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Berliner Zeitung, 28 October 1964, S. 5: IDFF ruft die Frauen der Welt

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. Oktober 1964 AUSSENPOLITIK EWG-Ultimatum bekräftigt Konsultationsgespräche Bonn— Paris verliefen ergebnislos Blick auf das hh ist Diwnogorsk, eine der Jüngsten Taigastädte Sibiriens ı en Hier leben bereits 30.000 erg Gegenund ie wärtig sind ein Hotel, ein. im Bau. einige Durch den Bau dieses Kraftwerkes für di Foto: ZB/TASS im Schatten der „Auto-Zivilisation‘ Mitte Oktober erschien In der Hamburger „Welt“ ein Beitrag, der in Italien Aufsehen und Erregung hervorrief. Darin ging es um die von Bonn und Washington angestrebte Unterzeichnung des Vertra- | {ik, ges über die multilaterale Atomstreitmacht noch vor Ende 1964. „Was Italien angeht, so stellen die Nenni-Sozialisten noch eine Hürde dar. Nenni selbst, heißt es, sei ein RO EEEEREENUN Von ANNA MUDRY Anhänger des Beitritts, er könne dies nicht öffentlich vor den Kommunalwahlen im November sagen, weil das zu Verlusten seiner Partei an die Kommunisten führen würde, Nach den Wahlen werde das Bild anders aussehen.“ Wenige Tage zuvor hatte Außenminister Saragat vor dem Senat erklärt, die Vorbereitungen zur Bildung der MLF seien noch weit vom Abschluß entfernt, Für NATO oder Italien? Macht die italienische Regierung eine Außenpolitik für die NATO- Alliierten und eine für die italienische Öffentlichkeit? fragte „L’Unitä“. Energisch verlangte die Parlamentsfraktion der KPI, Parlament und Volk über den wirklichen Stand der Vorbereitung zur MLF aufzuklären. Eine gültige Erklärung blieb bisher aus. Nicht ausbleiben kann daraufhin ein neuer Minuspunkt der italienischen Wähler für die Moro- Nenni-Saragat-Regierung der „linken Mitte“ bei den Kommunal- und Provinzwahlen am 22. November. Die Koalitionsregierung (Christliche Sozialera Republikaner) geht mit einem schwerbelasteten innen- und außenpolitischen Konto dem Votum von 30 Millionen Italienern entgegen. Doppelzüngigkeit Die „Doppelzüngigkeit“ der Regierung in der Frage der MLF offenbart in besonders krasser Form ein seit der Bildung des „linken Zentrums“ (vor fast drei Jahren) existierendes außenpolitisches Dilemma. In dem damals zwischen Christlichen Demokraten (DC), Sozialdemokraten, Republikanern mit Unterstützung der Sozialisten abgeschlossenen Koalitionsabkommen war sowohl von der „Treue zur NATO*“ als auch von „größerer Sicherheit Italiens“ und „Verhinderung der Zahl der Atommächte“ die Rede. Der Widerspruch zwischen dem Prinzip der NATO-Treue und der Sicherheit offenbarte sich sehr schnell. Alarmiert wurde die italienische Öffentlichkeit Ende 1963 durch die Nachricht, daß in Bonn entwickelte Raketen von einem Sonderkommando der Bundeswehr auf dem sardischen NATO-Versuchsgelände Bald, di Quirra erprobt wurde, Der auch K dem Bonner Militarismus, Indessen rückte das Problem der MLF, vor allem auf Grund des Bonner Drängens, immer mehr in den Blickpunkt der internationalen Poli- Auch in Italien wurden Stimmen laut, die für die MLF als „kleineres Übel“ plädierten, da sie imstande sei, Bonn unter Kontrolle zu halten, falls es über die USA oder Frankreich an den atomaren Abzug gelange. Bei einer außenpolitischen Debatte im März dieses Jahres forderte