müller, Kandidat des Politbüros des Zentralkomitees der SED, Leiterin der Agrar- Industrie-Vereinigung Friedland, Dr. Ernst Mecklenburg, Vorsitzender der DBD, Stellvertreter des Vorsitzenden des Staatsrates, Minister Walter Halbritter, Leiter des ‚Amtes für Preise, der Minister für Land-, Forst- und Nahrungsgüterwirtschaft, Bruno Lietz, der Präsident der Akademie der Landwirtschaftswissenschaften, Prof. Dr. Erich Rübensam, der Vorsitzende des Zentralvorstandes der der, Fritz Dallmann, sowie weides Zentr een der SED. Der Leiter der Abteilung Landwirtschaft des Zentralkomitees der SED, Helmut Semmelmann, eröffnete die Konferenz. Als Hauptanliegen des Erfahrungsaustausches nannte er, neue Initiativen im sozialistischen Wettbewerb -zu wecken und ein hohes Leistungswachstum zu sichern. Damit werde die DDR zielstrebig poli- (Fortsetzung auf Seite 2) Glückwünsche an Präsidenten Nikaraguas Schreiben Erich Honeckers zur Amtsübernahme Berlin (ADN). Der Generalsekretär des Zentralkomitees der SED und Vorsitzende des Staatsrates der DDR, Erich Honecker, hat an den Präsidenten der Republik Nikaragua, are Ortega leitung der Sandinistischen Front der Nationalen Befreiung Nikaraguas, folgendes Schreiben gesandt: Es ist mir eine große Freude, Ihnen aus Anlaß der Amtsübernahme als Präsident der Republik Nikaragua im Namen des Zentralkomitees der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands, des Staatsrates und der Regierung der Deutschen Demokratischen Republik sowie unseres Volkes und persönlich die herzlichsten Glückwünsche auszusprechen. In Wahrnehmung seiner souveränen Rechte hat das nikaraguanische Volk am 4. November 1984 in wahrhaft freier und demokratischer Wahl sein Staatsoberhaupt und seine parlamentarische Vertretung gewählt. Dies hat in der gesamten demokratischen Öffentlichkeit und auch in der Deutschen Demokratischen Republik große Zustimmung und Genugtuung ausgelöst. Ich benutze diese Gelegenheit, werter Genosse Ortega, um Sie der festen Solidarität der DDR bei der Sicherung des friedlichen Aufbauwerkes im Sinne der nationalen und demokratischen Erneuerung Ni zu n. Mit aller Entschiedenheit wenden wir uns gegen jeden Versuch, sich in die inneren Angelegenheiten Ihres Landes, gleich in welcher Form, einzumischen, und wissen uns dabei in Übereinstimmung mit der überwiegenden Mehrheit der Staaten der Welt. In diesem Sinne unterstützen wir das Anliegen von Staaten, die es sich zum Ziel gesetzt haben, zur Entspannung der Krisensituation in Mittelamerika beizutragen. Die Deutsche Demokratische Republik wird wie bisher zur weiteren Festigung und Vertiefung der Beziehungen der Freundschaft mit Nikaragua beitragen. Ich bin gewiß, daß die beit.zwischen unseren beiden Staaten und Völkern zugleich ein Beitrag für die Erhaltung des Friedens und die Förderung des Vertrauens ist. Für die Ausübung Ihres hohen Amtes wünsche ich Ihnen Erfolg und persönliches Wohlergehen. sEREEHRRHLER leistet der Schlepper „Grabow“ beim Festmachen des sowjetischen Motorschiffes „Pariser Kommune“ am Kai des Hafens von Stralsund Foto: ZB/Herbst :„Weiter Kälte und etwas Schnee Berlin (NZ/ADN). Mit Temperaturen bis zu minus 15 Grad hielt das winterliche Wetter am “Mittwoch in der DDR an. An der Ostseeküste, wo am Vortag nur wenige Grad