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Berliner Zeitung, 30 June 1964, S. 2: DFD wählte Präsidium

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Seite 2 Bonn (ADN/BZ). Der amerikanische Nobelpreisträger Prof. Dr. Linus Pauling befürwortete am Montag auf einer P Pressekonferenz Nobelpreisträger Prof. Dr. Linus Pauling ‘befürwortet Vorschläge Walter Ulbrichts BalinerdFcitung Auf Kernwaffen verzichten in Bonn die V ratsvorsitzenden der DDR, Walter Ulbricht, daß beide deutsche Staaten auf den Erwerb, die Produktion oder die Mitverfügung von Kernwaffen verzichten sollten. Auf eine entsprechende Frage des Bonner ADN-Korrespondenfen erklärte der: amerikanische Wissenschaftler: „Ich glaube, eine Verwirklichung dieser Vorschläge wäre sehr gut. Ich habe öfter meine Hoffnung ausgedrückt, daß das deutsche Volk eine führende Stelle in dieser Richtung einnimmt und auf Atomwaffen verzichtet. Auch für die friedliche Lösung des Deutschlandfrage und des Westberlin-Problems wäre es gut, wenn Deutschland auf Atomwaffen verzichtet, Eine Vergrößerung des Kreises der Staaten, die über Atomwaffen verfügen, wäre &ine Gefahr für die Welt.“ Prof. Linus Pauling lehnte auch die sogenannte multilaterale Atomstreitmacht ab, weil sie die Gefahr des Krieges verschärft. Bonner Aufrüstung Gefahr für die Welt Auf die Frage eines Pressevertreters, was er von der Politik der Bundesregierung hinsichtlich der Aufrüstung halte, antwortete der Nobelpreisträger: „Ich bin gegen die Remilitarisierung, ich bin gegen die Aufrüstung. Die Fragen Deutschlands und Westberlins sind nur durch Entmilitarisierung, Abrüstung zu lösen.“ Die Existenz einer Militärmacht in Westdeutschland sei „eine Gefahr für die ganze Welt“, Kernwaffen nicht weiter verbreiten Am Sonntagabend hatten sich Prof. Dr. Linus Pauling und der SPD-Bundestagsabgeordnete Prof. Fritz Baade auf einer Veranstaltung der Kölner Friedensverbände für eine kernwaffenfreie Zone in Mitteleuropa eingesetzt. Linus Pauling betonte, es sei eine vorrangige Aufgabe Spannungs- Strategie Wi. — Im gemeinsamen deutschh e zu des Staats-| für die Staaten, Schritte zu vereinbaren, um die Ausbreitung nuklearer Massenvernichtungsmittel auf weitere Länder zu verhindern. „Die Vereinbarung über eine kernwäffenfreie Zone in der Antarktis war von Bedeutung, Noch wichtiger wäre eine kernwaffenfreie Zone in Mitteleuropa“, erklärte er. Nur die „Wucherer des kalten Krieges“ würden sich dem Rapacki-Plan widersetzen. Prof. Fritz Baade erklärte, er könne die Worte von Linus Pauling über eine Zone begrenzter Rüstungen in Mitteleuropa „nur Wort für Wort unterschreiben“. Der SPD-Bundestagsabgeordnete setzte sich für eine Herabsetzung der Rüstungsausgaben ein. „Das Wettrüsten erhöht nur die Kriegsgefahr in entsetzlicher Weise.“ DDR-Vorschläge gut und nützlich Hameln. Der Betriebsratsvorsitzende der Hamelner Schiffahrt und Speicherei, Heinrih Flentge, erklärte zum Brief Walter Ulbrichts an Erhard: „Was mich in erster Linie in dem Brief interessiert, sind die Vorschläge, daß sich, beide deutsche Regierungen verpflichten solien, auf den Besitz von Atomwaffen, auf die Stationierung derselben auf deutschem Boden und auf ihre Produktion zu verzichten. Das würde doch in unserem Vaterland zur Entspannung führen und die notwendige Verständigung erleichtern. Es ist doch ganz klar, daß es keinen anderen Weg gibt als den der Verhandlungen zwischen den beiden deutschen Staaten. Da die Probleme sehr vielschichtig sind, muß man zur Bildung gesamtdeutscher Kommissionen kommen. Die Ergebnisse der Kommissionsarbeiten bilden meiner „Bei uns in Amerika. gibt es Männer, die es vom Zen zn Millionär gebracht haben.