Neues Deutschland, 8 August 1975, S. 2: IDFF verlangt Freilassung von indonesischen Frauen
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Text
NACHRICHTEN UND KORRESPONDENZEN
Neues Deutschland / 8. August 1975 / Seite 2
Neues Deutschland
DAS REDAKTIONSKOLLEGIUM
Gespräch mit Generalsekretär der Libanesischen KP
Nicolas Chaoui bei Gerhard Grüneberg
Es erfolgte ein gegenseitiger Informationsund Meinungsaustausch zu aktuellen Fragen. der internationalen Politik und besonders zur Lage im Nahen Osten.
Unterredung mit dem irakischen Innenminister
Berlin (ADN). Gerhard Grüneberg, Mitglied des Politbüros und Sekretär des ZK der SED, empfing am Donnerstag das zu einem Besuch in der DDR weilende Mitglied des Revolutionären Kommandorates und Mitglied der Re gionalleitung der Arabischen Sozialisti schen Baath-Partei, den Minister des Innern der Republik Irak und Vorsitzen den des Hohen Komitees für Landwirt schaft, Izzat Ibrahim al Douri.
An dem in herzlicher und freund schaftlicher Atmosphäre geführten Gespräch über beiderseitig interessierende Fragen nahmen die Mitglieder des ZK der SED Generaloberst Friedrich Dickel, Minister des Innern und Chef der Deut schen Volkspolizei, und Generaloberst Herbert Scheibe, Leiter der Abteilung für Sicherheitsfragen des ZK der SED, teil. Zugegen war auch der Botschafter der Republik Irak in der DDR, Mohammed Zuhair al Bayrakdar.
Portugiesische Delegation im Kulturministerium empfangen
Berlin (ADN). Zu einem Gespräch über Fragen der Kulturpolitik empfing am Donnerstag der Stellvertreter des Ministers für Kultur Siegfried Wagner die in unserer Republik weilende Delegation der Freundschaftsgesellschaft
Portugal— DDR. Gegenstand des freund schaftlichen Gesprächs waren u. a. die Entwicklung des geistig-kulturellen Lebens der Werktätigen, insbesondere der Arbeiterklasse und der Jugend, Rolle und Verantwortung der örtlichen Volks- Vertretungen bei der
Leitung und
Koordinierung eines vielseitigen kultu rellen Lebens in den Wohngebieten der Städte und Gemeinden sowie Erfahrungen des künstlerischen Volksschaffens.
Regierungsdelegation der DDR auf der Messe in Damaskus
Zivilgesetzbuch erscheint ab September im Buchhandel
Zur Deckung des Sofortbedarfs er folgt eine einmalige Auslieferung der Gesetzblätter Nr. 27 (Zivilgesetzbuch)' und Nr. 20 (Zivilprozeßordnung) an die Postzeitungskioske; sie können dort ab Mitte August bezogen werden.
Auf diese Weise hat jeder Bürger die Möglichkeit, sich rechtzeitig vor dem Inkrafttreten mit diesen ihn unmittelbar berührenden neuen Gesetzeswerken vertraut zumachen.
Erneuter Anschlag auf den
S-Bahn-Verkehr in Westberlin
Bessere Technologie bringt bedeutend mehr Großplatten
Bauakademie konzentriert Forschungspotential auf Intensivierung
Nach Angaben des Akademiepräsiden ten sind wesentliche Teile des Forschungspotentials der Bauakademie da für eingesetzt, diese Aufgabe zu lösen und wissenschaftlich-technischen Vorlauf zu schaffen. Die von der 13. Tagung des ZK der SED und der 6. Baukonfe renz gestellten strategischen Ziele be stimmen die Aufgaben der Bauwissen schaft, wie Prof. Heynisch hervorhob, auf lange Sicht.
Die allseitige Erfüllung der Pläne Wissenschaft und Technik der Bauakademie in den vergangenen Jahren war nach den Worten von Prof. Heynisch möglich „durch die immer engere sozialistische Gemeinschaftsarbeit zwischen Bauwis senschaftlern, Projektanten und Arbeitern, insbesondere Neuerern auf den Baustellen, sowie durch die Vertiefung der Forschungskooperation mit der UdSSR und den anderen sozialistischen Bruderländern".
