Neues Deutschland, 1. Februar 1975, S. 15: Paris war das Reiseziel für Delegierte aus aller Welt
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Text
Di« Delegationen der UdSSR, der Vereinigten Staaten von Nordamerika und GroBbritanniens am Verhandlungstisch während der Konfereru von Jalta auf der Krim
Im Februar 1945 faßte die Konferenz der Alliierten in Jalta auf der Krim entscheidende Beschlüsse
Als die am 4. Februar eröffnete Kon ferenz am 11. jenes Monats beendet wurde, veröffentlichten die Nachrichten agenturen der UdSSR, der USA und Großbritanniens übereinstimmend einen „Bericht über die Krimkonferenz". Dietser Bericht enthält den bedeutsamen rSatz: „Ei ist nicht unsere Absicht, das deutsche Volk zu vernichten, aber nur dann, wenn der Nationalsozialismus und Militarismus ausgerottet sind, wird für die Deutschen Hoffnung auf ein würdi ges Leben und einen Platz in der Völ kergemeinschaft bestehen."
UdSSR kämpfte konsequent für einen dauerhaften Frieden
Die sowjetische Delegation unter J. W. Stalin konnte davon ausgehen, daß eine weltweite antifaschistische Bewe gung ihre konsequente Politik unter stützte. Die freundschaftlichen Gefühle
Von Dr. Hans-Jürgen Arendt
Schmunzeln und Scherzworte der bei den französischen Grenzbeamten er regte am Morgen des 3. August 1034 die Ankunft eines aus Saarbrücken kom menden Reisebusses mit etwa SO zu meist jungen Frauen, die als Reiseziel Paris angaben. „O la la, Paris, wir fah ren mit." Die Paßkontrolle nahm nur wenige Sekunden in Anspruch. „Alles in Ordnung, bon voyage, gute Reise!
Grüßen Sie Paris!"
Die Landschaft Nordfrankreichs, die der Bus durchfuhr, war blutgetränkte Erde. Zwei Jahrzehnte zuvor, fast auf den Tag genau, hatten hier die ersten Schlachten des Weltkrieges stattgefun den. Als das Auto die Gegend von Verdun erreichte, fuhr es an endlosen Rei hen von Gräbern französischer und deutscher Soldaten vorüber, die hier 1016 in der blutigsten Schlacht dieses Krieges den Tod gefunden hatten. Der Bug hielt, die jungen Frauen pflückten schweigend Wiesenblumen und legten sie auf die nächsten Grabhügel.
Teilnehmer aus 24 Ländern
Die meisten der Delegierten von 300 Frauenorganisationen aus 24 Ländern waren Französinnen. Aus England ka men 70 Abgesandte nach Parii, am Holland 46, aus den USA 39, aus der Sowjetunion 10, aus Deutschland — illegal - IB. Dia werktätigen Frauen vom
Imperialismus und Militarismus von 1030 bis 1049 hatten die Festlegungen besonderes Gewicht, die in Zukunft die Möglichkeit ausschließen sollten, daß noch einmal van deutschem Boden ein Krieg ausging. Darum wurde im Kom munique entschieden gefordert, Milita rismus und Nazismus zu zerstören, die Kriegsverbrecher schnell und gerecht zu bestrafen und eine angemessene Wieder gutmachung der vom faschistischen Raubkrieg verursachten Schäden eu leisten.
Während die Botschaft von Jalta In den Äther hinausging, war In Berlin be reits der Geschützdonner vom sowjeti schen Brückenkopf an. der Oder bei KUstrin zu hören. Im Westen standen die Alliierten schon am Rhein. Die Zei chen des nahenden Endes mehrten sich von Tag zu Tag.
Antisowjetische Spekulationen erlitten eindeutig Schiffbruch
Paris war das Reiseziel für Delegierte aus aller Welt
Internationaler FräuenkongreB gegen Faschismus und Krieg 1934
Dem Kongreß gingen Grußschreiben von Organisationen und Persönlichkei ten aus aller Welt zu. Auch ein Tele gramm Georg! Dlmltroffs und seiner Mutter konnte die sowjetische Genossin Jelena Stassowa - eine kampferfahren!
Bolschewikin und langjährige Mitarbei
terin Lenins — verlesen, als sie am Nachmittag des 4. August den Kongreß eröffnete. Die Vorschläge für das Ehren präsidium trug Maria Rentmeister vor.
Unter den Namen, die sie verlas, befand sich auch der des eingekerkerten KPD- Vorsitzenden Ernst Thälmann und der der kommunistischen Reichstagsabge ordneten Franziska Kessel, die dem Mordterror der deutschen Faschisten zum Opfer gefallen war.
