Gerwani Archive
Researcher log in

← GA-03381

Neues Deutschland, 17 June 1956, S. 5: Treffpunkt der Frauen ganz Deutschlands

Licensed or copyrighted source: rights remain with the author or publisher. OCR transcription for scholarly research.

Cleaned OCR text (Fair (ZEFYS ALTO OCR (Staatsbibliothek zu Berlin)); proof-reading: key passages (Claude, Oct 2026)). Old Indonesian spelling has been converted to modern EYD. [Unreadable] marks text that could not be recovered. English translation below.

Text

Parteikonferenz der KPC beendet weiterer Aufschwung in der CSR Zweiter Fünfjahrplan bestätigt / Lebensstandard wird ständig erhöht bleibt und das Leistungsprinzip In größerem Maße eingeführt wird. Zur Entwicklung der Volkswirt schaft heißt es, daß Perspektivpläne für 10 oder 15 Jahre ausgearbei tet werden, die mit den Plänen der anderen Länder des sozialistischen Lager9 koordiniert sind. Die Ministerien werden m der Entschließung verpflichtet, bis zum 1. Oktober dieses Jahres der Re gierung Vorschläge über die Ein schränkung des Vei waltungsapparates zu machen. Die sozialistische Gesetzlichkeit soll durch eine Anzahl von Bestim mungen über die Arbeit der Sicher heitsorgane, die Staatsanwaltschaft und die Gerichte, die strafrechtliche Verfolgung und die Rechte des An geklagten auf Verteidigung ge festigt werden. Diese Bestimmun gen sollen ab I. Januar 1957 in Kraft treten. Sitzung des ZK der KPC (ADN) Treffpunkt der Frauen ganz Deutschlands von unserem Budapester Korrespondenten Herbert Ziergiebel Die Verfechter der westlichen „Freiheit" haben nicht ganz un recht, wenn sie die Rückkehr dieser Frauen fürchten. Die Forde rung „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit" beispielsweise ist für die Herren der Fabriken alles andere als angenehm, beträgt doch die Entlohnung der westdeutschen Frauen für die gleiche Arbeit nur etwa 63 Prozent der Manne, löhne. Und diese Frauen werden mit dem Bewußtsein zurückkehren, das Recht und Millionen Frauen der ganzen Welt auf Ihrer Seite zu haben. Deutsche und Französinnen reichen sich die Hände In einer Arbeitspause tauschten die deutschen Frauen Geschenke der Freundschaft mit den Vertrete rinnen der chinesischen Frauen aus. Eine junge indonesische Delegierte, die ein Kind erwartet, nahm aus den Händen der deutschen Delega tion bewegt einen Kinderwagen mit kompletter Babyausstattung ent gegen. Höhepunkt des Tages war- der Diskussionsbeitrag der Leiterin der Frauenabteilung des Allgemeinen Italienischen Gewerkschaftsbundes, Rina Picolato, die von den großen Erfolgen berichten konnte, die die italienischen Frauen bereits errun gen haben, wie das Recht zu.wäh len und gewählt zu werden, Sorge für die werdenden Mütter und eine bessere Bezahlung der Arbeiterin nen. Viele Widerstände seien je doch noch zu überwinden, vor allem in der Schaffung menschenwürdiger Arbeitsbedingungen. Frau Picolato teilte mit, daß 1 300 000 Frauen in Italien gewerkschaftlich organisiert sind. Die als Gast an der Tagung teil nehmende Leiterin der Frauen abteilung des Internationalen Ar beitsamtes, Anna Figueroa, sagte, ihr Amt sei der Konferenz dank bar für die Arbeit, die sie leiste, besonders bei der Erörterung des Problems „gleicher Lohn für gleicha Arbeit". „Ich bin sicher", erklärte Frau Figueroa, „äaß wir eine' ge meinsame Basis finden werden." (ADN/Eig. Ber.) XXV. Internationale Messe in Poznan eröffnet Aussteller aus 35 Ländern / Polnische Handelsbeziehungen zu 76 Staaten von unserem Warschauer Korrespondenten Dietmar Rehschuh Mit einer Festveranstaltung in der Poznarier Oper, auf der nach Begrüßungsworten des Präsidenten der Polnischen Außenhandelskammer, Dr. Gall, der Stellvertreter des Vorsitzenden des.Ministerrates der Volksrepublik Polen Gede sprach, wurde am Sonnabend die XXV. In ternationale Poznaner (Messe feier lich eröffnet. An der diesjährigen Messe, die am Sonntag ihre Tore fiir die Besucher öffnet, nehmein außer dem Gast geberland Aussteller aus 35 Ländern teil, das sind 50 Prozent mehr Teil nehmerländer als im Vorjahr. Zu dien durch Kollektivausstellungen oder Firmenstände vertretenen Ländern gehören u. a. Jugoslawien Brasilien, Argentinien, Marokko, Mexiko, Paraguay, Portugal, der Sudan und Tunesien. Die größte Ausstellungsfläche nehmen unter den ausländischen Ausstellern die Firmen der Bundesrepublik ein, unter denen sich Daimler-Benz, Mannesmann, IG -Farben, Westfä lische Union und Allgemeine Baugesellschaft befinden. Die Kollektiv ausstellung der DDR, auf der die feinmechanischen und optischen Geräte, die polygraphischen und an deren Maschinen, Fahrzeuge, Radio apparate und Perlonbekleidung be sondere Anziehungspunkte sein werden, umfaßt rund 2500 am. Die Volksrepublik