Neben dem Wohnungsbau seien vor allem der Industriebau und die effekti vere Nutzung einheimischer Rohstoffe und Sekundärrohstoffe weitere Schwer punkte der Forschung. Im Industriebau gehe es vor allem um die weitere- Industrialisierung der Arbeiten auf der Grundlage des leichten ökonomischen Bauens.
Austauschstudenten bei Chemiearbeitern
Zum abwechslungsreichen Besuchsprogramm gehören unter anderem Fahrten nach Weimar, Buchenwald und Dresden, ein mehrtägiger Aufenthalt in der Hauptstadt sowie Treffs mit FDJ-Studenten und jungen Arbeitern. Die aus ländischen Gäste absolvieren das Praktikum gemeinsam mit ihren Betreuern an den Sektionen Verfahrenschemie und Verfahrenstechnik der TH sowie in den Chemiekombinaten des Bezirkes Halle.
Bereits im Juli hatten sich mehrere Studentengruppen aus Bulgarien, Ungarn, der CSSR und UdSSR an der TH „Carl Schorlemmer" aufgehalten. 1975 besuchen insgesamt 300 Studenten sozialistischer Bruderländer unsere Republik: die gleiche Zahl von FDJ- Studenten ist im Austausch in jene Län der gereist, um in Industrie, Landwirt schaft, Verkehrswesen usw. mit Hand anzulegen.
Am Wittenberger Elbe-Elster-Theater bewähren sich „rollende" Ferien. Abwechselnd gestalten die Ensembles den Spielplan. Großen Zuspruch finden Aufführungen auf der Freilichtbühne im.
Wörlitzer Park. Auch im Stammhaus und seinem Brett'l-Keller-Kabarett wird nicht pausiert. Außerdem sind 20 Ab stechervorstellungen in anderen Bezirken vorgesehen.
Das Ensemble der Städtischen Bühnen Quedlinburg erfreut im Harzer Bergtheater Thale und in der Rübelän der Baumannshöhle Tausende Ausflügler und Urlauber. Heitere Ferienpro gramme bieten in vielen Orten die Puppentheater Halle, Dessau, Naum burg und Wittenberg. Die Wittenberger Puppenspieler z. B. gastieren seit dem 1. August täglich 14.30 Uhr auf der reiz vollen Freilichtbühne „Am Stein" im Wörlitzer Park.
DBD würdigte die Ergebnisse der Konferenz von Helsinki
Auf ' der Präsidiumssitzung wurde weiterhin unterstrichen, daß die Ge nossenschaftsbäuerinnen und -bauern sowie Arbeiter, darunter die Mitglie der der DBD, zur schnellen und ver lustarmen Getreideernte, zur Erfüllung und gezielten Uberbietung des Volks wirtschaftsplanes beispielhafte Taten in Vorbereitung des IX. Parteitages der SED vollbringen.
LDPD fordert von Mordjunta Freiheit für Luis Corvalän
In der Erklärung wird auch dem viet namesischen Volk, den Patrioten des portugiesischen Volkes und allen gegen den Imperialismus und für die Erhal tung des Friedens, für nationale Unabhängigkeit und sozialen Fortschritt kämpfenden Völkern und Organisationen in der Welt feste Solidarität versichert.
IDFF verlangt Freilassung von indonesischen Frauen
Ferner übergab die IDFF der UNO- Menschenrechtskommission die Namen der verurteilten Frauen. Das UNO- Gremium wird ersucht, seinen Einfluß geltend zumachen, um die Freilassung der Häftlinge zu erwirken.
Güterzugwagen zwischen
Weißenfels— Zeitz entgleist
Halle (ADN). Auf der Strecke
Weißenfels-Zeitz In der Nähe des Bahnhofes Prittitz entgleisten am Donnerstagnachmittag aus bisher unge klärter Ursache mehrere Wagen eines Güterzuges.. Personen kamen nicht zu Schaden. Die Strecke mußte vorüber gehend gesperrt und der Zugverkehr umgeleitet werden.
Weiter Trockenheit und heiße Tage
Unterschiedliche Wasserführung der Flüsse / Nachteilige Auswirkungen auf die Futterpflanzen
Berlin (ADN/ND). Die Periode sonni gen und trockenen Sommerwetters hielt auch am Donnerstag in der DDR an. In der Hauptstadt stiegen die Temperaturen wiederum auf Werte um 30 Grad Celsius an.
