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Neues Deutschland, 4 Juni 1953, S. 1: Frauendelegationen zum Weltkongreß verabschiedet

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Berliner Ausgabe „Vorwärts“ Finige Aufgaben der Partei beim Umtausch der FDJ-Dokumente In den Grundeinheiten der -Freien Deutschen Jugend wird gegenwärlig. der Umtausch der Mitgliedsbücher durchgeführt, Die bisherigen Ergebnisse der Umtauschaktion beweisen die außerordentliche Bedeutung dieser Maßnahme für die Dolitisch - ideologische Festigung und Erziehung, für die kadermäßige und organisatorische Stärkung des Jugendverbandes, 50 wurden in den letzten Wochen zahlreiche junge Kader der FDJ entdeckt, die in den Umtauschkommissionen hervorragende Ar- ‚beit leisten und die in Zukunft auf verantwortungsvollen Funktionen noch größere Taten vollbringen werden. Die Leitungen der FDJ lernten in den Aussprachen während der Umtauschaktion Tausende von Miigliedern kennen, mit denen sie bisher nicht zu. arbeiten verstanden und die im Verband sehr oft als „inaktiv“ galten. Überall da, wo die Leitungen der Freien Deutschen Jugend den Umtausch. der Mitgliedsbücher in engegter Verbindung mit den großen nationalen Aufgaben des deulschen Volkes vollzogen, wo sie den Mitgliedern der FDJ ihre Verpflichtungen im Kampf um Einheit und. Frieden überzeugend erläuterten und auf die Fragen der Jugendlichen. richtig antworteten, wo sie in offensiven Auseinandersetzungen die feindlichen Elemente — besonders die Drahtzieher der ilegalen überall da wuchs die Aktivität der Jugend. Die Jungen und Mädel übernahmen Selbstverpflichtungen zum Studium des Marxismus-Leninismus, zum. Studium und zur Anwendung sowjetischer Neuerer- Methoden, Sie übernahmen Verpflichtungen zur Steigerung der Produktion, zur Erhöhung der Verteidigungsbereitschaft und zur verstärkten Mitarbeit im Jugendverband, So verpflichtete sich die Jugendbrigade „Otlio Ehring“ vom Mansfeld-Kombinat, bereits. bis zum 36. Jahrestag der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution ihren Jahresplan zu erfüllen. 163 junge Freunde aus demselben Kombinat verpflichteten. sich, das Abzeichen „Für gutes Wissen“ in Bronze abzulegen, während 57 das Abzeichen „Für gutes Wissen“ in. Silber erwerben wollen. Während sich im Bezirk Cotibus viele FDJlier zur Aufklärungsarbeit in den Ausschüssen der Nationalen Front des demokratischen Deutschland verpflichteilen, gingen die Lehrlinge des daran, weitere. Schießzirkel zur Meisterung des Waffenhandwerkes ZU Organisieren. Diese Aktivität. der Jugend muß ständig weiter gefördert werden. Auf dem 10. Plenum des Zentralkomitees der SED übte Genosse Walter Ulbricht ernste Kritik an der Arbeit der FDJ, wobei er gleichzeitig die ungenügende Anleitung der FDJ-durch viele Partei- Organisationen. anprangerte,. Genosse Walter Ulbricht unterstrich mit besonderem Nachdruck, daß sich die Leitungen der Partei für die Erziehung der jungen. Generation. voll verantwortlich fühlen müssen. Alle FParteiorganisationen haben. daher gegenwärtig die große Verpflichtung, der Freien Deutschen Jugend zu helfen, den Umtausch der FDRJ-Dokumente richtig zu organisieren und durchzuführen. Dort, wo. die Parteiorganisationen den jungen Funktionären der FDJ ihre Erfahrungen bei der Durchführung‘ einer solch wichtigen Aktion übermittelten, dort gibt es gute. Resultate! Die Tatsachen sprechen jedoch davon, daß viele Parteifunktionäre und viele Grundorganisationen die Forderung des 10. Plenums nicht ernst genug nehmen. Nicht wenige Parteileitungen faßten nur Iormale Beschlüsse und „vergaßen“ konkret festzulegen, wie, wemit und durch wen die FDJ Hilfe erhalten soll. Im Bezirk Halle hat z.B. bis jetzt noch keine Grundeinheit der Partei den Brief des Generalsekretärs Walter Ulbricht an alle Leitungen und Grundorganisationen. der Partei gründlich ausgewertet. und Konkrete Beschlüsse dazu gefaßt, Diese Erscheinungen zeugen davon, daß viele Parteiorganisationen die außerordeniliche Bedeutung der Gewinnung