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Neues Deutschland, 17 November 1954, S. 8: Gemeinsam sind wir Frauen stark

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NEUES DEUTSCHLAND 11. November / Nr.. 210 / Seite Konsum als Weihnachtsmann In der Konsum-iLebensmittel- Verkaufsstelle in der Stalinallee wurde ein Geschenkversanddienst zum Weihnachtsfest eingerichtet. Die Kunden können in der Ver kaufsstelle Bestellungen für Pakete aufgeben, die dann je nach Wunsch von den Verkäuferinnen zusammen gestellt werden. Für das Verpakkunqsmaterial wird eine DM be rechnet, zuzüglich der amtlichen Postgebühren. Die Pakete werden direkt von der Verkaufsstelle an die Post zur Weiterleitung an den vorgesehenen Bestimmungsort in der DDR übergeben. Vorbestellun gen werden auch telefonisch unter der Nummer 58 08 01, Apparat 154, entgegengenommen. Kundgebung des Berliner Friedensrates Neue Rollerrennbahn am Nordbahnhol Die Bauarbeiten an der neuen Hollerrennbahn in der Eichendorffstraße nahe dem Nordbahnhof sind in vollem Gange, denn sie sollen noch in diesem Jahr abgeschlossen ¦werden. Verkehr am Bußtag und Totensonntag Zur Bewältigung des Friedhofs-* Verkehrs am Bußtag und Toten sonntag verstärkt die BVG den Verkehr auf folgenden Linien: Straßenbahn: Linie 3, 4, 46, 63, 69, 70, 72, 74, 84, 87, 91, 92, 95 und 96; Obus: Linie 30; Omnibus: Linie A 8, A 42, A 45 und A 46. Außerdem verkehren zwischen S-Bahnhof Baumschulenwefi und Krematorium Kiefholzstraße Sonderomnibusse. Gewinn-Quoten der Berliner Bärenlottene Die Gewinner des Zahlenlottos 1. Rang: kein Gewinner; 2. Rang: 34 Gewinner, je 22 090 DM; 3. Rang: 3908 Gewinner, je 104 DM; 4. Rang: 113 246 Gewinner, ie 3,50 DM. Außerdem 500 Prämien zu ie 100 DM. (Zahlenangaben ohne Gewänr.) Am Dienstag feierten die Bauarbeiter in Treptow das Richtfest der Abteibrücke der Goldregen sprühte, war es schwer zu sagen, ob er oder die „Weiße mit Schuß" so tischte. „Zenner wird aber nicht nur schöner, es wird auch bedeutend größer. Ein Cafe, ein Restaurant, der große Tanzsaal und eine Bier stube werden den Berlinern Ge legenheit bieten,. vergnügte Stun den bei „Zenner" zu verleben. In der warmen Jahreszeit stehen den Gasten noch die. Terrasse und der herrliche, am Wasser gelegene Garten zur Verfügung. über „Zenner" ilaüern die Bänder der Richtkrone Die Beute brachte er in Spielhöllen durch Erst 17 Jahre alt ist Christoph J., den die Jugendstrafkammer des Stadtbezirksgerichts Mitte am Frei tag wegen schweren Raubes zu fünf Jahren Freiheitsentzug verurteilen mußte. In den Abendstunden des 16. Sep tember hatte er nach dem Muster amerikanischer Gangsterfilme auf die Verkäuferin eines HO-Ladens in Biesdorf, Köpenicker Straße, einen Raubüberfall verübt. Mit einer Seltersflasche schlug er sie hinterrücks nieder und stahl aus der Ladenkasse 700 DM. Als ihn die Volkspolizei zwei Tage spater festnahm, besaß er von dem ge raubten Geld nur noch 55 DM. Das andere hatte er in einem westber liner Spielkasino durchgebracht. Gangsterfilme und Spielhöllen, das sind auch diesmal wieder die entscheidenden Faktoren, die einen Jugendlichen zum skrupellosen Ver brecher machten. Christophs Ent wicklung hatte mit dem Tod des Vaters, der 1944 im Kriege fiel, einen Bruch erhalten. Die Mutter wurde seiner nicht mehr Herr. Er kam schließlich als schwererziehbar in ein katholisches Heim, spater in den Jugendwerkhof „Struves Hof Als die Mutter ein zweites Mal heiratete, schien wieder Ordnung in Christophs Ganesterlaufbahn hat ein schnelles Ende gefunden. Zwei fellos ist auch dieser 17jährige, wie mancher Jugendliche m unserem gesnaltenen Berlin, ein Opfer der westberliner Einflüsse geworden, die nun einmal n'cht vor Sektoren grenzen Halt machen. Aber konnte man den Jugendlichen nicht davor bewahren? Fast ein Dutzend Ar beitsstellen hatte Christoph J. in den letzten Jahren, auf allen bum melte er herum. Das war nicht nur den Eltern, sondern auch den Be tneben bekannt, in denen es Betriebsgewerkschaftsleitungen und FD.T-Retr "bsaruppen gibt. Niemand kümmerte sich aber darum, was dieser Jugendliche trieb, wenn er der Arbeit fernblieb. Gemeinsam sind wir Frauen stark Delegierte der IDFF besuchten Werk für Fernmeldewesen Im VEB Werk für Fernmelde wesen Berlin - Oberschöneweide weilte eine internationale Frauen delegation, die auf Einladung der IDFF die Deutsche Demokratische Republik besucht. Der Delegation gehören an: Soia