Polen mit über 30 000 Ausstellungsstücken belegt etwa die Hälfte der 90 000 qm großen Gesamtausstellungsf lache. Vor der offiziellen Eröffnung der Messe gab Außenhandelsminister Dabrowski auf einer internatio nalen Pressekonferenz einen Über blick über die Entwicklung des pol nischen Außenhandels und beant wortete Fragen der Korresponden ten. Er teilte mit, daß Polen gegen wartig mit.76 Ländern Handel treibt. Stimmune*um&chwune in den USA bahnt sich an Neue Deutschlandpolitik gefordert „Washington Post" schreibt Adenauer ab'/ NATO soll auf deutsche Söldner verzichten Washington (Eig. Ber.). Wäh rend Adenauer noch am Freitag in 'Chlkago die Westmächte wiederum aufrief, weiter an der aggressiven NATO-PolitLk festzuhalten, werden selbst im. amerikanischen Regierunrslager Stimmen laut, die die Richtigkeit dieses Kurses bezwei feln. So hat in politischen Kreisen der amerikanischen Hauptstadt ein Vorstoß der einflußreichen „Wa shington Post" beträchtliches Aufsehen erregt. Das Blatt fordert eine neue Deutschlandpolitik der USA. Die erwähnten Kreise sehen in dem Artikel ein wichtiges Stim mungssymptom. Die „Washington Post" kritisiert — laut AFP — besondere die Starr heit der von Adenauer verfolgten Politik. Adenauers Formel, der Foster Dulles zugestimmt hat, biete keine Möglichkeit, sich mit der So wjetunion zu einigen. Das Blatt unterstreicht daß Adenauer 6elbst in Westdeutschland einer immer stärkeren Kritik ausgesetzt sei. Wörtlich schreibt es: „Es ist durch aus möglich, daß die Sozialdemo kraten an die Macht kommen, wenn das Schicksal Adenauer be seitigt hat." Die Zeitung spricht sich dafür aus, westdeutsche Truppen kontingente nicht in die NATO einzubeziehen. Diese neuen Töne in der öffent lichen Meinung der Vereinigten Staaten veranlassen den britischen „Scotsman" zu der Äußerung, es stehe außer Zweifel, daß Aden auer fürchtet, seiDe aggressive Poli tik könne von den Westmächten „im Interesse einer Annäherung mit Rußland aufgegeben werden". Die jugoslawische Zeitung „B o r b a" schreibt, wenn Adenauer keinem anderen Weg sehe, die Wie dervereinigung Deutschlands zu er reichen, als die eben erst auf getauten Beziehungen zwischen West und Ost wiedereinzufrieren, -dann kann es nicht verwundern, wenn er heute auf kein Verständ nis mehr stößt". StasseniürAbrustungsabkommen mit der UdSSR Belgrad. Jugoslawien begrüßt die von Bulganin in seinem Schreiben an die westlichen Regierungschefs gemachten Vorschläge zur rüstung. Dies erklärte am Freitag ein Sprecher der jugoslawischen Regierung. London. Wie die „Times" berich tet, erklärte Englands Premiermini ster Eden vor dem Unterhaus, daß die Frage der Verringerung der westlichen Streitkräfte in Deutschi land erörtert werde. „Wir sind uns darüber im klaren" sagte Eden, „daß neue strategische Elemente in der heutigen Situation bestehen, in der die Abschreckungskraft so groß Ist. Wir sind uns dessen bewußt und erörtern diese Probleme mit unseren Verbündeten Antrag von 50 Labourabgeordneten London (ADN). Eine völlige Neulestlegune der von. der bri tischen Labourpartei verfolgtes Außenpolitik forderten 50 abgeord nete der Partei in einem Antrag an das Labour-_Schattenkabinett". Mit dieser Forderung wollen die Abgeordneten die Parteiführung zwingen, eine einheitliche außen politische Linie festzulegen. Eine eben beendete große außen« politische Debatte im außenpoli tischen Ausschuß der Parlamentsiraktion hatte große Widersprüche in dieser Frage gezeigt Der linke Flügel forderte eine Minderung der militärischen Anstrengungen, dar unter die völlige Abschaffung der Wehrpflicht und Abstriche von über 33 Prozent am Rüstunesbudget. Ferner setzt er sich tür einen verstärkten West-Ost-Handel ein. Alle bestehenden Militärbünd nisse, wie die NATO, sollten dem UNO-Sicherheitsrat unterstellt wer den, ohne dessen Billigung keine militärische Aktion unternommen werden dürfe. Emigranten mißbrandil Mackiewiez vor der Fresse Warschau (ADN). Der ehemalige Ministerpräsident der sogenannten polnischen Exilregierung in Lon don, Stanislaw Mackiewiez, erklärte auf einer Pressekonferenz, die "Ursache seiner Heimkehr sei die Überzeugung vom Bankrott der Politik der polnischen Emigration. Diese Politik stütze sieh auf die Westmächte. Ihr Verhältnis zu den polnischen wie beispielsweise auch zu den russischen Emigranten be stehe vor allem darin, sie zu Aktio nen gegen die Heimat auszunutzen. Er habe sich endgültig zur Rück kehr entschlossen, sagte Mackie wiez, als die Spionageaffäre aus der Ortschaft Bei* in Westdeutschland bekannt wurde, wo die Militär behörden der USA im Einverneh men mit führenden polnischen Emigranten ein großes antipolni sches Spionagezentrum aufbauten. Volkskammerdelegation im Erdölzentrum