der Jugend für unseren sozialistischen Aufbau noch nicht erkannt haben. Aber vom sozialistischen Aufbau sprechen, ohne sich ernsthaft um die tägliche Erziehung der jungen Generation, um die Heranbildung. der jungen Erbauer und Verteidiger des. Sozialismus zu kümmern, heißt in Schwäitzertum verfallen, heißt kurzsichtig und ohne Perspektive arbeiten, Genosse Kalinin wies im Jahre 1926 darauf hin, daß die Kommunistische Partei der Sowjetunion dem Jugendverband größere Auf-- merksamkeit als jeder beliebigen anderen Organisation widmet. Und warum? „Der Hauptgrund legt selbstverständlich darin, daß in Gestalt des Kommunistischen Jugendverbandes der Haupftreichtum des Landes heranwächst. In Gestalt des Kommunistischen Jugendverbandes besitzen wir die Kampfgruppe, die später die Reihen der alten Kämpfer für den Sozialismus ablösen wird.” Unsere Parteiorganisationen sollten diese Hinweise sehr ernst nehmen und von der KPdSU lernen, mit welcher Fürsorge man täglich die Erziehung der jungen Menschen lenken und leiten muß. Bis zum Abschluß des Umtausches der FDJ-Dokumente sind es nur noch wenige Wochen. Zweifellos sind bisher bei der Durchführung des Umtausches bedeutende Erfolge erzielt worden. Es gibt aber auch noch zahlreiche Schwächen und Fehler, die einen politisch wirkungsvollen und termingemäßen Abschluß dieser Aktion gefährden können, Die Ieitenden Organe der Partei sollten daher öhne Verzug mit den Genossen der FDJ darüber beraten, wie diese Schwächen mit Hilfe der Partei überwunden werden können. Die wichtigste Aufgabe bDesteht jetzt darin, den in zahlreichen Leitungen der FDJ noch herrscherden Bürokratisruus: zu überwinden. Die Leitungen der FDJ müssen vor allem dorthin gehen, wo die Jugend ist. Ihre Aufgabe ist es, ein richtizes frohes Jugendleben zu organisieren. Dazu gibt es Hunderte vın MöÖöglichkeiten. Nur dort, wo der Bürokratismus zu Hause ist, wo sich die leitenden Funktionäre der FDJ selbst nicht mehr jung fühlen, kann so etwas wie im Bezirksverband der FDJ in Berlin vorkammen. Die Berliner Jugend war sich Püngsten selbst überlassen, weil die FD glaubte, es genüge, wenn man für Zehntausende von Jugendlichen eine Wanderung organisiere! Es versteht sich, daß dort, wo die Leitungen der FDJ den Bedürfnissen der Jugendlichen nicht. Bechnumg tragen, den verborgenen Volksfeinden Möglichkeiten eröffnet werden, den natürlichen Tatendrang unserer Jungen und Mädel geschickt für ihre dunklen Ziele auszunutzen. Ein großer Mangel besteht bisher darin, daß die Beseitigung. der während der Umtauschaktion aufgedeckten Mängel off „vergessen“ wird. Die Parteileitungen sollten deshalb den FDJ-Leitungen helfen, die Kritik der FDJ-Mitglieder ernster zu nehmen, die Dositiven Vorschläge schneller zu verwirklichen und regelmäßig der Jugend Rechenschaft zu geben. Äußerst dringend ist die Hilfe der Parteiorganisationen, wenn es darum geht, den Umtausch der FDJ- Dokumente engstens mit der Aufklärung der Jugend über die gr0- Ben Aufgaben beim Aufbau des S0zialismus, im Kampf gegen die Schandverfträge von Bonn und Paris und bei der Vorbereitung der IV. Weltfestspiele der Jugend in Bukarest zu verbinden. Die Jugend stellt viele Fragen, Sie will wissen, was der Aufbau des Sozialismus für sie bedeutet, wie ihr künftiges Leben aussehen wird, wie wir die Einheit Deutschlands erkämpfen und die Machenschaften der Feinde unseres Volkes durchkreuzen können, Am lebendigen Beispiel und in Verbindung mit ihren persönlichen Interessen muß unseren Jugendlichen gezeigt werden, welche Perspektiven die Jugend in der Deutschen Demokratischen Republik im Gegensatz zur Jugend in Westdeutschland hat, wie unser neues Leben aussieht und wer die Feinde unserer Republik sind. Schr wichtig für den termingemäßen Abschluß der Umtauschaktion ist die bessere und planmäßige: Organisierung der Arbeit der Leitungen. und der Kommissionen, Die leitenden Organe der Partei sollten hierbei der FDJ helfen, den Erfahrungsaustausch der Kommissionen zu organisieren, da dieser die