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Berliner Zeitung, 27 May 1956, S. 6: Im Juni wird in Budapest ...

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=== OCR version 1: Tesseract (deu), Oct 2026 === Soll der Mann im Hause helfen; BerlineröSeitung Haushaltsgeräte schön und gut... / Noch keine rasche Lösung für die Hausfrau Was in der augenblieklich heiß entbrannten: Diskussion, wie man der Frau, besonders der berufstätigen, die Vielerlei Arbeit im Hause erleichtern könne, gesagt wurde, ist alles schön und gut. Daß mehr und billige Haushaltsgeräte hergestellt werden a ist auch richtig, und daß der Handel, in punkto Kundendienst aufholen muß, “ebenfalls. Aber dürfen wir uns’alleifı damit ‚begnügen? Das Angebot an Haushaltsgeräten ist noch längst nicht so, daß die Frau im Haushalt von den schweren körperlichen Arbeiten, so dem Fußbodenreinigen, Fenstetputzen, Wäschewaschen und Geschirrwaschen, vollkommen befreit wäre. In die Entwicklung muß ja “noch viel -Erfindergeist gelegt werden. ‚Aber selbst wenn morgen die schönsten und modernsten Geräte auf den Markt kärien, ‘wäre die Lage nicht sofort verbessert. Denn nur der kleinere Teil der Frauen ist in der 1p0s ihren Haushalt zu technisieren, weil die meisten, wirkliche Hilfe | bedeutenden Maschinen doch Bach immer viel zu teuer damit sa; daß man bei dieser Dis in sächlich auf a Punkt, auf die Technik im Dean halt konzentriert, nicht alles atidere in den tergrund rücken darf. Es gibt Bleichen Ma Fragen, von deren Lösung im ichen Maße die Erleichterung der Haus- 'und damit die Gleichberechtigung Frau abhängt, Das fängt an mit den Einrichtungen, die der Mutter ein va der Bee ihrer Kinder abnehmen. hängt noch Aue um einen äßigen Wohnungsbau bis Bu a a Haushaltsgeräten. Das alles sind. jedoch, wie gesagt, Probleme, die ‚nicht von heute auf morgen gelöst werden Unsere Leser schlugen deshalb schon vor, zu‘diesem Zweck ein Institut ten, das ähnlich dem Institut für Bekleidungskultur, sich den Aufgaben im ‚modernen Haushalt zuwenden möge, Heißt es also „abwarten und Tee trin- Pe bis alles ai akute? Oder sollten wir nicht besser legen, wie man ab sofort mit den nen Mitteln das Leben verschönern könnte? Man bedenke: Eine Hausfrau benötigt im Durchfür einzelne Arbeitsgänge folgende Zeiten;-Im Winter fürs Ofenheizen 30 Minuten, Küchenreinigen 60 Minuten, Ge- 'en 35 Minuten, Plätten 45 Minu- ‚ten, Nähen und Stopfen 80 Minuten, Waschen 90 Minuten, Wohnung reinigen ebenfalls 90 Minuten. Hinzu kommt noch etwa ee Stunde (das ist sehr nfedrig gerechnet) für das Einkaufen, so daß sich a wie E an Tag übrig, die;ihren Haushalt nel dem Beruf be betreuen muß? Die wenigsten ‚Haben eine gute Omi, Verwandte oder gar Ba müssen sich eben recht durchschlagen, wenn icht::;, ja, wenn der nicht länger trinkt. sondern selbst im Küche und Haus mit ahpas Das wäre der nächste und leichteste Schritt zur Entlastung der Frau, bis wir mit der Gesamtlösung des Problems etwas weiter: gekommen sind, denn auch die tüch- “ tigsten Frauen haben das schon eingesehen und sind von selbst darauf gekommen, daß sie zu dieser Arbeitsteilung im Haushalt geradezu verpflichtet sind; dennoch hört man allzuoft auf die Frage: „Soll der Mann im Haushalt helfen?“ ein glattes „Nein“. Es soll auch Frauen mit dieser Meinurig stehen Fre eotneinen So ist's richtig! Vati putzt die Fenster Vor ein paar Jahrzehnten zählte die werdende Mutter fast zu den kranken Frauen. Sie wurde bedauert; berzzerreißende Abschiede gab es, wenn die Ärmste in die Klinik mußte, um der Schweren Stunde entgegenzusehen. Neun Monate lang beschäftigte sich die Frau mit den Qualen der Get burt, und dıe Angst steigerte sıch von Monat zu Monat. Also war es kein Wunder, daß diese neun Monate zu einer Krankheit wurden, man kann sie auch Psychose nennen! Die moderne Gynäkalogie hat aus diesen negativen Beispielen ihre Lehre gezogen’ und will durch eine besondere Prophylaxe den Zustand der werdenden Mutter und die Geburt selbst erleichtern. Ich möchte heute nur von einer besonderen Methode sprechen, die imstande ist, Verkrampfungen und Stauungen auszuschalten, die Muskulatur widerstandsfähig zu machen, die Haltung und Bewegung zu korrigieren. Diese Methode heißt Ich besuchte mit vielen werdenden Müttern die interessante Vorlesung von Herrn Oberarzt Dr. Ruppert in der Universitäts- Frauenklinik, Tucholskystraße, der viele werdende Mütter beiwohnten. Da diese Lehre.noch relativ neu ist, hat sie sich noch nicht überall durchgesetzt. Hier nun einige Übungen, die eine werdende Mutter, auch wenn sie noch keinen Kursus besuchen kann, täglich durchführen sollte. Die Gymnastik muß fünf bis sechs Wochen vor dem errechneten Geburtstermin eingestellt werden, 1.: Rückenlage. Zehen intensiv ein- ‚mir bind ich sie ab, Dir bind ich sie an Eine Geschichte von der Anne-Hex / Sie lebt auch noch in unseren Tagen beruht auf ” ee a den mirkichen Dörte, richtet der Aberglaube noch sehr großes Unheil\an. In einer alten strohgedeckten Fachwerkhütte wohnt draußen am Dorfrand die „Anne-Hex“, Früher nannte man sie die Eckbäuerin. Schon im letzten Krieg, sie hatte ‘die 