Als ausgesprochen erfrischend emp fanden demgegenüber Urlauber und Touristen die 20 Grad im Schatten, die am Vormittag auf dem Fichtelberg der mit 1214 Metern höchsten Erhebung der Republik — gemessen wurden. Dazu trug auch der leichte Wind von sechs Metern in der Sekunde bei, der über dem Gipfel wehte. Die Temperaturen beeinträchtigen auch die Fernsicht. Vom Aussichtsturm konnten die Besucher in den Vormittagsstunden nur rund. 25 Kilo meter weit sehen.
Demgegenüber betragen die Werte in der Havel bei Rathenow 17,8 Kubikmeter pro Sekunde (langjähriges Mittel 41,5) und in der vereinigten Mulde bei Golzern 22,0 Kubikmeter pro Sekunde (langjähriges Mittel 56,8). In den nördlichen Bezirken der Republik sind durch die anhaltende Trockenheit der vergangenen Wochen die Durchflüsse beson ders stark gesunken. So zeigt die Uecker bei Pasewalk nur 1,78 Kubikmeter, pro Sekunde gegenüber dem Sollwert des langjährigen
Mittelwasserdurchflusses von 2,45 Kubikmetern.
Bei Wassertemperaturen um 20 Grad Celsius erfreuten sich auch am Donnerstag Hunderttausende Urlauber entlang der Ostseeküste. Wie der Leiter der See wetterdienststelle Warnemünde, Dr. Werner Keller, sagte, erreichen die Wasser temperaturen in der westlichen Ostsee im Gegensatz zu den Binnenseen Im Hochsommer nur selten die 20-Grad- Grenze. Meist liegen die Höchstwerte bei 18 bis 19 Grad Celsius.
Die nun schon zehn Tage währende intensive Sonneneinstrahlung -ist für einige landwirtschaftliche Kulturen, besonders Futterpflanzen und Hackfrüchte, sehr nachteilig. Gerade gegenwärtig brauchen Zuckerrüben, Kartoffeln und Mais viel Wasser. Um die restliche Feuchtigkeit im Boden zu nutzen und Ihn für neue Niederschläge aufnahme fähig zu machen, setzen die kooperativen Abteilungen unmittelbar nach den Mäh dreschern und Strohräumaggregaten
Scheibeneggen bzw.
Schälpflüge ein, damit die Stoppelfelder schnell umbro chen werden.
Mit verstärkten Wachen auf den Feuerwarntürmen, mit Streifengängen sowie mit äußerster Vorsicht bei der Arbeit auf den Einschlagflächen und Ausformungsplätzen begegnen die
Forstarbeiter vorbeugend der erhöhten Waldbrandgefahr. Vielerorts wurden sie am Donnerstag dabei von Hunderten nichtberufstätigen Bürgern unterstützt.
Im Bezirk Magdeburg, der mit annähernd 275 000 Hektar Forsten und Holzungen die drittgrößte Waldfläche Republik besitzt, ist stellenweise allem das Unterholz so ausgedörrt, mitunter Glasscherben zur Ent flammung führten. Leichtfertigkeit be sonders der Raucher sind täglich mehr mals Ursache von entstehenden Bränden.
Dank der Vorbeugungsmaßnahmen — in allen Forstrevieren gibt es Depots mit Bekämpfungsmitteln — entstand daraus bisher noch kein größerer Schaden im Bezirk.
Treffen von Helsinki fördert den Prozeß der Entspannung
Ausführliche Berichterstattung über Darlegungen Erich Honeckers
Berlin (ND/ADN).
Presseorgane vieler Länder veröffentlichten am Donnerstag größere Auszüge aus dem Interview des Ersten Sekretärs des ZK der SED zu den Ergebnissen der Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa.
Unter der Überschrift. „Fundament der Zusammenarbeit" stellt die sowjetische Regierungszeitung „Iswestija" in einem dreispaltigen Beitrag die Fest stellung Erich Honeckers an die Spitze, daß mit dem erfolgreichen Abschluß die ser historischen Konferenz „ein überaus bedeutsamer Schritt zu dauerhaftem Frieden" auf dem Kontinent getan wurde. Sie informiert über die Ausführungen Erich Honeckers, daß in Helsinki die souveräne Existenz und territoriale Integrität der Teilneh merstaaten der Konferenz, vor allem die Unverletzlichkeit ihrer Grenzen, bekräftigt wurden und daß das Gewicht der Sowjetunion, der sozialistischen Staaten gemeinschaft in der internationalen Politik bedeutend zugenommen habe.
