Neue Zeit, 27. November 1965, S. 4: Die Kraft liegt in der Einigkeit. Zwanzig Jahre Internationale Demokratische Frauenföderation
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Seite 4
Franz und das
Vögelchen Pieps
Dies ist die Geschichte von dem kleinen Jungen Franz, dem Vögelchen Pieps und dem Feutrwehrauto.
Franz war sechs Jahre alt. Er war ein lieber, fröhlicher Junge. Jeden Morgen, wenn er aufijewacht war, lief er zum Fenster, schaute hinaus und sagte: „Guten Tag, liebe Sonne.“ Die Sonne freute sich jedesmal darüber, nickte ihm zu, und ihre goldenen Strahlen streichelten zärtlich sein Gesicht.
Das Vögelchen, das im Vogelbauer wohnte und wunderschön singen konnte, war sein bester Freund. Nach dem Frühstück brachte er ihm neue Körner, spülte das Trinknäpfchen und das Badehäuschen aus aınd füllte beides mit frischem Wasser, und Pieps trillerte zum Dank so vergnügt, daß die Mutter es sogar in der Küche hören kon:
Eines Sonntags kam Tante Berta zu Besuch. Sie schenkte Franz ein großes, Junkelnagelneues Feuerwehrauto, mit
einer Leiter, die man richtig hochleiern konnte, und mit Gummischläuchen und mit einer kleinen Bimmel;
die kling-kling machte, wenn man mit dem Auto durch die Stube fuhr.
Ach, war das eine Freude! Das war
beinahe so schön wie Weihnachten oder Kindergeburtstag. Franz spielte den ganzen Nachmittag über nur mit dem Feuerwehrauto, er nahm es s0gar mit ins Bett, es stand am Fußende, und wenn er sich ausstreckte,
Eine Gute-Nacht-
Geschichte von ANNELIESE PROBST
konnte er es mit dem großen Zeh berühren. Auch am nächsten Tag spielte er immerzu mit dem Feuerwehrauto, sauste mit Gebimmel und mit Tatütata über den Flur, durch das Wohnzimmer, durch das Schlafzimmer, wickelte die Schläuche aus, wickelte sie wieder zusammen und sagte abends zur Mutter: „Tante Berta ist 3% liebste Tante, die es auf der Welt
Am Morgen, gleich nach dem Frühstück, spielte er wieder mit dem Feuerwehrauto. Er leierte die Leiter hoch, jetzt reichte sie bis zum Tisch, jeizt reichte sie bis zum Vogelbauer, — ja, aber was war denn das? Das Vögelchen Pieps hockte matt und traurig auf der Stange, rührite sich nicht, piepste nur leise und kläglich.
Da erschrak Franz, Gestern hatte er sich nicht um Pieps gekümmert und heute auch nicht, — und nun würde Pieps doch nicht etwa verhungern und verdursten? Schnell holte er Körner und frisches Wasser und flüsterte: „Bitte sei mir nicht böse, Pieps, ich will dich bestimmt nie wieder vergessen.“
Er schaute zu,.wie das Vögelchen die Körner pickte und das Wasser trank. Er hatte das Vögelchen sehr lieb, aber das. Feuerwehrauto hatte er auch lieb. Er ließ das Glöckchen bimmeln und sagte: „Du mußt mitsingen, Pieps, dann macht es erst richtigen Spaß.“
Das Vögelchen flog auf die oberste Stange im Vogelbauer und trillerte, so laut es konnte. Da lachte Franz, sauste mit dem Feuerwehrauto um Sr Tisch herum und war sehr glück-
KINDER UND STERNE.
FÜR DIE FRAU
Die Kraft liegt in der Einigkeit
Zwanzig Jahre Internationale Demokratische Frauenföderation
Maria
Hiszpanska-Neumann
„Wir schwören feierlich, die politischen, wirtschaftlichen, zivilen und sozialen Rechte der Frauen zu verteidigen;
für die Schaffung solcher Bedingungen zu kämpfen, die für die harmonische und glückliche Entwicklung unserer Kinder und der kommenden Generation unerläßlich sind;
unermüdlich dafür zu kämpfen, daß der Faschismus, in welcher Form er auch auftreten möge, vernichtet wird und in allen Ländern der Welt eine wahrhaft demokratische Ordnung geschaffen wird;
unermüdlich zu kämpfen, um der Welt einen dauerhaften Frieden zu sichern, der die einzige Garantie für das Glück unserer Heimat und für das glückliche Leben unserer Kinder ist.“
Diese Worte hallten vor zwanzig Jahren im Palais de la Mutualite in Paris, auf dem Gründungskongreß der Internationalen Demokratischen Frauenföderation. Aus 42 Ländern waren 850 Frauen delegiert worden.