der kommunistische Abgeordnete Mario Alicata eine Stellungnahme der Regierung. Er warnte: „... an einem bestimmten Punkt sind wir mit Händen und Füßen nicht an die sogenannte multilaterale Atomstreitmacht gebunden, sondern an die, die Westgegen beim Städteles Reform des Sozialversicherungswesens — würden in Angriff genommen. Schritt für Schritt nahm die DC das ursprüngliche, positive Punkte enthaltene Programm zurück. Nach der Nationalisierung der Elektrizitätswerke Ende 1962 gingen die rechten Kräfte der DC in die Offensive. Auch die Sozialisten gaben dem Druck der Monopole immer mehr nach. Nenni begann „von notwendigen Opfern“ für die Italiener zu sprechen. Die Antwort der Italiener bei den Wahlen am 28. April 1963 war, daß die DC fast eine Million Stimmen verlor, während die KPI fast eine Million gewann. Doch die ungelöst gebliebenen Probleme des Landes, auf deren Boden die inflationistischen Tendenzen weiter gediehen, führten @ Italien für oder gegen MLF? ® Regierung der „linken Mitte“ in erschütterter Position ® Kommunal- und Provinzwahlen am 22. November deutschland anstrebt, d. h. eine kollektive Atommacht...„. die Westdeu land ermöglichen würde, Atomwaffen zu besitzen. Das bedeutet ein Spiel mit dem Feuer.“ Spiel mit dem Feuer Offenbar ist sich die Regierung des linken Zentrums dessen bewußt, daß die italienischen Wähler nicht gewillt sind, sich auf dieses Spiel mit dem Feuer einzulassen. Darum Saragats Doppelzüngigkeit und auch das doppelte Spiel Nennis, dessen Parteiflügel sich vor der Koalition noch gegen die MLF aussprach. „Nach den Wahlen werde das Bild anders aussehen“, schrieb die „Welt“. Zwar weiß man nicht, inwieweit bei ar Bonner MLF-Fürsprechern das solche Prognosen diktiert. Tatsache ist jedoch, daß der italienischen Bevölkerung kein klarer Wein eingeschenkt wird. Sicher ist auch, daß diese Taktik des Verschweigens in einer solchen lebenswichtigen Frage keineswegs dazu beitragen kann, die stark erschütterte innenpolitische Position der Regierung zu festigen. Erbe des „Miracolo" Das verblühte „Wirtschaftswunder“ hinterläßt Arbeitszeitverkürzungen (von denen gegenwärtig etwa 600 000 Arbeiter betroffen sind), steigende Lebenshaltungskosten (sie stiegen in den ersten sieben Monaten dieses Jahres um 7,6 Prozent). Die Mieten verschlingen über 50 Prozent des monatlichen Durchschnittseinkommens. Zwar setzten die Arbeiter dank ihrer massiven Kampfaktionen Lohnerhöhungen durch, ihre Lebensbedingungen verbesserten sich relativ. Doch gewannen die steigenden Preise den Wettlauf. Laut Berechnungen beträgt das Durchschnittseinkommen 50000 Lire, das Existenzminimum einer Familie jedoch 90 000 Lire. Bei der Bildung des linken Zentrums hofften Millionen Italiener, dazu, daß Löhne, Preise, Schul- und h ung im Schatten der hromblitzenden „Auto-Zivilisation“ verkümmerten. In wachsendem Maße werden die Folgen des „Wunders“ auf die Werktätigen abgewälzt, während die Profite der Monopole steigen. Ratschläge aus Bonn Italiens EWG- und NATO-Verbündete beobachteten diesen Prozeß sorgenvoll. Sie fürchteten Auswirkungen auf die eigene Politik, Auch in Bonn sparte man nicht mit Ratschlägen. So befürwortete der SPD- Politiker Carlo Schmid eine Politik von „Bajonetten und Carabinieri“, Die Regierungsparteien sind in zahlreiche