Dann ergriff die parteilose bürgerliche Französin Gabrielle DuchSne, die spä tere Vorsitzende des Weltfrauenkomi tees gegen Krieg und Faschismus, das Wort zu ihrem Referat über die Lage
Krimtreffen war Ansporn für die Völker im Kampf gegen Hitler
Alle Machenschaften und Versuche jedoch, das alliierte Bündnis in letzter Stunde zu sprengen, wurden von der Geschichte beiseite. gefegt,,. Die Ergebe nlsse der Konferenz von Jalta, ein histo risch progressives Ereignis, halfen, die Antihitlerkoalition zu festigen und die gemeinsamen Kräfte für die Beendigung Krieges in Europa und Asien zu vereinigen. In einer „Erklärung über befreite Europa" wurden die Prin zipien festgelegt, nach denen die Folgen faschistischen Aggression überwun und die Souveränität aller euro päischen Staaten wiederhergestellt wer sollte. Der Beschluß, die Gründungs konferenz der Organisation der Verein Nationen für den 29. April 1049 nach Francisco einzuberufen, und eine Deklaration über die „Einigkeit im Frie wie im Kriege" addierten die maxi male Zusammenarbeit zwischen den Mächten der Antihitlerkoalition.
So wurde die Konferenz von Jalta während der letzten Monate des Kamp fes zu einem wichtigen Ansporn für die Völker der antifaschistischen Koalition, alle Kräfte einzusetzen, um einen schnel len Sieg über Faschismus und Militaris mus zur Sicherung eines dauerhaften Friedens zu erringen.
der Frauen in den Ländern des Kapi tals. Ein zweites Referat hielt Jelena Stassowa über die befreite Frau in der Sowjetunion und die Friedenspolitik der Sowjetregierung. Mit Beispielen und statistischen Daten veranschaulichte sie den gewaltigen revolutionären UmwBlzungsprozeß, der in der sozialen Stel lung der Frau mit dem Roten Oktober eingeleitet worden war. „Da wir die Freiheit schon erobert haben, wünschen wir, daß die Frauen der ganzen -Welt sie erobern", erklärte Jelena Stassowa.
Anklage gegen den Nazismus
Die Diskussion spiegelte die soziale und politische Breite des Kongresses wider. Immer wieder betonten die Red nerinnen zugleich das Einigende in der Grundposition, im Kampf gegen den Faschismus und die von ihm ausge hende Kriegspolitik. Es lagen so viele Wortmeldungen vor, daß eine Nachtsit zung nötig wurde und sich die Tagungs leitung am 6. August zur Verlängerung des Kongresses um einen Tag ent schloß. Es sprachen Dolores Ibarruri, die kalifornische Hafenarbeiterin Burnett, Vertreterinnen der reformistisch geführten französischen Lehrergewerk schaft und der englischen pazifistischen Frauenbewegung. Begeistert wurde die sowjetische Delegierte Komova begrüßt, eine der beiden Meteorologinnen der le gendären, auf dramatische Welse ge retteten „Tscheljuskin" -Polarexpedition.
Grüße der indonesischen Frauen über brachte die Delegierte Slti. Eine Neger arbeiterin aus Pittsburgh verurteilte den rassistischen Terror in den USA. Über die Einheitsfront der Antifaschistinnen an der Saar berichtete die sozialdemo kratische Frauenfunktionärin Wodarzak.
Scharf klagten fast alle Rednerinnen die Grausamkelten des deutschen Faschis mus an, die Unterdrückung der Frauen rechte und aller demokratischen Rechte in Hitlers „Drittem Reich".
In der Diskussion des Kongresses sprach auch, von den Frauen mit en thusiastischem Beifall begrüßt, Henri Barbusse, Präsident des Antifaschisti schen Weltkomitees. Eindringlich be schwor er die Frauen, der grauenhaften Opfer des Weltkrieges zu gedenken, überall dem Faschismus, seiner barbari schen Ideologie und seinem Terror ent
gegenzutreten und die Friedenspolitik der Sowjetunion zu unterstützen. Du waren auch die Grundgedanken des von Henri Barbusse in meisterhafter Spra che entworfenen „Manifestes an die Frauen aller Länder", dem die Dele gierten ebenso einmütig zustimmten wie den anderen Dokumenten, darunter einem Appell an die Frauen der unter drückten Kolonialvölker, Protesten ge gen den faschistischen Terror in ver schiedenen Ländern und einer Erklä rung zum Kampf um die Befreiung Ernst Thälmanns.
Ein noch aktuelles Manifest
„Mütter, pflanzt Euren Kindern die Liebe zu den Völkern aller Länder einl Lehrerinnen, erzieht die Jugend im Gei ste der internationalen Solidarität 1 Für die Unterstützung der Friedenspolitik der Sowjetunion und für deren Vertei digung gegen Jede Kriegsprovokation Für die Verteidigung aller demokrati schen Rechte der werktätigen Bevölke rung in allen Ländern! Für die volle Gleichberechtigung der Frauen!"
