Neue Zürcher Zeitung, 24. April 1965: Aidit und der indonesische Kommunismus - Auf dem Sprungbrett zur Macht
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Aidit und der indonesische Kommunismus
Auf dem Sprungbrett zur Macht
«Die Lage in Südostasien ist in der Tat sehr ernst, sie ist aber auch für die revolutionäre Bewegung in diesem Erdteil sehr günstig. Die gegenwärtige Lage in Indonesien wird sicher beim Antrieb der revolutionären Bewegung in Südostasien eine Rolle spielen.» Mit diesen selbst- und siegessicheren Worten charakterisierte der kommunistische Parteiführer Aidit am 27. März in einem Gespräch mit dem sowjetischen Geschäftsträger in Djakarta die heutige Situation in Indonesien und Südostasien in Zusammenhang mit dem Konflikt in Vietnam. Die Republik Indonesien, als «malayische Barriere» an den strategisch wichtigen Handelswegen zwischen dem Pazifischen und dem Indischen Ozean gelegen, befindet sich tatsächlich in der schwersten Krise seit ihrer Befreiung von der holländischen Kolonialherrschaft nach 1945. Die geradezu hysterische Außenpolitik Präsident Sukarnos, insbesondere die Konfrontation mit Malaysia, der Austritt aus den Vereinigten Nationen und der Bruch mit Amerika haben das Land selbst von seinen neutralistischen Bundesgenossen der Dritten Welt isoliert und in die Arme Pekings geführt. Die «gelenkte Demokratie» Sukarnos hat alle Ansätze zu einer geregelten politischen und wirtschaftlichen Entwicklung in Indonesien korrumpiert. Die Enteignung der holländischen, britischen und jetzt der amerikanischen Besitzungen verstärkte das Wirtschaftschaos des an Bodenschätzen und Plantagenkulturen so reichen Landes, und die um sich greifende soziale und politische Unrast der 105 Millionen Einwohner schwächt die Hauptstützen von Sukarnos Herrschaft, Armee und Islam. Der Abgang des diktatorisch herrschenden Präsidenten, sei es aus Gesundheitsgründen oder durch eine gewaltsame Beseitigung, scheint nur eine Frage der Zeit zu sein, und der Kampf um seine Nachfolge hat bereits eingesetzt. Die heutige Lage wird in Indonesien mit der unter Kerenski in Rußland oder mit den letzten Tagen Tschiang Kaischeks auf dem chinesischen Festland verglichen. Sie scheint tatsächlich alle Voraussetzungen zu enthalten, die in kommunistischen Lehrbüchern als Bedingungen für eine Machtergreifung der Partei angegeben werden. Die Kommunistische Partei Indonesiens steht als stärkste politische Kraft Indonesiens mit einer erprobten und geschickten Führung zur Machtübernahme bereit, und der von ihr angestrebte Erfolg würde zweifellos das Schicksal Südostasiens radikal verändern und folgenschwere weltpolitische Auswirkungen haben.