Iwanowa. Stell vertretende Generalsekretänn der IDFF, Sowjetunion; Yang Yun, China; Molli Mandel, Großbritan nien; Beatrice Johnson, Vereinigte Staaten; Jeana Tetart, Frankreich; Euaenie Kiranowa, Bulgarien; Helvi Laine. Finnland: Frau Pauran, Iran; Frau Maasie, Indonesien; Irma Seranta, Chile; Elena Boaventural Brasilien und Marie-Therese Frs-nces, Spanien. Nach einer Besichtigung des Be triebes, an der auch Frauen aus Westberlin teilnahmen, fand im Kulturhaus des Werke« eine Aus sprache statt, auf der Delegalionsmitglieder- "nd Berliner Frauen von ihrem Kampf um den Frieden ber richteten. Die Grüße der Frauen aus Finnland Schweden und Nor wegen überbrachte die Delegierte Helvi Laine. Sie rief allen An wesenden zu, sich verstärkt für den Weltfrieden einzusetzen, denn allein sind wir nichts. aber ge meinsam sind wir Frauen stark. Die Frauen Brasiliens sind eben falls ständig bemüht, den Frieden zu erhalten und setzen sich für die Unabhängigkeit ihres Landes ein, sagte Elena Boaventura. „Ein Ausdruck dafür ist der Kongreß der Frauen von Rio de Janeiro, auf dem 368 Frauen aus neun Ländern einmütig zum Ausdruck brachten, sich für ein besseres Leben der Frauen und Kinder einzusetzen. Wir Frauen in der Sowjetunion so führte Soia Iwanowa aus, „ver folgen mit großem Interesse den Kampf der deutschen Frauen um die Wiedervereinigung ihrer Hei mat. Im Kampf um die Einheit Deutschlands habt ihr die Unter stützung der Frauen aller Länder. Die Frauen der Sowietumon wün schen euch dabei baldigen Erfolg." In einer einstimmig angenommenen Entschließung verpflichteten sich die anwesenden Frauen, auf Versammlungen, Zusammen kunften, den erneuten Vorschlag der Sowjetunion zu erläutern. In der Entschließung werden ferner die Kolleginnen des Werkes aufgerufen alle Kräfte einzusetzen, damit der Frontstadt-Senat durch einen Senat des Friedens ersetzt wird. D-@p lB©pflifffl®P/^^'^v5$*^fP 1950 noch in Arbeit heute zum Feiern gezwungen Die Wahl zum Abgeordnetenhaus des Berliner Senats am 5. Dezem ber ist für uns westberliner Ar beitslosen von großer Bedeutung. Wir haben jetzt Gelegenheit, mit unserer Stimme die Kandidaten in das Abgeordnetenhaus zu bringen, die dort unsere gerechten Forde rungen vorbringen und auch vertre ten. Bisher war dies nicht der Fall. Keine der im Abgeordneten haus vertretenen Parteien hat es für nötig gehalten, sich ernsthaft mit dem Arbeitslosenproblem beschäftigen. Die Lebensmittel preise kletterten steil nach oben die Unterstützungssätze aber blei ben immer gleich. Diese reichen bei weitem nicht mehr aus. Ich kenne viele Fälle, wo Not. Elend und Hun ger glückliche Ehen auseinander gebracht haben. Am ärgsten sind unsere Kinder betroffen, die tag täglich, oftmals hungernd, vor vollgestopften Lebensmittelläden stehen. In meiner Nachbarschaft wohnen mehrere SPD-Genossen. Mit diesen habe ich über den Wahlaufruf der SED gesprochen. Sie waren mit mir Wer macht mit? Wermutstropfen im Freuden becher Durch das Aufbauprogramm un serer Regierung ist in Berlin-Lich tenberg die durch amerikanischen Bombenterror zerstörte Kosanke- Siedlung wieder neu en+sianden. Mehrere hundert Familien haben hier ein schönes und moderne? Heim gefunden, worüber alle sehr glücklich sind. Leider fällt für uns Hausfrauen ein Wermutstropfen in den Freu denbecher, denn die Einkaufsmög lichkeiten sind sehr ungünstig. Zwar haben wir einen Friseur und auch ein HO-Geschäft, aber damit ist uns noch nicht geholfen. Wir wünschen sehr, daß in den z. Z. noch leerstehenden Läden auch ein Konsum für Lebensmittel eingerich Die DDR wünscht Freundschaft mit ollen Völkern Minister Steidle empfing die Teilnehmerinnen am Europazonen-Schachturnier Der Stellvertreter des Minister präsidenten, Walter Ulbricht, hatte die Teilnehmerinnen am Leipzi ger Europazonen-Schachturnier am Dienstag zu einem Empfang im Haus der Ministerien eingeladen. Da er infolge dringender dienst licher Geschäfte verhindert war, begrüßte der Minister für Gesund heitswesen, Steidle, an seiner Stelle die Schachspielennnen im Namen der Regierung der Deutschen De mokratischen Republik mit herz lichen Worten. Minister Steidle gab der Freude darüber Ausdruck, daß die Inter nationale Schach-Föderation die Deutsche Demokratische Republik zum ersten Male mit der Durch führung einer solchen Veranstal tung betraut hatte, und sprach die Hoffnung aus, daß die Teilnehme rinnen sich wohlgefühlt und fest gestellt haben, daß ein