unter Null gemessen worden waren, führte atlantische Kaltluft zu einem Temperaturrückgang auf minus 12 bis minus 14 Grad. Ähnliche Werte wurden am Vormittag in Berlin und den mittleren Bezirken registriert. Etwas milder mit neun Grad unter dem Gefrierpunkt war es im Harz, wo ebenso wie im Thüringer Wald Schneefälle auftraten. Eine durchgreifende Wetteränderung wird von den Meteorologen vorerst nicht erwartet. Auf Bahnhöfen des Personen- Durchgreifende Änderungen nicht erwartet und Güterverkehrs sowie auf Rangierbahnhöfen waren Eisenbahner und ihre Helfer erneut im Einsatz, um Gleise, Weichen und Signalanlagen schnee- und eisfrei zu halten, Transporte und Rangierarbeiten zu gewährleisten. Im Reise- und Berufsverkehr kam es durch Störungen an Anlagen wiederum zu einer Reihe von Verspätungen. Festgefahrene Schneedecken, Schnee- und Eisglätte haben auf den Autobahnen stellenweise, im anderen Straßennetz verbreitet, zu Behinderungen des Kraftfahrzeugverkehrs geführt. Der Winterdienst ist weiterhin rund um die (Fortsetzung auf Seite 2) WÄHREND DES GESPRÄCHS Wolfgang Heyls mit Foto: NZ/Tietz Friedens- und Nächstenliebe Maßstab für politisches Handeln Wolfgang Heyl empfing Vorsitzenden der Christlichen VolksparteiNorwegens, Minister KjellMagne Bondevik Berlin (NZ). Der Vorsitzende der Christlichen Volkspartei Norwegens, Kjell Magne Bondevik, Kirchen- und Unterrichtsminister des Königreiches Norwegen, der gegenwärtig die DDR besucht, wurde am Mittwoch vom stellvertretenden Vorsitzenden der CDU Wolfgang Heyl im Otto- Nuschke-Haus empfangen. Beide Politiker informierten über das Wirken ihrer Parteien und stellten übereinstimmend fest, daß die Postulate der Friedensund der Nächstenliebe den Maßstab für das gesellschaftliche Handeln von Christen bilden. Gegenwärtig kommt es vor allem darauf, an, eine atomare Katastrophe zu verhindern, die Entspannung wieder zur vorherrschenden Tendenz der zwischenstaatlichen Beziehungen zu machen und zu diesem Zweck zu Vereinbarungen über Rüstungsbegrenzung und Abrüstung vor allem auf nuklearem Gebiet zu gelangen. Begrüßt wurde die in Genf zwischen der UdSSR und den USA erzielte Übereinkunft, in naher Zukunft in Verhandlungen über Fragen einzutreten, die den gesamten Komplex der Weltraum- und Kernwaffen betreffen. Kjell Magne Bondevik und Wolfgang Heyl betonten die Notwendigkeit des politischen Dialogs zwischen den Staaten, Parteien und gesellschaftlichen Kräften trotz unterschiedlicher sozialer Systeme. CVP und CDU werden dazu einen konstruktiven Beitrag leisten. » An dem Gespräch nahmen der Botschafter des Königreiches Norwegen in der DDR, Per Borgen, und der Leiter der Abteilung Internationale Beziehungen beim Sekretariat des Hauptvorstandes, Rainer Viererbe, teil. (Siehe S. 2) „Begegnung mit der DDR“ Große Ausstellung im norditalienischen Turin Von ADN-Korrespondent Roland Blüthner Rom. Zu einer „Begegnung mit der DDR“ lädt eine gleichnamige A ab in der nordi i schen Stadt Turin ein. Die Exposition ist eine der bisher größten ihrer Art in Italien. Sie wird von Stadt und Provinz Turin und der Region Piemont gemeinsam mit der Gesellschaft Italien—DDR veranstaltet. Turins Bürgermeister Novelli und Regionalpräsident Germano Benzi sprachen auf einer Pressekonferenz in der Gastgeberstadt