Die Geschichte der KPI
Die «Partai Kommunis Indonesia» (KPI) ist heute mit 3 Millionen Mitgliedern die zahlenmäßig stärkste Massenpartei außerhalb des Ostblocks und nach der chinesischen und sowjetischen die drittstärkste Partei der internationalen kommunistischen Bewegung. Die KPI lenkt dazu verschiedene Frontorganisationen, wie die Gewerkschaftsföderation SOBSI mit ihren über 3,2 Millionen Mitgliedern, die Bauernfront BTI mit über 7 Millionen Mitgliedern, die Volksjugend «Pemuda Rakjat» und die Frauenorganisation «Gerwani» mit je 1,5 Millionen Mitgliedern, sowie zahlreiche Frontgruppen für Intellektuelle, Lehrer, Studenten, Journalisten, Juristen, die zugleich Ableger internationaler Frontorganisationen, wie der Weltfriedensbewegung und der afro-asiatischen Solidaritätsorganisationen sind. Neben diesen legalen Organisationen hat die KPI eine weitverzweigte Untergrundorganisation aufgebaut, deren Fäden bis in Regierung und Armee reichen und die namhafte Persönlichkeiten als Geheimmitglieder umfassen soll. Die KPI ist die älteste kommunistische Partei Asiens, gegründet am 23. Mai 1920 durch den Beitritt der von holländischen Radikalen und islamischen Nationalisten geführten «Indonesischen Sozialdemokratischen Vereinigung« zur Dritten Internationale. Aidit erwähnte stolz in der von ihm 1955 verfaßten Parteigeschichte, daß die KPI auf ihrem Parteitag 1924 über 38 Sektionen mit 1140 Mitgliedern verfügte und ihr eine «Volksvereinigung» mit 31000 Mitgliedern angeschlossen war, während damals die chinesische Partei nur 900 Mitglieder zählte. Die KPI folgte unter der Führung von Sardjono, Alimin und Musso getreu allen Kurswechseln und Spaltungen der Komintern. Mit Unterstützung Stalins versuchte die KPI im November 1926 einen revolutionären Aufstand zur Gründung «Sowjet-Indonesiens», der. aber, ähnlich wie kommunistische Revolten in China und anderen asiatischen Ländern zur selben Zeit, niedergeschlagen wurde. Bis 1945 blieb die KPI eine illegale Splittergruppe, deren Führung im Ausland, Moskau oder Jenan, saß. Unter der Führung von Tan Malaka spaltete sich 1928 ein trotzkistischer Parteiflügel ab, der bis heute als «nationalkommunistische» Partai Murba aktiv blieb, und aus der die einflußreichen Regierungsmitglieder Adam Malik und Chaerul Saleh hervorgingen. Während des Krieges kollaborierte die Gruppe um Tan Malaka ebenso wie Sukarno und andere indonesische Nationalisten mit der japanischen Besetzungsmacht, während sich Teile der moskauhörigen KPI dem Widerstandskampf der Holländer anschlossen, was später Anlaß zu innenpolitischen Vorwürfen und Zwistigkeiten gab. Nachdem am 17. August 1945 Sukarno die Unabhängigkeit Indonesiens ausgerufen und eine eigene Republik gegründet hatte, nahmen die Kommunisten ihre legale politische Tätigkeit wieder auf. Die sich bekämpfenden Fraktionen konnten jedoch nur mit Mühe zu einer neuen Parteiorganisation zusammengefaßt werden. Ein Putschversuch von Tan Malaka im Juli 1946 schlug fehl. 1946 kehrten die alten emigrierten Parteiführer Sardjono aus Moskau und Alimin aus Jenan nach Indonesien zurück und übernahmen die Leitung der KPI. In Uebereinstimmung mit der von Stalin in der ersten Nachkriegszeit fortgesetzten Volksfronttaktik infiltrierte die KPI Regierung, Parteien und Organisationen der neuen Republik und befürwortete gemeinsam mit Moskau Verhandlungen mit Holland und den Westmächten.
Putsch im Auftrag der Kominform
Nach der Gründung der Kominform 1947 und dem Beginn des Kalten Krieges durch Stalin folgte auch die KPI getreu diesem Kurswechsel, der zur Berlinkrise und dem Koreakrieg führte. Zur Störung des wirtschaftlichen Wiederaufbaus Europas durch Sperrung der überseeischen Rohstoffzufuhren zettelte Moskau 1948 kommunistische Revolutionen auf den Philippinen, in Malaia, in Burma, in Indien und in Indonesien an und unterstützte die Machtergreifung Mao Tsetungs in China und Ho Chi Minhs in Vietnam. Musso, der Führer der indonesischen Revolution von 1926, kehrte 1948 aus Moskau nach Djakarta zurück und brachte die KPI, die kommunistische Machtergreifung in Prag als Beispiel zitierend, auf einen radikalen und revolutionären Kurs. Im Januar 1948 war wegen des Waffenstillstands im holländischindonesischen Krieg das linkssozialistische Kabinett von Amir Sjarifuddin, einem geheimen Kommunisten, gestürzt worden, und der von der KPI infiltrierte Linksblock war auseinandergebrochen. Präsident Sukarno beauftragte Dr. Hatta mit der Regierungsbildung, bei der die Linke ausgeschaltet wurde. Mit der Unterstützung der als «Volksdemokratische Front» unter Führung Amirs zusammengefaßten Linksparteien und der paramilitärischen Frontorganisation «Pesindo» bereitete Musso die gewaltsame Machtergreifung im November 1948 vor. Am 18. September putschten kommunistische Freischärler in Madiun und lösten vorzeitig die Revolution aus. Musso und Amir traten an die Spitze einer Gegenregierung. Sukarno und Hatta ergriffen jedoch entschlossen Gegenmaßnahmen, und loyale Truppen unterdrückten den Putsch in Madiun. Musso wurde im Kampf getötet; Amir und Sardjono wurden hingerichtet und die kommunistischen paramilitärischen Verbände zerschlagen. Damit wurden auch Moskaus Pläne in Südostasien vereitelt.