neues, bes seres Deutschland erstanden ist, das bereit ist, im Sinne der Ver ständigung zwischen den Völkern am Aufbau einer friedlichen Welt mitzuarbeiten. Nachdem die Dänin Larsen sich im Namen der Spielerinnen für die freundliche Aufnahme bedankt hatte, sprach Hauptschiedsrichter Opocensky (CSR) der Regierung der Deutschen Demokratischen Ren publik die Anerkennung der Inter nationalen Schach-Föderation für die vorbildliche Organisation aus und betonte, daß die Föderation gern jederzeit wieder internationale Schach Veranstaltungen an die Deutsche Demokratische Republik vergeben wurde. Die Spielerinnen, die am Nachmittag Gelegenheit hatten, Stalinallee mit der Deutschen Sporthalle kennenzulernen, werden nun in den beiden letzten Runden die drei Teilnehmerinnen am Kan didatenturnier zur Weltmeister schaft ermitteln. Noch keine Entscheidung beim Zonen-Schachturnier in Leipzig Beim Zonenturnier ITT zur Frauen- Weltmeisterschaft im Schach in Leipzig ist der Kampf um die drei Fahrkarten nach Moskau voll entbrannt. Obwohl nur noch zwei Runden zu spielen sind, brachten auch die neun verbliebenen Hänge partien aus der zehnten und elften Runde am Montag in der sehr star ken Spitzengruppe noch keine Vor entscheidung. Zu den ersten An wärterinnen für das Kandidaten- Turnier in der sowjetischen Haupt stadt gesellte sich nunmehr auch die zweite DDR-Spielerin Nüsken, die in den Hängepartien über Klin gen (Norwegen) und Fager (Finn land) zum Doppelcrfolg kam. Die Spitze hält nach wie vor die spiel freie Vertreterin der Ungarischen Volksrepublik, Kertesz, mit acht Punkten. Die weiteren Ergebnisse der Hängepartien: Iwanowa (Volks republik Bulgarien) schlug Fager und trennte sich von Eretova (CSR) remis. Adenowa (Volksrepublik Bulgarien) bezwang Enevoldscn (Dänemark) und teilte sich mit Klingen den Punkt, jeweils zu Sie gen kamen Eretova (CSR) gegen Larsen (Dänemark), Enevoldsen gegen Giuroiu (Rumänische Volks republik) und Sucha (CSR) gegen Holui (Volkspolen). Zwei Schicksale — ein Weg Rolf Peters und Günter Imhoff kamen in die Deutsche Demokratische Republik Wieder fanden in diesen Tagen zwei junge Sportler — aus West deutschland kommend — den Weg in die Deutsche Demokratische Republik: Rolf Peters und Günter Imhnff. Während der Meisterschaften in Westberlin kam er auch mit DDR- Sportlern ins Gespräch. Er hörte von der großzügigen Unterstützung, die in der DDR dem Sport gewährt ¦wird, von den Möglichkeiten, auch als Arbeiterkind Soortlehrer werden. Obwohl Rolf Poters für die westdeutsche Auswahl die in Irland und England Vergleichs kämpfe austragen sollte, vor gesehen war, obwohl er nicht leich ten Herzens seine Eltern und sei nen bisherigen Verein Witten 1923 verließ, nahm er Abschied. In Zu kunft wird Rolf für die demokra tische Sportbewegung starten. Der andere, in der Saalestadt Halle geboren, war in den Jahren nach 1945 eins der hoffnungsvoll sten Nachwuchstalente im Fußball sport unserer Republik. In der Ju gendmannschaft von Emnor Haue wuchs Günter Imhoff auf und spielte später in der Oberliga-Elf von Turbine Halle. Bereits mit 19 Jahren stand er zweimal in der DDR-Fußballauswahl gegen Volks polen in Warschau und die Volks republik Rumänien in Bukarest. Aber Günter Imhoff folgte den verlockenden Sirenenklänsen des westdeutschen Vertragsfußballs. Er ging nach Süddeutschland und spielte zwei Jahre lang in der Reservemannschaft von Spielver einigung Fürth. Jedoch aus eige nen Anschauungen mußte er nun das sehen, was er vorher nicht glauben wollte. Seine Hoffnuntren auf ein angenehmes Leben und auf eine Karriere im westdeutKcnen Fußball erfüllten sich nicht. Über zeugt davon, daß nur die demokra tische Sportbewegung ihm beruf lich sowohl auch sportlich Chancen zu bieten hat, sich weiter zu ent wickeln, kehrte er in die Deutsche Demokratische Republik mit dem Wunsch, Sportlehrer zu werden, zu-i rück. Die Rache des Bezirksamtsmitgliedes Wütend stampfte es aus dem Post stadion nach Hause, das Weddinger Bezirksamtskollegiumsmitglied. Seine Wut entsprach in ihrem Maß etwa der des „Kurier"-Reporters, der am Mon tag die 1: 6-Niederlage des westberli ner Fußball-Exmeisters Union 06 ge gen Wismut Aue mit dem Rezept kom mentierte:..Die westberliner Vereine sollten es sich abgewöhnen, vor dem Können der Ostzonenmannschaften erstaunt den Mund aufzureißen.