60 gerade überschritten, übergab sie ihren Hof ihrem Ältesten, dem Franz, der, wie seine beiden Brüder, später für nichts sein Leben lassen mußte, Die Wirtschaft verlodderte, und erst als es einen Arbeiter-und-Bauern-Staat gab, kümmerte man sich Soweit ist alles gut, wenn nicht von der Anne-Hex, sonderbare Gesthichten im Umlauf wären. Sie söll nämlich eine regelrechte“ Hexe sein. Im Vertrausn: sie sieht auch so aus. Schmutzig-graues Haar umrahmt ein von vielen Falten durchfurchtes Gesicht. Von den blauen Lippen ihres zahnlosen Mundes klingt ununterbrochen gebetartiges Gemurmel, Dem einen i einem schmalen as ein Rock mit ‚schwingender Weite getragen nn Den Abschluß des Oberteils, dem zwei breite Träger. über de Schulter ‚führen, bildet eine weiße Blende, die aber nur eingeheftet wird, da man sie öfter: wechseln muß. Auf der kleineren Zeichnung sehen Sie zwei Kleider für junge Mädchen. Das Modell ganz links mit durchgehender allen Sommerkleidern mit weitschwingendem Rock wird ein Peticoat getragen. Sehr schlicht ist /das Modell dorieben, zu dessen ärmellosen Oberteil ein rau- “ster;weiter Rock gehört. Das Tuch ‚aus dem garen erg entweder ang ingearbeitet das Oberteil mit einem soll sie die Frau und dem Kronbauern das ganze Vieh verhext haben. Viele alte Anwohner machen einen großen Bogen um sie. Trotzdem sieht man hin und wieder um Mitternacht oder gegen Morgen einige Gestalten zu Annes Hütte. huschen. Kranke sind es und Krüppel, die Hilfe und Heilung suchen. So auch der Krischian. Ihn plagte seit einigen Wochen die Gicht. Vor lauter Schmerzen konnte er kaum geradegehen. Gegen Morgen, es fröstelte noch stark, schlich er hinaus zur Hütte. Von den modernen Ärzten, diesen „Klugscheißern“, wie er sagt, will er nichts wissen. So gelangte er gegen %4 Uhr morgens an die Hütte und klopfte an das Fenster der Alten. Gleich darauf erschien sie, und beide zogen ohne ein Wort zu sprechen hinauf zu den Fichten. Vor einem mächtigen Baum machten sie halt. Während die Alte von dem Stamm des Baumes ein Stück Rinde Ba und ein Gebet. murmelte, entledigte_ si Krischian, wie es Anne-Hex angeoränet „hatte BurdBN. Leinerihemd durfte er afıbehalten. Krischian zitterte vor Kälte, seine Schmerzen plagten ihn nicht wenig.‘Dann war es soweit. Die Alte drehte sich um, schaute ihm starren Blickes in die Augen, schlug drei Kreuze, hob alsdann ° den Hemdsaum hoch ünd trennte ein Stückchen davon ab. Diesen Stoffetzen stopfte sie in eine Rille des und ve ihn mit dem Rindenstückchen, das sie vorher vom Stamm gelöst hatte. Dabei rief sie m schrecklicher St ie: ‚Guten Morgen, Fichte! Hier bringe ich dir meine siebenui ebenzigerlei Gichte! Mir bind ich sie ab, und dir bind ich sie an! Im Namen des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes, Amen!“ Sie starrte wieder ‚dem knieschlotternden Mann in die Augen, schlug abermals das Kreuz über ihn, drehte sich, um und wartete am Waldrand, wo Ban, = in dem Glauben, in ein paar 'agen das Leiden los zu sein, einen Geld- I Sasndeen Bi Or nen ae . ee Löre Schacht aus Watienscheidt dr ist noch in aller Munde, db berichtet die Presse schon von neuen Verfahren, diesmal gegen streikende Arbeiter, gegen Mann? ne gen zialdemokraten. Lore Schacht wollte und will nichts anderes, als ep und Glück den Menschen und geben. Werte, dien nur im Frieden gedeihen können. Dieses Streben spricht aus dem schlichten Leben von Lore Schacht, über das wir im folgenden berichten: Ich war drei Jahre alt, als der Krieg begann. Dadurch, daß mein Vater von den N ins Zuchthaus und Konzentrationsworden war, hatten wir sehr Ya Schwierigkeiten zu Hause. Wir bekamen keine anständige Wohnung, sondern mußten jahrelang mit einem Zimmer auskommen. Dazu kam noch, daß mein Vater später wegen geiner antifaschistischen Gesinnung keine Arbeit bekam. Hatte er sich dann selbst eine Arbeitsstelle besorgt, so mußte er sie auf Geheiß der Gestapo bald wieder verlassen. 1942 kam ich zur Volksschule. Unser Unterricht wurde sehr oft wegen Eliegerälärn: unterbrochen. 1943 war es dann nicht mehr „möglich, h zur Schule zu gehen, weil die Bombenangriffe immer stärker würden. Deshalb wurden auch die Schulen geschlossen, Nun begann eine sehr schwere Zeit.. Es gab mehrmals am Tag® Alarm, und ich lief immer wieder mit meiner Mutter zum Bunker. Am schrecklichsten war es für mich, wenn es mitten ın der Nacht Alarm gab. Meine Mutter konnte in der D t kaum sehen, und ich mußte sie regelrecht mitziehen. Unterwegs sah ich dann schon den Himmel hell erleuchtet; denn über Bochum und Essen wurden die Phosphor- Kanister ausgesghüttet. Dazu kam der un- We Lärm der Flakgeschütze, die gleich in. unserer Nähe stationiert ‚waren. DieSplitter hagelten nur so, und wir mußten Aber das sind " schein in die Hand drückte, Zwei Wochen späteg hatte‘ der Zauber tatsächlich geholfen. Tine schwere Lungenentzündung warf Krischian zu Bett. Die Ärzte konnten ihm nicht mehr helfen. Das Herz war zu schwach. Am neunten Tag schloß er die Augen für immer, und mit der Lungenentzündung schwand so auch die Gicht. Wenn jemand aber einen Wunsch hat und nicht zur Ahne-Hexe gehen will, aus Furcht, sie könne ihn verhexen, der schleicht sich um Mitternacht auf den Kirchhof. Dort, das kann man heute noch beobachten, bohrt so ein vom Aberglauben Besessener mit einem daumengroßen Stückchen Holz in irgendeinen Sand- oder Klinkerstein der Kapelle ein etwa 1 cm tiefes Löchlein und spricht dabei dreimal seinen Wunsch. Er soll dann „bestimmt in Erfüllung“ gehen. Spuren dieses Unsinns — die er werden äpfcheni genannt — sind noch. an irche in Teupitz zu sehen. Sıe beweisen, daß der. Aberglaube..auch. heute -noch nicht» begraben ist. Man sollte ihn immer wieder lächerlich machen, dann stirbt er am raschesten. RB, im Volksmund - der Sonntag, 27. Mal 1956. 