Zum erstenmal in der Geschichte vereinten sich Frauen verschiedener Nationen, Hautfarben, Glaubensbekenntnisse und Weltanschauungen, verschiedener Klassen und
schloß sich die IDFF 1948 dem Antrag der Sowjetunion vor der UNO in Paris über das unverzügliche Verbot der Atomwaffen an. li Millionen Frauen aus allen Erdteilen gaben ihre Unterschriften, darunter fünf Millionen Frauen der DDR und 360 000 Frauen aus Westdeutschland — ein wichtiger Auftakt für die Vorbereitung des Stockholmer Appells.
Den Kampf der westdeutschen Frauen gegen atomare Aufrüstung und Notstandspolitik hat die IDFF jederzeit aktiv unterstützt. Ebenso organisierte sie Protestaktionen gegen die bewaffneten Aggressionen der Imperialisten in Vietnam, Indonesien, Malaya, Korea, sie half den friedliebenden Frauen der VAR während der Suez-Krise sowie den Frauen des algerischen Volkes.
Sonnabend, 27. November 1965
tionen den Kindern. Auf der Ratstagung 1949 in Moskau beschloß die Föderation, große Kampagnen durchzuführen, damit die einzelnen Länder mehr Mittel für das Unterrichtswesen zur Verfügung stellen, ebenso für Freizeitgestaltung und ärztliche Betreuung. Aus diesem Grunde rief sie den Internationalen Kindertag ins Leben. 1952 fand auf Initiative der IDFF eine internationale Konferenz zum Schutze des Kindes in Wien statt. Im Zeichen der Rettung aller Kinder vor dem Atomkrieg stand der „Weltkongreß der Mütter“ 1955 in I.ausanne. Und die Ratstagung der IDFF 1965 in Salzburg beschloß, 1966 eine internationale Kinderkonferenz einzuberufen.
Seit Beginn seiner Mitgliedschaft unterstützt der DFD in jeder Weise
„Es ist erforderlich, eine breite und mächtige internationale Solidaritätsbewegung für den Kampf des vietnamesischen Volkes zu entfalten, um dem Angriffskrieg der Vereinigten Staaten ein Ende zu setzen, damit”
die Trauer und das namenlose Leid der vietnamesischen Mütter und Frauen ein Ende findet und den Müttern und Frauen in den Vereinigten Staaten und den anderen Ländern, die in diesen schmutzigen Krieg hineingezogen wurden, weiteres Leid und Angst erspart bleiben.“
Aus der Resolution der diesjährigen Ratstagung der IDFF in Salzburg.
Ueberzeugungen in einer großen internationalen Frauenorganisation.
Sie vertraten die Ansicht, daß „die Frauen am gesamten Geschehen ihrer Völker nicht nur Anteil nehmen sollen, sondern mitbestimmen wollen und müssen“. 80 Millionen Frauen schlossen sich bereits 1945 der Föderation an, heute ist die Zahl auf 200 Millionen angewachsen. Die Präsidentin der IDFF ist vom Tag der Gründung an Eug£nie Cotton.
