Neues Deutschland, 15 September 1962, S. 5: Welt fordert Frieden für Kuba
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Text
Die Außenpolitik der RVR
Von Corneliu M a n e s c u, Außenminister der Rumänischen Volksrepublik
Brüderliche Beziehungen zur DDR
'Zwischen der Rumänischen Volksrepu blik • und der Deutschen Demokratischen Republik haben sich dauerhafte Bezie hungen der Freundschaft, der Zusammen arbeit und der brüderlichen gegenseitigen Hilfe herausgebildet, die auf den Grund sätzen des Marxismus-Leninismus und des sozialistischen Internationalismus be ruhen. Zahlreiche Abkommen und Ver einbarungen - für das Zusammenwirken* auf den verschiedensten Gebieten wurden abgeschlossen. Auf der Basis langfristiger Abkommen entfaltete und verdoppelte sich der Austausch In den Jahren 1937 bis 1962.
Auch die wirtschaftliche und technischwissenschaftliche Zusammenarbeit hat sich erweitert. Die kulturellen Beziehun gen erfahren einen immer größeren Auf schwung: Die gegenseitigen Besuche von Wissenschaftlern und Kulturschaffenden sowie die immer zahlreicheren künstleri schen und sportlichen Veranstaltungen tragen dazu bei, daß unsere Völker ein ander besser kennenlernen und ihre Freundschaft vertiefen.
Der Besuch der Partei- und Regierungs delegation der RVR in der DDR 1957 so wie der gegenwärtige Besuch der DDR- Partei- und Regierungsdelegation in der RVR fördern die stetige Entwicklung der Beziehungen der beiden Länder in ver schiedenen Bereichen und tragen zur Festigung der Freundschaft zwischen dem rumänischen und dem deutschen Volke, das den Sozialismus aufbaut, bei.
Abrüstung und Frieden
" In der Epoche, in der wir leben, haben wissenschaftliche und technische Entdekkungen noch nie dagewesene Gipfel er reicht. Damit die erhabenen Errungen schaften des menschlichen Geistes dem Leben und dem Fortschritt der Völker dienen, gilt es. das sehnlichste Streben der Menschheit, die Sicherung eines dauernden Friedens, zu verwirklichen. In unseren Tagen können die aggressiven Kreise in der Sphäre der internationa len Beziehungen nicht mehr nach Gut dünken verfahren. Die gewaltige Frie densfront richtet vor den Kriegshetzern eine immer mächtigere Schranke.auf.
Entschlossen kämpfen unter dem Frie densbanner die Länder des mächtigen.
sozialistischen Lagers und andere fried liebende Staaten, die internationale Ar beiterklasse, Millionen Werktätige und Menschen guten Willens.
Die Hauptfrage unserer Tage, von deren Lösung es abhängt, ob die Mensch heit vom Alpdruck einer atomaren Kata strophe erlöst, ob der Frieden zur dauern
den Realität wird, ist die Abrüstungs frage. Die Rumänische Volksrepublik un terstützt voll und ganz die realistischen und wirksamen Vorschläge, die die So wjetunion in ihrem Vertragsentwurf zur allgemeinen und totalen Abrüstung unter strikter internationaler Kontrolle vor legte.
Bei den Genfer -Verhandlungen taten die sozialistischen Länder, darunter auch die RVR, unterstützt von anderen friedliebenden Staaten, alles, was in ihrer Macht stand, um die Arbeiten des Acht zehnerausschusses zu fördern. Bedauer licherweise vereitelte die ablehnende Haltung der Westmächte die Billigung praktischer Abrüstungsmaßnahmen.
Westliche Obstruktion
Die Westmächte suchen die Verhand lungen endlos hinauszuzögern. Sie trach ten danach, das einfache und wirksame Prinzip der allgemeinen und totalen Ab rüstung — die etappenweise unter ent sprechender strikter internationaler Kon trolle durchzuführen ist — durch eine Rüstungskontrolle zu ersetzen. Dies zielt aber nur darauf, Informationen mili tärischen Charakters zu erlangen, wie sie diejenigen nötig haben, die Aggressions pläne hegen.
Dieselbe Haltung der Obstruktion nah men die Westmächte auch in den Ver handlungen über.die Einstellung der Atom- und Kernwaffenversuche ein.
USA haben nicht nur jeden konstruktiven Vorschlag auf diesem Gebiet abgelehnt, sondern unter Mißachtung der gebiete rischen Forderungen aller Völker der Welt die Kernwaffenversuche auch auf den Weltenraum ausgedehnt.