9 Gymnastik für die werdende Mama krallen — strecken. Dreimal mit größter Kraft wiederholen. 2. Übung: Füße im Fußgelenk kräftig aufund abführen. Dreimal mit größter Kraft wiederholen. 3. Übung, für den Blutumlauf in den Beinen: Beine gestreckt — abwechselnd kräftig auf die Unterlage drücken und gleichzeitig kräftig einschließlich der Gesäßbacken zusammendrücken. Dreimal mit größter Kraft wiederholen. ' 4. Übung, für die Bauchmuskulatur: Die gestreckten Beine anhocken, senkrecht nach oben strecken (flüssig, nicht ruckartig). Die - gestreckten, geschlossenen Beine betont langsam senken, Dreimal wiederholen. 5. Übung: Dasselbe umgekehrt. Gestreckte Beine anheben — anhocken — langsam wenige Zentimeter über dem Boden ausstrecken. Dreimal wiederholen. 6. Übung: Spreizen und Schließen der ausgestreckten Beine 2 cm über dem Boden, Fe dreimal w: 7. Übung (Entspannung und erung): Fersen bis fast ans Gesäß nd Locke Knie geschlossen, Knie ganz kraftlos einmal rechts herüber, einmal nach links fallen lassen. Dreimal nach jeder Seite. Ganz locker! Keine Kraftübung! 8, Übung, für die Rückenmuskulatur: Grundstellung vor einer Wand, Gesicht zur Wand. Arme intensiv nach oben strecken. Arme von der Wand weg kräftig nach hinten federn, abwechselnd dreimal links, dreimal rechts, dann dreimal beiderseitig. Mit größter Kraft wiederholen. 9. Übung: Rücken zur Wand kehren, Ge-- säß und Fersen berühren die Wänd. Arme intensiv hochstrecken — Handrücken kräftig gegen die Wand drücken, was dreimal mit größter Kraft wiederholt wird. Dreimal ‚rechts, dreimal links. 10. Übung: Lockerung, Von der Wand wegtreten.‘ Lockeres, zügiges Armschwingen vor dem Körper. Am Ende der Übungen möglichst an frischer Luft kräftig durchatmen, dufch die Sun = Er Brot na Yrnc Dr menenkung Nase ein- und durch den Mund ausatmen. Nach der passiven Ausatmung Reserveli langsam mit Hilfe der Bauchmuskeln gegen Widerstand ausstoßen, so als wolle man eine, Kerze in halben ‚Meter Entfer- ‚nung-ausblasen.'\-Versuchen Sie,. die Luft möglichst lange anzuhalten! Zeit stoppen! Die Dauer des Atemanhalteversuchs von Woche zu Woche steigern! H. Kapitza IM JUNI WIRD IN BUDAPEST... der ii Frauen stattfinden. Arch aus dem Irak wird eine Delegation der Arbeiterinnen dieses Landes Grüße überbringen, Viele Frauen des Irak führen ein elendes Leben, arbeiten für Hungerlöhne, genießen keinerlei Rechte, mui® Schwangerschafts- noch Gesundheitsschi „Mondinen“ heißen die Arbeiterinnen out den italienischen Reisfeldern. Es sind tapfere Frauen: Sie haben ii im gewerkschaftlichen Kampf den Männern durch- Ein Verbot der Kinderehen, der erzwungenen Ehen, des Brautkaufs und die Aufauf den Kopf fielen: Am Bunker angekommen, etwas erleichtert, weil ich. mir von ihm immer Schutz erhoffte, begann ein neuer Höllentanz. Die stauten sich davor. Ein großes Gedränge entstand. ‘Es war furchtbar anzuhören, wie die Kinder und alten Leute schrien, Ich war nun Tage und Nächte‘ im Bunker und habe mich nicht herausgetraut, denn die Schrecken hafteten so tiet in mir. Wir Kinder hatten nur noch einen einzigen Spielplatz, das war der Bunker. Die Sonne war für uns rar geworden. Als dann 1945 der Krieg zu Ende war, atmeten Wir alle erleichtert auf. Jedoch es begann wieder eine neue schwere Zeit. Es 2. sehr ns = Ir Um ein no ind ich in der Reihe, obwohl ‘ah immer Angst vor "dem Gedränge hatte. Als Neunjährige fuhr ich dann schon nach Essen und Gelsen! N, um dort. etwas Weißbrot zu holen. Mein Vater konnte nicht für uns sorgen, da er zu dieser Zeit in Kriegsgefangenschaft war Als dann im Herbst 1945 die Schule wieder eröffnet wurde, begann endlich ein geregeltes Leben für mich. Ich nu nun jede Gelegenheit, um zu lernen und mit “anderen Kindern fröhlich zu sein. So ging ich 1946 zu den Nestfalken. Die Heimnachmittage waren sehr schön. Oft gingen wir sonntags wandern in die nähere Umgebung von Wattenscheidt. So lernte ich meine Heimat lieben. Es war mır möglich, von 1948 an die Oberschule in Wattenscheidt zu besuchen. Im Jahre 1950 hörte ich zum ersten Mal von der ED Die Ziele dieser ämlich die des Friedens und die Schaffung der frohen und glücklichen Zukurft für die Jugend, ließen mich an meine Kinderjahre zurückdenken. Damit es den Kindern nicht auch so gehe wir mir, damit sie nicht im Bunker aufwachsen, ihr Leben nicht von Angst, ° Schrecken und Nöten umgeben werden, war es eine Selbstverständlichkeit für mich,-.der und hakıunö Bas Vertıonan für Winter, alcs nase. Eh fordert die Indonesische Frauenorganisation GERWANI. Die Organisation ver« langt ein demokratisches Besseren Arbeitsschutz rei “ bundes ergeben, daß Frauen, die jahrelang am Fließband di schon mit 30 Jahren gesundheitlich. ruiniert sind. h In Frankreich haben fast 10000 Frauen schmerzlindernden nach der Methode der Geburtshilfe entbunden.! Sie wollte nur Freude und Sonne verschenken Die Kindergruppenleiterin Lore Schacht erzählt aus ihrem Leben uns vorsehen, daß uns nicht die Dachziegel FDJ. beizutreten und mit den Jus gendlichen für diese edlen Ziele zu kämpfen, In der nächsten.