In der Ueberzeugung, daß es nicht möglich ist, einen dauerhaften Frieden ohne die Beteiligung des deutschen Volkes zu sichern, entsandte die IDFF im Jahre 1947 eine Kommission nach Deutschland, die Kontakt mit dem Demokratischen Frauenbund Deutschlands aufnahm, der einige Monate später Mitglied der Föderation wurde, v
In den zwanzig Jahren ihres Bestehens hat die IDFF unermüdlich dafür gewirkt, die Freundschaft und Solidarität zwischen den Frauen aller Länder und Kontinente zu entwikkeln, sie zu gemeinsamen machtvollen Akti gegen Krieg und Kriegsvorbereitung, für die Verteidigung des Weltfriedens zu führen. Durch eine große Unterschriftensammlung
Konsequent verteidigt die IDFF die Rechte der Frau als Werktätige, Mutter und Bürgerin. Sie bereitete die von der UNO deklarierten Menschenrechte und Rechte der Frau mit vor und tritt jedem Versuch der Verletzung dieser Rechte entgegen. Das Hauptanliegen des Kongresses in Zudapest 1948 war die Verteidigung
der Rechte der Frauen. Der Weltkongreß der Frauen in Kopenhagen im Jahre 1953 verfaßte eine Deklaration über die Rechte der Frauen. Der 4.Kongreß der IDFF 1958 in Wien stand unter der Losung „Die Rolle und Verantwortung der Frau in der TORE Welt“. Der Weltkongreß
der Frauen in Moskau 1963, der
überstrahlt war von der Anwesenheit Walentina Tereschkowas, der ersten Kosmonautin der Welt, spiegelte die großartige Entwicklung der Frauen wider: die Ergebnisse ihres Kampfes, die neue gesellschaftliche Stellung der Frauen in den vom Kolonialismus befreiten Ländern und die Stärke ihrer Organisation.
Große Fürsorge und Aufmerksamkeit widmen die IDFF und die ihr
Ey en
Unweihnachtliche Gedanken zur Vorweihnachtszeit
Statt Aufwand ein lieber Brief und ein wenig Besinnung im Advent
Wie schnell ein Jahr vergeht! Da ist sie, die Vorweihnachtszeit, in der wir uns auf das hohe Fest rüsten.
Nun wäre es wieder einmal soweit, von froher Erwartung, von besinnlicher Stille beim Schein der Adventskerzen zu en, nach Beispielen zu suchen, wo der Mensch in dieser Zeit zu sich selbst zurückfindet, Einkehr bei sich hält; man könnte von der großen Vorweihnachtsfreude schreiben, die alle erfüllt, ganz besonders die Kinder.
Aber von all diesen Dingen will ich nicht reden, sondern von etwas, das uns allen heimliche Not bereitet.
Es ist nämlich gar nicht so, daß die Vorweihnachtszeit die stille, besinn-
Haar in Richtung Kinnspitze
„Quintett“ heißt die charmante Empfehlung der Modekommission unserer Friseure in der DDR für die Wintersaison 1965/66. Diese moderne und tragbare Frisur zeigt sich in vielen Variationen. Sie ist jugendlich, sehr haltbar und läßt sich vor allem leicht kämmen. Fünf Punkte, die richtungweisend bei der Formgebung ac gaben der neuen Frisur den
jamen.
“ Eine breite oder schmalere Strähne der Stirnpartie wird dem Typ entsprechend glatt oder sehr leicht gewellt frisiert und schwungvoll von der Stirn zur rechten Seite geführt.
2. Der Oberkopf wird durch nicht zu starkes Toupieren etwas erhöht.
Vom Hinterkopf aus wird das Haar in Richtung Kinnspitze und Nase bauschig locker Bee so daß das Oberkopfhaar in leicht nach vorn strebender Richtung fällt.
3. Die nach der Kinnspitze strebende große rechte Seite läßt die Frisur asymmetrisch erscheinen.
4. Durch den kurzen Scheitel ergibt sich links die kleine Seite.
5. Genau in der Mitte des Hinterkopfes wird nach beiden Seiten und auch nach unten in Richtung Nackenpartie eine unmerkliche Trennung geschaffen, so daß sich an der Frisur am Hinterkopf ein Dreieck abzeichnet. Im Nacken geben weiche Wellen
‚einen guten Abschluß. Das Nackenhaar kann kürzer als das Seitenhaar
sein.
„Quintett“ ist eine halblange Bürstenfrisur. Der Haarschnitt ist immer wieder das Wichtigste bei der Frisurgestaltung. Grundbedingung ist der sogenannte Doppelhaarschnitt in Verbindung mit einer leichten Kaltwelle.
Durch den Haarschnitt wird das Haar
in die gewünschte Fallrichtung gelenkt. Ein schöner natürlicher Sitz ist die Folge.