Aidit auf Regierungskurs
Der Fehlschlag Mussos wurde später von Aidit mit einer mangelnden Unterstützung der Massen und damit erklärt, «daß sich die Kader der Partei nur wenig mit der militärischen Wissenschaft und der revolutionären Kriegführung befaßten». Er bezeichnete es als folgenschweren Fehler, daß 1948 die chinesische Partisanentaktik angewandt wurde, ohne zu berücksichtigen, «warum der Kampf wegen der nationalen Besonderheiten in Indonesien anders geführt werden mußte als in China». Anderseits konnte die KPI nicht wie die osteuropäischen Kommunisten oder Mao in der Mandschurei mit einer direkten Unterstützung durch Stalin und die Sowjetarmee rechnen: «Indonesien ist ein Land, das aus lauter Inseln besteht, also konnte sich unsere Befreiungsarmee nicht auf ein befreundetes Nachbarland stützen.» Aidit, nach scharfen Machtkämpfen an die Spitze der Partei gelangt, begann die von ihm diagnostizierten Fehler zu korrigieren und schuf unter Berücksichtigung der «nationalen revolutionären Praxis Indonesiens» eine breite Massenbasis für die KPI, von der aus sie auch ohne Rückendeckung, durch ein angrenzendes kommunistisches Land den Griff nach der Macht unternehmen kann. Die KPI wuchs dabei von 7910 Mitgliedern im Jahre 1951 rasch auf Millionenstärke an. Die unter der Führung Aidits vollzogene «Wiedergeburt der Partei» durch Schwenkung von einem oppositionellen und revolutionären auf einen nationalistischen und gouvernementalen Kurs folgte dabei gehorsam der von Stalin 1951 und 1952 vollzogenen Ablösung des Kalten Kriegs durch einen Kalten Frieden und der Neuorientierung der sowjetischen Politik auf Abrüstung, Kernwaffenkontrolle und Koexistenz. Diese von Stalins Nachfolgern ausgeweitete Politik der «friedlichen Koexistenz». gab den indonesischen Kommunisten einen unerwarteten Auftrieb, und im Einklang mit der von Moskau nach 1955 angestrebten Verständigung mit den Ländern der Dritten Welt stellte sich auch Aidit hinter die Politik Sukarnos, der von den Sowjetführern mit Staatsbesuchen und Militärhilfe umhätschelt wurde. Sukarno wiederum hoffte, die Kommunisten als Stütze seiner «gelenkten Demokratie» gewinnen zu können, und nahm deren Aktivität unter seinen persönlichen Schutz. Damit stieg Aidit dank seiner «Bambustaktik» als Organisator und Führer einer der stärksten Parteien, als Ideologe eines extremen Nationalkommunismus und als Vertreter einer jungen Führungsgeneration kometenhaft in die Spitzengarnitur des Weltkommunismus auf. Er wird gerne als ein «asiatischer Togliatti» bezeichnet, weil er, wie dieser in Italien, die indonesische Partei mit mehr oder weniger «friedlichen Mitteln» nahe an den Griff zur Macht geführt hat.