Sicherheit — Grundlage für Zusammenarbeit
Die sowjetische Nachrichtenagentur TASS zitiert aus dem Interview in einer ausführlichen Wiedergabe.
TASS hebt die Stelle hervor, an der die zehn Prinzipien der friedlichen Koexistenz als Kernstück der Schlußakte bezeichnet werden und festgestellt wird: „Wenn diese Prinzipien eingehal ten werden, dann- ist eine fruchtbare, gedeihliche -tind gegenseitig vorteilhafte Zusammenarbeit möglich; denn Sicherheit ist die stabile Grundlage der Zusammenarbeit." Ferner wird der Hin-, weis Erich Honeckers unterstrichen, daß „die strikte Einhaltung und volle Anwendung des Vierseitigen Abkommens über Westberlin... eine große Rolle bei der Entspannung in Europa spielt"
TASS zitiert die Feststellung des Ersten Sekretärs des ZK der SED: „Die DDR wird die unterzeichneten Dokumente nach Treu und Glauben verwirklichen.
Das entspricht den Prinzipien unserer konstruktiven sozialistischen Außen politik, die wir gemeinsam; mit der So wjetunion, den anderen Bruderstaaten und allen ehrlich am Frieden inter essierten Kräften konsequent fortsetzen werden."
Umfänglich berichtet die polnische Presse über das Interview des Ersten Sekretärs des ZK der SED. Alle War schauer Tageszeitungen bringen daraus Auszüge.
Auch die führende- tschechoslowakische Tageszeitung „Rudé Právo" informiert am Donnerstag ausführlich über den Inhalt des Interviews. Sie zitiert einleitend die Feststellung Erich Honeckers, daß mit dem erfolgreichen Abschluß dieser historischen Konferenz ein überaus bedeutsamer Schritt zu dauerhaftem Frieden auf dem euro päischen Kontinent getan wurde.
Die Zeitung unterstreicht besonders die Ausführungen Erich Honeckers zur Frage der Unverletzlichkeit der Grenzen und seine Feststellung, daß „mit der Schlußakte von Helsinki die Garantie für die Unverletzlichkeit unserer Grenzen eine viel breitere Grundlage erhal ten" hat, da zu den Unterzeichnern die ser Schlußakte auch die westlichen Teil nehmer der Antihitlerkoalition gehören.
Bereits Erreichtes muß konsolidiert werden schen Staaten sowie den spürbaren Einfluß der real denkenden Elemente der kapitalistischen Staaten hervor."
Aktive Rolle der sozialistischen Länder
Die bulgarischen Zeitungen veröffent lichten am Donnerstag an hervorragen der Stelle Auszüge aus dem ND-Interview mit Erich Honecker. Das führende Blatt „Rabotnitschesko Delo" hebt ins-' besondere die Passagen hervor, in denen der erfolgreiche Abschluß des historischen Forums in Helsinki als ein Schritt von besonderem Wert für dauerhaften Frieden auf dem Kontinent, als Fort schritt für die Sache der friedlichen Koexistenz gewertet und die aktive Rolle der UdSSR und der anderen sozialisti schen Länder dabei gewürdigt wird. „Rabotnitschesko Delo" gibt ferner die Passagen wieder, in denen der Erste Sekretär des ZK der SED seine Gespräche mit Bundeskanzler Schmidt als fruchtbar bezeichnet und hervorhebt, daß, unab hängig vom Vorhandensein zahlreicher ungelöster Probleme, Wandlungen zum Positiven im Verhältnis zwischen der DDR und BRD zu verzeichnen sind.
Unter der Überschrift „Erich Honecker — Unverletzlichkeit der Grenzen gehört zu wichtigsten Beschlüssen der Sicherheitskonferenz" beschäftigt sich die finnische Zeitung „Kansan Uutiset" am Donnerstag in einem mehrspaltigen Beitrag eingehend mit dem Interview des Ersten Sekretärs des ZK der SED. „Kansan Uutiset" schreibt: „Honecker betonte in dem Interview, das die Überschrift.Helsinki und wir' trägt, daß die die Sicherheit betreffenden Fragen die wichtigsten des Dokuments sind. Wörtlich zitiert „Päivän Uutiset" unter der Zwischenüberschrift „Umfassendere Garantie für Grenzen" die Antwort Erich. Honeckers auf die Bedeutung besonders der Verankerung der Unverletzlichkeit der Grenzen.