- aufgegriffen, ein Brief an den Fußball club Nordstern geschrieben und nach der Melodie..Jeder blamiert sich so gut er kann" rieb sich das Bezirks amtskollegiumsmitglied vergnügt die Hände. Um Fußballpunkte auch am Bußtag In der Lisa spielen: Staffel I: Motor Oberschöneweide gegen SG Hohenschönhausen, im Zoschke- Stadion. Zu einem gesamtberliner Freund schaftsspiel kommt es zwischen der westberliner Amateurliga-Elf 1. FC Neukölln und der Mannschaft Mo tor Weißensee in Neukölln am Hcrtzberaplatz. DAS REDAKTIONSKOLLEGIUM Redaktton: Berlin W 8. Mauerstr. 39'4O. Tel. 22 03 « — Verlag und Anzeigenabteilung: Berlin N 54. Schönhauser Allee 17«, Tel 42 59fl — Abonnementsorels monatl. 3,30 DM. für Anzeigen gilt z Z Preisliste Nr 8 - Bankkonto: Berliner Stadtkontor. Berlin C 111. Kurstr.. Konto-Nr. 1/1898 — Postscheckkonto:.Neues Deutschland- Berlin Nr 754 04 13 DEUTSCHES THEATER. 18.00: Esmont KAMMERSPIELE. 20.00 Uhr: Pygmalion VOLKSBÜHNE. 19.301 Anna Kare nina BERLINER ENSEMLE. 19.30: Die KOMISCHE OPER. 20.00: La Boheme Mutter MAXIM-GORKI-THEATER: Dostieaiew und andere THEATER DER FREUNSCHAFT, 13.00: METROPOL-THEATER, 19.30: Die gestohlene Prinzessin 18.00: Tom Sawver Gasparone Mitteilungen der Berliner Parteiorganisation Öffentliche Lektionen! tung. Nachruf Nach kurzer. schwerer Krankheit verschied unser Genosse Paul Braunisch. Er war seit 1912 poli tisch organisiert und bis zum letzten Tage aktiv gesellschaftlich tätig. Die Einäscherung findet am Freitag,. dem 19. November, um 17.30 Uhr, im Krematorium Wilmersdorf (U-Bahn Fehrbelliner Platz), statt. Kreisleitung Kreuzberg Nachruf! Im Alter von 89 Jahren verstarb nach schwerer Krankheit unser Ge nosse Robert G r a m e n z. Er war seit 1894 politisch organisiert und bis zu seiner Erkrankung ein stets ein satzbereiter Genosse. Kreisleitung Treptow Aus den Funknroqrammen Mittwnch. 17. November 1954 Deutschlandsender Nachrichten: 5.00. 6.00. 7.00. 8.00, 10,00, 13.00, 18.00, 20.00, 22.00, 24.00, 2.00 Uhr. 10.10: Schöne deutsche Heimat: Jena — 11.00: Konzert für alle 12.00: Kommentar — 13.10: Kennen Sie die DDR wirklich? — 13.30: Der Staatschor des Russischen Liedes singt — 14.00: Kinderfunk — 15.15: Musik für Dich — 16.00: Das Ver brechen von Vaianica. Hörfolge über den Fall Wilma Montesi 17.00: Aus Oper und Konzert 18.10: Zum Internationalen Studcntentag — 18.30: Besinnliche Klänge 19.00: Mit dem Sportmikrophon unterwegs — • 20.20: Musik erfreut ries Menschen Herz — 21.30: Aus Deutschland — für Deutschland 22.30: Unsere Wundertüte (Folge 27) 0.05: Beschwingte Weisen. Fernsehen 15.00: Pirnaer Puppenbuhne: Kas par reist nach Afrika — 20.00: Sport geschehen — ferngesehen — Die aktuelle Kamera — 20.30: Film: Ehe im Schatten. Donnerstae. 18. November 1954 DeutschJandsender Nachrichten: 4.00, 5.00, 5.30, 6.00, 6.30, 7.00, 8.00, 10.00, 13.00, 15.00, 18.00, 20.00. 22.nO. 24.00. 2.00 Uhr. 8.10: Klingende Kurzweil — 10.10: Musikalisches Allerlei — 11.00: Das interessiert auch Sie... — 12.10: Mit tagskonzert. — 13.15: Aus Deutsch lands Hauptstadt — 14.30: Kinderfunk 15.05: Das Streichquartett — 15.35: Aus englischen und französischen Operetten — 16 00: NnchTuttagskonzert — 17.00: Ans Vaterland, ans teure. schließ' dich an Votkspolizei- Ensembles musizieren — ¦ 17.45: Forum der Literatur — 18.10: Aus Deutsch lands Hauptstadt — 19.00: Sendung für die Jugend — 19.15: Das Rund funk-Unterhaltungsorchester Leipzig spielt — 20.20: Ein Abend mit Curt Gootz — 21.30: Aus Deutschland für Deutschland — 22.40: Prosa und Lyrik der Volker — 23.00: Tm wechselnden Rhythmus — 0.05: Tanzmusik. Fernsehen 12.30: Russisches Volksmärchen: Der Zauherfiscb Die Wundrrmühle (Trickfilm) — 20.00: Wasserwerfer oder Arbeitsplätze? Was die Jugend zur bevorstehenden Wahl in West berlin zu sagen hat — Wetterdienst Augen auf im Straßenverkehr! 20.30: Meister des Russischen Ballett Dokumentarfilm: Insel der sieben Schiffe. Spielplan der Berliner Theater 17. November DEUTSCHE STAATSOPER. 19.30: Fideho 18. November DEUTSCHE STAATSOPER. 19.30: T.a Traviata DEUTSCHES THEATER. 18.00: Don Pari os KAMMERSPIELE, 19.30: Androklus und dor Löwe VOLKSBÜHNE. 19.00: Der Teufels kreis BERLINER ENSEMBLE. 19.00: schlossene Veranstaltung KOMISCHE OPER. 20.00: Eine Nacht in Venedig MAXIM-GORKI-THEATER. 