Elf Jahre nach dem Frauenkongreß von 1034, ein halbes Jahr nach dem mörderischsten aller Kriege, griff bei ihrer Gründung an gleicher Stelle dli Internationale Demokratische Frauen föderation diese Ideen erneut auf, um sie wirkungsvoller denn je in die Hlrni und Herzen der Frauen unseres Erdballs zu tragen,
Frauen In dar antifaschistischen Kampffront In Madrid während das spanischen natlonolrevolutlonflren Krieges 19M/39 - Dia dautscHa Antifaschistin Pramlika Kassel, 1934 von den Faschisten iu Tode gequält, wurde Ins Ehrenpräsidium das Parisar Kongresses aufgenommen
Rückblick nach dreißig Jahren
Von Elll Schmidt
Sie halfen uns, ein neues
Leben aufzubauen
Um den Militarismus und den Faschismus zu bannen
Von Prof. Dr. Gerhart Hau
Februar 1045. Im Schloß Llwadija der Nähe von Jalta auf der Krim men die Reglerungschefs der UdSSR, USA und Großbritanniens zu einem deutsamen Treffen zusammen. Es als Krimkonferenz in die Geschichte gegangen. Die Beschlüsse von Jalta deten zusammen mit denen von Potsdam Im August 1049 wesentliche Grundlagen für eine Nachkriegsregelung ton Sinne der Antihitlerkoalition und im Inter esse der friedliebenden Völker über haupt.
Um eine solche Grundsatzerklärung hatte es während der Konferenz zwi schen der Sowjetunion und Ihren ameri kanischen und britischen Alliierten r*eht entgegengesetzte Meinungen gegeben.
Einerseits gab es Imperialistische Grup pierungen in den USA und Großbritan nien, die Deutschland entindustria- Uneren wollten, um die Konkurrenz der deutschen Konzerne und Banken auszu schalten. Andere Gruppierungen, deren politischer Wortführer schon damals der britische Premierminister Wlnston Chur chill! war, fürchteten, daß bei einer zu großen Schwächung des deutschen Im perialismus die Sowjetunion zum mäch tigsten und politisch entscheidenden Staat in Europa werden könne. Von sol chen Erwägungen war die Taktik der amerikanischen Delegation unter Präsi dent Franklin D. Roosevelt und der bri tischen Vertreter unter Churchill be stimmt, mit der sich die sowjetische Partei- und Staatsführung in einer arbeitsreichen Woche auseinanderzuset zen hatte.
der Volksmassen für die UdSSR und Ihre Rote Armee waren In Großbritan nien, In den USA, in den befreiten Ge bieten Italiens, in Frankreich, Belgien, den Niederlanden und vor allem in den von der Sowjetarmee befreiten Ländern Südost- und Osteuropas so groß und überwältigend, daß niemand, auch kein Mitglied der britischen oder amerikani schen Regierung, es wagen konnte, offen gegen den sowjetischen, verbündeten aufzutreten. Die Völker in aller Welt, die Widerstandskämpfer und die Parti sanen sahen in der Sowjetunion und der Roten Armee, welche die Hitlerwehr macht schon bis an die Oder zurückge trieben hatte, die Befreier. Es zeigte sich, daß die Antihitlerkoalition nicht allein ein Bündnis der Regierungen, sondern vor allem ein mit vielen Millio nen Menschenleben teuer erkämpftes Bündnis der Völker war.
Die sowjetische Delegation konnte folglich als Ergebnis der Verhandlungen auf der Krim Prinzipien durchsetzen, die in die Worte des Kommunlaues der Jalta-Konferenz eingegangen sind,.es gehe darum, daß „ein sicherer und dauerhafter
Frieden"
verwirklicht werde.
Nach den bitteren Erfahrungen der Mord- und Raubfeldzüge des deutschen
Sowjetisches Plakat:.Tod dem faschisti schen Reptil I"
Dieses Programm, das im Potsdamer Abkommen vom 2. August 1049 noch konkretisiert werden sollte, entsprach den Interessen aller Völker. Es gab dem deutschen Volk selbst eine Chance, mit den Kräften der eigenen herrschenden Klasse abzurechnen, die es in diesen Krieg geführt, es belogen und betrogen hatte. Bekanntlich wurde diese große Chance im Geiste der antifaschistischen Völkerkoalition allein auf dem Boden der heutigen DDR entschlossen und kon sequent genutzt.
Um so mehr wandte sich die faschistische
Durchhaltepropaganda gegen die Beschlüsse von Jalta.
Martin Bormann, der Chef der faschisti schen Parteikanzlei, erließ unmittelbar nach der Veröffentlichung des Kommu niques von Jalta die Kampfparole: „Was wir auch jetzt an Not und Bedrängnis erleiden müssen, ist nichts im Vergleich zu dem Schicksal, das uns bevorstünde, wenn wir kapitulieren." Serienweise verbreitete Goebbels Lügen über die Konferenz von Jalta, von angeblicher Ausrottung, Deportation, von Hungers not und Knechtsarbeit. Mit diesem „Zu kunftsbild" vom Leben des deutschen Volkes nach dem Kriege wollte die fa schistische Führung die von ihr irre geleiteten Menschen zu weiterem sinn losen Widerstand antreiben, der nur der Lebensverlängerung des zum Untergang verurteilten Naziregimes diente.