Haupimethode der Anleitung der Kommissionen 15t. Auf der zweiten Mitgliederversammlung‘ der Freien Deutschen Jugend. zum Umtausch der Dokumente wird sich zeigen, inwieweit die einzelnen Einheiten durch diese Kampagne DBolitisch, ideologisch und organisatorisch gewachsen sind und geslärkt wurden. Bei der Vorbereitung. dieser Mitgliederversammlungen sollten die Parteileitungen in. ihrer unterstützenden Tätigkeit darauf achten, daß langfristige Pläne zur patriotischen Erziehung der Jugend aufgestellt werden, so daß die Mitgliederversammlung. imstande ist, konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeit zu beschließen, Sie sollten ferner darauf achten, daß bei den Nachwaäahlen in die Leitungen der FDJ solche Jugendliche gewählt werden, die sich als Mitglieder der Kommissionen beim Umtausch der FDJ-Dokumente hervorragend bewährt haben, Mit diesen neuen Kadern an der Spitze des Verbandes wird die Freie Deutsche Jugend ihre Aufgaben als aktiver Helfer und Kampfreserve der Partei bei der Schaffung der Grundlagen des Sozialismus in Ehren erfüllen, Haupidelegierienkonferenz der Vereinigung Demokratischer Juristen Berlin (Eig. Ber.). Die Delegierten der über 4000 Mitglieder um£fassenden Vereinigung Demokratischer Juristen nahmen am Miltwoch im Haus der Kulturschaffenden ein neues Statut an und wählten einen neuen Vorstand, der dazu Dbeitragen wird, in der künftigen Arbeit der Vereinigung eine Wende herbeizuführen... Die Juristen protestierten gegen den unverhüllten Rechtsbruch im Fall Rosenberg und forderten ın einer Resolution die Absetzung des Hinrichtungstermins, ORGAN DES ZENTRALKOMITEES DER SOZIALISTISCHEN EINHEITSPARTEI Berlin, Donnerstag, 4. Juni 1953 Wachsende Hoffnung in Westdeutschland auf Vierergespräche „Hannoversche Presse“: Adenauer sieht Spaltungs- und Kriegspläne gefährdet Bonn (Eig. Ber.). Die reale Möglichkeit einer Verständigung der Großmächte, wie „Prawda“-Artikel gegeben ist, läßt nachstehenden Meldungen. zeigen — täglich breitere Kreise der westdeutschen Bevölkerung die Forderung nach einer Viererkonferenz und Lösung aller strittigen Probleme erheben. In wachsendem Maße wird von ihnen erkannt: Wenn man eine Verständigung will, muß man Adenauers StOrversuchen entgegenwirken. Wie groß Adenauers Angst vor einer Verständigung ist, wurde der westdeutschen Bevölkerung besonders klar durch einen Ausspruch Adenauers, den der Bonner Korrespondent der „New York Times“, Drew Zeitung veröffentlicht Middleton, Den Wunsch der westdeutschen Bevölkerung nach Vierergesprächen gab am 30. Mai besonders eindringlich der bayerische. Rundfunk in einem Kommentar wieder, in dem gleichzeitig der Wert jeder anderen Konferenz bezweifelt wurde, die ohne sow7letische Vertreter stattfindet. Der Kommentator erklärte wörtlich: „Können die Großmächte nicht endlich diese ganze unwahrhaftige Verkrampfung aufgeben und in lockerer Form ohne vorgefaßtes Programm und besonders ohne festgelegte Marschroute miteinander reden? Ich habe in dem Artikel der Moskauer ‚Prawda' nichts gelesen, was dieser Methode widersprochen. hätte.“ Der westberliner „Kurier“ weist in seiner Mittwoch-Ausgabe darauf hin, daß auch „das Ausland zunehmenXd nervöser auf jene Bonner Aktionen reagiert, die einen Frieden um jeden Preis zu verhindern trachten“. Die Düsseldorfer Zeitung „Der Mittag“ wendet sich in einem Leitartikel entschieden gegen die Verin seiner sie durch den wie unsere nach fIriedlicher hat. suche. Adenauers, einer Viermächtekonferenz Schwierigkeiten in den Weg zu legen, „Wo „doch alles darauf ankäme, mitzuhelfer, solche Schwierigkeiten zu beseitigen“. Besonders eingehend befaßt sich die bürgerliche „Frankfurter Rundschau“ mit den Torpedierungsversuchen Adenauers, Ihr Bonner Korrespondent, Fried Wesemann, schreibt, daß die Torpedierungsversuche Adenauers und vor allem die Entsendung des Bonner: Ministerlaldirektors Blankenhorn in geheimer Mission. nach Washington sogar bei den Abgeordneten der Regierungsparteien Kritik und Widerstand hervorrufen, Die „Hannoversche Presse“ untersucht in einem Artfikel die Gründe, die Adenauer dazu bewegen, mit allen Mitteln gegen eine Verständigung der Großmächte zu operieren, Das Blatt schreibt: „Nahezu über Nacht hat sich eine bemerkenswerte Nervosität der Bundesregierung bemächtigt. Eine Tieberhafte außen- Danach erklärte Adenauer: „Es kommt im Augenblick nicht darauf an, was die Russen auf einer Konferenz sagen werden, sondern auf die Auswirkung, die die Aussicht auf eine Konferenz in Europa haben würde,” Diese Auswirkung, die Adenauer so sehr fürchtet, ist das Nichtzustandekommen der Kriegsabmachungen von Bonn und Paris. Damit aber steht und fällt das Adenauer-Regime, Darum entsandte Adenauer seinen fliegenden Boten nach Washington zu seinen einflußreichen Gönnern. Aber diese Rüstungsbosse sind durch die wachsende Aussicht auf Verständigung selber in größter Panik. Die gestern gemeldeten neuen Kursstürze an der New-Yorker Börse sind ein sehr deutliches Barometer dieser „Friedensfurcht“. politische Aktivität, wie sie möglichen Bemühungen um die Wiederherstellung der deutschen Einheit in. der Vergangenheit würdig gewesen wäre, aber nie zu verzeichnen war, geht von Bonn aus, Anlaß ist allein die Aussicht, daß das Konzept kleineuropäischer Politik mit der Abgrenzung an der Elbe durch weitgreifende Überlegungen im gesamtpolitischen Zusammenhang gestört werden könnte, Die weltpolitische. Entwicklung schickt sich an, über des Kanzlers Pläne hinwegzugehen., Die Chance der Bundesregierung, weiterhin bei der Fassade blasser Deklamationen einer angeblich von ihr tatkräftig angestrebten Wiedervereinigung Deutschlands, das Kleineuropa der EVG weiter bauen zu können, droht zunichte zu gehen. Das Bild, das sich zeigt, ist die Angst, die restaurative Politik Kleineuropas könnte überrundet werden von der Politik, mit der allein das Schicksal ganz Deutschlands, Europas und der Welt zum ‚Besseren zu wenden 1:t." Bereits 6000 Hausgemeinschaften im Bezirk Dresden Zahlreiche parteilose Patrioten wurden in die Leitungen gewählt Berlin (Eis. Ber.). Zu eindrucksvallen Demonstrationen DBatrioti- “scher Tatbereitschaft gestaltet die Bevölkerung die Wahl der Leitungen der Haus- und Hofgemeinschaliten, die in allen Kreisen der Republik und im demokratischen Sektor von Berlin begonnen haben. Der festliche Schmuck vieler Häuser und Straßen, die mit großer Aufgeschlossenheit geführten Diskussionen und. besonders die überall übernommenen. Selbstverpflichtungen zeigen die stürmisch wachsende politische Aktivität der Bevölkerung der Republik, besonders auch der Parteilosen, im bpatriotischen Kampf der Nationalen Front um Einheit, Frieden und Sozialismus. Dresden (ADN). Von den im vergangenen. Monat gebildeten 3750 Gemeinschaften im Bezirk Dresden haben bereits 1700 ihre Leitungen gewählt. Insgesamt erhöhte sich die Zahl der im Bezirk bestehenden Haus- und Hofgemeinschaften auf 6000. Auf der Kreisarbeitstagung der Nationalen Front in Löbau gab der DDarteilose werktätige Bauer Pfeiffer aus Rennersdori bekannt, daß in seiner Gemeinde bereits 29 Haus- und Hofgemeinschaften gebildet wurden und daß sich die werktätigen Bauern verpflichtet haben, ihr Soll an pflanzlichen und tierischen Produkten vorfiristig abzuliefern, Bei einer Wahlbeteiligung von 95 Prozent wurden in dem an der Demarkationslinie ‚gelegenen Ort Palingen 57 Patrioten, zum größten Teil Parteilose, in die Leitungen gewählt. Die Einwohner übernahmen in den Wahlversammlungen zahlreiche Verpflichtungen zur Sicherung der verlustlosen Einbringung der Ernte sowie zu verstärkter Wachsamkeit gegenüber Saboteuren und Agenten. Schwerin (Eig: Ber). Bei den Wahlen der Leitungen von 40 Hausgemeinschaften in Schwerin gingen fast alle Hausbewohner Verpflichtungen ein. 50 will die Hausgemeinschaft „Ruderklubhaus“ am Schweriner See geschlossen. an allen patriotischen Kundgehbungen teilnehmen und alle Einwohner für die Mitarbeit am Nationalen Aufbauwerk gewinnen. Die Hausgemeinschaft „Straße der Nation 5“, die sich aus