Die rumänische Regierung ist ebenso wie die Regierung der Sowjetunion und •die Regierung aller übrigen in Genf ver tretenen sozialistischen Länder der Auf fassung, daß die Denkschrift der acht neu tralen Länder eine breite und reale Grundlage für den Abschluß eines Ab kommens über den Teststopp bietet. Zu diesem Zweck aber ist es dringend nötig,, daß die USA sowie.. die anderen West- >. mächte eine realistische Haltung einneh men und ihre Politik der Hinauszögerung der Verhandlungen beenden.
Friedensvertrag notwendig
Die Deutschlandfrage, das Fehlen eines Friedensvertrages mit Deutschland und die anomale Lage in Westberlin bilden die Hauptursachen, die die internationale Atmosphäre vergiften und den Frieden in Europa bedrohen.
Während sich die DDR.
der erste deutsche Arbeiter-und-Bauern-Staat, als demokratischer und friedliebender Staat entwickelt und einen aktiven Faktor des Friedens und der Sicherheit in Europa bildet, geht die deutsche Bundesrepublik immer mehr den verhängnisvollen Weg des Militarismus und Revanchismus, der den Völkern Europas soviel Leid und Opfer brachte.
Die Gründung des revanchistischen westdeutschen Staates, seine Einbezie hung in den aggressiven NATO-Block, die Aktionen, die darauf hinauslaufen, den Bonner Militaristen die Atomwaffe in die Hände ' zu spielen die unaufhörlich in
Westberlin angezettelten Provokationen gefährden den Frieden und ¦ die Sicher heit Europas und bilden einen Herd der Spannung und der Aggression.
Wie die übrigen sozialistischen Länder hat die RVR die aggressive Politik der Westmächte und der revanchistischen Bonner Regierung wiederholt gebrand markt und auf die Notwendigkeit hin gewiesen, die Überreste des zweiten Welt krieges durch den Abschluß eines deut schen Friedensvertrages und auf seiner Basis durch die Umwandlung Westberlins in eine entmilitarisierte Freie Stadt zu beseitigen. Die rumänische Regierung unterstützt nach wie vor mit aller Kraft die Vorschläge der UdSSR und der DDR für den Abschluß eines solchen Friedens vertrages mit beiden deutschen Staaten und — auf dieser Grundlage — die Um wandlung Westberlins in eine entmilitari sierte Freie-Stadt.
Wesentlich für die Lösung der Deutsch landfrage ist nach Auffassung der rumä nischen Regierung, daß die historische Tatsache des Bestehens zweier deutscher Staaten zum Ausgangspunkt genommen, die strikte Respektierung der Souverä nität der DDR gewährleistet und dem Be satzungsregime in Westberlin ein Ende bereitet werde.
Der Abschluß des deutschen Friedens vertrages war und ist mehr denn je ein
aktuelles Problem, das 'vordringlich ge-~- löst werden muß. Sollten alle Bemühun gen der sozialistischen Länder um eine abgestimmte Lösung der Frage des deut schen Friedensvertrages und des Westberlinproblems infolge der Haltung der Westmächte keine Ergebnisse zeitigen, ist die RVR ebenso wie die übrigen soziali stischen Länder entschlossen, den Fnedensvertrag mit der DDR zu unterzeich nen.
Friedenszone auf dem Balkan
Die Festigung des Friedens ist ein Werk, das von allen Staaten beharrliche Bemühungen erfordert. Die rumänische Regierung ist fest davon überzeugt, daß alle Länder — groß oder klein — die Pflicht haben, Ihren Beitrag zur inter nationalen Entspannung, zur Herbeifüh rung einer dem Frieden und der inter nationalen Zusammenarbeit günstigen Atmosphäre zu leisten. In diesem Sirine hat die rumänische Regierung wiederholt Vorschläge zum Ausbau einer vielseiti gen Zusammenarbeit im Balkanraum unterbreitet.
damit dieser zu einer Zone des Friedens und der gutnachbarlichen Beziehungen werde, in der es keine Mas senvernichtungsmittel, Raketenabschuß rampen und. fremde Militärstützpunkte gibt.
Die rumänische Regierung unterstützt die Bemühungen der DDR-Regierung um die Herbeiführung einer Atmosphäre des Friedens und der Sicherheit im Herzen Europas, ihre Vorschläge, die darauf ab zielen, die beiden deutschen Staaten ein ander anzunähern und die Kriegsgefahr zu beseitigen, die in der Aufrüstung der deutschen Bundesrepublik als Hauptstoß trupp der aggressiven NATO zum Aus drude kommt.