Auch führende Kreise des deutschen
Irnperiallsmus bezogen die Beschlüsse von Jalta In ihre Spekulationen ein.
Besonders rührig war der Finanzmini ster des Hitlerkabinetts, Lutz Gral Schwerin von Krosigk, schon seit 1932 In diesem Amt Bald nach der Konferenz von Jalta notierte er über die Bomben angriffe der Angloamerikaner auf
Städte der künftigen sowjetischen Be satzungszone: „Man will so weit wie nur möglich den Russen die spätere Ver- ' ftlgung über die deutsche Industrie durch Zerstörung dieser Industrie unmögüch machen. Das deutsche Leutungs- Potential in russischer Hand ist eine der dunkelsten Wolken am Friedenshinunel der Angloamerikaner."
Das Sanatorium Llwadija, in dem Im Februar 1943 die Krimkonforanz stattfand. Das eintilg« Zarenschloß war 192S das erste sowjetische Sanatorium für Bauern Fotos: ND/Repro, APN; IML
Daraus zog v. Krosigk die
Schlußfolgerung, dafür zu sorgen, daß ein mög lichst großes deutsches Industriepoten tial 4m Westen erhalten blieb, denn so formulierte er - „um so größeres Gewicht hat der Begriff Deutschland noch für unsere westlichen Feinde. Je schwächer und kleiner dieses Potential wird, um so.uninteressanter* werden wir für die Gegenseite."
Das war eine Konzeption, die sich auch in verschiedenen Bemühungen um einen Separatfrieden mit den West mächten bei Fortsetzung des Kampfes gegen die Sowjetunion niederschlug. Sie stützte sich auf Meinungen in den herr schenden Kreisen der USA und Groß britanniens, man werde früher oder spä ter den deutschen' Imperialismus in einer Auseinandersetzung mit der sozia listischen Sowjetunion brauchen, die im Ergebnis des zweiten Weltkrieges so be deutend erstarkt war. Nicht zufällig fun gierte Krosigk In der „geschäftsführen den Redchareglerung" unter Dönltz nach Hitlers Ende als Außenminister.
Am 8. März 1945 fand aus Anloß dei Internationalen "Frauentages im berühm ten Moskauer Säulensad des Gewerkschoftshouses die «rate groß« Feier stunde seit Beginn des Krieges statt.
Heldinnen der Sowjetunion, Mütter, Frauen und.Mädchen wurden für ihren aufopferungsvollen' Einsatz *m Großen Vaterländischen Krieg von Partei und Regierung geehrt Genosse Wilhelm PJeck nahm mich zu dieser außerge wöhnlichen
Veranstaltung mit MJr wurde die große Ehre zuteU, als Ver treterin der aufrechten deutschen Kom munistinnen, vieler fortschrittlicher Frauen, dre gegen den HWerfascmimu« tapfer gekämpft hotten, noch m Konzentratlonsiagern und Zuchthäusern schmachteten und mit Sehnsucht auf die sowjetischen Befreier warteten, daran teilzunehmen.
Es kam der 8. Mal 1945, der Tag des Sieges. Einige erfahrene Genossen wa ren schon in den von sowjetischen Trup pen besetzten östlichen Teil Deutsch lands geflogen. Diese Genossen hatten enge Verbindung zu Wilhelm Pleck und anderen Genossen, die sich noch In Moskau befanden, und wurden tatkraf tig von den sowjetischen Genossen un terstützt
Ich erlebte mit meiner vierjährigen Tochter den Tag des Sieges und der Befreiung In Moskau. Wir gingen auf die Straße wie die Moskau« Bevöl kerung, die Jubelnd und singend durch die Stadt zog. Es war ein unvergeßlicher log. Vtaie Frauen hatten trotz der Freude Tranen fei den Augen, die den gefallenen Männern und Söhnen gal ten. Am- Abend gingen wir gemeinsam mit den Kindern auf den Roten Platz.
Die Mensehen warteten auf die Böllerschüsse das Sieges und auf das große Feuerwerk. Als die 50 Schuß Salut ver hallt waren, faßten sich die Menschen an den Händen und sangen ergriffen
die Hymne der Sowjetunion. Das Kra chen des Feuerwerks begann, und em wundervoller Stemenregen fiel auf die Erde
Ein sowjetischer Soldat nohm meine Tochter auf die Schultern, damit sie besser sehen konnte. Auf einmal wurde sie Jubemd von Schulter zu Schulter weitergereicht Dos war ein Ausdruck der großen Kinderliebe, die den sowjetischen Menschen eigen Ist, Alle freuten sich ober die Kinder, die nun In Frieden und ungetrübtem Glück aufwachsen konnton.