Albaniens Eisenhower dankt Ceylon soll Republik werden Colombo (ADN). Die ceylonesisehe Regierung hat beschlossen, in Ceylon die republikanische Staatsferm einzuführen, das Land aber im britischen Commonwealth zu be lassen, gab Ministerpräsident Solo-; mon Bandaranaike auf einer Presse konferenz in Colombo bekannt. Er teilte weiter mit, Ceylon beabsich tige nicht, den Verteidigungspakt mit Großbritannien zu kündigen. Es sei jedoch bestrebt, weitere Nicht angriffspakte mit Indien, Pakistan, Burma und Indonesien abzuschlie ßen. Das ceylonesische Parlament hat am Freitag nach 16stündiger Debatte ein Gesetz verabschiedet, das Singhalesisch an Stelle von Englisch zur einzigen Amtssprache des Lan des macht Urandieb verhaftet Araberstaäten warnen Washington Protest gegen Einsatz amerikanischer Waffen in Algerien /Boykott Frankreichs erwogen Die Hafenarbeiter von Port Said und Alexandria weigern sich auch weiterhin, ische Schiffe zu laden. Ein Protest der französischen Botschaft in Kairo wurde von der ägyptischen Regierung mit der Bemerkung zurückgewiesen, sie habe keine Möglichkeit auf die Hafenarbeiter einzuwirken, die „aus Sympathie für ihre algeri schen Brüder handeln". Ein französisches Militärgericht in Oran hat am Freitag sieben algerische Patrioten zum Tode vej> urteilt. Der jüngste von ihnen ist 18 Jahre alt. Die Widerstands kämpfer waren am 6. Juni bei einem Gefecht in Gefangenschaft geraten. Volkschina forciert sozialistischen Aufbau Nationaler Yolkskongreß berät Haushaltsplan 1956 / Verteidigungsausgaben verringert hervor, daß der Haushaltsplan für 1956 darauf gerichtet sei, eine Er füllung und Übererfüllung des ersten Fünfjahrplans, der im kom menden Jahr abläuft, zu ermög lichen. wissenschaftliche Zwecke ist im Staatshaushalt in diesem Jahr das Doppelte an Ausgaben vorgesehen als im vergangenen Jahr. Indischer Vizepräsident in Moskau Dr. Radhakrishnan von Bulganin und Chruschtschow empfangen Die sowjetischen Zeitungen stan den am Freitag im Zeichen dies indi schen Besrudies Die „Prawda* erinnert daran, daß der Name des Gastes in der Sowjetunion gut be kannt ist. Von 1949 biß 1952 war er Außerordentlicher und Bevollmäch tigter Botschafter Indiens in der UdSSR und hat großen Anteil an der Festigung der freundschaftlichen Beziehungen beider Länder. Die „Iswestijja" betont, daß Dr, Radhakrishnan ein eifriger Verfech ter der friedlichen Koexistenz und der freundschaftlichen Zusammen-i arbeit verschiedener Länder ist. Jede Terrasse ist gesondert be wässert. Ungeheure Arbeit und Fleiß stecken in diesem Boden. Gebirgsbäche sind zu künstlichen Teichen angestaut. Ihr Wasser wird nach Bedarf auf die Felder geleitet« Wir entdecken eine kleine Baum wollfabrik. Wie vor Jahrhunderten wird die Baumwolle gepflückt, mit der Hand versponnen und Tuch verwebt. Später sprechen wir mit dem Sultan, dem religiösen Oberhaupt dieses Bezirks, der auch Verwal tungsvollmachten besitzt. Bisher konnte kein Nutzen aus diesem fruchtbaren Garten- und Ackerbau gebiet gezogen werden. Es gab keine Möglichkeiten, das Obst in die Städte zu transportieren. Jetzt ist geplant, einen Fahrweg zu schaffen. Einige Dörfer sollen zu sammengelegt, ein Marktplatz mit Geschäften errichtet werden. Auch im entlegenen Suni wird ein neues Leben beginnen. Abends schlafen wir in 1500 Me ter Höhe bei dem unermüdlichen Quaken der Frösche ein. Ich träume von Ausflugsorten, Erholungs heimen und Sanatorien, die einmal diese Perle afrikanischen Bodens wie eine Kette durchziehen werden. Reise in den Sudan rw«/ von jungen sudanesischen Bergstei gern, die auf Ferienreisen noch un bekannte Gipfel dieses Gebirges, das viermal so groß wie unser Harz ist, erklimmen werden. Zu kurz ist die Zeit, um die Schönheiten des Gebirges voll zu erfassen. Wir müssen zurück nach Khartum. Wieder bewältigt der Fahrer Saleh ohne kleinsten Zwi schenfall die Steilfahrt. Wieder bleiben die Bewohner an den Berg hängen stehen und grüßen. Frauen mit Krügen auf dem Kopf schrei ten zum Brunnen. Großväter und Enkel treiben das Vieh zur Tränke. Es ist kaum glaublich, welch sroße Lasten Kamele und vor allem die kleinen Esel geduldig bewältigen« Singvögel zauberhafter Farbtönun gen trillern ihre Lieder in die Luf t, Im Dorf Malamm, unserer ersten Zwischenstation, herrscht rege? Treiben. Der Boden ist in eine „Wasserfabrik" umgewandelt. In kurzen Abständen sind fünf bis sieben Meter tiefe Löcher gegraben, aus denen mit kleinen Beuteln an Stricken schmutziges Wasser zur Viehtränke herausbefördert wird. Wasserrad und Wasserrolle sind, verglichen mit dieser primitiven Methode, schon hohe Technik. Ein völlig unterentwickeltes Agrarland, In dem für die Bearbeitung der riesigen Flächen bisher fast nur die Hacke