Die Rumänische Volksrepublik erwei tert unablässig die Zusammenarbeit mit den jungen Ländern, die die Fesseln der:Kolonialsklaverei abgestreift haben. Die RVR ist der Auffassung, daß der Kampf für die Überwindung der letzten Über reste des Kolonialsystems sowie die Be mühungen der jungen Staaten Asiens, Afrikas und Lateinamerikas um die
-Festigung ihrer politischen und wirt schaftlichen Unabhängigkeit einen wich tigen Faktor des Friedens und der Stabili tät in der Welt bilden.
Triumph des Sozialismus
Unsere konsequente Friedenspolitik hat das internationale Ansehen unseres Lan des zunehmend erhöht. Die Zahl seiner Freunde in allen Teilen der Welt ist ge wachsen. Zur Zeit unterhält die RVR diplomatische Beziehungen zu 53 Staa ten und entfaltet wirtschaftlichen und kulturellen Austausch mit zahlreichen anderen Ländern aller Erdteile.
Der Sache des Friedens und der Völ kerfreundschaft aufrichtig zugetan, wird die RVR auch in Zukunft an der Seite der. übrigen sozialistischen Länder für die allseitige Förderung der Prinzipien der friedlichen Koexistenz, für die Festigung der Geschlossenheit und Stärke des un besiegbaren Lagers der sozialistischen Länder, für den Triumph des Friedens in der Welt kämpfen.
Botschaftergespräche
Der Vorsitzende der Nationalversamm lung der Ungarischen Volksrepublik. Sandor Ronai, empfing den Botschafter der DDR in der Ungarischen Volksrepublik, Wilhelm Meißner, auf dessen Wunsch zu einem Gespräch über wichtige, beide Staaten interessierende Fragen.
Das erste Schiff unserer Republik in Algeriens Hauptstadt
Nach dem Sieg des algerischen Volkes konnte in dieser V/oche zum erstenmal eine Hilfssendung aus der DDR direkt In Algerien an Land gebracht werden. Unser Sonderkorrespondent Armin.Greim fotografierte im Hafen der Hauptstadt Algeriens die.Stubbenkammer" und das Ausladen ihrer Fracht - Stoffe, Medikamente, medizinische Instrumente, Motorräder und Maschinen
Welt fordert Frieden für Kuba Warnung an Washington
Solidaritätsbekundungen für die Inselrepublik aus allen Teilen der Erde
Berlin (ADN/ND). Von Stande «n Stunde wächst die Front der Solidarität für das vom USA-Imperialismus bedrohte Kuba in der ranzen Welt.
INDONESIEN
Die bedeutendste indonesische Frauen- Organisation,
„Gerwani", hat von der
USA-Regierung die sofortige Einstellung der Aggressionshandlungen gegen Kuba gefordert und das kubanische Volk der Solidarität Indonesiens versichert.
INDIEN
Der Sekretär der Gesellschaft für Indisch-Kubanische Freundschaft, B. P.
Maheshwari, erklärte: „Die sowjetische
Regierung gibt eine realistische Einschät zung der gegenwärtigen internationalen Lage. Wenn ein Überfall auf Kuba erfol gen sollte, so wird dies der Funke sein, der den Brand eines Weltkrieges ent fachen kann. Es ist zu hoffen, daß die Vereinigten Staaten die Lage nüchtern einschätzen und auf den vernünftigen Aufruf hören, den die Großmacht erlassen hat und der von allen friedliebenden Vol kern in der Welt unterstützt wird."
ENGLAND
Unter der Losung „Mobilisierung für den Frieden" finden am Wochenende in allen Teilen Großbritanniens Demonstra tionen und Kundgebungen statt. In Lon don, Glasgow, Swindon. Cardiff, Bristol, Bradford und anderen Orten sind die Vorbereitungen dazu in vollem Gange.
FRANKREICH
Mehrere französische Arbeiterorgani sationen haben die USA-Regierung nach drücklich vor einer Aggression gegen die Republik Kuba gewarnt. Der Nationalrat der Bergarbeitergewerkschaft im Franzö sischen Allgemeinen Gewerkschaftsbund (CGT) übersandte der Pariser USA-Bot schaft eine entsprechende Resolution.
Ähnliche Schreiben gingen der USA-Bot schaft von Gewerkschaftgruppen des CGT und des Christlichen Gewerkschafts bundes CFTC zu.
WESTDEUTSCHLAND
„Fordert: Hände weg vom freien Kuba!"
Mit diesem Appell hat sich das Zentral komitee der.KPD an die westdeutsche Bevölkerung gewandt, „Protestiert bei der Bonner Regierung, bei der Botschaft der USA gegen die Provokationen gegen Kuba", heißt es in der Erklärung, die am Donnerstagabend vom Deutschen Frei heitssender 904 verbreitet wurde.
