Berliner Zeitung, 20 October 1965, S. 5: KP Indonesiens verboten
Licensed or copyrighted source: rights remain with the author or publisher. OCR transcription for scholarly research.
Cleaned OCR text (Fair (Tesseract OCR (deu), Oct 2026); proof-reading: whole text (Claude, Oct 2026)). Old Indonesian spelling has been converted to modern EYD. [Unreadable] marks text that could not be recovered. English translation below.
Text
Berliner Zeitung, Mittwoch, 20. Oktober 1965, Seite 5
KP Indonesiens verboten
Djakarta (ADN). Der Militärgouverneur von Djakarta, [Unreadable] Birahadikusumo, hat ein vorübergehendes Verbot der Tätigkeit der [Unreadable] Partei und der „mit ihr verbundenen Organisationen" für das Gebiet von Djakarta erlassen, meldet TASS. Der Beschluß erstreckt sich auf die Organisationen „Pemuda Rakjat" (Frauenorganisation), auf die Bauernfront, auf die Vereinigten Studentenverbände „Perhimi" und „Ippi", auf die Vereinigung der indonesischen Wissenschaftler und auf die Liga für Volkskultur.
Souveränität bedroht
Djakarta (ADN/BZ). Als eines der wichtigsten Probleme der Gegenwart hat Dienstag ein Vertreter der DRV in Djakarta die Beseitigung aller ausländischen Militärstützpunkte bezeichnet. Vor den Delegierten der internationalen Konferenz gegen [Unreadable] erklärte er, durch die Existenz der Militärbasen sei die Souveränität und Integrität anderer Länder bedroht.
[fragment from adjacent column:] Ein Museum, eine Stiftung und ein Appell an die Poeten
Die Geschichte, die ich hier nacherzählen will, besteht aus drei Kapiteln, und ein jedes von ihnen ist interessant und des Nachdenkens wert.
Puschkin und seine Zeit
Zu den beliebten Zielen der Moskauer und ihrer Gäste gehört das Puschkin-Museum. Ich meine nicht die berühmte Ausstellung der bildenden Kunst, die nur den Namen Puschkin trägt, die eine der schönsten Sammlungen niederländischer und französischer Meister besitzt und in der wir kürzlich eine Gastkollektion des Pariser Louvre sahen. Ich meine das viel kleinere Gebäude in der stillen Kropotkinstraße, das dem Leben und dem Werk des großen Klassikers der russischen Literatur gewidmet ist.
Es verfügt nicht nur über eine Riesenfülle schöner und lehrreicher Exponate, nicht nur über eine die Sinne wie den Verstand gleichermaßen erregende Atmosphäre der Geistigkeit — es verfügt auch über eine Entstehungsgeschichte ohne Beispiel.
Jahrzehntelang gab es in Moskau das Zentrale Puschkin-Museum, in dem alles gesammelt war, was mit dem Schaffen des Dichters in Beziehung stand: die Manuskripte seiner Gedichte, Dramen und Versromane, die Ausgaben seiner Werke von erster Hand, der ausgedehnte Briefwechsel, Möbel und wertvolle [Unreadable] aus seinem Besitz. Es gab wohl kaum ein Museum, das [Unreadable] irgendeinem der Großen der Weltkultur errichtet worden war — und die sowjetische Hauptstadt war zu Recht stolz darauf.
Es kam der Krieg, die Blockade Leningrads, die Zerstörung so vieler Kunstdenkmäler der Stadt an der Newa. Als die Waffen schwiegen und die ganze Größe der Verluste sichtbar wurde, die die faschistische Zerstörungswut verschuldet hatte, beschlossen die Moskauer, das Zentrale Puschkin-Museum in die Stadt Leningrad zu überführen — auf seine Art auch ein Beweis der Solidarität, des Lebenswillens und der Verteidigung der Humanität, welche letztlich die Barbarei und ihre Folgen besiegt.
Nichts ist unmöglich
Wie aber sollte nun Moskau den Künstler ehren, wie sollte den Moskauern sein Bild lebendig bleiben?
Ein neues Museum zu schaffen, lag auf der Hand. Räume wurden gefunden, [Unreadable] hervorragende Fachleute als Mitarbeiter gewonnen. Das Wichtigste aber fehlte: Exponate. Und es war klar, daß man Dokumente aus dem Leben Alexander Sergejewitschs einfach nicht mehr finden könnte. Man sollte teilen, rieten die Bequemen: Eine Hälfte an der Moskwa, die andere an der Newa, das würde dem Wissensdurst in beiden Städten gerecht.