zur Verfügung steht — das ist das Erbe der Kolonialherrschaft. Ein Fußballspiel Dieses Mal finden wir gleich den richtigen Weg und erreichen nach sechs Stunden die Provinzhaupt stadt El Fascher. Es ist der vierte Tag des Beiramfestes. In der Stadt herrscht noch reges Treiben. Die Fußballvereinigung der Provinz hat ein großes Match ausgeschrieben; Es geht zu wie auf jedem Fußball platz: klatschen, pfeifen, rufen. Der Schiedsrichter hat es nicht leicht: Zum Schluß große Preisverteilung. Aus- der Menge heraus wird noch zusatzlich ein Preis gestiftet. Grup pen stehen zusammen, musizieren. tanzen — auch die Polizisten kön nen nicht widerstehen. In Tropen uniform, kurzen Hosen, Wickel gamaschen, schwarzem Schlapphut müssen sie, immer wieder von den Schonen aufgefordert, in den Kreis treten und sich mit im Tanze wie gen. Beim Bäcker herrscht Hoch betrieb. Runde Bleche mit Mürbe kuchen werden zum Abhacken ge bracht. Ein Mühlenbetrieb mahlt den Frauen ihre Dhurra (Hirseart), das Hauptnahrungsmittel des Lan des. Eine neue Eisenbahnstrecke Wie es der Zufall wilL kehrt mit unserem Flugzeug auch wieder der nigerische Innenminister nach Khartum zurück. Er war in Darfur, um mit Nomaden, die aus Nigeria über Französisch - Äquatorialafrika in den Sudan kamen, die Helmkehr zu besprechen. In El Obei'd ist der Flugplatz fest lich geschmückt, eine Ehrenkompa nie aufmarschiert. Ismail El Azhari, seit 1953 — dem Zeitpunkt der Bil dung des ersten sudanesischen Par laments — Ministerpräsident des Landes, wird stürmisch begrüßt. Lastwagen auf Lastwagen bringt Menschen. Azhari hatte die neue Eisenbahnstrecke, die von Ei Obeid Ismail El Azhari (Fortsetzung lolgt) Premierminister EI Azhari begrüßt herzlich Minister Rat* 17. Juni 1956 / NEUES DEUTSCHLAND / Nr. 144, Seite New York. Der Abrüstungs beauftragte Präsident Eisenhowers, Harold E. Stassen, erklärte am Sonnabend in Spring Lake, daß die Sowjetunion „die Möglichkeiten eines Krieges verhindern will". Die USA müßten daher alle entspre chenden Anregungen sorgfältig prüfen und sollten um ein Ab kommen mit der UdSSR und ande ren Staaten über eine „gesicherte Teilabrüstung" bemüht sein. Daa. Zentralkomitee der KPC hielt nach Beendigung der Partei' konferenz am Freitag seine, erste Sitzung ab. Es wurde beschlossen, Vralislav Krutina von seinen Pflichten als Minister für Land wirtschaft zu entbinden. Er wurde zum Sekretär des Zentralkomitees gewählt. Auf Vorschlag des Politbüros empfahl das Zentral komitee die Zusammenlegung eini ger Ministerien. Es wurde ein Ministerium für Land- und Forst wirtschaft ein Ministerium für Volksbildung und Kultur und ein Ministerium für Lebensmittelindu strie und Aufkauf landwirtschaft licher Produkte gebildet. Neu ge schaffen wird ein Ministerium für Verbrauchsgüter. Der bisherige stellvertretende Ministerpräsident Vaclav Skoda übernimmt die Funk tion des Justizministers. Weiterhin beschloß die Partei konferenz, die Kompetenzen der slowakischen Staatsorgane zu er weitern. So wird der slowakische NationaJrat in Angelegenheiten von nationalen oder regionalen Belan gen gesetzgebende Funktionen aus üben und das Recht haben, das Korps der Resierungsbevollmächtigten oder einzelne Mitglieder zu ernennen und abzuberufen. Die Konferenz empfahl die Auflösung einzelner Ministerien sowie des Komitees für Körperkultur und Sport, des Amtes für Kirchen angelegenheiten, des Amtes für Er findungswesen und des Regierungs komitees für die friedliche Anwen dung der Atomenergie. Die Methoden der Planung und der Investierungen werden 'verein facht Minister und Leiter von Hauptverwaltungen und Betrieben erhalten höhere Befugnisse, ihre Verantwortlichkeit wird erhöht. In der Entschließung wird betont, daß notwendig sei, Maßnahmen durchzuführen, damit die Lohn politik nicht hinter der Entwick lung der Volkswirtschaft zurück Die Parteikonferenz der Kommu nistischen Partei der Tschechoslo wakei, die am Freitag ihre Arbei ten beendete, nahm auf ihrer Schluß sitzung eine Entschließung an, in der sie die Politik und die praktische Tätigkeit des Zentralkomitees der Partei auf der Grundlage der vom X. Parteitag gegebenen Grundlinie billigte. Die Parteikonferenz be stätigte. ferner die Richtlinien des ZK der KPC für den zweiten Fünf jahrplan (1956—1960). In der Entschließung wird eine Reihe von Maßnahmen zur Er höhung des Lebensstandards und der Verbesserung der Arbeit des Staatsapparates festgelegt. So sollen die Sozialversicherung ab 1. Januar 1957 reorganisiert, das Krankengeld für Arbeiter, erhöht und die Kran kengelder für Arbeiter und An gestellte nach einem einheitlichen System ausgezahlt werden. Ab 1. Dezember 1956 sollen bestimmte Gruppen der Alters-. Invaliden- und Witwenrente erhöht