Nach der Warnunq der Sowjetreqierunq
Kennedy: Gegenwärtig keine Aktionen gegen Kuba
Washington (ND).._Eine einseitige mili tärische Intervention der USA gegen
Kuba ist gegenwärtig weder erforderlich noch notwendig", erklärte Präsident Ken nedy am Donnerstag vor der Presse.
Der USA-Präsident sah sich zu dieser Erklärung veranlaßt, nachdem die So wjetregierung die USA vor einem solchen Aggressionsakt gewarnt hatte. Am laute sten war die Forderung nach einem mili tärischen Angriff auf Kuba von ultra reaktionären USA-Politikern erhoben worden. Diese Forderung bezeichnete Präsident Kennedy als „dummes Gerede".
Er gab zu, daß Waffenlieferungen an Kuba „keine ernstliche Bedrohung irgend eines Teiles der westlichen Hemisphäre darstellen
Gleichzeitig jedoch erging sich der USA- Präsident wiederum in Drohungen gegen Kuba, womit er die Glaubwürdigkeit seiner eigenen Erklärung herabminderte.
Die NATO-Staaten forderte er auf, ihren Schiffsverkehr nach Kuba einzustellen.
Die „Überwachung" des
Karibischen
Meeres durch Streitkräfte der USA werde verstärkt werden. Kennedy kündigte an, daß seine Regierung „befreundeten Re gierungen in Lateinamerika neue Vor schläge in der „Kubafrage" machen und die „Zusammenarbeit mit den Exilkuba nern" fortsetzen' werde. Während Ken nedy also „einseitige Aktionen" gegen Kuba verneint, läßt er die Möglichkeit aggressiver Handlungen seitens mehrerer Regierungen und der von den USA aus gehaltenen Emigrantenbanden offen.
Kennedys Versicherungen, so wird in UNO-Kreisen erklärt sind alles andere als zufriedenstellend, und die welt umfassende Bewegung „Hände weg von Kuba!" muß ihre Anstrengungen verdop peln, um die dem Volk von Kuba dro hende Gefahr endgültig zu bannen.
Politbüro der KPF an alle Franzosen:
Noch energischer für Friedensvertrag
Paris (ADN/ND). Das Politbüro hat an alle Franzosen appelliert, „noch energi scher für den Abschluß eines Friedensver trages mit den beiden deutschen Staaten zu kämpfen." Der Appell ist in einer Re solution enthalten, die das Politbüro auf einer Sitzung am Donnerstag angenom men hat. Die Sitzung wurde vom General sekretär der Partei, Maurice Thorez, ge leitet.
Hamhung — Markstein internationaler Solidarität
Von Kurt Schneidewind, Außerordentlicher und Bevollmächtigter Botschafter der DDR in der KVDR
Gemeinsam gebaut
Das war auch eine Anerkennung für die' freundschaftliche Unterstützung bei der Ausbildung junger koreanischer Arbeiter
und Arbeiterinnen, Ingenieure und Ärzte, die jetzt die modernen Maschinen und Automaten bedienen und an den kompli zierten medizinischen Geräten und Appa raten aus der DDR tätig sind. Hervor ragend bewähren sich auch die jungen Spezialisten >und Wissenschaftler, die ein Studium in, der DDR absolviert haben.
„Stadt der Freundschaft"
So ist Hamhung ein Symbol der inter nationalen Solidarität zwischen unseren beiden Völkern geworden und wird mit Recht in der gesamten KVDR „Stadt der deutsch-koreanischen Freundschaft" ge
nannt. Und die Worte Deutsche Demo kratische Republik, Sozialistische Ein heitspartei Deutschlands werden ebenso wie die Namen der Genossen Wilhelm Pieck, Walter Ulbricht und Otto Grotewohl in dieser Heldenstadt mit Hoch achtung und Liebe ausgesprochen.
Dabei wissen die Werktätigen Hamhungs und des ganzen Landes, daß ihre Klassengenossen ihnen kameradschaft liche Hilfe leisteten, obwohl sie selbst.
um die Folgen des faschistischen Raub krieges zu überwinden, große Anstren gungen unternehmen und jahrelang bei offenen Grenzen den schwierigen Kampf
für den Aufbau einer neuen sozialisti schen Gesellschaft führen mußten.
Kräfte, die auch im Süden \ihrer Heimat mit dem amerikanischen Imperialismus und der Pak Tschon Hi-Clique gemein same Sache gegen die friedliche Wieder vereinigung Koreas machen.