Halbieren heißt auch verdoppeln. Das ist ganz und gar unmöglich, sagten die Fachleute und auch die Moskauer. Die einmalige Sammlung kann nicht auseinandergerissen werden. So werde das Doppelte weniger als eins.
Als Ergebnis dieser Diskussion blieben zwei Wege offen: Das in Moskau neu zu schaffende Museum müßte einer völlig neuen, grundsätzlich anderen [Unreadable] unterworfen werden — und es war nur durch die aktive Mitarbeit der Bevölkerung, durch die Opferbereitschaft der [Unreadable] zu schaffen.
Eine neue Idee
Die Grundidee war rasch entwickelt: Konnte schon nicht die persönliche Hinterlassenschaft Puschkins Grundstock des neuen Museums sein, dann sollte es eben die Zeit lebendig machen, in der der Dichter lebte, die gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Bedingungen, unter denen er seine Werke schuf, den Geist der Epoche, der seine Dichtung beflügelte und in ihr ein unsterbliches Denkmal schuf. Bücher, die damals erschienen — und die Puschkin las, Bilder, die damals gemalt wurden und Puschkins Zeitgenossen zeigten — Zeitungen, Dokumente, Archivmaterial aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, vom Dekabristenaufstand bis zur Aufhebung der Leibeigenschaft. Eine Bitte erging an die Bevölkerung — und wurde gehört: Museen des ganzen Landes (lokale Heimatmuseen in dem entferntesten Osten) trennten sich von vielen, oft ihren wertvollsten Stücken und sandten sie nach Moskau: Erstausgaben der Schriftenbände, in denen Puschkins [Unreadable]ichte veröffentlicht waren, Möbel und Hausrat der Puschkinzeit. Private Sammler gaben Dinge hin, die sie ein Leben lang gehegt hatten: der Chirurg Arendt schenkte die medizinischen Instrumente, mit denen sein Urgroßvater dem im Duell verwundeten Puschkin zu Hilfe eilte. Ein weiterer Arzt spendete eine [Unreadable] Puschkins, die in ihren Heimatländern erschienen sind. Ehemalige Frontaufklärer schickten Fotos aus Puschkins Heimatdorf, die sie in den Tagen der faschistischen Besetzung aufgenommen und durch die Frontlinien gebracht hatten.
Reicher Strom von Gaben
Aus diesem Riesenstrom von Gaben — einzelne Sammler stellten bis zu tausend Exemplare zur Verfügung — entstand die neue Sammlung. Man geht durch Zimmer, in denen Onegin gelebt haben könnte. Man sieht den kleinen Schreibtisch, an dem Tatjana ihren Brief geschrieben haben könnte, man erlebt die Welt vor 130 Jahren und versteht — wenn man dieses Museum gesehen hat — nicht nur Puschkins Dichtung besser. Man versteht auch, wie und warum sie heute noch lebendiger Besitz eines ganzen Volkes ist.
[Unreadable] Jahrzehntelang lehrte [Unreadable] Prof. [Rosanow] an der [Unreadable] [Literaturhistoriker] und [Unreadable]. Bücher bildeten den Inhalt seines Lebens. Sein Beruf zwang ihn, nicht allein besonders ausgewählte, sondern schlechtweg alle Werke der russischen Poesie zu lesen, durchzuarbeiten, in ihren mannigfaltigen Zusammenhängen zu analysieren. Seine Berufung führte ihn dazu, diese Werke zu sammeln, zu ordnen, zu pflegen. Von seinem 30. bis zu seinem 70. Lebensjahr trug er alle nur erreichbaren Ausgaben auf seinem Spezialgebiet — der russischen Lyrik — zusammen, und als er starb, hinterließ er die vollständigste Sammlung, die irgendwo in der Welt existiert: [Unreadable] im Wert von Millionen, Poesie in mehr als 8000 Bänden.
In seiner Wohnung in der Herzenstraße [trafen] sich Dichter, Literaturhistoriker, Bibliophile [Unreadable] und wußten, daß sie hier nicht nur ein sachkundiges Urteil hören, sondern auch die Quellen finden würden, die sonst nirgends anzutreffen waren.