drei Häusern zusammensetzt, faßte den Beschluß, regelmäßige eine Wandzeitung mit Bil= dern und aktuellen Beiträgen. herauszugeben. In der Gemeinde Kuhs, Kreis Güstrow, die für ihre hervorragende Arbeit die Wanderfahne. der Naticnalen Front erhielt, zeigte sich die pafriotische Bereitschaft der Einwohner besonders in der Saatkartoffelbeschaffung. Aufklärer gingen von Haus zu Haus, sprachen mit den Einwohnern und konnten so 24 dz Saatkartoffeln als Ergebnis dieser Aufklärungsarbeit be«* reitstellen. Zum Beschluß der 13. Tagung des ZK der SED Um 14 Prozent höhere Normen in den Kisenerzegruben West Badeleben. Aus dem VEB EKEisenerzgruben West, Badeleben, schreibt uns der Werkleiter_ Markowitsch: „Uns gelang es, in den letzten Wochen durch hervorragende Froduktionsleistungen die Planrückstände des I, Quartals aufzuholen. Ausschlaggebend waren dabei die freiwilligen Normenerhöhungen der Kumpel, die dadurch ihre Normen mit dem Plan in Übereinstimmung brachten. An erster Stelle in der Normenerhöhung steht die Brigade Germer, die im Rahmen eines Franik-Verirages anläßlich des 1. Mai die Verpflichtung einging, ihre Normen im horizontalen Bohren um 10 Prozent, im Vertikalen Böhren bis 5 Meter um 23 Prozent und für das Nachnehmen der Sochle um 62 Prozent zu erhöhen. Durch die Einführung von Bohrstützen und die Verbesserung der Arbeitsorganisation waren günstige Voraussetzungen dazu geschaffen, Die Brigade Germer erfüllte trotz der großen Normenerhöhung ihre Norm im Monat Mai mit 105 Prozent. Die Schreitbaggerbrigaden in unserem Werk haben ihre Normen eb 1. Juni um 12 Prozent erhöht und die ersten technisch begründeten Arbeitsnormen Iür Schreitbagger in der DDR geschaffen. Hier zeigt sich, daß es unter Anwendung der höchsten Technik möglich ist, die Leistung bedeutend zu steigern. Die Aufbereitungsanlage erhöhte ihre Gesamtnorm um 16 Prozent. Auch die Gleisbaubrigaden erhöhten freiwillig ihre Normen um 15 Prozent. Die Bohrbrigaden erhöhten ebenfalls ihre Normen um 12 Prozent. Dadurch wurde es uns möglich, sämtliche Normen, nach denen zur Zeit gearbeitet wird, im Durchschnitt um 14,4 Prozent zu erhöhen, Bei den Diskussionen unter. den Arbeitern war uns der Beschluß der 13. Tagung des ZK eine große Hilfe, Die Diskussionen führten zu einer scharfen Kritik an der bestehenden Arbeitsorganisation und verpflichten uns besonders, die Stillstandszeiten zu senken. Durch die Verwirklichung des Beschlusses der 13. Tagung des ZK war es uns möglich, unsere Arbeitsproduktivität in den letzten zwei Monaten um 70 Prozent zu steigern und die Selbstkosten um. 4 Prozent unter den Plan zu senken. Zum ersten Male konnten wir auf Subventionen verzichten.“ DEUTSCHLANDS 8. (64.) Jahrgang / Nr. 128 / Einzelpreis 15 Pf Frauendelegationen zum Weltkongreß verabschiedet Zusammen mit den Delegierten aus Birma, Indonesien, Österreich und der Deutschen Demokratischen Republik wurde am Mittwoch in Berlin die Frauendelegation der Volksrepublik China, die an dem am 5. Juni Kopenhagen beginnenden Weltkongreß der Frauen teilnimmt, feierlich verabschiedet, Unser Bild zeigt Frau Wilhelmine Schirmer-Präöscher, Stell» vertreterin des Oberbürgermeisters von Groß-Berlin und 2. Vorsitzende des DFD, mit der chinesischen: Delegationsleiterin, Frau Li Teh-Chuan (Zweite von rechts). — Eine südamerikanısche Frauendelegation, die ebenfalls am Weltkongreß der Frauen teilnehmen wird, ist am Mittwoch in Hamburg durch die bekannte Friedenskümpferin Hilde Benthin und andere westdeutsche Frauen begeistert begrüßt worden, Unter den 13 südomerTikanischen Friedenskämpferinnen befand sich auch die Stalin-Friedenspreisträgerin und Völkerkongreßdelegierte Elisa Branco aus Sao-Paulo, die wegen ihres mutigen Kampfes gegen den Krieg in Korea zu vier Jahren Gefängnis verurteilt worden war Foto: Zühlsdoörf Fallt den faschistischen Mördern in den Arm! Anklage der Rosenbergs aus der Todeszelle gegen verbrecherische USA-Justiz New York (ADN/Eig. Ber.). Das Ehepaar Ethel und Julius Rosenberg, das am 