Das koreanische Volk begrüßt, daß die DDR vorbehaltlos seine Forderung nach Abzug der amerikanischen Okkupations truppen und nach friedlicher Wiederver einigung Koreas unterstützt. Daß hinter dieser Forderung die ganze Kraft unseres Volkes steht, davon zeugte nicht zuletzt der uneigennützige Einsatz der Arbeiter und Ingenieure aus der DDR, unter oft sehr schwierigen Bedingungen, beim ge meinsamen Aufbau der Stadt Hamhung und beim Aufbau des Typographischen Kombinats in Phoengjang.
Die Partei- und Regierungsdelegation der DDR, die gegenwärtig auf Einladung des Vorsitzenden der Partei der Arbeit und des Ministerkabinetts, Genossen Kim Ir Sen, in Korea weilt, wird zusammen mit den Werktätigen
Hamhungs die
Manse-Brücke feierlich einweihen und das Typographische Kombinat in Phoeng jang seiner Bestimmung übergeben. Da mit ist eine Etappe der brüderlichen Hilfe und des gemeinsamen Aufbaus ab geschlossen. Sie beweist: Je enger die brüderliche Zusammenarbeit zwischen den sozialistischen Ländern, desto großer 6ind die gemeinsamen Erfolge.
Wichtiger Meilenstein
Horst Brasdi über seine Gespräche:
Korea unterstützt unseren Kampf
Vizepremier Li Joo Yun: Für DDR-Maßnahmen zur Lösung der deutschen Frage
Phoengjang (ADN/ND). Auf einem
Empfang zu
Ehren der von Luise Ermisch geführten
Partei- und Regierungsdelega tion in Phoengjang erklärte der der DDR,Kandidat des
Politbüros des ZK der
Koreanischen
Arbeiterpartei und stellver tretende
Ministerpräsident der KVDR Li das koreanische Volk unter Joo Yun, stütze uneingeschränkt die feste Haltung und die
Maßnahmen der DDR zum Ab schluß eines deutschen Friedensvertrages und zur Lösung des Westberllnproblems.
..Li Joo Yun sprach unserer Partei, der Regierung und der gesamten werktätigen
Bevölkerung der DDR Dank aus für die
Hilfe beim sozialistischen Aufbau In der
KVDR.
das koreanische Volk der aufrichtigen Solidarität der DDR beim Kampf um die friedliche Lösung der Koreafrage.
Hanjhung im Festkleid
30 000 Einwohner Hamhungs bereiteten der Partei- und Regierungsdelegation der DDR einen stürmischen Empfang, als diese am Freitag in der Stadt der korea nisch-deutschen Freundschaft in Beglei tung des stellvertretenden Vorsitzenden des Staatlichen Aufbaukomitees Koreas Kim Eung Sang eintraf. Die mit Hilfe der DDR errichtete moderne Industrie stadt hatte zum Empfang der Gäste ein Festtagskleid angelegt. In den mit den Fahnen der DDR und der KVDR ge schmückten Straßen wehten Transparente mit den Losungen „Herzliches Willkom men der Partei- und Regierungsdelega tion der DDR!" und „Lang lebe die un verbrüchliche Freundschaft zwischen Ko rea und der DDR!"
Gleich nach der Ankunft der Delega tion fand auf dem Bahnhofsvorplatz eine Kundgebung statt, an der auch die in
Hamhung tätigen Techniker aus der DDR teilnähmen. Kim Kyung Hoi, Vorsitzen der des Volksrates von Hamhung, dankte in einet Rede der DDR herzlich für die Hilfe beim Aufbau der Stadt. Die Ein wohner Hamhungs werden die Freund schaftshilfe des deutschen Volkes nie vergessen, sagte er.
Luise Ermisch dankt
Die Leiterin der DDR-Delegation, Luise Ermisch, dankte für den herzlichen Emp fang. Sie versicherte den Einwohnern Hamhungs, daß die DDR den Kampf des koreanischen Volkes für den Abzug der USA-Truppen aus Südkorea und für eine friedliche Vereinigung des Landes völlig unterstützt. Zum Abschluß der Kund gebung wurde den Gästen aus der DDR ein Seidenbanner im Namen der Einwoh ner Hamhungs überreicht.
Algerien schätzt die DDR
Berlin (ND). Der Vizepräsident des Nationalrates der Nationalen Front und Vorsitzende des DDR-Komitees für die Solidarität mit den Völkern Afrikas Horst Brasch, ist von seinem Besuch in Algerien zurückgekehrt. Horst Brasch, der als erster offizieller Vertreter der DDR in dem durch den heldenhaften Kampf seines Volkes befreiten Lande weilte, be richtete am Freitagmorgen auf dem Flug hafen Berlin-Schönefeld vor Journalisten über seine Eindrücke.