Bücher, die keine Bibliothek der Welt besaß — bei Prof. Rosanow standen sie in Reih und Glied: die Krylowschen Fabeln von 1809 — der erste Gedichtband von Nekrassow, der später vom Dichter wieder aufgekauft und, wie man glaubte, bis aufs letzte Exemplar vernichtet wurde — die Gedichte Apollon Grigorjews, die in 50 Exemplaren erschienen und von denen ein einziges erhalten blieb — über 100 Bände mit den handschriftlichen Widmungen der Klassiker — Gedichtbände, in denen von der Hand der Autoren die Zeilen nachgeschrieben wurden, die die zaristische Zensur getilgt zu haben glaubte... Schon aus diesen wenigen Angaben vermag jeder Bücherfreund zu ermessen, von welch unschätzbarem Wert diese Sammlung für Rosanow war.
Bitte an die Lyriker
War? Als Prof. Rosanow starb, hätte seine Witwe (selbst eine Philologin von hohen Graden) die Sammlung verkaufen können — und Liebhaber der Literatur aus vielen Ländern bestürmten sie mit Angeboten. Die Summen, die genannt wurden, stiegen ins Astronomische. Sie verkaufte nichts. Sie schenkte die gesamte Sammlung bis auf das letzte [Unreadable] übergab sie [Unreadable] der Gesellschaft zum allgemeinen Besitz und [Unreadable].
So die Absicht des Kollektivs der Museumsleute, aus dem stillen Gebäude — unweit des Kreml — das Haus der russischen Dichtkunst zu machen. Einer der [Unreadable] sowjetischen Literaturhistoriker, Leninpreisträger Irakli Andronikow, hat über das, worüber ich eben berichtet habe — über das Museum wie über die Sammlung Rosanows — kürzlich in der „Iswestija" geschrieben. Andronikow, zugleich einer der aktivsten Literaturpropagandisten (übrigens auch [Unreadable]) in der Sowjetunion, [trägt] in seinem Artikel einen Vorschlag an. Er wandte sich an alle Literaten seines Landes, die Gedichte schreiben oder jemals schreiben werden oder Gedichte aus anderen Sprachen ins Russische übersetzen, ein Exemplar dem Puschkin-Museum zu senden, damit dort auf der Grundlage der Rosanowschen Sammlung die vollständigste, auch auf kommende Jahrzehnte hinaus lückenloseste [Unreadable] entstehe, eine Schatzkammer für alle, die Verse lieben, eine Fundgrube für alle, die wissenschaftlich arbeiten, eine Stätte der Erbauung und Belehrung und ganz einfach der Freude.
Ich bin sicher, daß dieser Appell gehört wird — in diesem Lande, in dem auch die Lyrik zum Leben gehörte wie die Arbeit und wie das [Unreadable] Brot.
[fragment from adjacent column:] UdSSR: Die Schiffskarawanen in der Arktis werden mit Beginn des Winters unpassierbar. Zur letzten Fahrt in diesem Jahr laufen die Schiffskarawanen aus. Hier ein sowjetischer Frachter auf dem Weg in seinen Heimathafen. Foto: ZB/TASS
[fragment from adjacent column:] AUSSENPOLITIK — RGW-Kommission beriet. Wissenschaftlich-technische Forschungen für die Jahre 1966 bis 1970 besprochen. Bukarest (ADN-Korr./BZ). Bei der IX. Sitzung der Ständigen RGW-Kommission in Bukarest wurde ein Entwurf über den „Bericht zur Koordinierung der bedeutendsten wissenschaftlichen und technischen Forschungen, die von gemeinsamem Interesse sind und von den RGW-Mitgliedsländern in den Jahren 1966 bis 1970 durchgeführt werden", angenommen. Der Entwurf soll dem Exekutivkomitee zur Prüfung vorgelegt werden. Auf der Kommissionstagung wurden Beschlüsse hinsichtlich der konkreten Zusammenarbeit zwischen den RGW-Mitgliedsländern und Jugoslawien auf dem Gebiet der Koordinierung der wissenschaftlichen und der Ausbildung wissenschaftlicher Kader sowie der technisch-wissenschaftlichen Information gefaßt. Die Kommission beschloß ihren Arbeitsplan für das Jahr 1966. An der Sitzung nahmen Delegierte aus den sieben Teilnehmerländern des RGW teil. Entsprechend der Vereinbarung zwischen dem RGW und der Regierung der SFRJ über [Unreadable] an den [Unreadable] der RGW-Organe beteiligte sich auch eine jugoslawische Delegation. Als Beobachter nahmen Vertreter der Demokratischen Republik Vietnam und der Koreanischen Volksdemokratischen Republik teil. Die Sitzung verlief in einer Atmosphäre des gegenseitigen Verständnisses, der Freundschaft und der brüderlichen Zusammenarbeit.