- Zeit traf ich einige Eltern, die mich baten, ihre Kinder zu einer Gruppe zusammenzufassen. Mir machte das viel Freude, mich mit den Kindern zu beschäftigen, und es gelang mir, einige Kinder den schlechten Einflüssen der Straße zu entziehen. Die Heimnachmittage waren ausgefüllt mit Gesang, Spiel, Tanz ‘und wurde gebastelt, Diese schö- ;port oder es nen Heimnachmittage zogen immer meht Kinder ah, so daß ich bald mit Hilfe der Eltern zwei Gruppen.bilden konnte. Die Xindergruppen nannten sich. „Junge Pioniere“, Ich nahm mir vor, den Kindern solche guten Eigenschaften anzuerziehen, wie die Liebe zum Frieden, zur Heimat, zur Wahrheit, zur Achtung vor ihren Eltern und , zur Meine „Jungen Pioniere“ sollten auch gute Schüler sein, so befaßte ich mich stets damit, wie die Kinder in der Schule mit+ ‚arbeiten. Ich unternahm mit den Kindern Wanderungen, wobei sie Bäume, Sträucher, Pflanzen, Vögel und sonstige Tiere kennenlernten, Jedes Jahr veranstalteten wir eine Weihnachtsfeier, wobei wir jedesmal Kinder von minderbezahlten Eltern eingeladen und sie ebenfalls wie unsere Pioniere beschenkt haben. Das Programm machten immer die Pioniere selbst, so daß wir bald eine gute Kulturgruppe zusammen hatten. ’Die Kinder waren sehr, beliebt und wurden oft zu Veranstaltunget einge aden, um dort ein kleines Programm zu a bringen: Auch zu Ostern unternahmen wir stets Wanderungen, wobei wir immer ein großes Osterfeuer machten und das Ostereiersuchen auch ‘nicht vergessen jese schönen Veranstaltungen trugen zu a m bei, daß wir heute in Watten- - scheidt fünf Pionjergruppen haben und somit etwa 70 Kinder erfassen. Die AT mit den Kindern machte mir sehr viel Ereudei und das wußten auch die Kinder === OCR version 2: ZEFYS ALTO full text (Staatsbibliothek zu Berlin) === Nr. 121 SBerltneriSeHuncn Sonntag, 27. Mal 1956 Soll der Ttlann im Hanse helien? Haushaltsgeräte schön und gut... / Noch keine rasche Lösung für die Hausfrau Was in der augenblicklich heiß entbrann ten Diskussion, wie man der Frau, beson ders der berufstätigen, die vielerlei Arbeit im Hause erleichtern könne, gesagt wurde, ist alles schön und gut. Daß mehr und billige Haushaltsgeräte hergestellt werden sollen, ist auch richtig, und daß der Handel in punkto Kundendienst aufholen muß, ebenfalls. Aber dürfen wir uns allein damit begnügen? Das Angebot an Haushaltsgeräten ist noch langst nicht so, daß die Frau im Haushalt von den schweren körperlichen Arbeiten, so dem Fußbodenreinigen, Fensterputzen, Wäschewaschen und Geschirrwaschen, voll kommen befreit wäre. In die Entwicklung der Haushaltsgeräte muß ja bekanntlich noch viel Erfindergeist gelegt werden. Aber selbst wenn morgen die schönsten und modernsten Geräte auf den Markt kämen, wäre die Lage nicht sofort verbessert. Denn nur der kleinere Teil der Frauen ist in der Lage, ihren Haushalt zu technisieren, weil die meisten, wirkliche Hilfe bedeutenden Maschinen doch noch immer viel zu teuer sind. Wir wollen damit sagen, daß man bei dieser Diskussion, die sich vorerst haupt sächlich auf einen Punkt, auf die Technik im Haushalt konzentriert, nicht alles andere in den Hintergrund rücken darf. Es gibt hunderterlei Fragen, von deren Lösung im gleichen Maße die Erleichterung der Haus arbeit und damit die Gleichberechtigung der Frau abhängt. Das fängt an mit den sozialen Einrichtungen, die der Mutter ein Teil der Erziehung ihrer Kinder abnehmen. Das hängt noch bei den Wäschereien, führt über einen neuen, zweckmäßigen Woh nungsbau bis zu den Haushaltsgeräten. Das alles sind jedoch, wie gesagt, Probleme, die nicht von heute auf morgen gelöst werden können. Unsere Leser schlugen deshalb schon vor, zu diesem Zweck ein Institut einzurichten, das ähnlich dem Institut für Bekleidungskultur, sich den Aufgaben im modernen Haushalt zuwenden mö°e. Heißt es also „abwarten und Tee trin ken", bis alles automatisch läuft' Oder sollten wir nicht besser überlegen wie man ab sofort mit den einfachsten Mitteln das Leben verschönern könnte? Man be denke: Eine Hausfrau benötigt im Durch schnitt für einzelne Arbeitsgänge folgende Zeiten: Im Winter fürs Ofenheizen 30 Mi nuten, Küchenreinigen 60 Minuten. Ge schirrspülen 35 Minuten, Plätten 45 Minu ten, Nähen und Stopfen 80 Minuten, Waschen 90 Minuten, Wohnung reinigen ebenfalls 90 Minuten. Hinzu kommt noch etwa eine Stunde (das ist sehr niedrig ge rechnet) für das Einkaufen, so daß sich insgesamt ein Arbeitstag von 9 bis 10 Stun den ergibt. Was bleibt nun noch der Frau vom Tag übrig, -die ihren Haushalt neben dem Beruf