Ich verbrachte nur noch wenige Tage In Moskau. Nach der Siegesfeier war In die Stadt der friedliche AMtag einge kehrt. Genosse Wilhelm Pleck sprach mit mir Ober die Aufgaben, die mich In Berlin erworteten. Kampferprobte FHeger brachten, uns mit einem großen Transporter zurück nach Berlin. Mit uns flog der ^Chefredakteur der.Täglichen Rundschau", ein bekannter Frontberichterstatter. Diese erste deutschsprachige Zeitung wurde In Berlin von der so wjetischen Besatzungsmacht herausgege ben. Genosse KJrsanow »aß an meiner Seite und sprach davon, daß er Jetzt Problame in der Presse behandeln müsse, mit denen er sich lange nicht be schäftigt habe. Das sei für ihn eine große Umstellung, ober auch efne sehr schöne Aufgabe. Jetzt galt es, über Pro bleme des friedlichen Aufbaus zu schrei ben und die Menschen in Deutschland dafür zu gewinnen, Als unsere schwere Maschine über Berlin kreiste und zur Landung auf dem Tempeln ofer Flug platz ansetzte, «ahen wir dos grauen volle Bild der zerstörten Stadt Wir wa ren damals sehr froh, an unserer Seite die sowjetischen Freunde xu wissen, die uns gerode In den ersten schweren Jahren hauen, ein neues Leben aufzu bauen.
(Au$ der AnthologU „Im Zeichen d«i roten Sterns", Dietz Verlag 1974)
Eine Oruppe sowjetische!
Offiziere Im befreiten Ber lin. Zu Ihnen gehörten Ge neraloberst N. E. Bersarln, Stadtkommandant von Ber lin (Im Ledermantel), und
Genosse Arthur Plack a.
von links), dar als deut scher Antifaschist In den
Reihen der Roten Armee kämpft«
Ein Bild, wie es In vielen befreiten Orten während der ersten Tage nach dem
Ende des Kampfes zu se hen war: Sowjetsoldaten beseitigen gemeinsam mit der Bevölkerung die Trum* mer (Aus.Mit der Sowjetunion für Immer fest verbunden")
Das von dar UNO verkündete Internatio nale Jahr der Frau steht Im Zeichen das Kampfes um Gleichberechtigung der Ge schlechter. Die Gleichberechtigung war auch Thema des
Internationalen Frauenkongresses, der vor rund 40 Jahren in Paris zusammentrat Er gab ein Beispiel der Kraft
emeinsamer von
Es war keine Ausflugsgesellschaft, die zu mitternächtlicher Stunde in der Seine-Metropole eintraf. Die 'Fahrgäste des Busses gehörten zu den Ober 1000 Delegierten und fast 300 Gästen, die aui allen Erdteilen nach Paris kamen, um hier an einem internationalen Frauen kongreß teilzunehmen. Einberufen hatte ihn ein Initiativkomitee, von Frauen verschiedener Länder aus Anlaß des 30. Jahrestages des Weltkriegsbeginns.
Am 4. August 1034 wurde der Kongreß im Palais de la MutualiW, einem tradi tionsreichen, in der Nähe des Stadtzen trums gelegenen Tagungsgebäude, er öffnet.
Saargebiet, das damals noch nicht zum Nazireich gehörte und vom Völker bund verwaltet wurde, hatten 48 Dele gierte entsandt — die Fahrgäste jenes Reisebusses. Zu ihnen gehörte auch die damals 29jährige kommunistische Funk tionärin Maria Rentmeister, die als Be auftragte der KPD gemeinsam mit Lilly Herrmann, der
Frauenleiterin der
KPD-Bezirksleitung, an der politischen Vorbereitung des Kongresses unter den Frauen des Saargebietes großen Anteil hatte.
Maßgeblichen Einfluß auf die Organi sation und politische Konzeption des Kongresses nahmen der zu dieser Zeit in französischer Emigration lebende Funktionär der KPD Wilhelm Koenen, der führend im Antifaschistischen Welt komitee in Paris tätig war, sowie die Schweizer Genossin Gertrud Düby. Wil helm Koenen war es auch, der die am Kongreß teilnehmenden zwölf Kommu nistinnen der saarländischen Delegation unmittelbar vor Beginn der Beratungen mit der politischen Linie des Kongres ses vertraut machte. Er hob hervor, daß es auf dem Kongreß nicht darauf an komme, politische Auseinandersetzun gen zu führen, sondern im Kampf ge gen den Faschismus, namentlich den deutschen Faschismus, und für die Er haltung des Friedens das Einigende in den Vordergrund zu rücken. Das waren wichtige Hinwelse, die den Schlußfolge rungen entsprachen, wie sie das XIII. Plenum des Exekutivkomitees der Kommunistischen Internationale aus der Errichtung des Faschismus in Deutsch land gezogen hatte.