werden. Abschließend heißt es in derEnt-, Schließung, daß sich alle Partei organe konsequent an den Grund satz der kollektiven Leitung und Entscheidung halten und das Schwergewicht der Parteiarbeit un ter den Menschen an den Arbelts plätzen sehen müssen. Mit 77 Frauen sind die, Vertrete rinnen Deutschlands die stärkste Delegation auf dieser Konferenz. So wie im Konferenzsaal die Sprachen durcheinander schwirren, 6O hört man auch im Hotel „Beke", wo unsere Landsleute wohnen, die verschiedensten Dialekte. Da sitzen an einem Tisch die Frauen aus Mecklenburg mit den Münchnerin nen, die Württembergerinnen und die Rheinländerinnen mit den Frauen aus Sachsen und Thüringen zusammen. Der arme Kellner, der bisher annahm, die deutsche Sprache perfekt zu beherrschen muß sich jetzt jede Bestellung drei mal wiederholen lassen. Und auch unter unseren Frauen gibt es viel zu lachen, wenn die Bayerinnen, Schwäbinnen und Sächsinnen mit einander reden. Aber sie verstehen sich, obgleich ihre Bekanntschaft erst von der gemeinsamen Abreise aus Berlin herrührt Etwa dreiviertel der deutschen Trauen kommen aus Westdeutsch land. Es 6ind hauptsächlich Fabrik arbeiterinnen. Viele Hindernisse mußten 6ie überwinden — und doch Bind sie gekommen, trotz aller Widerstände und auch trotz manch mal noch eigener Bedenken. Viele von ihnen betraten auf der Hin reise zum ersten Male den Boden der Deutschen Demokratischen Repu blik, fast -alle zum ersten Male in ihrem Leben den Boden des Aus landes: Tirana (ADN). Die Delegation der Volkskammer der DDR unter Lei tung von Ernst Goldenbaum hat aie Stadt Stalin in einem wichtigen Erdölzentrum des Landes besucht Die Gäste besichtigten die Arbeitern Siedlungen und die kulturellen Ein richtungen und machten sich mit dem Leben der Werktätigen ver traut. Sie sahen unter anderem Produktionsstätten, ein Laborato rium, das Kulturhaus und das tech nische Kabinett des Kombinats. Im Namen aller arabischen Staaten überreichte der syrische Botschaf ter in den USA, Farid Zeineddin, in Washington eine Erklärung, in der die USA-Regierung aufgefor dert wird, die Wiederherstellung des Friedens in Algerien zu unter stutzen. Vor Pressevertretern er klärte der Botschafter, die USA- Regierung sei in das Algerien- Problem verwickelt, da sie Frank reich Geld und Waffen zur Ver fügung stelle, die gegen die Bevöl kerung Algeriens eingesetzt wer den. Wenn die USA den Kolonia lismus weiterhin auf diese Weise unterstützen, würde in Zukunft keine Zusammenarbeit zwischen ihnen und den arabischen. Staaten mehr möglich eein. Die Arabische Liga setzte am Sonnabend ihre Beratungen über die Möglichkeiten eines wirtschaft lichen Boykotts Frankreichs wegen seiner Unterdrückungspolitik in Algerien fort. Die Verhandlungen waren kurzlich unterbrochen wor den, da erst noch die Meinungen einiger arabischer Staaten eingeholt werden mußten. Algier. Einheiten der algen-i sehen Befreiungsfront haben in der Nacht zum Sonnabend die von star ken französischen Truppeneinheiten besetzte westalgerische Stadt Tkmcen angegriffen. In den Vororten der 70 000 Einwohner zählenden Stadt sind erbitterte Kämpfe im Gange. Washington (ADN). Präsident Eisenhower hat K. J. Woroschüow ein Telegramm übermittelt, in dem es heißt: „Ich möchte Ihnen, dem Ministerpräsidenten Bulganin und Herrn Chruschtschow für die liebenswürdige Botschaft danken, in der die Anteilnahme an meiner Er krankung zum Ausdruck gebracht wird. Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit und Ihre guten Wünsche". Ein ähnliches Tele gramm sandte Eisenhower an den sowjetischen Verteidigungsminister Shukow. Zu einer Manifestation der deutsch-französischen Freundschaft kam es am Freitagnachmittag auf der Weltkonferenz der werktätigen Frauen in Budapest, als ein Mit glied der gesamtdeutschen Delega tion, eine Textilarbeiterin aus Süd deutschland, erklärte: „Wir geloben unseren französischen Schwestern, daß wir nicht rasten und nicht ruhen werden, bis der deutsche Militarismus mit Stumpf und Stiel ausgerottet ist und keine Muttsr mehr ihren Sohn beweint" Von allen im Saal anwesenden Frauen wurden diese Worte mit stürmi schem Beifair begrüßt, der sich hoch steigerte, als die deutsche Delegierte dem französischen Präsidiumsmit glied Germaine Guille ein Bildnis Ernst Thälmanns überreichte. Die gesamte Produktion der In dustrie und Landwirtschaft Chinas soll Ende dieses Jahres 14,1 Pro zent hoher sein als im vergangenen Jahr. Im einzelnen soll u. a. die Erzeugung von Elektroenergie um 15 Prozent, die Förderung von Kohle um 17 Prozent, die Produk tion von Roheisen um S Prozent und von Zement um 40 Prozent steigen. Noch in diesem Jahr wer den 117 Großprojekte fertiggestellt Lohne und Gehälter der chinesi