Gruppen und Strömungen gespalten. In Ermangelung eines konstruktiven Programms und wegen der Ausweglosigkeit aus der Krise versuchen sie, das Feuer auf die Kommunistische Partei zu konzentrieren. Die Angriffe gegen die KPI werden um so erbitterter, je deutlicher sich zeigt, daß sie danach strebt, den Kampf um Reformen mit dem Kampf um die demokratische Erneuerung des italienischen Lebens zu verbinden und dabei einen offenen Dialog über alle Probleme mit den demokratischen Kräften des Landes, einschließlich der Katholiken, führt. „Die Notwendigkeit einer neuen Einheit, einer neuen Mehrheit“ ergibt sich, heißt es im Wahlaufruf der KPI. Es geht um die echte Beteiligung der italienischen Arbeiter an der Leitung der italienischen Gesellschaft. Das ist die Alternative zur Ausweglosigkeit der Politik des linken Zentrums. 28 von 100 Italienern stehen hinter der KPI und ihrem innen- und außenpolitischen Programm. Das war das Ergebnis der letzten Wahlen. Viele der Wähler, die sich für die anderen Parmalige_ Außenminister Andreotti die Lösung einiger Grundfragen der |teien entschieden, werden bis zum mußte diese = ii rung, Bo 22. h, gewiß ihre Haltung NATO-Treue, das dı also Paris (ADN/BZ). Der französische ußenminister Couve de Murville liche Kreisen, UPI utolge hat Couve de Murville seinem Ks ırtaris die weiner katgemacht, daß P: re} Mitarbeit in der EWG verwelbe- |die Gespräche gern werde, falls bis zum Jahresende keine Einigung über einheitliche EWG-Getreidepreise erzielt worden ist. Die „Bonner Rundschau“ berichtete Dienstag aus Paris ebenfalls, daß „keine Fortschritte“ gebracht haben. Kreise des französischen A isteriums hätten zu der Aussprache bemerkt, beide Partner seien „auf ihren zum Teil sehr unterschiedlichen Positionen verblieben“. Die Erhard-Regierung will mit Für gute Zusammenarbeit „Prawda“ zum Verhältnis Frankreich— Sowjetunion Moskau ADNen. Die nationalen Interessen Völker Frankreichs und der Bein seien organisch miteinander verknüpft. Davon habe sich die ganze Welt in den Jahren des zweiten Weltkrieges anschaulich überzeugen können. Das schreibt die „Prawda“ Dienstag zum 40. J: tag der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen der Sowjetunion und Frankreich, In dem Artikel wird festgestellt, Frankreich sei wie die UdSSR an der Stabilisierung der Lage, die in Europa als Ergebnis der Zerschlagung des Faund an der Ge Friewi eines dens t. In dem „Prawda“-Artike] heißt es weiter: „Die Entwicklung der französisch-; erfordert es gar nicht, daß Frankreich sich von seinen Freunden und die UdSSR von den ihrigen lossagt. Im Gerentell logisch wäre anzunehmen, aß Frankreich durch die Entwicklung einer solchen die Zahl seiner Freunde im Osten ahres- | und die UdSSR die ihrer Freunde im Westen vergrößern würde. Abschließend betont die Zeitung: „Frankreich hat reale Möglichkeiten, eine unabhängige außenpolitische Linie zu steuern. Dem kann die weitere Entwicklung der vor 40 Jahren begründeten Politik der sachlichen arbeit nur günstig sein. Die Zukunft gehört dieser Politik, der Politik der sachlichen Zusammenarbeit zwischen Frank und der Sow; “ Gespräche in Havanna Dr. Jarowinsky übergab Schreiben Walter Ulbrichts Havanna (ADN-Korr./BZ). Der gegenwärtig in Havanna weilende Kandidat des Politbüros und