Die Unverletzlichkeit der Grenzen bekräftigt
Die konservative britische „Times" zitiert am Donnerstag längere Passagen. Besonders hebt sie die Feststellung Erich Honeckers hervor, daß die Bezugnahme in den Helsinkier Dokumenten, auf eine friedliche Veränderung von.Grenzen für die DDR insofern ohne praktische Bedeutung sei, „als wir keinerlei Grenzprobleme mit unseren Nachbarn haben, auch nicht gegenüber den kapitalistischen Ländern, da Sozialismus und Kapitalismus niemals zu vereinigen sind".
Schlußakte ist ein
Vertragswerk für Europa
Verschiedentlich wird in der BRD- Presse auch jene Passage des Interviews zitiert, in der Erich Honecker die fort gesetzten Einmischungen der Massenmedien der BRD in die inneren Angelegenheiten der DDR kritisiert hatte.
Joachim Herrmann, Chefredakteur; Dr. Hajo Herbell, Günter Schabowski, Dr. Sander Drobela, Dr.
Günter Kertzscher, Werner
Micke. Herbert Naumann, stellvertretende Chefredakteure; Horst Bitschkowski. Alfred Kobs, Katja Stern, Klaus Ullrich, Dr. Harald wessel, Dr. Jochen Zimmermann
Berlin (ND). Der gegenwärtig in der DDR weilende Generalsekretär der Libanesischen
Kommunistischen Partei,
Nicolas Chaoui, wurde am Donnerstag vom Mitglied des Politbüros und Sekretär des ZK der SED Gerhard Grüneberg im Hause des ZK zu einem Gespräch empfangen.
Die Unterredung, die in einer herz lichen und kameradschaftlichen Atmosphäre geführt wurde, behandelte außerdem Fragen der weiteren Entwicklung der zwischen der SED und der LKP seit langen Jahren bestehenden freund schaftlichen Beziehungen.
Damaskus (ADN-
Korr.). Die in Syrien weilende DDR-Regierungsdelegation un ter Leitung des Staatssekretärs im Ministerium für Werkzeug- und Verarbei tungsmaschinenbau, Manfred Schubert, ist am Donnerstagabend auf der 22. Internationalen Damaszener Messe im syrischen Pavillon herzlich empfangen worden.
Berlin (ND). Als Antwort auf zahl reiche Anfragen aus der Bevölkerung wird vom Staatsverlag der DDR mit geteilt: Die Textausgaben des Zivil gesetzbuches und der Zivilprozeßord nung befinden sich' in einer hohen Auflage im Druck und werden, im September bzw. im Oktober im örtlichen Buch handel erhältlich sein. Beide Ausgaben werden dann je nach Bedarf neu aufgelegt,
In Auslieferung befindet sich ferner das Heft 12 der Schriftenreihe „Aus der Tätigkeit der Volkskammer und ihrer Ausschüsse", das neben den Texten beider Gesetze weitere Materialien der 19. Volkskammertagung vom 19. Juni 1975 enthält.
Westberlin (ADN). Ein erneuter Anschlag auf den S-Bahn-Verkehr in West berlin wurde am Donnerstagmittag auf der Strecke zwischen, den Bahnhöfen Neukölln und Sonnenallee verübt. Unbekannte Täter hatten die Schienen mit Eisenteilen belegt, auf die ein S-Bahn- Zug auffuhr. Dadurch wurden Gefahren für Leben und Gesundheit der Reisenden heraufbeschworen. Der S-Bahn- Zug mußte ausgesetzt und zur Reparatur in eine Werkstatt gebracht werden.
Ein schöner Verwendungszweck für diese [Unreadable] Zeichnung: Arndt
Berlin (ADN/ND). Bei / Analysen in Werken zur Herstellung von Großplatten für den Wohnungsbau haben Wissenschaftler der Bauakademie der DDR und Arbeiter gemeinsam Möglichkeiten aufgespürt, deren Nutzung eine zusätzliche Produktion von Platten für mehrere tausend Wohnungen im Jahr verspricht. Zugleich sei davon, wie der Präsident der Bauakademie, Prof. Werner Heynisch, in einem Pressebeitrag hervorhebt, eine Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen der
Werktätigen zu erwarten.