schen Arbeiter und Angestellten sollen 1956 durchschnittlich um 14,5 Prozent erhöht werden* Für Dies erklärte der stellvertretende chinesische Ministerpräsident und Finanzminister, Li Hsien-nien, in seinem Bericht über den diesjähri gen Staatshaushaltsplan vor den Delegierten der am Freitag eröff neten Tagung des Nationalen Volkskongresses. Li Hsien-nien hob Peking (ADN/Eig. Ber.), 64,96 Prozent der diesjährigen Staatsaus gaben der Volksrepublik China sind für den wirtschaftlichen Aufbau so wie für kulturelle und erzieherische Zwecke vorgesehen. Allein die Aus gaben für den Aulbau umfassen 52,22 Prozent und liegen 33,45 Pro zent hoher als im. vergangenen Jahr, Die Ausgaben für die natio nale Verteidigung betragen 19,98 Prozent der Gesamtausgaben und sind proportional 2,17 Prozent nie driger als im Vorjahr. Mit dem Bau des ersten ungarischen Atomreaktors wurde kürzlich in der Nähe von Budapest begonnen. wird nach sowjetischen Unterlagen errichtet. In 45 Meter Tiefe wurde im Dorf Banja in Südwestbulgarien eine neue heiße Mineralquelle entdeckt, die pro Sekunde 7,2 Liter Wasser empor schleudert. Eine Panik lösten am Freitag in der Umgebung des Zirkus Ogni in Rom zwei aus den Käfigen ausgehrochen« Tiger aus. „Dmitrl Posharskl", ein sowjeti scher Kreuzer, sowie zwei Zerstörer werden am 20. Juni zu einem Freund schaftsbesuch in Schanghai einlaufen. Sieben Monate vorfristig haben die Papierfabriken Nordkoreas ihren An teil am koreanischen Dreiiahrplan er füllt. Den 8250 Meter hohen Saser Kaneri Karakorum-Gebirge will eine 22köpfige indische Bergsteiger-Expe dition bezwingen. Zum Besuch Jugoslawiens ist ein bulgarisches Gesangs- und Tanz ensemble unter 'Leitung von Volks künstler Filip Kuteff abgereist. Präsident Sukarno hat eine Ein ladung von Staatspräsiöent Prasad angenommen, im Winter dieses Jah res Indien zu- besuchen. Moskau (ADN). Der Vorsitzende des Ministerrats der UdSSR, N. A; Bulganin, und das Mitglied des Präsidiums des Obersten - Sowjets der ¦ UdSSR N. S. Chruschtschow hatten am Sonnabend im Kreml eine freundschaftliche Unterredung mit dem in Moskau weilenden Vizepräsidenten der Republik In dien Dr. Radhakrishnan und dem indischen Botschafter in der UdSSR, K. P. S. Menon. Prag (ADN). Mitarbeiter dee tschechoslowakischen Innenministe riums haben den 36jährigen An gestellten Josef Hruby von den Gruben in Jächymov verhaftet, der seit mehreren Monaten von seinem Arbeitsplatz hochwertiges Uranerz gestohlen hatte. In einem Versteck in Horni Slavkov hatte der Täter über 60 Kilogramm Uranerz ver borgen. Der Verhaftete, der wegen Schmuggels schon mehrmals vor bestraft ist, hatte beabsichtigt, die CSR zu verlassen und das gestoh lene Erz an Amerikaner zu ver kaufen. Gegenüber 64 Firmen aus der Bundesrepublik im Jahre 1955 sind in diesem Jahr 78, zum Teil reprä sentative Firmen auf der Messe. Auf die Frage nach der Möglich keit langfristiger Abschlüsse auf der Poznaner Messe antwortete Mini- ßter Dqbrowski, er hoffe, daß die Abschlüsse auf der Messe die Grundlage dafür. bilden werden, daß Verträge auf zwei und drei Jahre hinaus abgeschlossen werden können. Die diesjährige Messe trage gegenüber der Vorjahrsmesse einen weit stärkeren Handels charakter, erklärte er abschließend. einen schnellen technischen Fort schritt zur Folge haben werden. Die Koordinierung langjähriger Pläne der sozialistischen Länder und die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Industrie tragen auch zur schnellen Entwicklung der Export produktion bei und erleichtern außerdem die Entwicklung der Handelsbeziehungen zu Ländern anderer Systeme." Laufe der letzten Jahre", fuhr er fort, „hat Polen mit 14 Ländern neue Handelsverträge abgeschlos sen. Es sind dies folgende Staaten: Burma, Indonesien, Ceylon, Indien, Iran, Libanon, Pakistan, Syrien, Sudan, Paraguay, Uruguay, Grie chenland, Portugal und Israel. Der Anteil der westlichen Länder an den Umsätzen des polnischen Außenhandels vergrößert sich von 29,1 Prozent im Jahre 1954 auf 36,12 Prozent im Jahre 1956." Minister Dabrowski gab bekannt, daß im vergangenen Jahr die Han delsumsätze Polens mit den sozia listischen Ländern 63,6 Prozent des Gesamtumsatzes betrugen. die. Warenstruktur des polnischen Außenhandels betrifft, so wird sie m immer größerem Maße zur Struktur eines Industriestaates. Der sich vergrößernde Import von In dustrierohstoffen bei gleichzeitig großen Maschinenimporten charak terisiert diese Struktur. Schnell entwickelt 6ich der Export von Maschinen, Einrichtungen und Transportmitteln. Allein im Jahre 1955 wuchs der Export dieser Warengruppe um 24 Prozent im Vergleich zum vergangenen Jahr und betrug 480,3 Millionen Rubel. ¦Besonders sind die Erfolge zu unterstreichen, die in