betreuen muß? Die wenigsten haben eine gute Omi, Verwandte oder gar Hausangestellte. Sie müssen sich eben recht und schlecht alleine durchschlagen, wenn Das wäre der nächste und leichteste Schritt zur Entlastung der Frau, bis wir mit der Gesamt lösung des Problems et was weiter gekommen sind, denn auch die tüch tigsten Frauen haben das Recht, sich ihre Jugend und Elastizität recht lange zu bewahren. Viele Männer haben das zwar schon eingesehen und sind von selbst darauf gekommen, daß sie zu dieser Arbeitsteilung im Haushalt geradezu ver pflichtet sind; dennoch hört man allzuoft auf die Frage: „Soll der Mann im Haushalt helfen?" ein glattes „Nein". Es soll auch Frauen mit dieser Meinung geben. stehen unsere Leser dazu? So ist's richtig I Vgti putzt die Fenster Gymnastik für die werdende Mama Vor ein paar Jahrzehnten zählte die wer dende Mutter fast zu den kranken Frauen. Sie wurde bedauert; herzzerreißende Ab schiede gab es, wenn die Ärmste in die Klinik mußte, um der schweren Stunde entaoRenzusehen. Neun Monate lang beschäf tigte sich die Frau mit den Qualen der Ge burt und die Angst steigerte sich von Mo nat zu Monat. Also war es kein Wunder, daß diese neun Monate zu einer Krankheit wurden, man kann sie auch Psychose nennen! Die moderne Gynäkologie hat aus diesen negativen Beispielen ihre Lehre gezogen und will durch eine besondere Prophylaxe den Zustand der werdenden Mutter und die Geburt selbst erleichtern. Ich möchtr heute nur von einer besonderen Methode sprechen, die imstande ist, Verkrampfungen und Stauungen auszuschalten, die Muskulatur widerstandsfähig zu machen, die Haltung und Bewegung zu korrigieren. Diese Me thode heißt Schwanserschaftsgymna^tik. Ich besuchte mit vielen werdenden Müttern die interessante Vorlesung von Herrn Ober arzt Dr. Ruppert in der Universitats- Frauenklinik, Tuchulskystraße, der viele werdende Mütter beiwohnten. Da diese Lehre noch relativ neu ist, hat sie sidi noch nicht überall durchgesetzt. krallen — strecken. Dreimal mit größter Kraft wiederholen. 2. Übung: Füße im Fußgelenk kräftig aufund abführen. Dreimal mit größter Krait wiederholen. 3. Übung, für den Blutumlauf in den Beinen: Beine gestreckt — abwechselnd kräftig auf die Unterlage drücken und gleichzeitig kräftig einschließlich der Gesaßbacken zusammendrücken. Dreimal mit giößter Kraft wiederholen. 4. Übung, für die Bauchmuskulatur: Die gestreckten Beine anhocken, senkrecht nach oben strecken (flüssig, nicht ruckartig). Die gestreckten, geschlossenen Beine betont langsam senken. Dreimal wiederholen. 5. Übung: Dasselbe umgekehrt. Gestreckte Beine anheben — anhocken — langsam wenige Zentimeter über dem Boden aus strecken. Dreimal wiederholen. 6. Übung: Spreizen und Schließen der aus gestreckten Beine 20 cm über dem Boden. Ebenfalls dreimal wiederholen. 7. Übung (Entspannung und Lockerung): Fersen bis fast ans Gesäß anziehen, geschlossen. Knie ganz kraftlos einmal rechts herüber, einmal nach links fallen lassen. Dreimal nach jeder Seite. Ganz locker! Keine Kraftübung! 8 Übung, für die Rückenmuskulatur: Grundstellung vor einer Wand, Gesicht zur Wsnd Arme intensiv nach oben strecken. Arme von der Wand weg kräftig nach hin ten federn, abwechselnd dreimal links, dreimal rechts, dann dreimal beiderseitig. Mit größter Kraft wiederholen. .. mir bind ich sie ab, Dir bind ich sie an Wenn Hinan morgens eine Katze ton Knks nach rechts über den Weg lauft, wenn Sie beim Erwachen eine Spinne in der Zimmeredie entdecken oder wenn Sie mit dem linken FuB »erst aufgestanden sind, denken Sie da nicht noch.verflixt, dai hat mir noch gefehlt"? Sie können wohl manchmal bei sich selbst feststellen, daB der Aberglaube in diesen kleinen Dingen noch In voller Blüte steht. Aber lesen Sie auch folgende Geschichte. Sie ist nicht erfunden, sie beruht auf Tatsachen: Dicht vor den Toren unserer so modernen Stadt, in den märkischen Dörfern, richtet der Aberglaube noch sehr groBes Unheil an. In einer alten strohgedeckten Fachwerk hütte wohnt draußen am Dorfrand die „Anne-Hex". Früher nannte man sie die Edcbäuerin. Schon im letzten Krieg, sie hatte die 60 gerade überschritten, übergab sie ihren Hof ihrem Ältesten, dem Franz, der, wie seine beiden Brüder, später für nichts sein Leben lassen mußte. Die Wirt schaft verlodderte, und erst als es einen Arbeiter-und-Bauern-Staat "ab, kümmerte man sich darum. Soweit ist alles gut, wenn nicht von der Anne-Hex sonderbare Ge schichten im Umlauf wären. Sie soll nämlich eine regelrechte Hexe sein. Im Vertrauen: sie sieht auch so aus. Schmutzig-graues Haar umrahmt ein von vielen Falten durch furchtes Gesicht. Von den blauen Lippen ihres zahnlosen Mundes klingt ununter brochen gebetartiges Gemurmel. Dem einen soll sie die Frau und dem Kronbauern das ganze Vieh verhext haben. Viele alte An wohner machen einen großen Bogen um sie. Trotzdem sieht man hin und wieder um Mitternacht oder gegen Morgen einige Ge stalten zu Annes Hütte huschen. Kranke sind es und Krüppel, die Hilfe und Heilung suchen. So auch der Krischian. Ihn plagte seit einigen Wochen die Gicht. Vor lauter Schmerzen konnte er kaum ge radegehen. Gegen