Die Laufbahn Aidits
Dipa Nusantara Aidit wurde am 30. Juli 1923 als Sohn eines Forstbeamten in holländischen Diensten in Ostsumatra geboren. Offenbar sumatrischer und arabischer Abstammung, bezeichnet er sich selbst «rein malayischer Herkunft». Von seinem Vater, einem liberalen Mohammedaner, eigentlich Ahmed getauft, nahm er später den Vornamen Dipa Nusantara an, was «Wächter der indonesischen Inseln» bedeutet. 1937 trat Aidit in Batavia in eine höhere Handelsschule ein und lernte moderne Sprachen. Nach der Parteilegende soll er sein Schulgeld durch Nähen von Knopflöchern bei einem Schneider verdient haben. Als Student wurde er Mitglied von radikalen Zirkeln und Untergrundorganisationen und stieg rasch zu einem Jugendführer in Batavia auf. Seine eigentliche politische Schulung erhielt Aidit nach 1944 an dem unter japanischer Protektion stehenden «Politischen Institut» in Djakarta, zu dessen Lehrern Sukarno, Hatta und der Sozialistenführer Sjahrir gehörten. Seitdem gibt sich Aidit gerne als Schüler Sukarnos aus, den er trotzdem 1951 in seiner Broschüre «Karl Marxens Kämpfe und Lehren» als «verräterisches und verrottetes Werkzeug der Imperialisten» beschimpfte. Am 15. August 1945 entführten radikale Studenten, darunter Aidit, Lukman, Saleh und Malik die nationalen Führer Sukarno und Hatta und zwangen sie zur Proklamation der Unabhängigkeit Indonesiens. Aidit, der 1943 der illegalen KPI beigetreten war, wurde 1946 Leiter der Propagandaabteilung der Partei und auf dem 4. Parteitag im Januar 1947 Mitglied des Zentralkomitees. Er leitete gleichzeitig die kommunistische Parlamentsfraktion und war Sekretär des Exekutivkomitees der «Volksdemokratischen Front». Nach der Rückkehr Mussos wurde Aidit am 1. September 1948 Mitglied des Politbureaus und Leiter des Arbeitersekretariats. Nach dem Fehlschlag des Aufstands von Madiun flüchtete Aidit gemeinsam mit Lukman, und nach seiner Darstellung fuhren sie als Schiffsheizer nach Südehina und kehrten von dort im Juni 1950 als blinde Passagiere nach Indonesien zurück. Es gibt aber Gründe zu der Vermutung, daß Aidit und Lukman in Wirklichkeit in China die Parteihochschule besuchten, nach Moskau reisten und über Nordvietnam mit Stalins Auftrag zur Reorganisation der KPI zurückgeschickt wurden. Am 7. Januar 1951 übernahm Aidit als neugewählter Generalsekretär von Alimin die Leitung des Politbureaus der KPI. Aidit ist mit einer namhaften Aerztin und Radiologin verheiratet und hat fünf Kinder, von denen zwei Töchter in Moskau studieren.
English translation
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Aidit and Indonesian Communism – On the springboard to power
"The situation in Southeast Asia is indeed very serious, but it is also very favourable for the revolutionary movement in this part of the world. The present situation in Indonesia will certainly play a role in driving the revolutionary movement in Southeast Asia." With these self-assured and confident words the Communist party leader Aidit characterised the present situation in Indonesia and Southeast Asia, in connection with the conflict in Vietnam, on 27 March in a conversation with the Soviet chargé d'affaires in Djakarta. The Republic of Indonesia, lying as a "Malay barrier" across the strategically important trade routes between the Pacific and Indian Oceans, is in fact in the gravest crisis since its liberation from Dutch colonial rule after 1945. President Sukarno's almost hysterical foreign policy, in particular the confrontation with Malaysia, the withdrawal from the United Nations and the break with America, has isolated the country even from its neutralist allies in the Third World and led it into the arms of Peking. Sukarno's "guided democracy" has corrupted every beginning of orderly political and economic development in Indonesia. The expropriation of Dutch, British and now American property has aggravated the economic chaos of this country so rich in minerals and plantation crops, and the spreading social and political unrest among its 105 million inhabitants is weakening the main pillars of Sukarno's rule, the army and Islam. The departure of the dictatorially ruling President, whether for health reasons or by violent removal, seems only a matter of time, and the struggle for his succession has already begun. The present situation in Indonesia is compared with that under Kerensky in Russia or with Chiang Kai-shek's last days on the Chinese mainland. It does indeed seem to contain all the preconditions which Communist textbooks give as conditions for a seizure of power by the party. The Communist Party of Indonesia stands ready to take power as the strongest political force in Indonesia with a tried and skilful leadership, and the success it seeks would undoubtedly change the fate of Southeast Asia radically and have grave consequences for world politics.