dieser Zeit beim Export von Metallbearbei tungsmaschinen, Bergwerksmaschir.en und -Einrichtungen, Maschinen und elektroenergetischen Installa tionen und bei Schiffahrtsgeräten erreicht wurden." Über die wachsende Bedeutung Polens als Industriestaat, wie sie auf der diesjährigen Messe beson ders stark zum Ausdruck kommt, sagte Minister Dabrowski: „Was Cuni auf dem Dschebel Marra Ist '-'vergleichbar mit einer europä- «ischen Hochgebirgslandschaft — mit einem entscheidenden Unterschied: Wahrend bei uns in Höhen von 2000 Metern und mehr sich bestenfalls Almen, sonst Geröll und Schnee be finden, gedeihen hier die herrlich sten Südfrüchte, können Menschen gut leben. Noch die höchsten Tal kessel prangen in voller Blumen pracht. Auf den terrassenförmig an gelegten Feldern werden das gan/e Jahr Baumwolle, Zuckerrohr. Ge treide, darunter feinster Weizen, geerntet. Früchte über Früchte, Wein6töcke, hohe Kandelaberbäume findet man gleichfalls. Geranien, Petunien und Rosen leuchten. nach Abu Zabbat (rund 160 km) • führt, eröffnet, Der Ausbau des Verkehrsnetzes ist die Grundlage jeder Industriali sierung und jedes Fortschritts dss Landes. Auf Grund des schwierigen Transports steigt zum Beispiel der Preis eines Pfundes Gummin arabicum, eines der Haupterzeugnisse des Landes, von drei bis vier Piaster am Gewinnungsort auf zehn Piaster in Khartum. Während der zweimonatigen Regenzeit sind ganze Gebiete abgeschnitten, weil die Wege völlig aufweichen und unbefahrbar werden. El Azhari ist ein sehr beschei dener Mensch, gläubiger Mohammen daner. Er hat in Kairo studiert und war Mathematiklehrer. Von ihm strahlt Ruhe und Väterlichkeit aus. Es entspricht seinem Wesenj aaß er das ihm in Khartum von der Regierung zur Verfügung ge stellte Haus zum Gästehaus be stimmte und weiter in Omdurman inmitten des Volkes wohnt. Die wirtschaftlichen Schwierig keiten, die die sudanesische Regie rung zu meistern hat, sind groß. El Azhari, der gleichzeitig Führer der bürgerlichen Unionspartei ist. blickt weiter, und die Unabhängig keit, die das sudanesische Volk den Kolonialherren in hartem Kampf abgerungen hat, ist ihm teuer. Er weiß, daß ßie nur erhalten werden kann, wenn die junge sudanesische Republik auf gleichberechtigter Basis mit Hilfe anderer Staaten zu einem blühenden Land entwickelt wird und der Friede erhalten bleibt. Wiederholt 'erklärte er, daß der Sudan keinem Pakt beitreten und daß seine Außenpolitik „der Politik Ägyptens und anderer arabischer Lander entsprechen wird, die sich nicht durch die Teil-i nähme an einem Pakt binden". Auf die Frage eines Journalisten, wie er die Handelsbeziehungen zur Bundesrepublik beurteile, antwor tete Minister Dabrowski, daß die Volksrepublik Polen über die Ent wicklung der Beziehungen und die Vergrößerung der Umsätze im letz ten Jahr erfreut ist. Die Industriali sierung Polens habe die Chancen, die Umsätze mit anderen Ländern zu erhöhen, nicht verringert, son dern noch vergrößert alles tun", sagte Dabrowski, „die positiven beiderseitigen Beziehun gen weiter zu entwickeln," Zur Zusammenarbeit der Länder des sozialistischen Lagers erklärte Dabrowski: „In den vergangenen Jahren. haben die gegenseitigen Handelsverträge zwischen diesen Ländern ihre Prüfung voll bestan den. - Gegenwärtig, zu Beginn des neuen Fünfjahrplanes, tun wir einen weiteren Schritt auf dem Wege zur Koordinierung langjäh riger Wirtschaftspläne für die Zeit von 1956 bis 1960, die von allen Mit gliedern des Rates der gegenseitigen Wirtschaftshilfe erarbeitet -wurden. Das sichert erstens ein vollständiges und rationelles Ausnutzen der Reichtümer und Vorräte in den ein zelnen Ländern und zweitens eane Vertiefung der Spezialisierung und Zusammenarbeit der Industrie, die eine Senkung der Stelbstlrosten und Kurz gemeldet Ein weiteres einflußreiches ameri kanisches Blatt, der „Christian Science Monitor", äußert sich im gleichen Sinne. Wenn der kana dische Außenminister Pearson dem nächst über eine Reform der NATO verhandele, werde er in „Washing ton, London und anderswo" ähn liche Gedanken antreffen. Das Blatt fordert ebenfalls die Ausklammerung Westdeutschlands aus der NATO, === CORRECTED KEY PASSAGES (proof-read by Claude, Oct 2026) ===

English translation