18. Juni, dem Varabend seines vierzehnten Hochzeitstages, auf dem elektrischen Stuhl in. Sing-Sing ermordet werden‘ soll, hat es am Dienstag erneut mutig und aufrecht abgelehnt, auf Drängen der amerikanischen Gestapo (FBI) ein falsches „Geständnis“ zu unterzeichnen, um mit Hilfe verleumderischer Erklärungen sein Leben zu retten. In einem von dem Verteidiger Bloch veröffentlichten Telegramm aus dem New-Yorker Gefängnis werden erneut mit aller Schärfe die Erpressungsversuche der amerikanischen ‚Justizbehörden zurückgewiesen. In dem Telegramm heißt es: „Das Justizministerium der Vereinigten Staaten von Amerika hat uns am Dienstag ein Geschäft angetragen. Man schlug uns vor, daß unser Leben gerettet würde, wenn wir mit der Regierung zusammenarbeiten. Die Regierung hat durch ihre Aufforderung an uns, die Wahrheit — unsere Unschuld — zu leugnen, selbst ihre Zweifel an unserer Schuld zugegeben,. Wir werden uns nicht dazu hergeben, die schmutzigen Akten eines betrügerischen Schuldspruches und eines grausamen Urteils‘ zu säubern, Wir erklären jetzt und für alle Zeiten feierlich, daß wir uns nicht einmal. unter dem Schmerz des Todes zwingen. lassen werden, falsche Aussagen zu machen und unsere Rechte als freie Amerikaner der Tyrannei auszuliefern. Unsere Achtung vor der Wahrheit, vor dem Gewissen und vor der Tre Schlichen Würde ist unverkäuf- Sollten wir hingerichtet werden, so würde es ein Mord an unschuldigen Menschen sein, und die Schande wird eine Schande Iür die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika sein. Ob uns das Leben erhalten bleibt oder nicht, die Geschichte wird zeigen, daß wir Opfer des ungeheuerlichsten Schauprozesses in der Geschichte unseres Landes waren.“ Berlin (Eie. Ber.). Die Absicht. der USA-Henker, das Ehepaar Rosenberg am 18. Juni zu ermorden, muß für alle Deutschen in Ost und West das Signal zu Massenoretesten an Präsident Eisenhower sein, 170 Werktätige der westberliner Güterbahnhöfe Spandau-West und Staaken appellierten an den USA- Präsidenten, dem Willen der friedliebenden Menschen in aller Welt zu entsprechen und die umgehende Freilassung der beiden Friedenskämpfer zu veranlassen. In ‚einem Protestschreiben, das der Schriftsteller Georg W. Pijet aus Berlin-Reinickendorf-West dem Obersten USA-Gerichtshof üÜübermittelte, heißt es: „Sie dürfen diesen Justizmord nicht auf sich laden! Jeder Glaube an Ihre Rechtlichkeit stürbe mit auf dem elektrischen Stuhl.“ MTS „Walter Ulbricht“ zur Ernte bereit MTS Brand-Erbisdorf beendet Reparaturprogramm bis 13. Juni Bismarck (Eig. Ber). Die MTS „Walter Ulbricht“ in Bismarck, Bezirk Magdeburg, hat ihr Reparaturprogramm zur Vorbereitung der Ernte restlos durchgeführt. Die Traktoren sind für die Grasmahd einsatzbereit. Sieben Maschinen sind mit Anbaumähbalken ausgerüstet. In allen Gemeinden des MTS- Bereiches wurden Binderbesatzungen, Freundschaftsfahrer und Druschmaschinisten geworben. Für die Pflegearbeiten wurden erstmalig Versuche mit der Kopplung. von zwei Düngerstreuern unternommen. Brand-Erbisdorf (ADN). Ihr gesamtes: Reparaturprogramm an Erntemaschinen und Traktoren wollen die Traktoristen und Techniker der MTS Brand-Erbisdorf im Bezir’k Karl-Marx-Stadt bereits bis zum 13. Juni beenden. Gegenwärtig werden alle Schlepper gründlich geprüft. Das volkseigene Schmiedekombinat „Einheit“ in Brand-Erbisdorf stelite der MTS zur Unterstützung während der KReparaturarbeiten zwei Schlosser zur Verfügung. Fine Ausstellung von Fälschungen | von 4.5o1ldatow Dionigi Judicone, ein Einwohner Roms, hat unlängst etwas sehr Sonderbares erlebt. Eines. Abends. schlenderte er durch die Straßen der Ewigen Stadt und erblickte an einem Gebäude ein resengroßes Reklameschild, das jeden Italiener aufforderte, unbedingt die Ausstellung mit der verlockenden Benennung „Jenseits des eisernen. Vorhangs“ zu besuchen, Wißbegierig wie er ist, ging Judicone hin. Es erwies sich, daß die Ausstellung dien Ländern der Volksdemokratie galt, Sie wollte beweisen, daß in jenen Ländern Finsternis und