Für „Quintett“ werden dezent leuchtende, warme Gold-Kupfer- Braun-Töne empfohlen, die bei mittleren bis dunkleren Naturhaarfarben durch Lichteffekte zusätzlich belebt werden können. ilo
liche Zeit ist, da ist schrecklich viel Betriebsamkeit, soviel Betriebsamkeit, daß sie unsere Kräfte überfordert. Wir hetzen von Geschäft zu Geschäft, kaufen ein, packen bis in die Nacht hinein unzählige Päckchen, packen etwa ebensoviel empfangene
weihnachtlichen Wunsch: Wenn ich mich jetzt ins Bett legen könnte, wäre das himmlisch! Aber nun mußt du feiern, darfst dir deine Müdigkeit nicht einmal anmerken lassen; denn das Fest beginnt doch erst. Wem ist das nicht schon einmal so ergangen?
eine halbe Stunde täglich hinzusetzen und Weihnachtslieder zu singen?
Und wenn die Kinder etwas basteln
wollten und den Vater um Rat fragten, hat er meist ungeduldig mit dem Kopf geschüttelt und gesagt:
hast du fünf Mark, kauf’ Mutter lie-
Päckchen und Pakete aus, die Gaben in Schubladen, sortieren Weihnachtspapiere, Packpapiere, Bindfäden, Kartons, backen Stollen und Plätzchen, Da sind Advents- und Weihnachtsfeiern auszurichten: im Betrieb, in den Organisationen, in der Kirche und natürlich bei uns selbst zu Hause. Ein umfangreicher Speisezettel ist aufzustellen. Was nimmt man dieses Jahr bloß? Geflügel oder Wild? Oder beides? Karpfen wäre auch ganz gut! Da sind Vor- und Nachtische, bunte Teller herzurichten.
Am 24. Dezember sind die Kinder vor freudiger Ungeduld schrecklich unnütz und zerren an den wenig heilen Nerven, die dir verblieben sind.
Wenn der Heilige Abend herankommt und du am Baum die Kerzen anzündest, noch einmal rasch in die Küche läufst, um zu sehen, ob die Kartoffeln kochen, der Karpfen im Wurzelbad zieht, das Kaffeewasser bereit ist, hast du einen recht un-
Wer erkannt hat, daß die Idee der Liebe der geistige Lichtstrahl ist, der aus der Unendlichkeit zu uns gelangt, der hört auf, von der Religion zu verlangen, daß sie ihm ein vollständiges Wissen von dem Uebersinnlichen biete.
Albert Schweitzer
ber etwas G “ Du hast wohl Zeit finden müssen, Päckchen zu
packen, aber für einen guten Brief reichte sie nicht. Und das Geschenksoll ist meist so hoch geschraubt, daß
es unsere Kassenverhältnisse überschreitet. „Ich kaufe schon im Sommer Weihna: ıchtsgeschenke ein“, meinte einer meiner Freunde. Du liebe Zeit, da habe ich gerade Somfür die Kinder kaufen
Nicht nur einmal, sondern schon die ganzen letzten Jahre?
Immer häufiger höre ich Menschen sagen: „Das ist alles viel zu aufwendig geworden. Wie kann man das bloß aufhalten? Das hat doch alles mit Weihnachten gar nichts mehr zu tun.“
Nein, ganz wohl ist uns bei alledem nicht. In dieser Vorweihnachtszeit, die eine Zeit der Ein- und Umkehr sein sollte, haben wir da Zeit gefunden, uns mit unseren Kindern
müssen, die hatten so große Füße bekommen, daß die im Mai gekauften sich beim besten Willen nicht mehr tragen ließen. Und dann war meine
Tochter aus allem herausgewachsen, Was ist das Mädchen in die Höhe geschossen! Sie hatte buchstäblich nichts anzuziehen. Und dann mußte ich für den Urlaub sparen. Ging dir das nicht ähnlich?
Ja, wie ist diese Lawine zum Halten zu bringen? Ich habe einen radikalen Entschluß gefaßt: Ich höre dieses Jahr auf damit, mit dem Zuviel an Arbeit, mit dem Zuviel an Geschenken. Bereitet tatsächlich nur das Aufwendige Freude? Meine Freunde werden von mir einen guten Brief bekommen, vielleicht fertige ich einen an und klebe ihn auf eine Briefkarte als Symbol dafür, daß ich des andern in Liebe gedenke. Dann will ich den Kindern Zeit schenken, sie haben das nötig, und auch die anderen Menschen, denen ich begegne, sollen wissen, daß ich Zeit für sie haben werde;
ich will mich bemühen, dieses Jahr nicht aus lauter vorweihnachtlicher Betriebsamkeit das Menschliche zu vernachlässigen.