Sekretär des Zentralkomitees der SED Dr. Werner Jarowinsky ist vom Präsidenten der Republik Kuba und Präsidenten der Zentralen Plankommission, Dr. Osvaldo Dorticos, zu einer Unterredung empfangen worden. In dem Gespräch wurden beide Staaten interessierende Probleme erörtert. Fragen der weiteren Entwicklung der politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen der Republik Kuba und der DDR waren ebenfalls G einer gen lichen U die Dr. Jarowinsky zuvor mit Dr. Fidel Castro, Erster Sekretär der Einheitspartei der sozialistischen Revolution (PURS) und Ministerpräsident der revolutionären Regierung der Republik Kuba, geführt hatte, Er übergab Dr. Fidel Castro ein Schreiben des Ersten Sekretärs des Zentralkomitees der SED und Vorsitzenden des Staatsrates der DDR, Walter Ulbricht. IDFF ruft die Frauen der Welt Sofla (ADN-Korr./BZ). Die Vorsitzende des DFD, Iise Thiele, ist von der Ratstagung der IDFF in Sofia, die Sonntag beendet wurde, zu einer der vier neuen Vizepräsidentinnen der IDFF gewählt worden. Wie aus einem gestern veröffentlichten Abschlußkommunique hervorgeht, wurden als weitere Vizepräsidentinnen Freda Brown (Australien), Vilma Espin (Kuba) und Umi Sardjono (Indonesien) bestätigt. Der Rat hat alle Frauen der Welt zu gemeinsamen Aktionen aufgefordert, um die Liquidierung der Kernwaffen, ein Verbot aller Kernwaffenversuche, die Bun aller fremden Mi den Abzug aller Truppen von fremden Territorien, die Annullierung der MIeen und Verwirklichung Abrüstung dorcizunetaen. « Zur Abwehr bereit Phom Penh (ADN/BZ). Durchgreifende Maßnahmen gegen die sich häufenden amerikanisch-südvietnai Grenzprov« ionen gegen Kambodscha sind Montag auf einer Sitzung in Phom Penh beschlossen worden, an der unter Vorsitz von Prinz Sihanouk führende Staatsbeamte und Politiker des Landes teilnahmen. Wie die kamboddschanische Presseagentur mitteilt, wird Kambodscha bei einer neuen Aggression die diplomatischen Beziehungen zu den USA abbrechen und die Demokratische Republik Vietnam sowie die Nationale Befreiungsfront Südvietnams anerkennen, Außerdem werden die kambodschanischen Streitkräfte jede Aggression mit einem Gegenschlag beantworten, heißt es in der Mitel- Sette 3 Rücksicht auf das herannahende Wahljahr eine Entscheidung noch hinausschiebe: Weiterhin in es in Carstens Unterredung laut „Bonner Rundschau“ auch um die Bonner Vorstellungen einer politischen Union der sechs EWG-Staaten, für die Paris neben anderen Fragen auch die Regelung der Agrarpreise als Vorbedingung gestellt hat. Hilding Hagberg 65 Jahre Berlin (ADN/BZ). Das Zentralkomitee der SED übermittelte Hilding Hagberg, Mitglied des Arbeitsausschusses des Zentralvorstandes der KP Schwedens, zum heutigen 65. Geburtstag die herzlichsten Glückwünsche. In dem von Walter Ulbricht unterzeichneten Schreiben heißt es: „Ihre Tätigkeit trug wesentlich zur Entwicklung brüderlicher Beziehungen en der Part una der Sozialistischen. "Einheitspartei Deutschlands bei. Wir wünschen Ihnen gute Gesundheit und viel Erfolg im Kampf für die Sache der Arbeiterklasse.