Als der Kongreß am Abend des 7. August 1934 seine Beratungen been dete, war für die antifaschistische Sache eine Schlacht gewonnen. Er war die erste derartige Tagung, die seit jener historischen Frauenkonferenz stattfand, welche Clara Zetkin 1019 nach Bern ein berufen hatte. Er mobilisierte Frauen in vielen Ländern, Frauen verschiedener sozialer Klassen und Schichten, unter schiedlicher politischer Organisationen und Weltanschauungen gegen den Fa schismus und für die Unterstützung der Friedenspolitik der Sowjetunion.
Von unverminderter Aktualität sind Jene Schlußsätze aus dem Manifest des Kongresses geblieben:
Dar Vtrtatitr; tat Genossin Maria Rtntmilittr für vitU Intormanontn iowit alt Nutzung tintt von Ihr vtffaßttn ErinnerunofbarichtM tu Dank vtrpflldittt,
English translation
=== [Page 1] ===
--- Relevant article (German, corrected transcription from OCR) ---
Paris war das Reiseziel für Delegierte aus aller Welt
Internationaler Frauenkongreß gegen Faschismus und Krieg 1934
Das von der UNO verkündete Internationale Jahr der Frau steht im Zeichen des Kampfes um Gleichberechtigung der Geschlechter. Die Gleichberechtigung war auch Thema des Internationalen Frauenkongresses, der vor rund 40 Jahren in Paris zusammentrat. Er gab ein Beispiel der Kraft gemeinsamer [Unreadable]
Es war keine Ausflugsgesellschaft, die zu mitternächtlicher Stunde in der Seine-Metropole eintraf. Die Fahrgäste des Busses gehörten zu den über 1000 Delegierten und fast 300 Gästen, die aus allen Erdteilen nach Paris kamen, um hier an einem internationalen Frauenkongreß teilzunehmen. Einberufen hatte ihn ein Initiativkomitee von Frauen verschiedener Länder aus Anlaß des 30. Jahrestages des Weltkriegsbeginns. Am 4. August 1934 wurde der Kongreß im Palais de la Mutualité, einem traditionsreichen, in der Nähe des Stadtzentrums gelegenen Tagungsgebäude, eröffnet.
[Das] Saargebiet, das damals noch nicht zum Nazireich gehörte und vom Völkerbund verwaltet wurde, hatte 48 Delegierte entsandt – die Fahrgäste jenes Reisebusses. Zu ihnen gehörte auch die damals 29jährige kommunistische Funktionärin Maria Rentmeister, die als Beauftragte der KPD gemeinsam mit Lilly Herrmann, der Frauenleiterin der KPD-Bezirksleitung, an der politischen Vorbereitung des Kongresses unter den Frauen des Saargebietes großen Anteil hatte.
Maßgeblichen Einfluß auf die Organisation und politische Konzeption des Kongresses nahmen der zu dieser Zeit in französischer Emigration lebende Funktionär der KPD Wilhelm Koenen, der führend im Antifaschistischen Weltkomitee in Paris tätig war, sowie die Schweizer Genossin Gertrud Düby. Wilhelm Koenen war es auch, der die am Kongreß teilnehmenden zwölf Kommunistinnen der saarländischen Delegation unmittelbar vor Beginn der Beratungen mit der politischen Linie des Kongresses vertraut machte. Er hob hervor, daß es auf dem Kongreß nicht darauf ankomme, politische Auseinandersetzungen zu führen, sondern im Kampf gegen den Faschismus, namentlich den deutschen Faschismus, und für die Erhaltung des Friedens das Einigende in den Vordergrund zu rücken. Das waren wichtige Hinweise, die den Schlußfolgerungen entsprachen, wie sie das XIII. Plenum des Exekutivkomitees der Kommunistischen Internationale aus der Errichtung des Faschismus in Deutschland gezogen hatte.
Dem Kongreß gingen Grußschreiben von Organisationen und Persönlichkeiten aus aller Welt zu. Auch ein Telegramm Georgi Dimitroffs und seiner Mutter konnte die sowjetische Genossin Jelena Stassowa – eine kampferfahrene Bolschewikin und langjährige Mitarbeiterin Lenins – verlesen, als sie am Nachmittag des 4. August den Kongreß eröffnete. Die Vorschläge für das Ehrenpräsidium trug Maria Rentmeister vor. Unter den Namen, die sie verlas, befand sich auch der des eingekerkerten KPD-Vorsitzenden Ernst Thälmann und der der kommunistischen Reichstagsabgeordneten Franziska Kessel, die dem Mordterror der deutschen Faschisten zum Opfer gefallen war.