Brasch erklärte, seine Begegnungen und Unterredungen mit der Bevölkerung und mit führenden Funktionären des jungen Staates hätten ihm gezeigt, daß man in Algerien sehr wohl zwischen den beiden deutschen Staaten zu unterscheiden weiß und die Hilfe der DDR für Algerien schätzt. „Man weiß, daß es zwei deutsche Staaten gibt: einen antikolonialistischen Staat, der seit Beginn des Kampfes an der Seite des algerischen. Volkes stand.
und einen anderen deutschen Staat, der versucht, sich in die inneren Angelegen heiten des algerischen Volkes einzumi schen und der dafür bekannt ist. daß er den französischen Kolonialterror unter stützt hat."
Brasch, der in Algier mit dem Vor sitzenden des Politischen Büros der FLN, Ben Bella, sowie mit Funktionären der Gewerkschaften und mit Sludentenvertretem zusammengetroffen war. sagte zu diesen Kontakten: „Wir hatten viele Ge spräche, die auf der Basis unserer engen Beziehungen sehr freundschaftlich verlie fen." Er sei sicher, daß sich diese Bezie hungen nach den Wahlen und der ihnen folgenden Regierungsbildung weiter ent wickeln werden.
Gromyko zur 17.UNO-Tagung
Moskau (ADN). Außenminister Andrej Gromyko wird die sowjetische Delegation zu der am kommenden Dienstag begin nenden 17. UNO-Vollversammlung leiten.
Der sowjetischen Delegation gehören u. a.
an: die stellvertretenden Außenminister Valerian Sorin und Wladimir Semjonow, der Außenminister der Russischen Föde ration, Michail Menschikow, und der Sekretär der Parlamentsgruppe der UdSSR, Tatjana Nikolajewa.
China protestiert
15. Sept. 1962 / ND / Nr. 254, Seite 5
*-* Rumänischen
Ijie Regierung der
Volksrepublik, die dem
Willen und den
Grundinteressen des rumänischen
Volkes
Ausdruck verleiht, befolgt konsequent eine dem
Frieden dienende
Außen politik und tritt ent schieden für die
Entlarvung der Ma chenschaften der aggressiven impe rialistischen
Kreise, für die
Normalisie rung des internatio nalen
Lebens sowie für die
Festigung der
Beziehungen sprießlicher
Zusam
menarbeit zwischen Ländern und
Völkern ein. Die Rumänische
Volksrepublik leistet ihren Beitrag zum Kampf für internatio nale Entspannung und friedliche
Koexi stenz sowohl in dem geographischen
Raum, dem sie angehört, wie der gatizen
Welt Die Grundlage der
Außenpolitik unseres Staates bildet das Bündnis, die
Freundschaft und brüderliche Zusammen^ arbeit mit der. Sowjetunion und den übrigen sozialistischen
Ländern.
Bei seinem sozialistischen Aufbauwerk erfreut sich das rumänische Volk der Er gebnisse der auf völliger Rechtsgleichheit beruhenden Beziehungen der brüderlichen Zusammenarbeit und gegenseitigen Hilfe leistung, die sich zwischen den Ländern des sozialistischen Lagers herausgebildet haben und entwickeln und die in immer erößerem Maße zur Festigung des sozia listischen.Weltsystems-. beitragen.
> Die RVR wird auch weiterhin für die Umwandlung des Balkan- und Adnaraums in eine Zone freundschaftlicher Be ziehungen des Friedens und der Zusam menarbeit eintreten, da sie überzeugt ist, daß ihre Vorschläge durchaus realistisch und praktisch sind und deren Verwirk lichung nicht nur den Lebensinteressen der Völker in diesem Teile der Welt, sondern den Interessen des Weltfriedens entspricht.
Bukarest/Budapest (ADN/ND). Der Vor sitzende der Großen Nationalversamm lung der Rumänischen
Volksrepublik,
Stefan Voitec, empfing am Mittwoch den Botschafter der DDR in der Rumänischen Volksrepublik, Wilhelm Bick, auf dessen Wunsch zu einem Gespräch über wichtige, beide Staaten interessierende Fragen. Das Gespräch fand in einer herzlichen Atmo sphäre statt.
In der Entschließung wird festgestellt daß der Abschluß des deutschen Friedens vertrages „die Anerkennung der Deut schen Demokratischen Republik, die Be stätigimg der gegenwärtigen Grenzen Deutschlands und die Umwandlung West berlins in eine entmilitarisierte Freie Stadt bedeutet".