“ Breite Diskussion Prag (ADN-Korr./BZ). In wissenschaftlichen Institutionen, Betrieben sowie Organen der Partei und des Staates in der CSSR werden gegenwärtig Probleme beraten, die mit der Entwicklung eines neuen Systems der Planung und Leitung der Volks- Grundlage der Diskussion ist eine Konzeption des Präsidiums des Zentralkomitees der KPC, die nach längeren Untersuchungen von Parteikommissionen in zahlreichen Betrieben und Industriezweigen unter Einbeziehung von Hunderten Wissenschaftlern und Fachleuten entstanden ist. Bis Ende dieses Jahres soll „Entwurf der Grundsätze über der Planung und Leitung der Volkswirtschaft der CSSR“ fertiggestellt und auf einer Plenartagung des Zentralkomitees bestätigt werden. Atombomben-Pläne Paris (ADN/BZ). Frankreich arbeitet gegenwärtig an der Entwicklung einer neuen, stärkeren Atombombe mit einem anpassungsfähigeren Kontrollsystem. Das geht aus dem Voranschlag für den französischen Verteidigungshaushalt hervor, der am Montag der Nationalversammlung zugegangen ist. Die ersten Versuche mit der neuen Bombe sollen 1965 mit der noch in der Entwicklung befindlichen Rakete ee 'ersollen lung. . mant“ durchgeführt werden. Gäste aus Chile suche mit einer 'Trägerrakete von Berlin (EB). Gestern nachmittag |500 Kilometer Reichweite traf aus iago de Chile h der Leiter der chilenischen Schachdelegation zur Schacholympiade in Tel Aviv, Walter Ader, zu einem Besuch in Berlin ein. Der chilenische Schachmeister und seine Gattin, die südamerikanische achmeisterin ist, sind Gäste der Deutsch-Lateinamerika-Gesellschaft der DDR. Sie weilen in der Hauptstadt der DDR, um u. a. Besprechungen mit dem Schach- und dem Fußball-Verband der DDR zur Intensivierung des Sportverkehrs mit Chile zu pflegen. „Walter Ader hatte die DDR- 1961/82, an die die „Berliner Zeitung“ ausführlich berichtete, mit großer Tatkraft in Chile unterstützt, Ihr guter Ruf „London (BZ). Um ihren Ruf als nicht zu gefähra kauften die Bewohner der britischen Küstengemeinde Teignmouth zwei Mitbürger frei, die wegen Schmuggels je 6 Monate Gefängnis oder ersatzweise 2784 Pfund Geldbuße bekommen hatten. Frank Evans und Gordon Hook war der Schmuggel von 74000 Zigaretten und 268 Flaschen Schnaps nachgewiesen worden. = In Teignmouth dachte man anders: f:hmuggel fördere den Touristenverkehr, also sei die Gemeinde den beiden so aktiven „Werbefachleuten“ Dank schuldig. Jahr stattfinden. Neuer Chefredakteur Moskau (ADN). Zum neuen Chefredakteur der „Iswestija“ ist W. I. Stepakow berufen worden. Das geht aus einer Meldung der „Iswestija“ hervor. Der britische Premierminister Harold Wilson ist Montag zum Führer der bour-Partei wiedergewählt worden, Unter Führung von Vladimir Koucky traf gestern eine Delegation der KPC, aus Prag kommend, in Paris ein. Sudans Staatspräsident Abboud löste Montag den Obersten Militärrat und den Ministerrat auf und übt vorläufig alle verfassungsmäßigen Machtbefugnisse selbst aus, Wissenschaftliche Zusammenarbeit beschlossen die Moskauer Lomonossow-Universität und die Universität von San Salvador (Lateinamerika). Auf dem Baugelände eines neuen britischen Atomkraftwerkes (Grafschaft Somerset) streiken 140 Arbeiter gegen die Mißachtung gewerkschaftlicher Rechte, Im Kampf gesen die Save-Flut Belgrad (ADN-Korr./BZ). Seit | setzt. Mehrere tausend Soldaten, Montag steht Zagreb, die Hauptstadt | Rettungstrupps der Feuerwehr und der Sozialistischen Republik Kroa- | Bevölkerung Stehen in ununtertien, im dramatischen Kampf gegen | brochenem Einsatz. Hunderte