“ — „Na und, Patentdemokrat I Achtgroschenjungen der Gestapo zum Bunde: bei uns gibt es einen, der e: :spräsidenten gebracht ha = Zeichnung: Schmitt Bonner Präsident wollte Protestdemonsträtion "abwürgen | Staatsbesuch Wolter Ulbrichts ist die folgende eindringliche Wornung enthalten; „Der westdeutsche Imperlalismus Ist bereit, um der Verwirklichung seiner revanchistischen Pläne willen, die Menschheit der akuten Gefahr einer atomaren Katastrophe auszusetzen.” Kein Tag vergeht, ohne daß nicht irgendein prominenter westdeutscher Politiker die Wahrheit dieser Worte durch sein Auftreten beweist und damit all die lendenlohmen Bonner Dementierungsversuche Lügen straft. Der jüngste Erguß stammt wieder.einmol von Franz Josef Strauß. Der CSU-Führer gab der Springerschen „Welt am Sonntag“ ein Interview, in dem er die Entspannungspolitik „eine der Wirklichkeit ferne Illusion” nannte. Für ihn sei sEntspannunge spolitix nur eine Operation im Rahmen der Strategie des kalten Krieges". Strauß spricht damit nicht nur seine eigene Meinung aus, sondern er sagt das, was die CDUy CSU-Regierung praktiziert und in offiziellen Erklärungen diplomatisch umschreibt, mit der ihm eigerien Grobschlächtigkeit. Und genauso deutlich formuliert er auch die Hintergründe der Bonner Entspannungsfeindlichkeit. Eine Entspannung, so meint Strauß, würde die Bonner „Lösung" der deutschen Frage verhindern. Erst solle Deutschland — natürlich nach Ultra-Rezept — wiedervereinigt werden, dann könnte mon entspannen. Auf ut Deutsch: Bonn möchte in eelenruhe die DDR überfallen und die Grenzen von 1939 wieder herstellen, dann läßt mon vielleicht mit sich reden. Hier ist es also, das klare Eingeständnis, daß Bonn um seiner Eroberungsziele willen bereit ist, den Atomkrieg auszulösen. Der Freundschafts- und Beistandsvertrag DDR—UdSSR, der derartige Abenteuer „zur völligen Hoff-» nungslosigkeit verurteilt, dürfte wohl etwas kühlend auf die hitzigen Gemüter ihrer Herren Verfasser wirken. Schon damit trägt er zur Erhaltung des Friedens in Europa bei. Der Vertrag geht von der wirklichen Lage, von der Existenz zweier deutscher Staaten, aus: Wer sich weigert, diese Wirklichkeit einzukalkulieren, der wird — eben weil es den Vertrag gibt — Schiftbruch erleiden und damit. zum Glück für die Völker Europas. an seiner eigenen Entspannungsfeindlichkeit zugrundg gehen. sein bedarf es wenig, dank Wehner wird Herr Lübke König!“ — „Kandidat Lübke wollte die Demonstration verhindern!“ — „Hat Wehner Hindenburg vergessen?“ Diese und andere Losungen gegen die Wiederwahl Gestapo-Lübkes wurden gestern nachmittag in dem Demonstrationszug der rund 1700 Studenten durch das Zentrum Westberlins mitgeführt. Vor allem die Haltung Wehners war Zielscheibe ätzender Kritik, Die Demonstranten waren dem Aufruf eines studentischen Aktionskomitees der Westberliner Universitäten gefolgt. Kurz vor Beendigung der eindrucksvollen Aktion marschierten die stockreaktionären „Schlagenden Verbindungen“ auf und provozierten unter ständigen „Lübke-Lübke“-Rufen. Sie wurden jedoch von den Studenten niedergelacht und niedergezischt. In der anschließenden Pressekonferenz wurde mitgeteilt, daß Lübke am Sonnabend in Telefongesprächen mit dem Senator für Sicherheit und Ordnung und dem Rektor der Dahlemer Universität, Prof. Dr. Lüers, gegen die studentische Kundgebung intervenierte. Eine telefonische Anfrage der Studenten beim Bonner Präsidialamt habe zwar ein Dementi ergeben, bei einem zweiten Anruf in Bonn hätten sich jedoch die zuständigen Beamten verleugnen lassen. Das Aktionskomitee erklärte dazu, man fordere zumindest eine Erläuterung, wie es zu diesem Dementi in Lübkes Amtssitz kommen konnte. Gegen die Verleumdung der Demonstration durch CDU-Kreise wandte sich ein Sprecher der Studenten: „Es handelt sich bei unserer Demonstration. um eine legitime Meinungsäußerung junger Staatsbürger.