Morgen, es fröstelte noch stark, schlich er hinaus zur Hütte. Von den modernen Ärzten, diesen „Klugscheißern", wie er sagt, will er nichts wissen. So ge langte er gegen %4 Uhr morgens an die Hütte und klopfte an das Fenster der Alten. Gleich darauf erschien sie, und beide zoaen ohne ein Wort zu sprechen hinauf zu den Fichfen. Vor einem mächtigen Baum mach ten sie halt. Während die Alte von dem Stamm des Baumes ein Stück Rinde brach und ein Gebet murmelte, entledigte sich Krischian, wie es Anne-Hex angeordnet hatte, seiner Kleider. Nur das Leinenhemd durfte er anbehalten. Krischian zitterte vor Kälte, seine Schmerzen plagten ihn nicht wenig/ Dann war es soweit. Die Alte drehte sich um, schaute ihm starren Blickes in die Aueen, schlug drei Kreuze, hob alsdann den Hemdsaum hoch und trennte ein Stück chen davon ab. Diesen Stoffetzen stopfte sie in eine Rille des Stammes und verpflockte ihn mit dem Rindenstuckchen, das sie vor her vom Stamm gelost hatte. Dabei rief sie mit schrecklicher Stimme: „Guten Morgen, Fichte! Hier bringe ich dir meine siebenundsiebenzigerlei Gichte! Mir bind ich sie ab, und dir bind ich sie an! Im Namen des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes, Amen!" Sie starrte wieder dem knieschlotternden Mann in die Augen, schlug abermals das Kreuz über ihn, drehte sich um und wartete am Waldrand, wo Krischian ihr in dem Glauben, in ein paar Tagen das Leiden los zu sein, einen Geld schein in die Hand drückte. Zwei Wochen später hatte* der Zauber tatsächlich gehol fen. Eine schwere Lungenentzündung warf Krischian zu Bett. Die Ärzte konnten ihm nicht mehr helfen. Das Herz war zu schwach. Am neunten Tag schloß er die Augen für immer, und mit der Lungen entzündung schwand so auch die Gicht. SSuHkfadhiickt Qjük wOoma 7o0£ Langsam muB es ja doch Sommer werden, und damit wird es wirklich Zeit, an das neue Sommerkleid zu denken. Wi wollen Ihnen Heute einige Vorschläge unterbreiten. Daiu haben wir uns in einigen Berliner Geschäften nach den entsprechenden Stoffen umgesehen, die für Sie bereitliegen. Wir sahen grünen Dupion für 8,42 DM, Impnme aus reiner Seide für 20,15 DM, Marokaine für 12,50 DM, Geor gette für 12,50 DM, Vistra mit Punkten für 4^5 DM, Musselin und Cotton aus Sylona, also knitterarm ausgerüstet, m vielen Druckmustern, von 5,36 DM bis 7,04 DM, und natürlich auch Kunstseide und Lavabel. Das Angebot ist wesenlich reichhaltiger als im vergangenen Jahr, nur mit den Druckmustern sind wir noch nicht einverstanden. Zwar gibt es schon sehr hübsche und farbenfrohe Stoffe, aber sie zählen noch immer zur Minder heit Viel ist bereits darüber geschrieben wor den, doch wenig hat sich geändert Wir er warten, das die Industrie endlich unseren be rechtigten Wünschen nach farbenfrohen und hübschen Druckstoffen Rechnung trägt Doch nun zu unseren Entwürfen. Auf der großen Zeichnung ist ganz links ein Sommer kleid für die etwas stärkeren Figuren. Es hat kurze eingesetzte Ärmel, eine schmale weiße Blende im kleinen Ausschnitt, und der Rock ist vorruseiDich in Falten gelegt Dieses Kleid Auf der kleineren Zeichnung sehen Sie zwei Kleider für lunge Frauen oder Mädchen. Das Mo dell ganz links mit durchgehendei Knopfleiste hat ganz kurz ange schnittene Ärmelchen und eine interessante Kragenlösung. Dei Rode ist in Stufen unterteilt. Zu diesem Modell wie überhaupt zu allen Sommerkleidern mit weit schwingendem Rock wird ein reticoat getragen. Sehr schlicht ist das Modell doneben, zu dessen ärmellosen Oberteil ein gekrau ster weiter Rock gehört. Das Tuch aus dem gleichen Material wird entweder angearbeitet oder Sie fertigen das Oberteil mit einem kleinen waagerechten Ausschnitt und binden das Tuch gesondert Edith wird ergänzt durch eine taillierte Jacke aus dem gleichen Material. Sie ist auf zwei Knöpfe schlossen. hat formbetonende Teilungsnähte, eingesetzte dreiviertellange Ärmel und einen sehr tief gezo genen reversartigen Kragen. Da neben ein Hochsommerkleid aus Punktstoff, bei dem zu einem schmalen Oberteil ein Rock mit schwingender Weite getragen wird. Den Abschluß des Oberteils, von dem zwei breite Trager über die Schulter fuhren, bildet eine weiße Blende, die aber nur ein geheftet wird, da man sie öfter wechseln muß. Nase ein- und durch den Mund ausatmen. Nach der passiven Ausatmung Reserveluft langsam mit Hilfe der Bauchmuskeln gegen Widerstand ausstoßen, so als wolle man eine Kerze In einem halben Meter Entfer nung ausblasen. Versuchen Sie, die Luft möglichst lange anzuhalten! Zeit stoppen! Die Dauer des Atemanhalteversuchs von Woche zu Woche steigern! H. Kapitza IM JUNI WIRD IN BUDAPEST. . der Weltkongreß der werktätigen Frauen stattfinden. Ai*ch aus dem Irak wird eine Dele gation der Arbeiterinnen dieses Landes Grüße überbringen. Viele Frauen des Irak führen ein elendes Leben, arbeiten für Hungerlöhie, genießen keinerlei Rechte, weder Schwanger schafts- noch Gesundheitsschutz. .Mondinen" heißen die Arbeiterinnen aul den italienischen Reisfeldern. Es sind tapfere Frauen: Sie haben im gewerkschaftlichen Kampf die Lohngleichheit mit den Männern durch gesetzt Ein Verbot der Kinderehen, der erzwungenen