19.30: Dostigaiew und andere THEATER DER FREUNDSCHAFT, 14 00- Die gestohlene Prinzessin 19.00: Tom Sawyer METROPOL-THEATER, 19.30: Wiener Blut Wie wird das Wetter? Wetteraussich ten Tagsüber teil weise stärker bewölkt, aber nur ver einzelt geringe Niederschläge, zum Teil als Schnee Tageshöchsttempera turen wenig über 0 Grad, in der Nacht, wieder aufklarend. Tiefsttem peraturen bei 0 Grad, verbreitet leichter oder auch mäßiger Boden frost. Hauptwetterdienststelle Spitzenzeiten beachten! Berlin (ADN). In den Betrieben und Haushaltungen Berlins liegen die Spitzen7eitcn Im Monat November von 6.00 Öhr bis 9.00 Uhr und von 16.00 Uhr bis 20.00 Uhr. Wahrend der angegebenen Zeiten muß der Stromverbrauch, wie gesetzlich vor geschrieben, eingeschränkt werden, Seit Dienstagnachmittag flattern über „Zenner im Stadtbezirk Treptow die bunten Bänder der Richtkrone. Na endlich, sagen die Berliner, die schon lange auf den Wiederaufbau dieser alten traditio nellen Gaststätte gewartet haben. Wer „Zenner" noch von trüher kennt, weiß, wie sehr die Berliner diesem Restaurant hängen. War es nicht stets der Treffpunkt bei „Treptow in Flammen 1 Vater griff mal etwas tiefer ins Porte monnaie und plazierte sich mit der Familie an einem der begehrten Tische am Wasser. Wenn dann von Das war „Zenner" damals. Heute entsteht es schöner als,ie zuvor. Unter der architektonischen Leitung von Professor Henselmann wird an der alten Stelle diese traditionelle Gaststätte neu und mit allen modernen Einrichtungen gebaut. Allein schon die Tatsache, daß etwa 60 Prozent der Räume als Wirtschaftsräume Verwendung finden, zeigt, welch hohes Niveau „Zenner" haben wird. Die Kühlanläge, der Bierkeller und nicht zuletzt die Küche, werden nach den neuesten Erfahrungen gebaut und allen Anforderungen gerecht werden. Bis es jedoch soweit ist, vergeht noch einige Zeit. In drei Wochen wird das Heizhaus fertiggestellt sein. Der Heizkessel ist bereits ge baut, so daß dann sofort mit der Montage der Heizungsröhren be gonnen werden kann. Ist die Frost periode vorbei, geht es an die Außenputz- und Gartenarbeiten. Fest steht jedoch: Im Kommer 1955 werden die Berliner wieder zu „Zenner" gehen können. Auf dem Parkplatz werden Autos aus ganz Berlin dicht bei dicht stehen und den Passagieren der vorüber fahrenden Dampfer werden fröh liche Menschen zuwinken. Der Richtspruch wurde gestern ge sprochen, und der Polier hat die drei traditionellen Gläser geleert. Jetzt warten die Berliner darauf, selbst bei „Zenner" tüchtig schwoofen und einen heben zu können. Eine Kundgebung gegen das Wiederaufleben des deutschen Militarismus führt der Berlirner Friedensrat am Donnerstag, 18. No vember 19 Uhr, im Theater am Schiffbauerdj.mm anläßlich der Weltfriedensratstaeung in Stock holm durch. Es sprechen Professor Dr. Havemann. Dr. Göpel Mamda-r purkar, Indien, und Professor Dr. Ch'i. China. Eintritt ist frei. Einlaß ab 18 Uhr. Zwei Meter über der Erde -wird eich der Startplatz der über hun dert Meter langen und drei Meter breiten abschüssigen Bahn be linden, die in einer großen Schleife mit leicht überhöhten Kurven wieder zum Fuße des Startplatzes zurückführt. Auf dem Platz sollen im nächsten Jahr Bänke für die Zuschauer aufgestellt werden, Gegenwärtig haben die Betornerunesarbeiten für gönnen. Die Quoten der 51. Spielwoche der Berliner Bärenlotterie sind: Gewinn gruppe I (fünf Treffer) kein Gewin ner: Gewinneruppe II (vier Treffer) sechs Gewinner zu je 34 355,50 DM; Gewinngruppe TU (drei Treffer) 1024 Gewinner zu ie 117,70 DM; Gewinn gruppe IV (zwei Treffer) 34 510 Ge winner zu je 3.40 DM. Die Berliner Bärenlotterie konnte in der 51. Spielwoche pinen Umsatz von 1 R07 554 Losscheinen erreichen. Damit sind in den vergangenen 51 Spielwochen ins gesamt 70 917 052 Losscheine verkauft worden. Gültig waren die Banderolen serien A. 00 und 01. je luuu um aui ft. i aa», a u uoo, 1000 DM auf A 7 999, A 17 056, A 165 642, A 235 344. A 240 862, A 588 579, A 673 264. A 687 916. A 710 993, A 788 706, A 906 809. 00 92 673. 01 135 750, 01 385 309, 01 431 431. 01 487 691, 01 487 989, (11 516 193. 01 628 614. 