Öde herrschen, daß „drüben“ keine Sonne scheine, kein Korn wachse, keine Kinder geboren werden. und überhaupt die Menschen nicht leben. Jene aber, die wie durch ein Wunder am Leben geblieben seien, hätten unter Iortwährenden Entbehrungen und Verfolgungen zu leiden. Al dies sollte durch die Zahlreichen. Photos, Plakate und Diagramme erhärtet werden. Marktschreierische Losungen „verallgemeinerten“ das ausgestellte Materilal. Signore Judicone ging von einem Stand zum andern. Doch plötzlich blieb er wie angewurzelt vor einem großen Photo stehen. Es stellte einen noch nicht alten Mann dar, und darunter war zu lesen, daß er in einem der volksdemoekratischen Länder.lebe, früher dem Mittelstand angehört habe und heutz „ein Sklave der Kommunisten“ sei, Auf dem Photo sah Dionigi Judicone niemand anderen als sich selbst. Ja, das war er, wie er leibt und lebt! Da kKkonnte sich Signore Judicone auch sofort erinnern, daß vor etwa zweı Wochen ihn ein Bildreporter aufgesucht und überredet hatte, sich angeblich Iiür ein Reklameplakat photographieren zu lassen. Jetzt stand das Photo ausgestellt, und jedermann konnte es schen, Dieser Einwohner von Kom aber sollte hier wvielleicht einen Bulgaren, vielleicht einen Ungarn abgeben, der „unter dem Joch der Kommunisten schmachtet“. Zutiefst empört, begab sich Judicone in die Räume der Direktion, Und dort fand etwa Lalgendes ZwWiegespräch statt: „Sienore Direktor, stellung ist verlogen!“ „Was unterstehen Sie sich, Signore! Unsere Ausstellung haben hohe Persönlichkeiten eröffnet. Der Eröffnung wohnte der hochverehrte Signore Tupini in eigener Person bei, Staatssekretär beim Vorsitzenden des Ministerrates, Sie...“ ‘ „Und trotzdem ist die Ausstellung verlogen! Ich behaupte das!“ „Signore, Ihre Worte werden Ihnen teuer zu stehen kommen! Unsere Ausstellung ist von der worden, und diese weiß mit solchen Radaubrüdern fertig zu werden, Wer sind Sie überhaupt?“ „Ein Opfer Ihrer Ehrlosigkeit, Signore, Statt nur zu drohen, sollten Sie lieber mitkommen.“ Ihre Aus- Das Gespräch wurde wieder aufgenommen, als die beiden vor dem unglückseligen Photo standen. „Wen stellt das wor, Signore Direktor? Wen, möchte ich wissen!“ „Ja... hm,.. eine frappante Ähnlichkeit.“ „Nichts da von Ähnlichkeit. Das bin ich selber, Hier, meine Nase, meine Augen, meine Hände, sogar mein Anzug, Ich verlange, daß diese Fälschung sofort entfernt wird.“ „Ich kann’s nicht, Signore,. Gestern waren wir schon gezwungen, ein Photo abzunehmen. Es sollte einen Sozialisten aus den Ländern ‚drüben‘ darstellen, der ein Sklave der Kommunisten geworden ist. Ganz im Vertrauen, Signore: Alfredo Nardecchia, wie Sie ein Einwohner Roms, erkannte in diesem Sozialisten sich selber. Es hat‘ einen Krach gegeben, und wir mußten das Photo abnehmen, und dadurch sind wir um eins unserer besten Stücke gekommen...* „Was gehen mich die anderen an? Ich verlange, daß mein Bild von hier wegkommt!“ „Um Gottes willen, Siznore! Gestern ein Bild weg, heute eins; mergen kommt noch jemand. Was bleibt denn da von der Ausstellung übrig....?“ „Also, Sie weigern sich, Signore Direktor? Schön! Morgen werden die römischen Blätter von Ihrer Fälschung erfahren...* „Beruhigen Sie sich doch, Signorel! Um der heiligen Madonna willen, Ihre. Beweise sind zweifellos überzeugend, alles wird kommen,“ Nach diesen Beteuerungen verließ Dionigi Judicone die Ausstellung in der Absicht. nie zurückzukehren. Doch sein Vertrauen zu den Propagandisten aus der „Katholischen Aktion“ hatte stark gelitter:, und so beschloß er, am 14. Mai auf der Ausstellung von Fälschungen nochmals nachzusehen. Man kann sich leicht dıe. Entrüstung des: Mannes vorstellen, als er sem Bild wieder entdeckte, und zwar mit einigen Veränderungen und Ergänzungen: mit. einem Schnurrbart, den. Siegnore Judicone nie hatte! Genauso kühn war das Porträt von Alfredo Die emnäörten Besucher, die. davon erfuhren, wveranlaßten die Direktion, die gefälschten. Bilder abermals wegzunehmen,. Doch. es gab immer neue Enthüllungen.. In. einem