“ Treitner will Kadaver-Gehorsam Bonn (ADN/BZ),. Der Bonner Bundeswehrchef, Kriegsverbrecher Trettner, hat den Kommandeuren der Bundeswehreinheiten den strikten Befehl erteilt, jeden Widerstand der Soldaten gegen den menschenunwürdigen Drill rücksichtslos zu brechen. In einem Montag veröffentlichten Tagesbefehl muß er eingestehen, die alarmierenden E des Wehr! Heye N ätten „die Bundeswehr: vor eine schwere Belastungsprobe gestellt“. Es sei zu Fällen „von Ungehorsam“ gekommen. Schon am Sonntag war ein Befehl Trettners bekannt geworden, wonach Offiziere und Unteroffiziere sich nicht öffentlich zum Fall des Wehrbeauftragten Heye äußern dürfen. nach später dann die Grundlagen für die Tätigkeit eines gesamtdeutschen Rates, der sich paritätisch aus Volksvertretern beider deutscher Staaten zusammensetzen muß. Ich sehe keinen anderen Weg zur Lösung der deufschen Frage, und darum finde ich die Vorschläge des Staatsratsvorsitzenden der DDR gut und nützlich.“ Kolloquium über Küstenschutz Rostock (ADN/BZ). Namhafte Wissenschaftler aus Polen, Schweden und Westdeutschland haben bisher ihre Teilnahme an einem internationalen Kolloquium über Küstenschutzverhältnisse und Küstenschutzmaßnahmen zugesagt, das ä der O: in Warne- Dienstag, 30. Juni 1964 Freundschaftsvertrag Sache der Jugend Berlin (ADN/BZ). Der Zentralrat der FDJ trat Montag in Berlin zu seiner 6. Tagung zusammen. Der Bericht des Zentralrates, der vom Sekretär Erich Rau erstattet wurde, und die Aussprache. befaßten sich Von der 6. Tagung des FDJ-Zentralrates ausführlich’ mit den Ergebnissen der Freundschaftsreise der DDR-Repräsentanten durch die Sowjetunion. In einem Beschluß würdigte die 6. Tagung des FDJ-Zentralrates die Reise der DDR-Repräsentanten durch die EUWenien und deren Moskauer Er ein Ereignis im Leben unseres Volkes und seiner Jugend“. Auftrag an das Büro Ausgehend davon, daß der Vertrag DDR-—UGSSR eine neue Phase der wissenschaftlich-technischen Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern einleitet, wird das Büro des FDJ- Zentralrates beauftragt, gemeinsam mit der Staatlichen Plankommission und dem Volkswirtschaftsrat die Möglichkeiten zu prüfen, überbetriebliche sozialistische Arbeitsgemeinschaften junger Arbeiter, Ingenieure, Wissenschaftler und Studenten mit Entwicklungsaufgaben besonders auf dem Gebiet des Chemieanlagenbaus, der Chemie, der Elektronik, des Maschinen- und Landmaschinenbaus zu betrauen, Der Zentralrat der FDJ wird, einer Ei di münde stattfinden wird. Für Neubauten und Reparaturen entlang der 440 km langen Meeresküste sowie an den Küstenstreifen der Bodden- und Haffgewässer stehen jährlich aus dem Staatshaushalt der DDR 12 Millionen DM zur Verfügung. Darüber hinaus werden rund eine halbe Million DM jährlich für Forschungsarbeiten auf dieser Gebiet ausgegeben. DFD wählte Präsidium Berlin (BZ/ADN). Der neugewählte Bundesvorstand des DFD wählte Sonnabend auf seiner ersten -konstidium: tgl! an, Frauen aller Bevölkerungskreise und aus den verschiedensten Bereichen des gesellschaftlichen Lebens. Dem vom Bundesvorstand gewählten Sekretariat gehören an: die Vorsitzende des DFD, Ilse Thiele, ferner Hanna Blecha, Hertha Jung, Olga Meyer und Gisela Straub. Frauendelegationen aus der Sowjetunion. Polen, Spanien, Kuba, Guinea, Zypern, Indonesien, der Mongolischan Volksrepublik, aus Belgien und Griechenland, die am Frauenkongreß in Berlin teilgenommen hatten, informieren sich gegenwärtig in verschiedenen Bezirken über das Leben und die beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten der Frauen in der DDR. Bildungsnotstand Bonn (ADN-Korr./BZ). Durch die Milliarden für die Rüstung werde sich der Bildungsnotstand in Westdeutschland nur noch verschärfen, stellt die Monatszeitschrift „Kultur und Gesellschaft“ in ihrer neuesten Ausgabe fest. Es heißt dort: „Die Bunde sts gublle steht vor einer » entweder. mehr Schulen oder mehr Kasernen, entweder modern eingerichtete Physik- und Chemieräume oder immer wieder neue Panzer und Raketen. Entweder 70.000 Lehrer mehr oder 70000 Unteroffiziere. Entweder eine gebildete junge Generation oder eine trostlose Herde ver-nagoldeter Marschierer.“ Wächter der Demokratie „Dortmund APNIBZL, „Die westmüssen Wächter der "Demokratie sein und alle Ansätze eines neuen Faschismus in der Bundesrepublik bekämpfen.“ Mit diesen Worten appellierte der langjährige Vorsitzende der zweitgrößten westdeutschen Gewerkschaft, der ÖTV, Adolph Kummernuß, Montag an die rund 900 Delegierten des 5, Gewerkschaftskongresses der ÖTV. „Bei unserer Arbeit als Gewerkschafter ist politische Neutralität unmöglich und verderblich. Gewerkschafter sein heißt Kämpfer sein.“ Nachdrücklich verurteilte Kummernuß die revanchistischen Forderungen des Bonner Verkehrsministers Seebohm. Derartige Reden machten die Bundesrepublik im Ausland langsam unglaubwürdig. In diesem Zusammenhang wies Kummernuß darauf hin: „In (West-)Deutschland wird der Ruf immer lauter: Wer schützt uns vor den Verfassungsschützern. Woran liegt es, daß bereits Verhaftete ins Ausland fliehen können und daß dies meistens PGs sind.“ Kummernuß warf auch der westvor, keinen Beitrag zur Erziehung zur Demokratie zu leisten. „Traurig die Menschen, die hier Bildung und Meinung schöpfen müssen“, sagte er. Nachdrücklich bekannte sich Kummernuß zu dem Bericht des Wehr- Adolph Kummernuß zu den Aufgaben der Gewerkschaften beauftragten Heye. „Ob er die Form verletzt hat oder nicht, ist mir schnuppe. Es kommt auf die Substanz des Berichtes an“, rief Kummernuß aus, Man sollte die Soldaten der Bundeswehr ermutigen, menschenunwürdige Schikanen nicht mehr hinzunehmen. Kummernuß hatte seinen Geschäftsbericht mit einem grundsätzlichen Bekenntnis zur Bundesrepu- Di ana zum Grundgesetz eingeleitet. Zu Beginn des zweiten Tages des OTV-Kongresses war es zu einer erregten Auseinandersetzung über die vom Hauptvorstand ausgearbeitete Geschäftsordnung gekommen. Der Düsseldorfer Delegierte Rudolf Siemer warf dem Hauptvorstand vor, Komsomol folgend, eine Delegation unter Leitung Horst Schumanns zum Besuch in die Sowjetunion entsenden, der der wei des 25. Jahrestages des Beginns des zweiten Weltkrieges wird der Zentralrat der FDJ in Berlin eine europäische Konferenz mit dem Ziel durchführen, die freundschaftlichen Beziehungen zur friedliebenden Jugend der Welt zu festigen. Der Zentralrat bestätigte das Statut der Pionierorganisation „Ernst 'Thälmann“. Im Zusammenhang mit der,Wahl von Konrad Naumann in eine leitende Funktion der SED entlastete ibn der Zentralrat von seinen Pflichten als Mitglied des Büros und Sekretär des Zentralrats der FDJ. Der Zentralrat dankte ihm für die in der FDJ seit ihrer Gründung ii Arbeit. Georg-Christian Theil wurde von seinen Pflichten als Kandidat des Zentralrats der FDJ entbunden. Dank des Kulturbundes Der Präsidialrat des Deutschen Kulturbundes hat auf einer Sitzung eine Erklärung zum un aftsvertrag zwischen der DDR und der Sowjetunion sowie zum Kommunique über die Reise der DDR-Repräsentanten angenommen und sie dem Ersten Sekretär des Zentralkomitees der SED und Vorsitzenden des Staatsrates der DDR, Walter Ulbricht, überreicht. Im Namen der Kultur- und Geistesschaffenden der DDR dankt der