Viele werden das verstehen, und die es nicht tun, müssen weiter die stille Zeit der Ein- und Umkehr zu einer Blütezeit äußerlicher Geschäftigkeit machen, aber ich meine, das alles hat mit dem Sinn des Weihnachtsfestes wirklich nicht viel zu tun, auch von der bewußt produzierten Innerlichkeit halte ich nicht viel.
Und so will ich radikal sein, Ich glaube, viele sind an dem Punkt angelangt, an dem ich mich befinde.
Und ihr anderen seid mir nicht böse wegen meiner Offenheit. Vielleicht erscheint euch meine Betrachtung zur Vorweihnachtseit recht unweihnachtlich. Aber ich mußte das endlich einmal schreiben,
Vikarin Traute Arnold
„Hier
die Arbeit der IDFF, Seit Jahren hat der DFD einen Platz im Büro der- IDFF, und im vergangenen Jahr wurde die Vorsitzende des DFD, Ilse Thiele, zur Vizepräsidentin der IDFF gewählt — das ist Anerkennung der Arbeit und der Erfolge unserer Frauen in der DDR. Mit einem umfangreichen Delegationsaustausch festigt und erweitert der DFD die von der IDFF angestrebten Verbindungen zwischen den Frauenorganisationen in allen Erdteilen. Auch das Frauenprogramm während der jährlich stattfindenden Ostseewoche liegt im Sinne der Föderation, denn sie führt‘ Frauen der Ostseeländer, Norwegens und Islands zusammen und vereint sie im gemeinsamen Kampf um die Sicherung des Friedens.
Besonderen Anteil an der Arbeit der IDFF leisten der DFD und die Frauen der DDR zugunsten der internationalen Solidarität. Es gibt viele Beweise moralischer und materieller Unterstützung. „Unsere Kraft liegt in unserer Einigkeit“, heißt es in dem Appell des Weltkongresses der
Frauen 1963 in Moskau, „die es uns it hat, die Schreküte"Was‘ uhs“eint, ist mächtig‘ Es im die Liebe zu unsern Kindern, die Freundschaft und die Solidarität zwischen den Frauen und zwischen den Völkern der ganzen Welt; es ist unser Streben nach Frieden, Gerechtigkeit, Fortschritt und Glück für die ganze Menschheit.* elt
Pfefferkuchen-Bäckerei
Die Zeit der Weihnachtsbäckerei ist wieder angebrochen, und wie schon in den vergangenen Jahren wollen
OR. EN sur
wir Ihnen, liebe Leserin, auch diesmal wieder aus dem weihnachtlichen Rezeptschatz einige Tips geben.
Braune Kuchen
250-300 g Sirup, 250 g Zucker, 150 bis 200 g Margarine, 750 g Mehl, 5 g Hirschhornsalz, 5 g Pottasche, 1 Päckchen Pfefferkuchengewürz, % Tasse Wasser, Zuckerstreusel oder Zuckerguß zum Verzieren.
Sirup, Zucker und Fett werden erhitzt, bis sich der Zucker gelöst hat.
Danach läßt man die Masse erkalten und gibt sie anschließend in eine Schüssel, in die das Mehl mit dem Pfefferkuchengewürz gesiebt wurde.
Pottasche und Hirschhornsalz werden in dem lauwarmen Wasser gelöst und mit der Sirupmasse und dem Mehl zu einem festen Teig verarbeitet. Diesen läßt man eine Stunde ruhen, ehe er sehr dünn ausgerollt wird. Nun werden Formen ausgestochen und auf einem gefetteten, bemehlten Blech bei mittlerer Hitze gebacken.
Sirupkuchen
500 g Sirup, 100 g Zucker, 100 g Margarine, 625 g Mehl, 1 Päckchen Backpulver, 1 Teelöffel Natron, 1 Tasse Milch, Mandeln zur Verzierung.