Photo, das einen „Maurer“ aus einem Land der Volksdemokratie darstellen sollte, erkannten die Ausstellungsbesucher einen verkleideten Ansager aus. dem Regierungsrundfunk. Es wurde bewiesen, daß das Photo, welches einen „Überfall der Volkspolizei der DDR auf die Opposition“ darstellen sollte, in Wirklichkeit einen. Überfall der Bonner Polizisten auf werktätige Demonstranten im Bilde festhielt. Demokratische Zeitungen, brachten den Brief eines Photographen, in dem dieser mitteilte, daß die von ıhlm herrührenden Photos ohne sein Wissen in Ordnung Nardecchia. geändert und gefälscht worden waren... Die Reaktion mußte zum Rückzug blasen: Das Blatt „Il Messaggero“ erklärte, die gefälschten Photos seien „Symbole“ und nicht „echte Urkunden“! So ward die gefälschte, Ausstellung ‚zur Schau“ stellung: der Schmaäch für deren Veranstalter. Am 7. Juni sollen in Italien Parlamentswahlen stattänden. Die "Christlich-Demokratische Partei tut ihr möglichstes, um Vertreter der Werktätigen nicht ins Parlament zu lassen. Im Wahlkampf hält sich diese Partei an das alte Jesuitenprinzip: -der Zweck heiligt die Mittel. Die Ausstellung von Fälschungen über die Länder der. Volksdemokratie ist ein anschaulicher Beweis dafür, mit was für Methoden de Gasperi und seine Partei bemüht sind, das italienische Volk irrezuführen, die Autorität‘ der Kommunisten. zu untergraben und sich an der Macht zu halten. Doch Tatsachen sind nicht aus der Welt zu schaffen. Durch. keinerlei Fälschungen kann man die Entbehrungen des italienischen Volkes und den wachsenden Wohlstand der Werktäligen in den Ländern der Volksdemokratie verheimlichen,. Die geschilderte Mache der „Katholischen Aktion“ hat sich gegen die Fälscher selhst gerichtet. (Aus der sowjetischen Wochenzeitschrift „Neue Zeit” Nr, ZU

English translation

=== [Page 1] === --- Relevant article (German, corrected transcription from OCR) --- Frauendelegationen zum Weltkongreß verabschiedet Zusammen mit den Delegierten aus Birma, Indonesien, Österreich und der Deutschen Demokratischen Republik wurde am Mittwoch in Berlin die Frauendelegation der Volksrepublik China, die an dem am 5. Juni in Kopenhagen beginnenden Weltkongreß der Frauen teilnimmt, feierlich verabschiedet. Unser Bild zeigt Frau Wilhelmine Schirmer-Pröscher, Stellvertreterin des Oberbürgermeisters von Groß-Berlin und 2. Vorsitzende des DFD, mit der chinesischen Delegationsleiterin, Frau Li Teh-Chuan (Zweite von rechts). – Eine südamerikanische Frauendelegation, die ebenfalls am Weltkongreß der Frauen teilnehmen wird, ist am Mittwoch in Hamburg durch die bekannte Friedenskämpferin Hilde Benthin und andere westdeutsche Frauen begeistert begrüßt worden. Unter den 13 südamerikanischen Friedenskämpferinnen befand sich auch die Stalin-Friedenspreisträgerin und Völkerkongreßdelegierte Elisa Branco aus São Paulo, die wegen ihres mutigen Kampfes gegen den Krieg in Korea zu vier Jahren Gefängnis verurteilt worden war. Foto: Zühlsdorf --- English translation --- Women's delegations seen off to the World Congress Together with the delegates from Burma, Indonesia, Austria and the German Democratic Republic, the women's delegation of the People's Republic of China, which is taking part in the World Congress of Women opening in Copenhagen on 5 June, was ceremonially seen off in Berlin on Wednesday. Our picture shows Mrs Wilhelmine Schirmer-Pröscher, deputy mayor of Greater Berlin and 2nd chair of the DFD, with the Chinese delegation leader, Mrs Li Teh-chuan (second from right). – A South American women's delegation, which will likewise take part in the World Congress of Women, was enthusiastically welcomed on Wednesday in Hamburg by the well-known peace campaigner Hilde Benthin and other West German women. Among the 13 South American peace campaigners was also the Stalin Peace Prize laureate and People's Congress delegate Elisa Branco from São Paulo, who had been sentenced to four years in prison for her courageous struggle against the war in Korea. Photo: Zühlsdorf