Mendie seit Jahrzehnten größte und verheerendste Überschwemmung. Von den 600000 Ei der Stadt mußten nach bisherigen Schätzungen etwa 70000 evakuiert werden, Mit Booten und Hubschraubern wurden die Menschen aus den Gefahrenzonen gebracht. Das Hochwasser forderte in der Nacht zum Dienstag drei Todesopfer. Eine Familie, die trotz Warnung ihre Wohnung nicht verschen mußten noch in der Nacht zum Seit Jahrzehnten größte Überschwemmung / 70 000 Zagreber evakuiert Dienstag von ihren Zufluchtstätten lassen hatte, wurde getötet, als ihr | auf den Häuserdächern befreit wer- Haus unter dem Druck der Fluten | den. Tausende Zagreber verloren in zusammenstürzte. ihr Hab Obwohl die Hauptgefahr vorüber | und Gut. sein dürfte, da ein weiteres An- In Belgrad, wo sich der Save steigen der Save-Fluten nicht er-| Spiegel bisher nur gering erhöht hat, folgte, wurden die Sicherungs- und | wird mit einem Wasseranstieg auf Ingsarı ten fieberhaft fortge-|etwa fünf Meter über normal gerechnet. Die Gefahr erhöht sich insofern, als die Donau ständig steigende Tendenz zeigt und mit einem Wasserstau an der Savemündung bei Belgrad gerechnet werden muß, Die Höhe der Schäden, die Zagreb als bed: Industriestadt in den letzten Tagen erlitten hat, ist noch nicht überschaubar. Es wird mit riesigen Verlusten gerechnet, In den überfluteten Südteilen der Stadt befinden sich die größten Zagreb und Ljubljana ist der Verkehr unterbrochen, da die Fluten zwei Kilometer Betonstraßen wegspülten. Wie Tanjug meldet, ist die in K 100 Kilometer südöstlich Zagrebs, und in Sisak, 60 Kilometer von der kroatischen Hauptstadt entfernt, immer noch kritisch. Die Bevölkerung dieser Gebiete wird evakuiert, 25”

English translation

=== [Page 1] === --- Relevant article (German, corrected transcription from OCR) --- IDFF ruft die Frauen der Welt Sofia (ADN-Korr./BZ). Die Vorsitzende des DFD, Ilse Thiele, ist von der Ratstagung der IDFF in Sofia, die Sonntag beendet wurde, zu einer der vier neuen Vizepräsidentinnen der IDFF gewählt worden. Wie aus einem gestern veröffentlichten Abschlußkommuniqué hervorgeht, wurden als weitere Vizepräsidentinnen Freda Brown (Australien), Vilma Espín (Kuba) und Umi Sardjono (Indonesien) bestätigt. Der Rat hat alle Frauen der Welt zu gemeinsamen Aktionen aufgefordert, um die Liquidierung der Kernwaffen, ein Verbot aller Kernwaffenversuche, die [Beseitigung] aller fremden Militärstützpunkte, den Abzug aller Truppen von fremden Territorien, die [Annullierung der Militärpakte] und [Verwirklichung der Abrüstung] durchzusetzen. --- English translation --- WIDF calls on the women of the world Sofia (ADN correspondent/BZ). The chair of the DFD, Ilse Thiele, has been elected one of the four new vice-presidents of the WIDF at the council session of the WIDF in Sofia, which ended on Sunday. As a final communiqué published yesterday shows, Freda Brown (Australia), Vilma Espín (Cuba) and Umi Sardjono (Indonesia) were confirmed as further vice-presidents. The council called on all women of the world to take joint action to achieve the liquidation of nuclear weapons, a ban on all nuclear tests, the elimination of all foreign military bases, the withdrawal of all troops from foreign territories, the annulment of military pacts and the realisation of disarmament.