Dann ergriff die parteilose bürgerliche Französin Gabrielle Duchêne, die spätere Vorsitzende des Weltfrauenkomitees gegen Krieg und Faschismus, das Wort zu ihrem Referat über die Lage der Frauen in den Ländern des Kapitals. Ein zweites Referat hielt Jelena Stassowa über die befreite Frau in der Sowjetunion und die Friedenspolitik der Sowjetregierung. Mit Beispielen und statistischen Daten veranschaulichte sie den gewaltigen revolutionären Umwälzungsprozeß, der in der sozialen Stellung der Frau mit dem Roten Oktober eingeleitet worden war. „Da wir die Freiheit schon erobert haben, wünschen wir, daß die Frauen der ganzen Welt sie erobern", erklärte Jelena Stassowa.
Anklage gegen den Nazismus
Die Diskussion spiegelte die soziale und politische Breite des Kongresses wider. Immer wieder betonten die Rednerinnen zugleich das Einigende in der Grundposition, im Kampf gegen den Faschismus und die von ihm ausgehende Kriegspolitik. Es lagen so viele Wortmeldungen vor, daß eine Nachtsitzung nötig wurde und sich die Tagungsleitung am 6. August zur Verlängerung des Kongresses um einen Tag entschloß. Es sprachen Dolores Ibárruri, die kalifornische Hafenarbeiterin Burnett, Vertreterinnen der reformistisch geführten französischen Lehrergewerkschaft und der englischen pazifistischen Frauenbewegung. Begeistert wurde die sowjetische Delegierte Komova begrüßt, eine der beiden Meteorologinnen der legendären, auf dramatische Weise geretteten „Tscheljuskin"-Polarexpedition. Grüße der indonesischen Frauen überbrachte die Delegierte Siti. Eine Negerarbeiterin aus Pittsburgh verurteilte den rassistischen Terror in den USA. Über die Einheitsfront der Antifaschistinnen an der Saar berichtete die sozialdemokratische Frauenfunktionärin Wodarzak. Scharf klagten fast alle Rednerinnen die Grausamkeiten des deutschen Faschismus an, die Unterdrückung der Frauenrechte und aller demokratischen Rechte in Hitlers „Drittem Reich".
In der Diskussion des Kongresses sprach auch, von den Frauen mit enthusiastischem Beifall begrüßt, Henri Barbusse, Präsident des Antifaschistischen Weltkomitees. Eindringlich beschwor er die Frauen, der grauenhaften Opfer des Weltkrieges zu gedenken, überall dem Faschismus, seiner barbarischen Ideologie und seinem Terror entgegenzutreten und die Friedenspolitik der Sowjetunion zu unterstützen. Das waren auch die Grundgedanken des von Henri Barbusse in meisterhafter Sprache entworfenen „Manifestes an die Frauen aller Länder", dem die Delegierten ebenso einmütig zustimmten wie den anderen Dokumenten, darunter einem Appell an die Frauen der unterdrückten Kolonialvölker, Protesten gegen den faschistischen Terror in verschiedenen Ländern und einer Erklärung zum Kampf um die Befreiung Ernst Thälmanns.
Als der Kongreß am Abend des 7. August 1934 seine Beratungen beendete, war für die antifaschistische Sache eine Schlacht gewonnen. Er war die erste derartige Tagung, die seit jener historischen Frauenkonferenz stattfand, welche Clara Zetkin 1919 nach Bern einberufen hatte. Er mobilisierte Frauen in vielen Ländern, Frauen verschiedener sozialer Klassen und Schichten, unterschiedlicher politischer Organisationen und Weltanschauungen gegen den Faschismus und für die Unterstützung der Friedenspolitik der Sowjetunion.
Von unverminderter Aktualität sind jene Schlußsätze aus dem Manifest des Kongresses geblieben:
Ein noch aktuelles Manifest
„Mütter, pflanzt Euren Kindern die Liebe zu den Völkern aller Länder ein! Lehrerinnen, erzieht die Jugend im Geiste der internationalen Solidarität! Für die Unterstützung der Friedenspolitik der Sowjetunion und für deren Verteidigung gegen jede Kriegsprovokation! Für die Verteidigung aller demokratischen Rechte der werktätigen Bevölkerung in allen Ländern! Für die volle Gleichberechtigung der Frauen!"
Elf Jahre nach dem Frauenkongreß von 1934, ein halbes Jahr nach dem mörderischsten aller Kriege, griff bei ihrer Gründung an gleicher Stelle die Internationale Demokratische Frauenföderation diese Ideen erneut auf, um sie wirkungsvoller denn je in die Hirne und Herzen der Frauen unseres Erdballs zu tragen.
--- English translation ---
Paris was the destination for delegates from all over the world
International Women's Congress against Fascism and War, 1934
The International Women's Year proclaimed by the UN stands under the sign of the struggle for equality of the sexes. Equality was also the subject of the International Women's Congress that met in Paris some 40 years ago. It gave an example of the strength of common [unreadable]
It was no pleasure-trip party that arrived in the Seine metropolis at the midnight hour. The passengers of the bus were among the more than 1,000 delegates and almost 300 guests who came to Paris from all continents to take part in an international women's congress. It had been convened by an initiative committee of women from various countries on the occasion of the 30th anniversary of the outbreak of the World War. On 4 August 1934 the congress was opened in the Palais de la Mutualité, a traditional meeting building situated near the city centre.