[fragment from adjacent column:] „E-Fall" wird geübt. Paris (ADN). Ein starkes Kontingent der [Unreadable] wird in der Zeit vom 3. bis 24. November in der Türkei an einem Manöver der sogenannten NATO-[Unreadable] teilnehmen. Das Manöver, das den Namen „Eastern [Unreadable]" trägt, ist Dienstag vom NATO-Oberbefehlshaber in Europa, General [Unreadable], [bekanntgegeben] worden. Die 1960 geschaffene und aus rund 5000 Mann Landtruppen von sechs NATO-Staaten [bestehende] Sondereinheit wird bei ihren Übungen für einen „denkbaren Ernstfall" (DPA) von taktischen Luftstreitkräften unterstützt.
[fragment from adjacent column:] Spannungen halten an. Santo Domingo (ADN/BZ). Im Hafenviertel von Santo Domingo ist es Montag zu Schießereien gekommen; die Spannungen hielten die ganze Nacht an. Der Anfang September unterzeichnete Kompromiß zwischen den reaktionären und den verfassungstreuen Kräften hat bisher keine echte Lösung der Probleme gebracht. Die patriotischen Kräfte der Dominikanischen Republik arbeiten gegenwärtig an der Schaffung einer vereinigten antiimperialistischen Front.
[fragment from adjacent column:] Aufstand niedergeschlagen. Bujumbura (ADN/BZ). Wenige Stunden nach dem nächtlichen Staatsstreich von etwa 40 Mitgliedern der Gendarmerie und der National-Armee Burundis konnten königstreue Einheiten der Armee den Aufstand niederschlagen. König [Unreadable] Mwambutsa IV., der [nach] Kongo geflohen war, ist [Unreadable] nach Bujumbura zurückgekehrt. [Unreadable]
[fragment from adjacent column:] Gefängnisse überfüllt. Kolonialistischer Vernichtungsfeldzug gegen Aden. New York (ADN). Die grausame Kolonialherrschaft in Aden und den anderen britischen Besitzungen im Süden der arabischen Halbinsel wird gegenwärtig vom Treuhandschaftsausschuß der 20. UNO-Vollversammlung [Unreadable]. Seit dem 25. September war in Aden die Verfassung außer Kraft gesetzt. [Unreadable] und Rat wurden aller Rechte beraubt. Der [Unreadable] Richard [Unreadable] übernahm die Alleinherrschaft. Der Vertreter der „Nationalen Befreiungsfront Südjemens", Kahtan Mohammed Shaabi, berichtete dem Ausschuß im Namen der [Unreadable] über die Lage in der britischen Kronkolonie [Unreadable] und den angrenzenden Protektoraten. Danach führen britische Truppen seit Tagen einen regelrechten Vernichtungsfeldzug gegen die Bevölkerung. Allein im Oktober wurden nach einem Generalstreik in Aden rund 1000 Personen verhaftet. Die Gefängnisse sind überfüllt, über das gesamte Territorium wurde der [Ausnahmezustand verhängt]. Kahtan Mohammed Shaabi forderte Freiheit und Unabhängigkeit für die Gebiete, Abzug der Kolonialtruppen, Auflösung der Militärstützpunkte, Aufhebung des Ausnahmezustandes, Amnestie für alle politischen Gefangenen und Beseitigung der [Unreadable] in den [Unreadable] arabischen Föderation.
[fragment from adjacent column:] Kommuniqué VAR—Frankreich. Paris (ADN). Die internationalen Beziehungen sollten auf dem Prinzip der Nichteinmischung beruhen und das Recht der Völker auf Selbstbestimmung anerkennen, heißt es in einem am Dienstag in Paris veröffentlichten gemeinsamen Kommuniqué über den Besuch des 1. VAR-Vizepräsidenten Marschall Abdel Hakim Amer in Frankreich. Der Besuch sei eine neue Etappe bei der Entwicklung der Beziehungen zwischen Frankreich und der VAR gewesen, wird darin festgestellt. Es wird angekündigt, daß weitere Verhandlungen zum Ausbau der Zusammenarbeit der Länder folgen werden.