The history of the PKI
The "Partai Komunis Indonesia" (PKI) today, with 3 million members, is numerically the strongest mass party outside the Eastern bloc and, after the Chinese and Soviet parties, the third strongest party of the international Communist movement. The PKI also directs various front organisations, such as the trade union federation SOBSI with over 3.2 million members, the peasant front BTI with over 7 million members, the People's Youth "Pemuda Rakjat" and the women's organisation "Gerwani" with 1.5 million members each, as well as numerous front groups for intellectuals, teachers, students, journalists and lawyers, which are at the same time offshoots of international front organisations such as the World Peace Movement and the Afro-Asian solidarity organisations. Besides these legal organisations the PKI has built up a widely ramified underground organisation whose threads reach into government and army and which is said to include well-known personalities as secret members. The PKI is the oldest Communist party in Asia, founded on 23 May 1920 when the "Indonesian Social Democratic Association", led by Dutch radicals and Islamic nationalists, joined the Third International. Aidit proudly mentioned in the party history he wrote in 1955 that at its 1924 congress the PKI had 38 sections with 1,140 members and a "people's association" with 31,000 members affiliated to it, while the Chinese party then numbered only 900 members. Under the leadership of Sardjono, Alimin and Musso the PKI faithfully followed all the changes of course and splits of the Comintern. With Stalin's support the PKI attempted in November 1926 a revolutionary uprising to found a "Soviet Indonesia", which, like Communist revolts in China and other Asian countries at the same time, was crushed. Until 1945 the PKI remained an illegal splinter group whose leadership sat abroad, in Moscow or Yenan. In 1928 a Trotskyist party wing split off under Tan Malaka, which has remained active to this day as the "national-communist" Partai Murba and from which the influential government members Adam Malik and Chaerul Saleh emerged. During the war Tan Malaka's group, like Sukarno and other Indonesian nationalists, collaborated with the Japanese occupying power, while parts of the Moscow-oriented PKI joined the resistance struggle of the Dutch, which later gave rise to domestic political accusations and quarrels. After Sukarno proclaimed Indonesia's independence on 17 August 1945 and founded a republic, the Communists resumed legal political activity. The warring factions, however, could only with difficulty be combined into a new party organisation. A coup attempt by Tan Malaka in July 1946 failed. In 1946 the old émigré party leaders Sardjono from Moscow and Alimin from Yenan returned to Indonesia and took over the leadership of the PKI. In line with the popular-front tactics Stalin continued in the first post-war period, the PKI infiltrated the government, parties and organisations of the new republic and, together with Moscow, advocated negotiations with Holland and the Western powers.
Coup on behalf of the Cominform
After the founding of the Cominform in 1947 and the beginning of the Cold War by Stalin, the PKI also faithfully followed this change of course, which led to the Berlin crisis and the Korean War. To disrupt the economic reconstruction of Europe by cutting off overseas raw-material supplies, Moscow in 1948 instigated Communist revolutions in the Philippines, Malaya, Burma, India and Indonesia and supported the seizure of power by Mao Tse-tung in China and Ho Chi Minh in Vietnam. Musso, the leader of the Indonesian revolution of 1926, returned from Moscow to Djakarta in 1948 and, citing the Communist seizure of power in Prague as an example, set the PKI on a radical and revolutionary course. In January 1948, because of the ceasefire in the Dutch–Indonesian war, the left-socialist cabinet of Amir Sjarifuddin, a secret Communist, had been overthrown, and the left bloc infiltrated by the PKI had broken apart. President Sukarno charged Dr. Hatta with forming a government from which the Left was excluded. With the support of the left parties combined under Amir's leadership as the "People's Democratic Front" and of the paramilitary front organisation "Pesindo", Musso prepared a violent seizure of power for November 1948. On 18 September Communist irregulars staged a coup in Madiun and prematurely triggered the revolution. Musso and Amir headed a counter-government. Sukarno and Hatta, however, took resolute counter-measures, and loyal troops suppressed the coup in Madiun. Musso was killed in battle, Amir and Sardjono were executed and the Communist paramilitary units smashed. This also thwarted Moscow's plans in Southeast Asia.