Zum jüngsten Besuch des französischen Staatspräsidenten in Westdeutschland er klärt das Politbüro: „De Gaulle hat be schlossen, eine enge Zusammenarbeit zwischen der französischen Armee und der Bundeswehr herzustellen, eben jener Bundeswehr, deren Führung so viele ehe malige Nazigenerale angehören. Seine Haltung hat die Revanchisten ermuntert die territoriale Forderungen erheben, die nur durch Krieg verwirklicht werden könnten. Die Reise de Gaulles diente nicht dem Frieden, sondern der Sache des Krieges, und sie hat nur den deutschen Revanchisten
Nutzen gebracht." Das
Politbüro der KPF sieht darin einen neuen anschaulichen Beweis für die anti nationale Politik de Gaulles.
Peking (ADN).
Die Regierung der
Volksrepublik China hat in einer am Freitag veröffentlichten Erklärung schärf sten Protest gegen den Spionageflug einer „U 2" über chinesischem Territorium er hoben. Die Erklärung verurteilt diesen Spionageflug als eine „Aggression des USA-Imperialismus gegen China".
TTamhung, eine Stadt an der Ostküste ¦*"*• der Koreanischen Volksdemokrati schen Republik, wurde, wie so viele an dere koreanische Städte, während des heimtückischen Aggressionskrieges gegen das koreanische Volk von amerikanischen Bombern und Schiffsgeschützen voll kommen zerstört. Auf den umliegenden Bergen künden noch alte Stellungen,
Bomben- und Granattrichter von dem heldenhaften Kampf der Verteidiger die ser Stadt gegen die amerikanischen Aggressoren.
Heute, knapp zehn Jahre nach Beendi gung des Vaterländischen Befreiungs krieges, ist von den Zerstörungen kaum noch etwas zu sehen. Eine neue, moderne Großstadt bietet sich den Blicken dar.
Hamhung ist das Zentrum eines wichti gen Industriegebietes der Koreanischen Volksdemokratischen Republik geworden, dessen Bild durch die wiederaufgebauten Chemiekombinate, die neuerrichteten Be triebe der Baustoffindustrie und viele öffentliche
Gebäude bestimmt wird.
Längst sind die Einwohner aus den Erdund Lehmhütten in bequem eingerichtete Wohnhäuser umgezogen.
So viele sozialistische Länder wie auch die DDR dem koreanischen uneigennützige Hilfe Im Kampf die imperialistischen Aggressoren beim Wiederaufbau seiner Heimat geben. Hier in Hamhung gibt es Zeugnisse dieser Hilfe. Gemeinsam Städtebauer aus der DDR mit koreani schen Architekten den Neuaufbau Stadt geplant und geleitet. Ingenieure und Facharbeiter aus der DDR ihren koreanischen Kollegen, Wohnbauten, Betriebe der Baustoffindustrie, kommu nale Dienstleistungsbetriebe. Kranken häuser. Brücken und Laboratorien errichten. Dafür wurden viele von mit hohen Orden und Medaillen KVDR ausgezeichnet.
Luise Ermisch betonte, daß der Besuch der DDR-Delegation zur weiteren Festi gung der Freundschaft der beiden Länder beiträgt. Sie erwähnte die enge deutsch koreanische Zusammenarbeit bei der Er richtung der modernen Industriestadt Hamhung und nannte dieses Gemein schaftswerk ein Denkmal des sozialisti schen Internationalismus. Sie versicherte
Die Bewohner von Hamhung unter stützen ihrerseits unseren Kampf um den Abschluß eines deutschen Friedens vertrages, die Beseitigung de3 NATO- Stützpunktes in Westberlin und die Schaffung einer neutralen entmilitari sierten Freien
Stadt Westberlin.
vielen Erklärungen begrüßten sie die Maßnahmen der DDR zur Sicherung ihrer Grenzen und bekundeten ihre
Solidarität im Kampf gegen die gefähr liche Kriegspolitik der westdeutschen Re vanchisten und Militaristen jene
Die Hilfeleistungen der DDR gegen über der Koreanischen Volksdemokrati schen Republik sind ein Ausdruck 'der brüderlichen Zusammenarbeit und der sich ständig festigenden Beziehungen zwischen unseren beiden Bruderländem und dienen der weiteren Festigung der unerschütterlichen Einheit des sozialisti schen Lagers. Der Besuch der Parteiund Regierungsdelegation in der Korea nischen Volksdemokratischen Republik ist ein wichtiger Meilenstein unseres ge meinsamen Kampfes für den Sieg des Sozialismus in unseren Ländern und für die Erhaltung des Friedens.