Ehen, des Brautkaufs und die Auf hebung des Verbotes für Witwen, eine neue Ehe einzugehen, fordert die Indonesische Frauen organisation GERWANI. Die Organisation ver langt ein demokratisches Ehegesetz. In Frankreich haben fast 10 000 Frauen nach der Methode der schmerzlindernden Ge burtshilfe entbunden. Sie Tuollte nur Freude und Sonne uerschenken Die Kindergruppenleiterm Lore Schacht erzählt aus ihrem Leben Das schamlose Urteil der Bonner Justizbehörden gegen die20jährige Kindergruppenleiterin Lore Schacht aus Wattenseheidt ist noch in aller Munde, da berichtet die Presse schon von neuen Verfahren, diesmal gegen streikende Arbeiter, gegen Jugendliche FriedenskSmpfer, gegen Kommunisten und So zialdemokraten. Lore Schacht wollte und will nichts anderes, als Sonne und Glück den Menschen und be sonders den Kindern geben. Aber das sind Werte, die nur im Frieden gedeihen können. Dieses Streben spricht aus dem schlichten Leben von Lore Schacht, Ober das wir im folgenden berichten: Ich war drei Jahre alt. als der Krieg be gann. Dadurch, daß mein Vater von den Nazis ins Zuchthaus und Konzentrations lager gesperrt worden war, hatten wir sehr viel Schwierigkeiten zu Hause. Wir be kamen keine anständige Wohnung, sondern mußten jahrelang mit einem Zimmer aus kommen. Dazu kam noch, daß mein Vater später wegen seiner antifaschistischen Ge sinnung keine Arbeit bekam. Hatte er sich dann selbst eine Arbeitsstelle besorgt, so mußte er sie auf Geheiß der Gestapo bald wieder verlassen. uns vorsehen, daß uns nicht die Dachziegel auf den Kopf fielen. Am Bunker angekommen, etwas erleich tert, weil ich mir von ihm immer Schutz erhoffte, begann ein neuer Höllentanz. Die Menschenmengen stauten sich davor. Ein großes Gedränge entstand. Es war furcht bar anzuhören, wie die Kinder und alten Leute schrien. Ich war nun Tage und Nächte im Bunker und habe mich nicht heraus getraut, denn die Schrecken hafteten so tief in mir. Wir Kinder hatten nur noch einen einzigen Spielplatz, das war der Bunker. Die Sonne war für uns rar geworden. Als dann 1945 der Krieg zu Ende war, atmeten wir alle erleichtert auf. Jedoch es begann wieder eine neue schwere Zeit. Es gab sehr wenig zu essen. Um ein Maisbrot zu bekommen, stand ich stundenlang in der Reihe, obwohl ich immer Angst vor dem Gedränge hatte. Als Neunjährige fuhr ich dann schon nach Essen und Gelsen kirchen, um dort etwas Weißbrot zu holen. Mein Vater konnte nicht für uns sorgen, da er zu dieser Zeit in Kriegsgefangenschaft war. Als dann im Herbst 1945 die Schule wie der eröffnet wurde, besann endlich ein ge regeltes Leben für mich. Ich nutzte nun jede Gelegenheit, um zu lernen und mit anderen Kindern fröhlich zu sein. So ging ich 1946 zu den Nestfalken. Die Heimnach mittage waren sehr schön. Oft gingen wir sonntags wandern in die nähere Umgebung von Wattenseheidt. So lernte ich meine Heimat lieben. Es war mir möglich, von 1948 an die Oberschule 4n Wattenseheidt zu besuchen. Im Jahre 1950 hörte ich zum eisten Mal von der FDJ. Die Ziele dieser Jugendorganisation, nämlich die Erhaltung des Friedens und die Schaffung der frohen und glücklichen Zukunft für die Jugend, ließen mich an meine Kinder jähre zurück denken. Damit es den Kindern nicht auch so gehe wir mir, damit sie nicht im Bunker aufwachsen, ihr Leben nicht von Angst, Schrecken und Nöten umgeben werden, war es eine Selbstverständlichkeit für mich, der FDJ beizutreten und mit den anderen Ju gendlichen für diese edlen Ziele zu kämpfen. In der nächsten Zeit traf ich einige Eltern, die mich baten, ihre Kinder zu einer Gruppe zusammenzufassen. Mir machte das viel Freude, mich mit den Kindern zu be schäftigen, und es gelang mir, einige Kinder den schlechten Einflüssen der Straße zu entziehen. Die Heimnachmittage waren ausgefüllt mit Gesang, Spiel, Tanz und Sport oder es wurde gebastelt. Diese schö nen Heimnachmittage zogen immer mehr Kinder an, so daß ich bald mit Hilfe der Eltern zwei Gruppen bilden konnte. Die Kindergruppen nannten sich „Junge Pioniere. Ich nahm mir vor, den Kindern solche guten Eigenschaften anzuerziehen, wie die Liebe zum Frieden, zur Heimat, zur Wahrheit, zur Achtung vor ihren Eltern und Erziehern, zur Völkerfreundschaft. Meine „Jungen Pioniere" sollten auch gute Schüler sein, so befaßte ich mich steta damit, wie die Kinder in der Schule mit arbeiten. Ich unternahm mit den Kindern Wanderungen, wobei sie Bäume, Sträucher, Pflanzen, Vögel und sonstige Tiere kennen lernten. Jedes Jahr veranstalteten wir eine Weihnachtsfeier, wobei wir jedesmal Kinder von minderbezahlten Eltern ein geladen und sie ebenfalls wie unsere Pioniere beschenkt haben. Das Programm machten immer die Pioniere selbst, so daß wir bald eine gute Kulturgruppe zusammen hatten. Die Kinder waren sehrv beliebt und wurden oft zu Veranstaltungen eingeladen, um dort ein kleines Programm zu bringen. Auch zu Ostern unternahmen wir stets Wanderungen, wobei wir immer ein großes Osterfeuer machten und das Ostereier suchen natürlich auch nicht versessen wurde. All diese schönen Veranstaltungen trugen mit dazu bei, daß wir heute in Watten seheidt fünf Pioniergruppen haben und so mit etwa 70 Kinder erfassen. Die Arbeit mit den Kindern machte mir sehr viel Freude, und das wußten auch die Kinder und kamen gerne zum Heimnachmittag. nicht. -.., ja, wenn der Ehemann nicht länger „abwartet und Tee trinkt", sondern selbst in Küche und Haus mit anpackt. Hier nun einige Übungen, die eine wer dende Mutter, auch wenn sie noch keinen Kursus besuchen kann, täglich durchführen sollte. Die Gymnastik muß fünf bis sechs Wochen vor dem errechneten Geburtstermin eingestellt werden. 