01 686 163. Die Banderolennummern, auf die Prä mien zu 100 DM fielen, hängen bei den Annahmestellen der Bärenlottene aus. (Zahlenangaben ohne Gewähr.) LeiDziK (ADN). In der 36. Spiel- ¦woche des VEB Zahlenlottos der Deut schen Demokratischen Republik wur den 5 404 746 Losscheine verkauft. Der Spieleinsatz betrug 2 702 363 DM. Gewinnausschüttung 60 Prozent: 1 621 423.80 DM. 1950. bei den letzten Wahlen, habe ich meine Stimme der SPJJ gegeben. Damals hatte ich noch Arbeit; aber in der Zwischenzeit wurde ich arbeitslos. Das hat mir dieser Senat in seiner Amtszeit eingebracht. Diesmal muß ich des halb meine Stimme den Kandida ten der SED geben und werde dies auch meinen wahlberechtigten Lei densgenossen empfehlen. In den Betrieben und Verwal tungen sind schon sehr viele SclbMverpflichtunsen aus Anlaß des Monats der deutsch - sowjeti schen Freundschait übernom men worden. Wir Kollegen im Deut schen Innen- und Außenhandel, Transportmaschinen, Betiin W 8, Mohrenstraße. haben uns ver pflichtet, in unseren Patenhäusern, Swinemünder Straße 1 bis 10, viele einig darüber, daß vieles im Ver lauf der Amtsperiode des Senats hätte besser gemacht werden kön nen und daß auch ihr Parteivor stand \n vielen Angelegenheiten, die die breite Masse der. Bevölkerung betrafen, versagt hat. Ganz beson ders verurteilen diese SPD-Genos sen, daß der SED Schwierigkeiten bei der Bereitstellung von Ver sammlungsräumen gemacht wer den. Ein altes SPD-Mitglied sagte wörtlich zu mir:..Es war eine zwin gende Notwendigkeit, daß die SED sich wieder bei uns zur Wahl ge stellt hat. und nach der Wahl dürfte es schneller zu friedlichen Ost- West-Gesprächen kommen, als es so manchem lieb ist." Wir sind zu Hause acht Wahl berechtigte, und alle sind wir uns darüber einig, daß wir unsere Stimme am 5. Dezember den Kan didaten der SED geben werden. E. B., Reinickendorf Reparaturen in den Wohnungen selbst auszuführen. Unter anderem verkitten wir Fenster, bringen Schlösser und Türen in Ordnung, denn es fehlt uns ja sehr an Hand werkern. Dieser Verpflichtung könnten sich auch viele andere Be triebe anschließen. Dadurch helfen wir alle selbst mit, die Wohnungen winterfest zu machen. Otto Langner tet wird. Das würde eine große Hilfe für alle Hausfrauen, beson ders aber für die berufstätigen Frauen sein. E. Engel, Berlin-Lichtenberg, Hauptstraße 70 Bezirksleitung. Am Freitag, dem 19. November, um 18 Uhr, im Partcikabinett: „Macht das Jahr 1955 zum erfolgreichsten Jahr des Fünfjahr- Plans!". Lektor: Willi Schmidt, Mitglied des Büros der Bezirkslei- Bezirksleitung. Am Donnerstag, dem 18. November um 18 Uhr. im Parteikabinett: „Wie arbeite loh an Hand der Studienanleituns des ZK meinen eigenen Seminarplan aus?" (Besonders für Seminarlehrer der Zirkel zum Studium der Werke des Marxismus - Leninismus, und 2. Lehrjahr.) Lektor: Werner Galle, Mitarbeiter des Parteikabinetts. Unsere Jugend ist — solange es noch amerikanische Ganesterfilme Verbrecherschmöker und vom Schreiber-Senat lizenzierte Spiel höllen gibt — gefährdet. Darum sollte dieser Prozeß vor der Juaendstrafkammer allen Stellen, denen die Verantwortung für Jugendliche obliegt, Mahnung sein: Kümmert euch beizeiten um gefährdete junge Menschen. das Leben des Jungen zu kommen. Er nahm eine Lehrstelle als Maurer an. Dann aber begann er, sich in Westberlin herumzutreiben. Der Stiefvater hielt ihn zwar immer wieder zur Arbeit an, doch Chri stoph gab seine Lehrstelle auf und wechselte dann achtmal innerhalb weniger Monate seine Arbeits stellen. Der Verdienst — er hatte als Jugendlicher einen Stundenlohn zwischen 1,70 und 2,50 DM war ihm zu gering. Ein Wildwest film, in dem der Raubanschlag auf eine Postkutsche gezeigt wurde, gab den Ausschlag. Christoph J. fuhr nach Biesdorf und wartete, bis er mit der Verkäuferin allein im Laden war. Als sie ihm den Rücken wandte, schlug er — wie er es im Film gesehen hatte — mit der Handkante gegen ihre Schläfe. Als das erfolglos blieb, griff er nach einer Seltersflasche und schlug der Frau damit so ai'f den Kopf, daß die Flasche zersplitterte. Doch das weddinger Bezirksamts kollegiumsmitglied sann nach viel furchtbarerer Rache gegen die nur noch zum Siegen nach Westberlin kommenden..Ostzonenfußbal er Den weddinger Sportlern durch einen großzügigen Kredit zu helfen, darauf verfiel er nicht, wie noch überhaupt niemand in Westberlin auf diesen ein fachen Ausweg verfallen ist. Er erin nerte sich des die Welt beeindrucken den Beschlusses der Charlottenburger „Bezirksverordneten' der weltberühm ten Moskauer Dynamo-Elf das Über schreiten der Charlottenburger „Gren zen" zu untersagen und schlug am Montag im Bezirksamtskollegium vor, dem DDR-Fußba Imeister Turbine Er furt, der sich für Donnerstag auf der schönen Nordstern-Anlage der Osloer Straße angesagt hatte, durch die Verweigerung der „Einreise jede Möglichkeit zu nehmen, zu einem Sieg zu kommen. Die Anregung des Be zirksamtskollegiumsmitgliedes wurde Der „Tagesspieger — von Dumm' fieiten immer entzückt — räumte dem den