[fragment from adjacent column:] Gespräche in Belgrad. Belgrad (ADN-Korr./BZ). Die gegenwärtig in Jugoslawien weilende Delegation der Nationalen Front unter Leitung von Präsident Prof. Dr. Erich Correns führte Dienstag in Belgrad ein Gespräch mit Vertretern des Bundesausschusses des Sozialistischen Bundes der Werktätigen Jugoslawiens. Während der Unterredung informierten die Gastgeber über die politisch-ideologische Arbeit des Bundes. Die Gäste aus der DDR berichteten über die Erfahrungen der Nationalen Front bei der Durchführung der jüngsten Wahlen zu den örtlichen Volksvertretungen in der DDR.
[fragment from adjacent column:] Accra (ADN/BZ). Die Ministerratstagung der Organisation für Afrikanische Einheit (OAU) hat einmütig einem [Entwurf] zugestimmt, der der Gipfelkonferenz [vorgelegt] werden soll und [Unreadable] Aufhebung der [Unreadable] Verfassung von 1961, [Unreadable] in Rhodesien, [Unreadable] auf gleichberechtigter Grundlage und Ausarbeitung einer neuen Verfassung unter Teilnahme aller rhodesischen Parteien.
[fragment from adjacent column:] Todd unter Hausarrest. Salisbury. Wenige Minuten vor seinem Abflug zu einem Großbritannienbesuch ist der ehemalige südrhodesische Premierminister Reginald Garfield Todd Montag an der Abreise gehindert und laut Befehl des rhodesischen Ministeriums für Justiz und innere Ordnung für ein Jahr auf seiner rund 300 Kilometer von Salisbury entfernten Farm unter Hausarrest gestellt worden. Reginald Garfield Todd, der von 1953 bis 1958 Premierminister war, [Unreadable] befürwortet die volle [Unreadable] der [Unreadable] Mehrheit in Rhodesien. Er unterstützte die Forderungen des von den Rassisten verschleppten Führers der Afrikanischen Volksunion von Simbabwe (ZAPU), Joshua M. Nkomo.
[fragment from adjacent column:] 500 000 ausgewandert. Rom (ADN/BZ). Rund 500 000 Einwohner Kalabriens sind in den vergangenen 15 Jahren aus [Unreadable] gezwungen worden, diese Provinz Italiens zu verlassen und sich im Ausland Arbeit zu suchen.
[fragment from adjacent column:] Wörtlich genommen. Paris (BZ). Fünf maskierte Gangster überfielen ein Pariser Filmstudio und raubten insgesamt 80.000 Mark. In dem Studio wird zur Zeit ein Film gedreht, der den verheißungsvollen Titel trägt: „Wie man eine Million Dollar klaut und dann für alle Zeiten glücklich lebt".
[fragment from adjacent column:] [Unreadable] macht (MLF) nachdrücklich betont. Der Sprecher des Außenministeriums erklärte laut DPA, die Regierung sei der Ansicht, „den NATO-Mitgliedern müsse eine Teilnahme ermöglicht werden". Zur Teilnahme an den Feierlichkeiten anläßlich des 100jährigen Bestehens des schwedischen Roten Kreuzes ist Dienstag eine DRK-Delegation der DDR nach Schweden abgereist. Der UPI-Korrespondent in Havanna, Wagner, ist des Landes verwiesen worden, weil er Verbindung mit konterrevolutionären Elementen hatte. Für [Unreadable] wurde in Swerdlowsk eine neue Bohranlage hergestellt, mit der man selbst in härtestes Gestein Bohrlöcher von 25 Meter Tiefe bohren kann. Während in Nordfinnland bereits der Winter eingezogen ist und in Lappland bis zu 20 cm Schnee gemeldet werden, stehen in Mittelfinnland noch etwa 10 Prozent des Getreides auf den Feldern. Die portugiesische Opposition hat gestern offiziell mitgeteilt, daß sie [Unreadable] ihre Kandidaten für die Parlamentswahl zurückziehen wird, da eine ordnungsgemäße Durchführung der Wahl auf demokratischer Grundlage nicht gewährleistet ist. Die [Unreadable] hat Montag „ihr Interesse" an einer multilateralen NATO-Atomstreitmacht (MLF) [Unreadable] [Unreadable] hat ein vorübergehendes [Unreadable] Vorschlag abgelehnt, eine Commonwealth-Mission über die Zukunft [Unreadable]