1. Übune: Rückenlage. Zehen intensiv ein 9. Übung: Rücken zur wand kehren. Ge säß und Fersen berühren die wand. Arme intensiv Hochstrecken — Handrücken kräftig gegen die Wand drücken, was dreimal mit größter Kraft wiederholt wird. Dreimal rechts, dreimal links. 10. Übung: Lockerung. Von der Wand wegtreten. Lockeres, zügiges Armschwin gen vor dem Körper. Am Ende der Übungen möglichst an frischer Luft kräftig durchatmen, durch die 1942 kam ich zur Volksschule. Unser Un terricht wurde sehr oft wegen Fliegeralarm unterbrochen. 368 1943 war es dann nicht mehr. möglich, zur Schule zu gehen, weil die Bomben angriffe immer stärker wurden. Deshalb wurden auch die Schulen geschlossen. Nun begann eine sehr schwere Zeit. Es gab mehrmals am Tage Alarm, und ich hei immer wieder mit meiner Mutter zum Bun ker. Am schrecklichsten war es für mich. wenn es mitten in der Nacht Alarm gab. Meine Mutter konnte in der Dunkelhei' kaum sehen, und ich mußte sie regelrecht mitziehen. Unterwegs sah ich dann schon den Himmel hell erleuchtet; denn übei Bochum und Essen wurden die Phosphor- Kanister ausaeschüttet. Dazu kam der un heimliche Lärm der Flakgeschütze, die gleich in unserer Nähe stationiert warer. DieSplitter hagelten nur so, und wir mußten Besseren Arbeitsschutz werden die berufstätigen Frauen aus Westdeutschland auf der Weltkonferem der Werktätigen Frauen verlangen. Statistiken des Deutschen Gewerk schaftsbundes ergeben, daß Frauen, die jahre lang am Fließband arbeiten, schon mit 30 Jahren gesundheitlich ruiniert sind. Wenn jemand aber einen Wunsch hat und nicht zur Anne-Hexe gehen will, aus Furcht, sie könne ihn verhexen, der schleicht sich um Mitternacht auf den Kirchhof. Dort, das kann man heute noch beobachten, bohrt so ein vom Aberglauben Besessener mit einem daumengroßen Stuckchen Holz in irgendeinen Sand- oder Klinkerstein der Kapelle ein etwa 1 cm tiefes Lochlein und spricht dabei dreimal seinen Wunsch. Er soll dann..bestimmt in Erfüllung" gehen. Spuren dieses Unsinns die Löcher werden im Volksmund Näpfchen genannt — sind noch an der Kirche in Teupitz zu sehen. Sie beweisen, daß der Aberglaube auch heute noch nicht begraben ist. Man sollte ihn immer wieder lächerlich machen, dann stirbt er am raschesten. Eine Geschichte von der Anne-Hex Sie lebt auch noch in unseren Tagen

English translation

=== [Page 1] === --- Relevant article (German, corrected transcription from OCR) --- IM JUNI WIRD IN BUDAPEST ... ... der Weltkongreß der werktätigen Frauen stattfinden. Auch aus dem Irak wird eine Delegation der Arbeiterinnen dieses Landes Grüße überbringen. Viele Frauen des Irak führen ein elendes Leben, arbeiten für Hungerlöhne, genießen keinerlei Rechte, weder Schwangerschafts- noch Gesundheitsschutz. „Mondinen" heißen die Arbeiterinnen auf den italienischen Reisfeldern. Es sind tapfere Frauen: Sie haben im gewerkschaftlichen Kampf die Lohngleichheit mit den Männern durchgesetzt. Ein Verbot der Kinderehen, der erzwungenen Ehen, des Brautkaufs und die Aufhebung des Verbotes für Witwen, eine neue Ehe einzugehen, fordert die Indonesische Frauenorganisation GERWANI. Die Organisation verlangt ein demokratisches Ehegesetz. Besseren Arbeitsschutz werden die berufstätigen Frauen aus Westdeutschland auf der Weltkonferenz der Werktätigen Frauen verlangen. Statistiken des Deutschen Gewerkschaftsbundes ergeben, daß Frauen, die jahrelang am Fließband arbeiten, schon mit 30 Jahren gesundheitlich ruiniert sind. In Frankreich haben fast 10 000 Frauen nach der Methode der schmerzlindernden Geburtshilfe entbunden. --- English translation --- IN JUNE, IN BUDAPEST ... ... the World Congress of Working Women will take place. A delegation of women workers from Iraq, too, will bring greetings. Many women in Iraq lead a wretched life, work for starvation wages and enjoy no rights, neither maternity nor health protection. "Mondine" is the name of the women workers in the Italian rice fields. They are brave women: through trade-union struggle they have won wage equality with men. A ban on child marriages, forced marriages and bride-purchase, and the lifting of the ban on widows entering a new marriage, is demanded by the Indonesian women's organisation GERWANI. The organisation demands a democratic marriage law. Better occupational safety will be demanded by working women from West Germany at the World Conference of Working Women. Statistics of the German Trade Union Federation show that women who work on the assembly line for years are ruined in health by the age of 30. In France almost 10,000 women have given birth by the method of painless childbirth.