Fett, Zucker und Sirup aufkochen und abkühlen lassen. Backpulver und Natron werden unter das Mehl gesiebt und anschließend mit der Sirupmas:> und der Milch zu einem Teig verrührt. Der Sirupteig wird auf ein gefettetes Backblech aufgestrichen, Mit den halbierten Mandeln legt man beliebige Muster auf den Teig, der anschließend etwa 20 Minuten bei mittlerer Hitze gebacken wird. Der Sirupkuchen wird noch heiß in gleichmäßige Stücke geschnitten.
Viel Spaß beim Backen und gutes Gelingen wünscht
Ihre Diätassistentin Monika
Teltkrieges zu ver
English translation
=== [Page 1] ===
--- Relevant article (German, corrected transcription from OCR) ---
Die Kraft liegt in der Einigkeit
Zwanzig Jahre Internationale Demokratische Frauenföderation
[Maria Hiszpańska-Neumann]
„Wir schwören feierlich, die politischen, wirtschaftlichen, zivilen und sozialen Rechte der Frauen zu verteidigen; für die Schaffung solcher Bedingungen zu kämpfen, die für die harmonische und glückliche Entwicklung unserer Kinder und der kommenden Generation unerläßlich sind; unermüdlich dafür zu kämpfen, daß der Faschismus, in welcher Form er auch auftreten möge, vernichtet wird und in allen Ländern der Welt eine wahrhaft demokratische Ordnung geschaffen wird; unermüdlich zu kämpfen, um der Welt einen dauerhaften Frieden zu sichern, der die einzige Garantie für das Glück unserer Heimat und für das glückliche Leben unserer Kinder ist."
Diese Worte hallten vor zwanzig Jahren im Palais de la Mutualité in Paris, auf dem Gründungskongreß der Internationalen Demokratischen Frauenföderation. Aus 42 Ländern waren 850 Frauen delegiert worden. Zum erstenmal in der Geschichte vereinten sich Frauen verschiedener Nationen, Hautfarben, Glaubensbekenntnisse und Weltanschauungen, verschiedener Klassen und Überzeugungen in einer großen internationalen Frauenorganisation. Sie vertraten die Ansicht, daß „die Frauen am gesamten Geschehen ihrer Völker nicht nur Anteil nehmen sollen, sondern mitbestimmen wollen und müssen". 80 Millionen Frauen schlossen sich bereits 1945 der Föderation an, heute ist die Zahl auf 200 Millionen angewachsen. Die Präsidentin der IDFF ist vom Tag der Gründung an Eugénie Cotton.
In der Überzeugung, daß es nicht möglich ist, einen dauerhaften Frieden ohne die Beteiligung des deutschen Volkes zu sichern, entsandte die IDFF im Jahre 1947 eine Kommission nach Deutschland, die Kontakt mit dem Demokratischen Frauenbund Deutschlands aufnahm, der einige Monate später Mitglied der Föderation wurde.
In den zwanzig Jahren ihres Bestehens hat die IDFF unermüdlich dafür gewirkt, die Freundschaft und Solidarität zwischen den Frauen aller Länder und Kontinente zu entwickeln, sie zu gemeinsamen machtvollen Aktionen gegen Krieg und Kriegsvorbereitung, für die Verteidigung des Weltfriedens zu führen. Durch eine große Unterschriftensammlung schloß sich die IDFF 1948 dem Antrag der Sowjetunion vor der UNO in Paris über das unverzügliche Verbot der Atomwaffen an. 11 Millionen Frauen aus allen Erdteilen gaben ihre Unterschriften, darunter fünf Millionen Frauen der DDR und 360 000 Frauen aus Westdeutschland – ein wichtiger Auftakt für die Vorbereitung des Stockholmer Appells. Den Kampf der westdeutschen Frauen gegen atomare Aufrüstung und Notstandspolitik hat die IDFF jederzeit aktiv unterstützt. Ebenso organisierte sie Protestaktionen gegen die bewaffneten Aggressionen der Imperialisten in Vietnam, Indonesien, Malaya, Korea, sie half den friedliebenden Frauen der VAR während der Suez-Krise sowie den Frauen des algerischen Volkes.