Aidit on a government course
Aidit later explained Musso's failure by a lack of mass support and by the fact "that the party cadres concerned themselves only little with military science and revolutionary warfare". He called it a grave mistake that in 1948 Chinese partisan tactics were applied without considering "why the struggle had to be conducted differently in Indonesia than in China because of national peculiarities". On the other hand the PKI could not, like the East European Communists or Mao in Manchuria, count on direct support from Stalin and the Soviet army: "Indonesia is a country consisting entirely of islands, so our liberation army could not rely on a friendly neighbouring country." Aidit, who reached the head of the party after fierce power struggles, began to correct the mistakes he had diagnosed and, taking into account the "national revolutionary practice of Indonesia", created a broad mass base for the PKI from which it can make its grab for power even without the backing of a neighbouring Communist country. The PKI grew rapidly from 7,910 members in 1951 to millions. The "rebirth of the party" under Aidit's leadership, through a swing from an oppositional and revolutionary to a nationalist and governmental course, obediently followed Stalin's replacement in 1951 and 1952 of the Cold War by a Cold Peace and the reorientation of Soviet policy towards disarmament, nuclear-weapons control and coexistence. This policy of "peaceful coexistence", extended by Stalin's successors, gave the Indonesian Communists unexpected impetus, and in line with the understanding with Third World countries sought by Moscow after 1955 Aidit too placed himself behind the policy of Sukarno, who was pampered by the Soviet leaders with state visits and military aid. Sukarno in turn hoped to win the Communists as a support for his "guided democracy" and took their activity under his personal protection. Thanks to his "bamboo tactics" Aidit thus rose meteorically into the top ranks of world Communism as organiser and leader of one of the strongest parties, as ideologue of an extreme national Communism and as representative of a young generation of leaders. He is often called an "Asian Togliatti" because, like the latter in Italy, he has led the Indonesian party close to seizing power by more or less "peaceful means".
Aidit's career
Dipa Nusantara Aidit was born on 30 July 1923 in East Sumatra, the son of a forestry official in Dutch service. Apparently of Sumatran and Arab descent, he describes himself as "of purely Malay origin". From his father, a liberal Muslim, he was actually named Ahmed; he later took the first name Dipa Nusantara, meaning "guardian of the Indonesian islands". In 1937 Aidit entered a commercial secondary school in Batavia and learned modern languages. According to party legend he earned his school fees by sewing buttonholes for a tailor. As a student he became a member of radical circles and underground organisations and quickly rose to be a youth leader in Batavia. Aidit received his actual political training after 1944 at the "Political Institute" in Djakarta under Japanese protection, whose teachers included Sukarno, Hatta and the socialist leader Sjahrir. Since then Aidit likes to present himself as Sukarno's pupil, although in 1951, in his pamphlet "Karl Marx's Struggles and Teachings", he reviled him as a "treacherous and rotten tool of the imperialists". On 15 August 1945 radical students, among them Aidit, Lukman, Saleh and Malik, kidnapped the national leaders Sukarno and Hatta and forced them to proclaim Indonesia's independence. Aidit, who had joined the illegal PKI in 1943, became head of the party's propaganda department in 1946 and a member of the Central Committee at the 4th party congress in January 1947. At the same time he led the Communist parliamentary group and was secretary of the executive committee of the "People's Democratic Front". After Musso's return Aidit became a member of the Politburo and head of the workers' secretariat on 1 September 1948. After the failure of the Madiun uprising Aidit fled together with Lukman, and according to his account they travelled as ship's stokers to South China and returned from there to Indonesia as stowaways in June 1950. There are, however, reasons to suspect that Aidit and Lukman in reality attended the party school in China, travelled to Moscow and were sent back via North Vietnam with Stalin's order to reorganise the PKI. On 7 January 1951 Aidit, as newly elected general secretary, took over leadership of the PKI Politburo from Alimin. Aidit is married to a well-known doctor and radiologist [Sutanti] and has five children, two daughters of whom are studying in Moscow.