die Überzeugung aus, daß die Ausstellung zur Vertiefung der Kenntnisse über die DDR und somit zu einem größeren Verständnis zwischen beiden Völkern beitragen werde. Alle Schritte, die der Vertiefung der Freundschaft zwischen den Völkern dienten, seien heute besonders wichtig, Regionalpräsident Benzi würdigte die Pflege des antifaschistischen Erbes in der DDR. Diego ' DDR-Botschafter Dr. Hans Voß stellte auf der Pressekonferenz fest, die can Haltung reihe sich in den ein, den die Deiehirgen DDR— Italien im letzten Jahr genommen haben. Die vierwöchige Ausstellung informiert auf 5000 Quadratmetern mit 100 Kunstwerken sowie Modellen, Schautafeln und Fotos über Wirtschaft, Sozial- und Gesundheitswesen, Volksbildung, Kultur und kulturelles Erbe des sozialistischen deutschen Staates. Besonderes Interesse finden bereits im Vorfeld dieses Ereignisses erstmals in Italien gezeigte Originalgemälde urid -zeichnungen von Dürer, Cranach und Grünewald, Bilder aus dem frühen 20. Jahrhundert von Dix, Zille, Kokoschka und Grundig sowie e n von Cremer und anderen DDR- Künstlern. Weitere Anziehungspunkte sind Exponate der Porzellanmanufaktur Meißen und des Dresdner Hygienemuseums. KURZ INFORMIERT Gegen Frauendiskriminierung New York. Zwei weitere Staaten — Indonesien und Jamaika — haben die Konvention über die Beseitigung aller Formen von Diskriminierung gegen Frauen ratifiziertt. Damit ratifizierten 63 UNO-Staaten die Konvention oder sind ihr beigetreten. Die USA, Großbritannien und die BRD gehören ihr nicht an. Kulikow bei Jaruzelski Warschau. Der Erste Sekretär des Zentralkomitees der PVAP und Vorsitzende des Ministerrates der VRP, Armeegeneral Wojciech Jaruzelski, hat den Oberkommandierenden der Vereinten Streitkräfte der Teilnehmerstaaten des Warschauer Vertrages, Marschall der Sowjetunion Viktor Kulikow, und den Chef des Stabes der Vereinten Streitkräfte, Ar Anatoli Gribkow, empfangen. Patenschaft des Komsomol Moskau. Der Komsomol hat in diesem Jahr die Patenschaft über 62 Großbaustellen in allen Teilen der UdSSR übernommen. Grenzverhandlungen in Ankara Ankara. Die zweite Tagung der sowjetisch-türkischen Kommission zur Überprüfung des Verlaufs der gemeinsamen Staatsgrenze entlang von Flüssen und Wasserläufen ist in Ankara abgeschlossen worden. Beratung in Panama-Stadt Panama-Stadt. Die Außenminister der Contadora-Staaten sind am Dienstag in Panama-Stadt zu einer zweitägigen Beratung zusammengetreten, um die Reaktionen auf ihren im September vergangenen Jahres unterbreiteten ‚Entwurf einer Friedensakte für Mittelamerika zu erörtern. 25 Tote bei Brand Paris. Bei einem Brand in einem Altersheim in Grandvilliers nahe Paris sind in der Nacht zum Mittwoch i ums Leben gekommen. Mehrere Personen wurden schwer verletzt, und ein Heimbewohner wird noch vermißt. Gemeinsame sowijetischamerikanische Erklärung Genf (ADN). In Genf wurde folgende gemeinsame sowjetischamerikanische Erklärung verbreitet: „Entsprechend der früher erzielten Vereinbarung fand am 7. und 8. Januar 1985 in Genf ein Treffen zwischen dem Mitglied des Politbüros des Zentralkomitees der KPdSU, dem Ersten Stellvertreter des Vorsitzenden des Ministerrates und Außenminister der UdSSR, Andrej Gromyko, und dem Außenminister der USA, George Shultz, statt. Während