Merseburg (ADN). Nützliche Gespräche und herzliche Begegnungen gibt es in diesen Tagen an der Technischen Hochschule „Carl Schorlemmer" Leuna- Merseburg, wo weitere sieben Gruppen mit Insgesamt 85 Studenten aus Moskau, Lwow, Kasan, Prag. Krakow, Wrocław und Rzeszow angekommen sind. einem mehrwöchigen Praktikum wollen die Gäste aus den Freundesländern ihr. fachliches Wissen vertiefen und neue Kenntnisse über die DDR sammeln.
Die Sommerbühne auf dem „Thespiskarren"
Halle (ND). Mit dem „Thespiskarren", einer transportablen Bühne, gehen erst mals die Künstler des Thomas-Müntzer- Theaters Eisleben auf Sommertournee in Erholungs- und FDGB-Urlauberzentren des Bezirkes Halle. Die Theaterschaf fenden des Bezirkes — er ist mit acht Theatern, sieben Arbeitertheatern, drei staatlichen Puppenbühnen und einem Berufskabarett der nach der Hauptstadt Berlin theaterreichste der DDR — bieten vielseitige Programme.
Voraussetzung für eine stärkere Erwärmung des Oberflächenwassers sind länger andauernde Hochdruckwetterlagen mit nahezu ungehinderter Sonneneinstrahlung. Das war nach dem extrem warmen Sommer 1959, in dem vielfach die 20-Grad-Grenze überschrit ten wurde" nochmals 1969 und nunmehr 1975 der Fall.
Berlin (ADN).
Das Präsidium des
DBD-Partelvorstandes wertete auf sei ner 49. Sitzung in Berlin die Ergebnisse der Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa als ein wichtiges Ereignis in der europäischen Geschichte und einen bedeutsamen Schritt auf dem Wege zu einem siche ren, dauerhaften Frieden. Sie seien ein Resultat der konstruktiven, abgestimmten Politik der sozialistischen Staaten gemeinschaft zur Verwirklichung des
Friedensprogramms des XXIV. Partei tages der KPdSU, zu dem auch die DDR mit dem Friedenskonzept des VIII. Par teitages der SED einen wichtigen Beitrag geleistet habe. Zum erstenmal seien auf einer solchen breiten Grund lage mit der Annahme der Schlußakte die Grundsätze der friedlichen Koexistenz zwischen Staaten unterschied licher Gesellschaftsordnung völkerrecht lich bekräftigt worden.
Weimar (ADN/ND). Der Zentralvor stand der LDPD hat in einer am Donnerstag in Weimar veröffentlichten Erklärung Freiheit für Luis Corvalän und alle anderen eingekerkerten chileni schen Patrioten gefordert. Darin heißt es: „Wir sind zutiefst besorgt um das Schicksal, höchst alarmiert über die fortgesetzten verbrecherischen schläge der Mordjunta auf das Leben des Generalsekretärs der KP Chiles, Luis Corvalän. Die Kraft der internationalen Solidarität muß diesen stand haften, lauteren Repräsentanten des chilenischen Volkes vor seinen Schergen retten"
Berlin (ND). Die
Internationale
Frauenföderation (IDFF) mit ihren 120 Organisationen in 103 Ländern appel lierte in einem Brief an den Präsidenten der Republik Indonesien, die im Juni dieses Jahres verurteilten und alle aus politischen Gründen inhaftierten Frauen freizulassen.
ZK der SED gratuliert
Genossen
Günther Radünz
Herzliche Glückwünsch" ü barmitte das ZK dar SED Genossen Günther Radünz, politischer Mitarbeiter der Redaktion „Einheit", zum 70. Geburtstag, Schon als Junger Arbeiter reihte er sich in die kämpfende Front des Proletariats ein und bewährte sich nach der Befreiung unseres Volkes durch dl" So wjetarmee beim Aufbau unserer Par teipresse. Jahrelang wirkte er als I. Sekretär der Botschaft der DDR in der UdSSR. Als Mitarbeiter der.Einheit" erfüllt Genosse Radünz gewissenhaft seinen Parteiauftrag bei der Propagierung der Ideen des Marxismus-Leninismus.