Hamhung nehme heute einen bedeu tenden Platz in der Wirtschaft Koreas ein.
Nachdrücklich- sprach sich Kim
Kyung Hoi für den Abschluß eines deut schen Friedensvertrages und für die Nor malisierung der Lage in Westberlin aus.
English translation
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--- Relevant article (German, corrected transcription from OCR) ---
Welt fordert Frieden für Kuba
Warnung an Washington
Solidaritätsbekundungen für die Inselrepublik aus allen Teilen der Erde
Berlin (ADN/ND). Von Stunde zu Stunde wächst die Front der Solidarität für das vom USA-Imperialismus bedrohte Kuba in der ganzen Welt.
INDONESIEN
Die bedeutendste indonesische Frauen-Organisation, „Gerwani", hat von der USA-Regierung die sofortige Einstellung der Aggressionshandlungen gegen Kuba gefordert und das kubanische Volk der Solidarität Indonesiens versichert.
INDIEN
Der Sekretär der Gesellschaft für Indisch-Kubanische Freundschaft, B. P. Maheshwari, erklärte: „Die sowjetische Regierung gibt eine realistische Einschätzung der gegenwärtigen internationalen Lage. Wenn ein Überfall auf Kuba erfolgen sollte, so wird dies der Funke sein, der den Brand eines Weltkrieges entfachen kann. Es ist zu hoffen, daß die Vereinigten Staaten die Lage nüchtern einschätzen und auf den vernünftigen Aufruf hören, den die Großmacht erlassen hat und der von allen friedliebenden Völkern in der Welt unterstützt wird."
ENGLAND
Unter der Losung „Mobilisierung für den Frieden" finden am Wochenende in allen Teilen Großbritanniens Demonstrationen und Kundgebungen statt. In London, Glasgow, Swindon, Cardiff, Bristol, Bradford und anderen Orten sind die Vorbereitungen dazu in vollem Gange.
FRANKREICH
Mehrere französische Arbeiterorganisationen haben die USA-Regierung nachdrücklich vor einer Aggression gegen die Republik Kuba gewarnt. Der Nationalrat der Bergarbeitergewerkschaft im Französischen Allgemeinen Gewerkschaftsbund (CGT) übersandte der Pariser USA-Botschaft eine entsprechende Resolution. Ähnliche Schreiben gingen der USA-Botschaft von Gewerkschaftsgruppen des CGT und des Christlichen Gewerkschaftsbundes CFTC zu.
WESTDEUTSCHLAND
„Fordert: Hände weg vom freien Kuba!" Mit diesem Appell hat sich das Zentralkomitee der KPD an die westdeutsche Bevölkerung gewandt. „Protestiert bei der Bonner Regierung, bei der Botschaft der USA gegen die Provokationen gegen Kuba", heißt es in der Erklärung, die am Donnerstagabend vom Deutschen Freiheitssender 904 verbreitet wurde.
--- English translation ---
The world demands peace for Cuba
Warning to Washington
Declarations of solidarity with the island republic from all parts of the earth
Berlin (ADN/ND). From hour to hour the front of solidarity for Cuba, threatened by US imperialism, is growing throughout the world.
INDONESIA
The most important Indonesian women's organisation, 'Gerwani', has demanded of the US government the immediate cessation of acts of aggression against Cuba and has assured the Cuban people of Indonesia's solidarity.
INDIA
The secretary of the Society for Indian-Cuban Friendship, B. P. Maheshwari, declared: 'The Soviet government gives a realistic assessment of the present international situation. Should an attack on Cuba take place, it will be the spark that can ignite the blaze of a world war. It is to be hoped that the United States will assess the situation soberly and heed the reasonable appeal issued by the great power, which is supported by all peace-loving peoples in the world.'
ENGLAND
Under the slogan 'Mobilisation for Peace', demonstrations and rallies are taking place at the weekend in all parts of Great Britain. Preparations are in full swing in London, Glasgow, Swindon, Cardiff, Bristol, Bradford and other places.
FRANCE
Several French workers' organisations have emphatically warned the US government against aggression against the Republic of Cuba. The national council of the miners' union within the French General Confederation of Labour (CGT) sent a corresponding resolution to the US embassy in Paris. Similar letters went to the US embassy from trade-union groups of the CGT and of the Christian trade-union federation CFTC.
WEST GERMANY
'Demand: Hands off free Cuba!' With this appeal the Central Committee of the KPD has addressed the West German population. 'Protest to the Bonn government and to the embassy of the USA against the provocations against Cuba,' says the declaration, which was broadcast on Thursday evening by the German Freedom Station 904.