des Treffens wurde die Frage des Gegenstandes und der Ziele der bevorstehenden sowjetisch i Verhandlungen über nukleare und Weltraumwaffen erörtert. Die Seiten stimmen darin überein, daß Gegenstand der Verhandlungen der Komplex von Fragen sein wird, die die Weltraum- und nuklearen Waffen, strategischer und mittlerer Reichweite betreffen, wobei alle diese Fragen in ihrem wechselseitigen Zusammenhang erörtert und gelöst werden. Ziel der Verhandlungen wird die Ausarbeitung effektiver Übereinkünfte sein, die auf die Verhinderung des Wettrüstens im Weltraum und seine Beendigung auf der Erde, auf die Begrenzung und Reduzierung der nuklearen Rüstungen und auf die Festigung der strategischen Stabilität gerichtet sind. Die Verhandlungen werden von jeder Seite durch eine Delegation geführt, die in drei Gruppen unterteilt ist. Schließlich müssen, nach Meinung der Seiten, die bevorstehenden Verhandlungen wie auch alle Anstı im Bereich der Begrenzung und Reduzierung der Rüstungen zur vollständigen und allseitigen Vernichtung der Kernwaffen führen. Das Datum des Beginns der Verhandlungen und der Ort ihrer Durchführung werden im Verlauf eines Monats auf diplomatischem Wege vereinbart.“ Außenminister Gromyko vor der Presse in Genf: Ein gewisser Schritt voran getan bei der Herstellung eines Dialogs: zwischen unseren beiden Ländern Gent (ADN). Der Außenminister der UdSSR, Andrej Gromyko, Mitglied des Politbüros des Zentralkomitees der KPdSU und Erster Stellvertreter des Vorsitzenden des Ministerrates, ist am Mittwochvormittag von Genf aus nach Moskau zurückgeflogen. Vor dem Abflug gab Gromyko vor der Presse folgende Erklärung ab: „Zwei Tage haben USA-Außenminister George Shultz und ich in Übereinstimmung mit einer vorher getroffenen Vereinbarung Gespräche geführt. Diese galten akuten Fragen der Einstellung des Wettrüstens und der Beseitigung der Gefahr eines Nuklearkrieges. Die sowjetische Seite betonte besonders die Bedeutung der Verhinderung einer i ung des Weltraumes. Da alle diese Probleme entscheidend die Beziehungen zwischen der UdSSR und den USA berühren, wurde dieser Frage die gebührende Aufmerksamkeit während der gesamten Gespräche gewidmet, denn die ganze Welt weiß sehr gut, daß die Lage in der ganzen Welt vom Zustand der sowjetisch-amerikanischen Beziehungen abhängt. Es ist nicht nötig, hier lange darüber zu reden, daß die Gespräche nicht einfach waren. Es wurde jedoch ein gewisser Schritt voran getan bei der Herstellung eines Dialogs zwischen unseren beiden Ländern, was durch die gemeinsame sowjetisch-amerikaferenz verwies er darauf, daß man sich auf die Ziele für neue Verhandlungen über nukleare und Weltraumwaffen verständigt habe. Es müßten jedoch noch viele schwierige und komplizierte Probleme gelöst werden. Shultz versicherte, die USA wollten in konstruktivem und positivem eist an die Verhandlungen herangehen. Die Gespräche in Genf seien offen, sachlich und nützlich gewesen, wobei beide Seiten Flexibilität gezeigt hätten. Sowjetischer Sprecher: Treffen war sehr wichtig und nützlich Genf (ADN). Der Leiter der Pr ilung des sow. Außenministeriums, Wladimir Lomejko, hat vor der internationalen Presse in Genf erklärt, das Treffen der Außenminister der UdSSR und der USA sei sehr wichtig und nützlich gewesen. Die