Charlottenburger Beschluß noch übertreffenden Weddinger Brief den gebührenden Platz ein. „Wenn wir schon die.Ostzonenfußballer' nicht mehr schlagen können, dann wollen wir sie auch nicht mehr sehen!" (Wo bei offen blieb, woher eigentlich Mannschaften kommen sollen, die ge gen Westberlins Vertragsliga-Fußballer noch ohne Chance sind.) Es ist aber eine alte Weisheit, daß auch der Dummheit Grenzen gesetzt sind, und es waren auch welche der Dummheit des Bezirksamtskolleqiumsmitgliedes gesetzt. Zwar sind die west berliner Sportler immerhin einiges qewohnt, doch das ließ das Maß über laufen. Einkie unmißverständliche Tele fonate, dann wurde der Brief mit dem „Visa-Entzug für Ostzonenfußballer zurückgezogen. Am 5. Dezember sind Wahlen in Westberlin. Eine gute Gelegenheit, das Weddinger Bezirksamtskollegium nach Wittenau (Nervenheilanstalt) zu wählen. Diese Gelegenheit bietet sich nur alle zwei Jahre. Die Weddinger werden sie nutzen In der DDR-Fußballoberliga wer den am Bußtag drei Spiele aus getragen. Dynamo Dresden steht vor einer sehr schweren Aufgabe, denn die Mannschaft muß beim Gastgeber Lokomotive Leipzig (9: Pkt.) antreten,,der für jeden Favo riten eine Gefahr bedeutet. In Ber lin messen mit ZSK Vorwärts (9: 7 Pkt.) und Wismut Karl-Marx- Stadt (8: 2 Pkt.) zwei Gemeinschaf ten die Kräfte, die in ihrer derzeiti gen Form zu den stärksten Ver tretungen in der Oberliga zählen. Spielbeginn 14.30 Uhr im Jahn- Stadion an der Cantianstraße. Die Wismut-Elf hat von ihren fünf Punktspielen bisher noch keins verloren und stellte sich beim Freundschaftstreffen gegen die westberliner Mannschaft von Union 06 am Sonntag in guter Ver fassung vor. Ausgeglichenheit sollte bei der Begegnung -zwischen Motor Zwickau (6:10 Pkt.) und Chemie Halle-Leuna (9: 7 Pkt.) Trumpf sein. Zwei Sportler, zwei Schi'ksale, deren Lebensweg jedoch eins ge mein hat: den Wunsch, Sportlehrer zu werden. Die Adenauer Regie rung, die ihr höchstes Prinzip darin sieht, junge deutsche Sportler zum Söldnerdienst zu pressen, konnte den Wunsch von Rolf Peters und Günter Imhoff nicht erfüllen. Die Deutsche Demokratische Republik* der erste Arbeiter-und-Bauern- Staat in der deutschen Geschichte; hat dagegen gerade jungen Sport lern eine hoffnungsvolle Zukunft zu bieten. Der eine 1934 in Dortmund als Sohn eines Arbeiters geboren, hatte den Wunsch, einmal Sportlenrer zu werden. Doch diese Hoffnung fand keine Erfüllung, denn Studieren kostet im Adenauer-Staat Geld. Und wo sollte der Vater von Rolf Peters, der Schwerkriegsbeschädigte Kranführer, das hernehmen? So lernte Rolf Maschinenschlosser. In semer Freizeit aber widmete er sich mit großer Hingabe dem Box sport. Bald kamen auch die ersten Erfolge. Heute — Rolf Peters kann inzwischen auf eine fünfjährige aktive Laufbahn zurückblicken hat der Zwanzigjährige bereits 117 Kämpfe bestritten. flO davon konnte er siegreich gestalten. 11 endeten unentschieden und 15 gin gen verloren. Nach der Erringung des Titels Westfalenmeister kämpfte sich Rolf Peters 1954 bei den west deutschen Meisterschaften in West berlin bis in die Endrunde duren. In einem mitreißenden Kampf ver lor er gegen den Europameister Dieter Wemhöner nur knapp nach Punkten. Der Stand nach der elften Rundet 1. Kertesz 8 P.. 2.-3. Holuj. Sucha 7'/a P.. 4. — 6. Höroldt, Ivanowa, Nusken 7 P., 7. — 8. Asenowa, Eretova 6 P., 9. — 11. Enevoldsen, Giuroiu, Langos 4Vä P., 12. Larsen 3 13. Klingen 2Vs P., 14. Faser 2 Punkte. Arbeitskittel gehen auch mal entzwei Unsere Fertiawarenmdustrie hef tet nun schon seit Jahren an Kleider, Anzüge und Mäntel einen Flicken und einige Ersatzknöpfe an. Das wird be sonders von den Frauen erfreut und dankbar anerkannt. Aber noch schneller als Kleider gehen Schür zen und Arbeitskittel entzwei, und es wäre sehr schön, wenn man ebenfalls allen Schürzen und Kitteln einen Flicken beilegen würde. Ich hoffe, daß mein Vor schlag beachtet wird. Hilde Ernst, Berlin- Johannisthai, Sterndamm 121 Schon 105 Aufbausparer im Betrieb In unserem Betrieb VEB Projektierungs- und Konstruktionsbüro.Kohle" wird die Zahl der Auf bausparer immer größer. Zuerst waren es 35 Kollegen, die sich daran beteiligten, heute sind es be reits 105. Es bereitet mir große Freude, durch meine Werbung den Kreis der Aufbausparer ständig zu * erweitern. Selma Muller, Berhn-Weißensee, Counodstraße 16 Die Prämien der 51. Spielwoche ent fielen auf folgende Nummern: 3000 DM auf 01 235 090. 2000 DM auf 01292 306, 17jähriger Gewaltverbrecher vor der Jugendstrafkammer Fünf Jahre Freiheitsentzug === CORRECTED KEY PASSAGES (proof-read by Claude, Oct 2026) ===