Konsequent verteidigt die IDFF die Rechte der Frau als Werktätige, Mutter und Bürgerin. Sie bereitete die von der UNO deklarierten Menschenrechte und Rechte der Frau mit vor und tritt jedem Versuch der Verletzung dieser Rechte entgegen. Das Hauptanliegen des Kongresses in Budapest 1948 war die Verteidigung der Rechte der Frauen. Der Weltkongreß der Frauen in Kopenhagen im Jahre 1953 verfaßte eine Deklaration über die Rechte der Frauen. Der 4. Kongreß der IDFF 1958 in Wien stand unter der Losung „Die Rolle und Verantwortung der Frau in der [Unreadable] Welt". Der Weltkongreß der Frauen in Moskau 1963, der überstrahlt war von der Anwesenheit Walentina Tereschkowas, der ersten Kosmonautin der Welt, spiegelte die großartige Entwicklung der Frauen wider: die Ergebnisse ihres Kampfes, die neue gesellschaftliche Stellung der Frauen in den vom Kolonialismus befreiten Ländern und die Stärke ihrer Organisation.
Große Fürsorge und Aufmerksamkeit widmen die IDFF und die ihr [angeschlossenen Organisa-]tionen den Kindern. Auf der Ratstagung 1949 in Moskau beschloß die Föderation, große Kampagnen durchzuführen, damit die einzelnen Länder mehr Mittel für das Unterrichtswesen zur Verfügung stellen, ebenso für Freizeitgestaltung und ärztliche Betreuung. Aus diesem Grunde rief sie den Internationalen Kindertag ins Leben. 1952 fand auf Initiative der IDFF eine internationale Konferenz zum Schutze des Kindes in Wien statt. Im Zeichen der Rettung aller Kinder vor dem Atomkrieg stand der „Weltkongreß der Mütter" 1955 in Lausanne. Und die Ratstagung der IDFF 1965 in Salzburg beschloß, 1966 eine internationale Kinderkonferenz einzuberufen.
Seit Beginn seiner Mitgliedschaft unterstützt der DFD in jeder Weise die Arbeit der IDFF. Seit Jahren hat der DFD einen Platz im Büro der IDFF, und im vergangenen Jahr wurde die Vorsitzende des DFD, Ilse Thiele, zur Vizepräsidentin der IDFF gewählt – das ist Anerkennung der Arbeit und der Erfolge unserer Frauen in der DDR. Mit einem umfangreichen Delegationsaustausch festigt und erweitert der DFD die von der IDFF angestrebten Verbindungen zwischen den Frauenorganisationen in allen Erdteilen. Auch das Frauenprogramm während der jährlich stattfindenden Ostseewoche liegt im Sinne der Föderation, denn sie führt Frauen der Ostseeländer, Norwegens und Islands zusammen und vereint sie im gemeinsamen Kampf um die Sicherung des Friedens.
Besonderen Anteil an der Arbeit der IDFF leisten der DFD und die Frauen der DDR zugunsten der internationalen Solidarität. Es gibt viele Beweise moralischer und materieller Unterstützung. „Unsere Kraft liegt in unserer Einigkeit", heißt es in dem Appell des Weltkongresses der Frauen 1963 in Moskau, „die es uns [Unreadable] hat, die Schrek[ken] [Unreadable]. Was uns eint, ist mächtig. Es [ist] die Liebe zu unsern Kindern, die Freundschaft und die Solidarität zwischen den Frauen und zwischen den Völkern der ganzen Welt; es ist unser Streben nach Frieden, Gerechtigkeit, Fortschritt und Glück für die ganze Menschheit."
[Kasten:] „Es ist erforderlich, eine breite und mächtige internationale Solidaritätsbewegung für den Kampf des vietnamesischen Volkes zu entfalten, um dem Angriffskrieg der Vereinigten Staaten ein Ende zu setzen, damit die Trauer und das namenlose Leid der vietnamesischen Mütter und Frauen ein Ende findet und den Müttern und Frauen in den Vereinigten Staaten und den anderen Ländern, die in diesen schmutzigen Krieg hineingezogen wurden, weiteres Leid und Angst erspart bleiben." – Aus der Resolution der diesjährigen Ratstagung der IDFF in Salzburg.
--- English translation ---
The strength lies in unity
Twenty years of the Women's International Democratic Federation
[Maria Hiszpańska-Neumann]
'We solemnly swear to defend the political, economic, civil and social rights of women; to fight for the creation of those conditions that are indispensable for the harmonious and happy development of our children and of the coming generation; to fight tirelessly so that fascism, in whatever form it may appear, is destroyed and a truly democratic order is created in all countries of the world; to fight tirelessly to secure for the world a lasting peace, which is the only guarantee for the happiness of our homeland and for the happy life of our children.'