Präsidialrat in der Erklärung für den großartigen Erfolg der Friedens- und Freundschaftsmission der DDR-Delegation in der UdSSR. Sichere Perspektiven Auf einer Parteiaktivtagung der des arbeit der beiden nen dienen wird. Der FDJ-Zentralrat wird eine Ehrenmedaille der Freundschaft stiften, die an junge Bürger der Sowjetunion verliehen wird, die sich bei der Festigung der freundschaftlichen Beziehungen zwischen der Jugend der UdSSR und der DDR besondere Verdienste erworben haben. Die Auszeichnung wird erstmalig anläßlich des 46. Jahrestages der Gründung des Komsomol verliehen. Koniogeus je Parteior tees der SED*am Montagabend hob Dr. Günther Mittag, Kandidat des Politbüros, die Bedeutung des Freundschaftsvertrages für die Entwicklung der nationalen Wirtschaften der DDR und der UdSSR hervor und legte dar, daß der Vertrag allen Bürgern der DDR großartige Perspektiven auf allen Gebieten des Lebens sichert. Die Parteiaktivtagung sandte Walter Ulbricht eine Grußadresse, in der EEE Ersten kretär des Zentralan Soenunsan beste des Beunne des a Weltkrieges und t ge wünscht wid Weltagenturen berichten Berlin (ADN/BZ). Bei den Weltagenturen sowie bei der offiziösen westdeutschen Nachrichtenagentur DPA haben die aufsehenerregenden Enthüllungen Prof. Nordens auf der internationalen Pr nz in Berlin Montag lebhaftes Echo ausgelöst. Im Mittelpunkt der Meldungen von UPI, AP, Reuter, TASS sowie DPA steht die eindringliche Warnung an die Bonner Regierung und die Westmächte, daß die von Bonn geplante illegale Präsidentenwahl in Westberlin zu einer Verschärfung der Spannungen in Europa führt, Zu den neuen von Prof. Norden vorgelegten BE EDDEN | ‚Mateeielien über die des Bonner Präsidenten "Lübke ont des Ministers Lemmer_ registriert DPA mit Unbehagen. daß in der Hand des Generalstaatsanwaltes der DDR, Josef Streit, weitere Dokumente über Lübke liegen; die diesen belasten. Lübke — Gestapogehilfe (Fortsetzung von Seite I) stapo-Lagers in Peenemünde beauftragt und erledigte diese Aufgabe so hervorragend, daß er drei Monate später von der Gestapo als „vertrauenswürdig“ für weitere Tätigkeit empfohlen wurde. Daß der Wahlmann Lübkes und Bonner Minister Lemmer nicht nur als Starpropagandist von Goebbels in ausländischen Zeitungen Lobhudeleien auf die Politik und Praxis des deutschen Faschismus schrieb, sondern auch als bezahlter Spitzel für die Gestapo tätig war, belegte Prof. Norden mit weiteren Dokumenten. So hat Lemmer den Berliner Journalisten Schwerdtfeger der Gestapo ans Messer geliefert, der ausländische Journalisten über von den Nazis geplante neue Aktionen gegen Juden informierte. Prof. Norden formulierte am Schluß seiner Ausführungen zehn Forderungen deutscher Politik. Westdeutschland müsse von Atomwaifen befreit, die Revanchepolitik verhindert, die Revanche-Ministerien liquidiert, die Naziverbrecher aus führenden Positionen ausgeschaltet, die systernatische Rechtfertigung der Westdeutschland machten neben den Vertretern der DDR-Presse rege von der Möglichkeit Gebrauch, Fragen zu stellen und weitere Einzelheiten über die verbrecherische Tätigkeit von Lübke und Lemmer zu erfahren. Weiter waren Journalisten aus Griechenland, der CSSR, Dänemark, der Schweiz, Kanada, Indien, den. Philippinen und anderen Ländern im überfüllten Steinsaal erschienen. Nach Abschluß der Pressekonferenz wurde Prof. Norden von den Journalisten weiter mit Fragen bestürmt. In Gesprächen bezeichneter Vertreter der Weltpresse die auf der Pressekonferenz bekannt gewordenen Tatsachen als äußerst sensationell. Dokumente können eingesehen werden Berlin (ADN). Wie ADN erfährt, können die in der Pressekonferenz am Montag durch Professor Albert Norden erstmalig der