The Saar territory, which at that time did not yet belong to the Nazi Reich and was administered by the League of Nations, had sent 48 delegates – the passengers of that bus. Among them was the then 29-year-old communist functionary Maria Rentmeister, who, as a KPD representative together with Lilly Herrmann, the women's leader of the KPD district leadership, had a large share in the political preparation of the congress among the women of the Saar territory.
Decisive influence on the organisation and political conception of the congress was exercised by the KPD functionary Wilhelm Koenen, then living in French exile and playing a leading role in the Antifascist World Committee in Paris, and by the Swiss comrade Gertrud Düby. It was also Wilhelm Koenen who, immediately before the start of the deliberations, familiarised the twelve communist women of the Saar delegation attending the congress with the congress's political line. He stressed that the point at the congress was not to conduct political disputes but to put to the fore what unites in the struggle against fascism, above all German fascism, and for the preservation of peace. These were important pointers, in line with the conclusions that the XIII Plenum of the Executive Committee of the Communist International had drawn from the establishment of fascism in Germany.
Greetings from organisations and personalities from all over the world reached the congress. The Soviet comrade Yelena Stasova – a battle-tested Bolshevik and long-time collaborator of Lenin – was also able to read out a telegram from Georgi Dimitrov and his mother when she opened the congress on the afternoon of 4 August. The proposals for the honorary presidium were presented by Maria Rentmeister. Among the names she read out were that of the imprisoned KPD chairman Ernst Thälmann and that of the communist Reichstag deputy Franziska Kessel, who had fallen victim to the murder terror of the German fascists.
Then the non-party bourgeois Frenchwoman Gabrielle Duchêne, later chair of the World Committee of Women against War and Fascism, took the floor for her report on the situation of women in the capitalist countries. A second report was given by Yelena Stasova on the liberated woman in the Soviet Union and the peace policy of the Soviet government. With examples and statistical data she illustrated the enormous revolutionary process of transformation that had been initiated in the social position of women with Red October. 'Since we have already won freedom, we wish the women of the whole world to win it,' declared Yelena Stasova.
Indictment of Nazism
The discussion reflected the social and political breadth of the congress. Again and again the women speakers stressed at the same time what was uniting in the basic position, in the struggle against fascism and the war policy emanating from it. There were so many requests to speak that a night session was necessary and the conference leadership decided on 6 August to extend the congress by a day. Speakers included Dolores Ibárruri, the Californian dockworker Burnett, representatives of the reformist-led French teachers' union and of the English pacifist women's movement. The Soviet delegate Komova, one of the two women meteorologists of the legendary, dramatically rescued 'Chelyuskin' polar expedition, was enthusiastically welcomed. Greetings from Indonesian women were brought by the delegate Siti. A Black woman worker from Pittsburgh condemned racist terror in the USA. The social-democratic women's functionary Wodarzak reported on the united front of antifascist women in the Saar. Almost all women speakers sharply denounced the atrocities of German fascism, the suppression of women's rights and of all democratic rights in Hitler's 'Third Reich'.
Henri Barbusse, president of the Antifascist World Committee, also spoke in the discussion of the congress, welcomed by the women with enthusiastic applause. He urgently exhorted the women to remember the horrific victims of the World War, to confront fascism, its barbaric ideology and its terror everywhere and to support the peace policy of the Soviet Union. These were also the basic ideas of the 'Manifesto to the Women of All Countries' drafted by Henri Barbusse in masterly language, which the delegates approved as unanimously as the other documents, including an appeal to the women of the oppressed colonial peoples, protests against fascist terror in various countries and a declaration on the struggle for the liberation of Ernst Thälmann.
When the congress ended its deliberations on the evening of 7 August 1934, a battle had been won for the antifascist cause. It was the first meeting of its kind since that historic women's conference which Clara Zetkin had convened in Bern in 1919. It mobilised women in many countries, women of different social classes and strata, of differing political organisations and worldviews against fascism and for support of the peace policy of the Soviet Union.
Those closing sentences of the congress manifesto have remained of undiminished relevance:
A manifesto still topical
'Mothers, instil in your children love for the peoples of all countries! Women teachers, educate the youth in the spirit of international solidarity! For support of the Soviet Union's peace policy and for its defence against every war provocation! For the defence of all democratic rights of the working population in all countries! For the full equality of women!'
Eleven years after the women's congress of 1934, half a year after the most murderous of all wars, the Women's International Democratic Federation, at its founding on the same spot, took up these ideas anew in order to carry them more effectively than ever into the minds and hearts of the women of our globe.