[fragment from adjacent column:] Vom gleichen Schlag. [Unreadable] Deutlicher als der [Unreadable], Sprachrohr der Schwerindustrie und Großfinanz, konnte man kaum sagen, wie sich das westdeutsche Konzernkapital und seine politische [Unreadable] in Bonn, die CDU/CSU, die Weltordnung vorstellen. [Unreadable] begrüßte das Blatt am Wochenende im Hinblick auf Rhodesien, daß hier „endlich eine weiße Führungsschicht entschlossen" sei, „nicht abzudanken und nicht vor der schwarzen Flut die Segel zu streichen, sich auch nicht von den Drohungen schwarzer Nachbarstaaten und den papierenen Resolutionen der UNO einschüchtern zu lassen". Und weiter: „Hat man denn in der Welt noch nicht genug schwarze [Unreadable]" In diesen Sätzen ist alles enthalten, was schon unter dem Kaiser und bei Hitler zum Brevier der deutschen Imperialisten gehörte: Kolonialismus, Rassenhetze, Verachtung demokratischer Einrichtungen und Faschismus. Was die westdeutschen Monopole in Rhodesien unterstützen, ist der beabsichtigte Versuch einer herrschenden weißen Minderheit, mit einem Staatsstreich die Ausbeuterherrschaft über die zwanzigfache Mehrheit der afrikanischen Bevölkerung des Landes aufrechtzuerhalten und einen „unabhängigen" Sklavenhalterstaat vom Typ Verwoerds in Südafrika zu errichten. Absichten und Vorgänge, die in der ganzen Welt Protest und Abscheu erregen, werden in Bonn lebhaft begrüßt. Warum, ist klar. Weil man selbst eine aggressive und neokolonialistische Politik verfolgt, fühlt man sich solidarisch mit Rassisten, Kolonialisten und Ausbeutern.
[fragment from adjacent column:] Smith droht erneut mit einseitiger Unabhängigkeit. Wilson-Vorschlag verworfen. Wie die „BZ" bereits in ihrer gestrigen Ausgabe kurz meldete, hat der Regierungschef Rhodesiens, Ian Smith, in einem Schreiben an Premierminister Harold Wilson dessen Vorschlag abgelehnt, eine Commonwealth-Mission über die Zukunft der Kolonie [Unreadable] zu entsenden [Unreadable]. In dem Schreiben, dessen Inhalt Smith auf einer Pressekonferenz in Salisbury bekanntgab, bezeichnet er den britischen Vorschlag als „nicht praktikabel". Die amerikanische Nachrichtenagentur UPI stellt dazu fest, daß mit dieser Entscheidung „der Weg für eine einseitige Unabhängigkeitserklärung Rhodesiens freigemacht" werde. Der Führer der rassistischen Weißenminderheit drohte im Verlauf der Pressekonferenz erneut mit einer entsprechenden Maßnahme seines Kabinetts in den nächsten Tagen. Wilson hatte die Bildung einer [Kommission] [Unreadable] und ihre Entsendung nach Rhodesien vorgeschlagen, nachdem britisch-rhodesische Verhandlungen in London über die Zukunft des Landes am 8. Oktober gescheitert waren.
English translation
=== [Page 1] ===
--- Relevant article (German, corrected transcription from OCR) ---
KP Indonesiens verboten
Djakarta (ADN). Der Militärgouverneur von Djakarta, [Unreadable] Birahadikusumo [Wirahadikusumah], hat ein vorübergehendes Verbot der Tätigkeit der Partei und der „mit ihr verbundenen Organisationen“ für das Gebiet von Djakarta erlassen, meldet TASS. Der Beschluß erstreckt sich auf die Organisationen „Pemuda Rakjat“ (Volksjugend) und „Gerwani“ (Frauenorganisation), auf die Bauernfront, auf die Vereinigte Studentenorganisation [Unreadable], auf die Studentenbünde „Perhimi“ und „Ippi“, auf die Vereinigung der indonesischen Wissenschaftler und auf die Liga für Volkskultur.
--- English translation ---
Communist Party of Indonesia banned
Djakarta (ADN). The military governor of Djakarta, [Unreadable] Birahadikusumo [Wirahadikusumah], has issued a temporary ban on the activity of the party and of the "organisations connected with it" for the Djakarta area, TASS reports. The decision extends to the organisations "Pemuda Rakjat" (People's Youth) and "Gerwani" (women's organisation), to the peasant front, to the united student organisation [Unreadable], to the student federations "Perhimi" and "Ippi", to the association of Indonesian scientists and to the League for People's Culture.