sowjetische Seite halte die Übereinstimmung für bedeutsam, daß G der Verh der ganze Komplex von Fragen sein wird, die die Weltraum- und nuklearen Waffen, strategischer und mittlerer Reichweite, betreffen. Sie erachte es ebenfalls als wichtig, daß alle diese Fragen in ihrem wechselseitigen Zusammenhang erörtert werden. Ihrer Ansicht nach sei es weiterhin her daß eine Ü nische Erklärung wird. Was muß in diesem Zusammenhang festgestellt werden? Dies ist nur ein Schritt im Vergleich zu den gewaltigen Aufgaben, die im Verlauf der Verhandlung über (For auf Seite 2) US-Außenminister Shultz zum Genfer Treffen Genf (ADN). Als einen bedeutsamen Anfang hat USA-Außenminister George Shultz in der Nacht zum Mittwoch in Genf das Treffen mit dem sowjetischen Außenminister Andrej Gromyko bezeichnet. Auf einer Pressekonüber die Ziele der Verhandiungen erreicht wurde. Dies seien die Verhinderung des Wettrüstens im Kosmos und dessen Einstellung auf der Erde, die Begrenzung und Reduzierung der nuklearen Rüstungen und die Festigung der strategischen Stabilität. Lomejko sagte, die Sowjetunion hoffe, daß die erzielten Vereinbarungen, die ein positiver Schritt seien, auch dazu beifragen, daß die Beziehungen zwischen den USA und der UdSSR vorankommen. Genf sei ein gutes Beispiel dafür, daß Übereinkünfte, erreicht werden können. Südafrikas schwarze Gewerkschaften gewinnen an Durchsetzungskraft Gewerkschaften der schwarzen südafrikanischen Werktätigen haben in den vergangenen Jahren trotz Repressalien durch den Rassistenstaat und die Unternehmer an Durchsetzungskraft gewonnen. Zu dieser Feststellung gelangt die BRD-Gewerkschaftszeitschrift „Metall“ in ihrer jüngsten Ausgabe. Der Organisationsgrad der schwarzen Arbeiter liege heute bei 15 bis 20 Prozent. Noch 1979 habe er keine fünf Prozent betragen. Unter den gegenwärtig herrschenden Umständen im Apartheidstaat sei für die schwarzen Gewerkschaften politische von gewerkschaftlicher Arbeit nicht zu trennen. „In einer abnormen Gesellschaft kann es keine normalen Gewerkschaften geben“, zitiert „Metall“ die Losung einer unabhängigen südafrikanischen Gewerkschaft. Je stärker sich Gewerkschaften politischer Fragen annehmen, desto schärfer würden sie vom Staat:verfolgt. Zur Zeit befinden sich nach Angaben der Zeitschrift etwa 50 Gewerkschafter ohne Anklage in Südafrikas Gefängnissen. Ein immer stärker werdender Gegner erwachse den Gewerkschaften in den von Pretoria ausgehaltenen Marionettenregierungen der sogenannten unabhängigen Homelands.

English translation

=== [Page 1] === --- Relevant article (German, corrected transcription from OCR) --- Gegen Frauendiskriminierung New York. Zwei weitere Staaten — Indonesien und Jamaika — haben die Konvention über die Beseitigung aller Formen von Diskriminierung gegen Frauen ratifiziert. Damit ratifizierten 63 UNO-Staaten die Konvention oder sind ihr beigetreten. Die USA, Großbritannien und die BRD gehören ihr nicht an. --- English translation --- Against discrimination of women New York. Two more states — Indonesia and Jamaica — have ratified the Convention on the Elimination of All Forms of Discrimination against Women. With this, 63 UN states have ratified the convention or acceded to it. The USA, Great Britain and the FRG are not parties to it.