English translation

=== [Page 1] === --- Relevant article (German, corrected transcription from OCR) --- Gemeinsam sind wir Frauen stark Delegierte der IDFF besuchten Werk für Fernmeldewesen Im VEB Werk für Fernmeldewesen Berlin-Oberschöneweide weilte eine internationale Frauendelegation, die auf Einladung der IDFF die Deutsche Demokratische Republik besucht. Der Delegation gehören an: Sofia Iwanowa, Stellvertretende Generalsekretärin der IDFF, Sowjetunion; Yang Yun, China; Molli Mandel, Großbritannien; Beatrice Johnson, Vereinigte Staaten; Jeanne Tetart, Frankreich; Eugenie Kiranowa, Bulgarien; Helvi Laine, Finnland; Frau Pauran, Iran; Frau Maasie, Indonesien; Irma Seranta, Chile; Elena Boaventura, Brasilien, und Marie-Therese [Unreadable], Spanien. Nach einer Besichtigung des Betriebes, an der auch Frauen aus Westberlin teilnahmen, fand im Kulturhaus des Werkes eine Aussprache statt, auf der Delegationsmitglieder und Berliner Frauen von ihrem Kampf um den Frieden berichteten. Die Grüße der Frauen aus Finnland, Schweden und Norwegen überbrachte die Delegierte Helvi Laine. Sie rief allen Anwesenden zu, sich verstärkt für den Weltfrieden einzusetzen, denn allein sind wir nichts, aber gemeinsam sind wir Frauen stark. Die Frauen Brasiliens sind ebenfalls ständig bemüht, den Frieden zu erhalten und setzen sich für die Unabhängigkeit ihres Landes ein, sagte Elena Boaventura. „Ein Ausdruck dafür ist der Kongreß der Frauen von Rio de Janeiro, auf dem 368 Frauen aus neun Ländern einmütig zum Ausdruck brachten, sich für ein besseres Leben der Frauen und Kinder einzusetzen.“ „Wir Frauen in der Sowjetunion“, so führte Sofia Iwanowa aus, „verfolgen mit großem Interesse den Kampf der deutschen Frauen um die Wiedervereinigung ihrer Heimat. Im Kampf um die Einheit Deutschlands habt ihr die Unterstützung der Frauen aller Länder. Die Frauen der Sowjetunion wünschen euch dabei baldigen Erfolg.“ In einer einstimmig angenommenen Entschließung verpflichteten sich die anwesenden Frauen, auf Versammlungen und Zusammenkünften den erneuten Vorschlag der Sowjetunion zu erläutern. In der Entschließung werden ferner die Kolleginnen des Werkes aufgerufen, alle Kräfte einzusetzen, damit der Frontstadt-Senat durch einen Senat des Friedens ersetzt wird. --- English translation --- Together we women are strong WIDF delegates visited the telecommunications works An international women's delegation, visiting the German Democratic Republic at the invitation of the WIDF, stayed at the VEB Telecommunications Works in Berlin-Oberschöneweide. The delegation consists of: Sofia Ivanova, Deputy General Secretary of the WIDF, Soviet Union; Yang Yun, China; Molly Mandel, Great Britain; Beatrice Johnson, United States; Jeanne Tetart, France; Eugenia Kiranova, Bulgaria; Helvi Laine, Finland; Mrs Pauran, Iran; Mrs Maasie, Indonesia; Irma Seranta, Chile; Elena Boaventura, Brazil; and Marie-Thérèse [Unreadable], Spain. After a tour of the plant, in which women from West Berlin also took part, a discussion was held in the works' cultural centre at which delegation members and Berlin women spoke of their struggle for peace. Helvi Laine, the delegate, conveyed greetings from the women of Finland, Sweden and Norway. She urged everyone present to work harder for world peace, for alone we are nothing, but together we women are strong. The women of Brazil too are constantly working to preserve peace and to press for the independence of their country, said Elena Boaventura. "One expression of this is the Congress of Women in Rio de Janeiro, at which 368 women from nine countries unanimously declared their commitment to a better life for women and children." "We women in the Soviet Union," Sofia Ivanova said, "follow with great interest the struggle of German women for the reunification of their homeland. In the struggle for German unity you have the support of the women of all countries. The women of the Soviet Union wish you early success in it." In a unanimously adopted resolution the women present pledged to explain the Soviet Union's renewed proposal at meetings and gatherings. The resolution also calls on the colleagues at the works to commit all their strength so that the front-line-city Senate is replaced by a Senate of peace.