Öffentlichkeit unterbreiteten Beweisdokumente beim Generalstaatsanwalt der DDR eingesehen werden. Interessierte Journalisten und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens des In- und Auslandes können ab 30. Juni in Berlin N 4, Scharnhorststraße 37, in Einsicht nehmen. die BeatnE unter Ver-| Hitler-Verbrechen eingestellt und die letzu: T ä vi Macht der I diese Dok dem Kongreß faktisch ingen zu|und G werwollen. Verlauf und Ergebnisse der Lohnauseinandersetzungen des vergangenen Jahres im öffentlichen Dienst Westdeutschlands hätten nicht den Erwartungen der Arbeiter, Angestellten und Beamten des Bundes und der Länder entsprochen. Die öffentlichen Bediensteten Westdeutschlands fühlten sich „enttäuscht und betrogen“. Dies stellte in seinem Bericht über die Tarifpolitik der Ge- Vale ÖTV der a des Tatand, Heinz Kluncker, fest. Der 5. ÖTV-Kongreß wird Dienstag mit der Diskussion über den Geschäftsbericht von Adolph Kummernuß fortgesetzt. den. Weiter sollten die Beziehungen zwischen beiden deutschen Staaten durch Aufnahme von Verhandlungen normalisiert, gemeinsame Regietungskommissionen gebildet und ein Friedensvertrag mit beiden deutschen Staaten abgeschlossen werden, der den Schlußstrich unter den zweiten Weltkrieg zieht. (Ausführliche Auszüge aus der Rede Prof. Nordens siehe Seiten 3 und 4.) Ein den Journalisten vorgeführter Dokumentarfilm brachte mit Zeugendes eh, en ch ke teurs und ‘anderer Mitarbeiter des „Pester Lloyd“ weitere Beweise dafür, daß Lemmer im “Auftrage des Nazi-Außenministeriums arbeitete. Journalisten aus England, Holland. Algerien, Polen, der UdSSR und Berliner®Seitung Das Redaktionskollegium Joachim Herrmann (Chefredakteur); Rolf Lehnert, Wolfgang Laukant (Stellv. Chefredakteure); Gerhard Härth (Redaktionssekretär); Dr. Karl-Heinz Arnold, Karl- Heinz Cikursch, Susanne Statkowa, Klaus Wilezynski, Jochen Zimmermann. Chefreporter: Dr. Karl-Heinz Gerstner Verlagsdirektor: Hermann Leupold

English translation

=== [Page 1] === --- Relevant article (German, corrected transcription from OCR) --- DFD wählte Präsidium Berlin (BZ/ADN). Der neugewählte Bundesvorstand des DFD wählte Sonnabend auf seiner ersten konstituierenden Sitzung das Präsidium: [Unreadable] gehören dem Bundesvorstand an: Frauen aller Bevölkerungskreise und aus den verschiedensten Bereichen des gesellschaftlichen Lebens. Dem vom Bundesvorstand gewählten Sekretariat gehören an: die Vorsitzende des DFD, Ilse Thiele, ferner Hanna Blecha, Hertha Jung, Olga Meyer und Gisela Straub. Frauendelegationen aus der Sowjetunion, Polen, Spanien, Kuba, Guinea, Zypern, Indonesien, der Mongolischen Volksrepublik, aus Belgien und Griechenland, die am Frauenkongreß in Berlin teilgenommen hatten, informieren sich gegenwärtig in verschiedenen Bezirken über das Leben und die beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten der Frauen in der DDR. --- English translation --- DFD elected presidium Berlin (BZ/ADN). The newly elected federal board of the DFD elected its presidium on Saturday at its first constituent meeting: [Unreadable] belong to the federal board: women from all sections of the population and from the most varied areas of social life. The secretariat elected by the federal board consists of: the DFD chairwoman, Ilse Thiele, as well as Hanna Blecha, Hertha Jung, Olga Meyer and Gisela Straub. Women's delegations from the Soviet Union, Poland, Spain, Cuba, Guinea, Cyprus, Indonesia, the Mongolian People's Republic, from Belgium and Greece, who had taken part in the women's congress in Berlin, are currently informing themselves in various districts about the life and career development opportunities of women in the GDR.