These words resounded twenty years ago in the Palais de la Mutualité in Paris at the founding congress of the Women's International Democratic Federation. 850 women had been delegated from 42 countries. For the first time in history women of different nations, skin colours, creeds and worldviews, of different classes and convictions united in one great international women's organisation. They held the view that 'women should not only share in the whole life of their peoples but want to and must have a say'. 80 million women joined the Federation as early as 1945; today the number has grown to 200 million. The president of the WIDF has been Eugénie Cotton since the day of its founding.
Convinced that it is impossible to secure a lasting peace without the participation of the German people, the WIDF in 1947 sent a commission to Germany, which made contact with the Democratic Women's League of Germany, which became a member of the Federation a few months later.
In its twenty years of existence the WIDF has worked tirelessly to develop friendship and solidarity between the women of all countries and continents and to lead them to joint powerful actions against war and war preparation, for the defence of world peace. Through a large signature collection the WIDF in 1948 joined the Soviet Union's motion at the UN in Paris for the immediate ban on atomic weapons. 11 million women from all continents gave their signatures, including five million women of the GDR and 360,000 women from West Germany – an important prelude to the preparation of the Stockholm Appeal. The WIDF has at all times actively supported the struggle of West German women against nuclear armament and emergency legislation. It likewise organised protest actions against the armed aggressions of the imperialists in Vietnam, Indonesia, Malaya, Korea; it helped the peace-loving women of the UAR during the Suez crisis as well as the women of the Algerian people.
The WIDF consistently defends the rights of women as workers, mothers and citizens. It helped prepare the human rights and women's rights declared by the UN and opposes every attempt to violate these rights. The main concern of the congress in Budapest in 1948 was the defence of women's rights. The World Congress of Women in Copenhagen in 1953 drew up a declaration on the rights of women. The 4th WIDF Congress in Vienna in 1958 stood under the slogan 'The role and responsibility of women in the [unreadable] world'. The World Congress of Women in Moscow in 1963, outshone by the presence of Valentina Tereshkova, the world's first woman cosmonaut, reflected the magnificent development of women: the results of their struggle, the new social position of women in the countries liberated from colonialism and the strength of their organisation.
The WIDF and its affiliated organisations devote great care and attention to children. At the council session in Moscow in 1949 the Federation decided to conduct large campaigns so that the individual countries provide more funds for education, likewise for leisure activities and medical care. For this reason it created International Children's Day. In 1952 an international conference for the protection of children took place in Vienna on the WIDF's initiative. The 'World Congress of Mothers' in Lausanne in 1955 stood under the sign of saving all children from nuclear war. And the WIDF council session of 1965 in Salzburg decided to convene an international children's conference in 1966.
Since the beginning of its membership the DFD has supported the work of the WIDF in every way. For years the DFD has had a seat in the WIDF bureau, and last year the DFD chair, Ilse Thiele, was elected a vice-president of the WIDF – this is recognition of the work and successes of our women in the GDR. Through an extensive exchange of delegations the DFD consolidates and expands the links between women's organisations on all continents sought by the WIDF. The women's programme during the annual Baltic Week is also in keeping with the Federation's aims, for it brings together women of the Baltic countries, Norway and Iceland and unites them in the common struggle to secure peace.
The DFD and the women of the GDR make a special contribution to the WIDF's work in the interest of international solidarity. There is much evidence of moral and material support. 'Our strength lies in our unity,' says the appeal of the 1963 World Congress of Women in Moscow, 'which [unreadable] us, the terrors [unreadable]. What unites us is powerful. It [is] love for our children, friendship and solidarity between women and between the peoples of the whole world; it is our striving for peace, justice, progress and happiness for all humanity.'
[Box:] 'It is necessary to develop a broad and powerful international solidarity movement for the struggle of the Vietnamese people, to put an end to the war of aggression of the United States, so that the grief and nameless suffering of Vietnamese mothers and women come to an end and further suffering and fear are spared the mothers and women in the United States and the other countries drawn into this dirty war.' – From the resolution of this year's WIDF council session in Salzburg.