=== [Page 1] === --- Relevant article (German, corrected transcription from OCR) --- Treffpunkt der Frauen ganz Deutschlands von unserem Budapester Korrespondenten Herbert Ziergiebel [Unreadable] Die Verfechter der westlichen „Freiheit“ haben nicht ganz unrecht, wenn sie die Rückkehr dieser Frauen fürchten. Die Forderung „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ beispielsweise ist für die Herren der Fabriken alles andere als angenehm, beträgt doch die Entlohnung der westdeutschen Frauen für die gleiche Arbeit nur etwa 63 Prozent der Männerlöhne. Und diese Frauen werden mit dem Bewußtsein zurückkehren, das Recht und Millionen Frauen der ganzen Welt auf ihrer Seite zu haben. Deutsche und Französinnen reichen sich die Hände In einer Arbeitspause tauschten die deutschen Frauen Geschenke der Freundschaft mit den Vertreterinnen der chinesischen Frauen aus. Eine junge indonesische Delegierte, die ein Kind erwartet, nahm aus den Händen der deutschen Delegation bewegt einen Kinderwagen mit kompletter Babyausstattung entgegen. Höhepunkt des Tages war der Diskussionsbeitrag der Leiterin der Frauenabteilung des Allgemeinen Italienischen Gewerkschaftsbundes, Rina Picolato, die von den großen Erfolgen berichten konnte, die die italienischen Frauen bereits errungen haben, wie das Recht zu wählen und gewählt zu werden, Sorge für die werdenden Mütter und eine bessere Bezahlung der Arbeiterinnen. [...] Frau Picolato teilte mit, daß 1 300 000 Frauen in Italien gewerkschaftlich organisiert sind. Die als Gast an der Tagung teilnehmende Leiterin der Frauenabteilung des Internationalen Arbeitsamtes, Anna Figueroa, sagte, ihr Amt sei der Konferenz dankbar für die Arbeit, die sie leiste, besonders bei der Erörterung des Problems „gleicher Lohn für gleiche Arbeit“. „Ich bin sicher“, erklärte Frau Figueroa, „daß wir eine gemeinsame Basis [Unreadable]“ [...] Mit 77 Frauen sind die Vertreterinnen Deutschlands die stärkste Delegation auf dieser Konferenz. [...] Etwa dreiviertel der deutschen Frauen kommen aus Westdeutschland. Es sind hauptsächlich Fabrikarbeiterinnen. [...] Zu einer Manifestation der deutsch-französischen Freundschaft kam es am Freitagnachmittag auf der Weltkonferenz der werktätigen Frauen in Budapest, als ein Mitglied der gesamtdeutschen Delegation, eine Textilarbeiterin aus Süddeutschland, erklärte: „Wir geloben unseren französischen Schwestern, daß wir nicht rasten und nicht ruhen werden, bis der deutsche Militarismus mit Stumpf und Stiel ausgerottet ist und keine Mutter mehr ihren Sohn beweint.“ Von allen im Saal anwesenden Frauen wurden diese Worte mit stürmischem Beifall begrüßt, der sich noch steigerte, als die deutsche Delegierte dem französischen Präsidiumsmitglied Germaine Guille ein Bildnis Ernst Thälmanns überreichte. --- English translation --- Meeting place of the women of all Germany from our Budapest correspondent Herbert Ziergiebel [Unreadable] The champions of Western "freedom" are not entirely wrong to fear the return of these women. The demand "equal pay for equal work", for instance, is anything but pleasant for the factory owners, since West German women's pay for the same work is only about 63 per cent of men's wages. And these women will return with the awareness of having right and millions of women around the world on their side. Germans and Frenchwomen join hands During a work break the German women exchanged gifts of friendship with the representatives of the Chinese women. A young Indonesian delegate who is expecting a child accepted, deeply moved, from the hands of the German delegation a pram with a complete set of baby clothes and equipment. The high point of the day was the contribution by Rina Picolato, head of the women's department of the General Italian Confederation of Labour, who could report on the great successes Italian women have already achieved, such as the right to vote and to stand for election, care for expectant mothers and better pay for women workers. [...] Mrs Picolato announced that 1,300,000 women in Italy are organised in trade unions. The head of the women's department of the International Labour Office, Anna Figueroa, attending the meeting as a guest, said her office was grateful to the conference for its work, especially in discussing the problem of "equal pay for equal work". "I am sure," Mrs Figueroa declared, "that we will find a common basis [Unreadable]" [...] With 77 women the representatives of Germany are the largest delegation at this conference. [...] About three quarters of the German women come from West Germany. They are mainly factory workers. [...] A demonstration of German-French friendship took place on Friday afternoon at the World Conference of Working Women in Budapest, when a member of the all-German delegation, a textile worker from southern Germany, declared: "We pledge to our French sisters that we will not rest nor relax until German militarism is rooted out root and branch and no mother weeps for her son any more." The words were greeted with stormy applause by all the women in the hall, which grew still louder when the German delegate presented the French presidium member Germaine Guille with a portrait of Ernst Thälmann.