Der Vorsitzende des ' Staatsrates, Willi Stoph, sandte dem Jubilar ebenfalls Glückwünsche.
Die zehn Prinzipien von 35 Staaten anerkannt
Das PVAP-Zentralorgan „Trybuna
Ludu" unterstreicht die Feststellung Erich Honeckers, daß „mit dem erfolg reichen Abschluß dieser historischen Konferenz
. ein überaus bedeutsamer
Schritt zu dauerhaftem Frieden In •Europa getan" wurde. Hervorgehoben wird aus dem Interview, daß durch die Unterschriften der Repräsentanten von 35 Staaten die 10 Prinzipien der Gestaltung der zwischenstaatlichen Beziehungen allgemein anerkannt wurden.
Vermerkt wird ebenfalls der Hinweis, daß es insbesondere der wachsende Einfluß der Kräfte des Friedens und des Fortschritts in der internationalen Arena, insbesondere die gewachsene Rolle der Sowjetunion und der ganzen sozialistischen Staatengemeinschaft wa ren, die zum Erfolg der Konferenz bei trugen. Es wird ferner auf' die durch Erich Honecker ausgedrückte Bereit schaft der DDR verwiesen, nach dem erfolgreichen Abschluß der gesamteuropäischen Konferenz die Ergebnisse von Helsinki „In die Tat umzusetzen, sie im internationalen Leben, in den Beziehungen zwischen den Staaten Realität werden zulassen". „Népszabadság", das Zentralorgan der
Ungarischen Sozialistischen Arbeiterpartei, führt aus: „Erich Honecker beschäf tigte sich mit den spezifischen Interessen der DDR, die sich an die Ergebnisse der Sicherheitskonferenz knüpfen." Aus der Passage zu den Unterredungen mit BRD-Kanzler Schmidt zitiert die Buda pester Zeitung: „Es besteht also die Notwendigkeit, das bereits Erreichte zu konsolidieren und alles Hemmende aus dem Wege zu räumen.... Chancen sind da, man muß sie nur nutzen." Weiter greift das Blatt den Hinweis Erich Honeckers auf Störungen im Normalisierungsprozeß zwischen der DDR und der BRD auf und zitiert: „Dies alles ergibt sich, wie ich. auch Herrn Schmidt gegen über ganz offen sagte, nicht zuletzt aus den fortgesetzten Einmischungen der Massenmedien der
Bundesrepublik
Deutschland in die Inneren Angelegenheiten der Deutschen Demokratischen Republik. Man konnte von Monat zu Monat eine Verstärkung der gegen die DDR gerichteten Kampagnen feststel len."
„Magyar Nemzet" faßt zusammen „Als wichtigsten Faktor, der zur Konferenz führte, hob Erich Honecker die Friedenskräfte, die die internationale Lage immer mehr bestimmen, die im mer stärker wachsende Bedeutung der Sowjetunion und der anderen sozialisti
Die Zeitung -Suomenmaa" hebt aus dem Interview die Feststellung Erich Honeckers hervor, daß die Helsinkier.Gespräche konstruktiv für die Beziehungen zwischen Ost und West waren.
Das bedeutendste Schweizer Blatt, die „Neue Zürcher Zeitung*\ berichtet eben falls ausführlich aus dem Interview.
Das „ND" -Interview mit Erich Honecker wird auch in den- Nachrichtenund Kommentarspalten der BRD-Presse ausführlich behandelt. Die „Süddeutsche Zeitung" zitiert auf ihrer Titelseite aus dem Interview und schreibt: „Honecker nahm auch zu der in der Schlußakte enthaltenen Passage über die Möglichkeit friedlicher Grenzveränderungen Stellung und erklärte, das Prinzip der Unverletzlichkeit der Grenzen werde dadurch nicht berührt. Da die Grenzen nur unter bestimmten Voraussetzungen, wie etwa des gegensei tigen Einvernehmens, verändert werden könnten, gehörten Vereinbarungen über Grenzveränderungen zu den souverä nen Rechten der Staaten."
Die „Frankfurter Rundschau" schreibt: „Die Schlußakte der Sicherheitskonferenz nannte Honecker ein.europäisches Vertragswerk', das die Nachkriegs probleme regele. Die Anerkennung der Unverletzlichkeit der Grenzen bedeute zugleich,die Fixierung der territorialen und politischen Ergebnisse des zweiten Weltkrieges und der Nachkriegsentwick lung in Europa'."
Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung" hebt die Erklärung Erich
Honeckers hervor, daß die Unterzeichnung der Schlußakte von Helsinki -die Fixierung der territorialen und politischen Ergebnisse des zweiten Weltkrieges und der Nachkriegsentwicklung in Europa" bedeutet Das Blatt verweist auf die Feststellung zur Möglichkeit friedlicher
Grenzveränderungen, daß „dies zu den getroffenen Vereinbarungen gehöre, doch werde das Prinzip der Unverletzlichkeit der Grenzen dadurch in keiner Weise berührt, da eine solche Veränderung nur unter den niedergelegten Voraussetzungen in Übereinstimmung mit dem Völkerrecht, durch friedliche Mittel und durch Vereinbarungen, das heißt, im Einvernehmen der betreffenden Staaten' geschehen dürfe".
Die „Neue Ruhr-Zeitung" kommentiert das Interview u. a. mit der Fest stellung, daß Erich Honecker „ein bes seres Verhältnis zwischen den beiden deutschen Staaten ansteuert".
Zahlreiche
Westberliner Zeitungen veröffentlichen am Donnerstag teilweise auf ihren ersten Seiten Auszüge aus dem Interview Erich Honeckers.
„Die
Wahrheit", die in ihrer Ausgabe den
Wortlaut des
Interviews publiziert, hebt auf ihrer Titelseite die Äußerungen Erich Honeckers zum Vierseitigen Abkommen über Westberlin hervor. In einem Kommentar schreibt „Der Tagesspiegel", die Situation in Westberlin sei „nur vom Viermächteabkommen her zu -definieren".
Die Zeitung verweist auf die Feststellung Erich Honeckers, daß die Beschlüsse von Helsinki „ein weites Feld" für „künftige zwei- und "mehrseitige Abkommen" eröffnen.
Zur Erschließung beträchtlicher Reserven seien solche Maßnahmen erforder lich wie die bessere Auslastung der vorhandenen Aggregate mit Hilfe wissen schaftlicher Arbeitsorganisation, die Vervollkommnung der Technologie und die Rekonstruktion von Produktionsab schnitten. Angestrebt werde eine schnel lere Betonhärtung, eine optimierte Auslastung der Formen für die Plattenher stellung sowie die Rationalisierung des Transports -und der Lagerung. Höheren Produktionsausstoß der vorhandenen Plattenwerke bezeichnete iProf.
Heynisch als eine vordringliche Aufgabe im Wohnungsbau. Sie müsse durch einen ganzen Komplex von Rationalisierungsmaßnahmen und deren beschleunigte Überleitung in die Produktion realisiert werden.
Sehr differenziert ist gegenwärtig die Wasserführung der Flüsse in unserer Republik. Die Elbeschiffahrt meldete am Donnerstag entsprechend der Jahreszeit normale Einschränkungen der Tauchtie fen. Mit einem Stand von 140 Zentimetern lag der Magdeburger Pegel weit unter dem Jahresdurchschnitt, jedoch noch immer 60 Zentimeter höher als in den vergangenen Sommern.
Die durchaus günstige Wasserführung der Elbe ist auf das starke Frühjahrshochwasser zurück zuführen. In der Oder bei Eisenhüttenstadt werden zur Zeit hohe Durchflüsse von 373 Kubikmetern pro Sekunde regi striert. Das langjährige Mittel des Monats August beträgt hier 245 Kubikmeter.
English translation
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--- Relevant article (German, corrected transcription from OCR) ---
IDFF verlangt Freilassung von indonesischen Frauen
Berlin (ND). Die Internationale Frauenföderation (IDFF) mit ihren 120 Organisationen in 103 Ländern appellierte in einem Brief an den Präsidenten der Republik Indonesien, die im Juni dieses Jahres verurteilten und alle aus politischen Gründen inhaftierten Frauen freizulassen. Ferner übergab die IDFF der UNO-Menschenrechtskommission die Namen der verurteilten Frauen. Das UNO-Gremium wird ersucht, seinen Einfluß geltend zu machen, um die Freilassung der Häftlinge zu erwirken.
--- English translation ---
IDFF demands release of Indonesian women
Berlin (ND). The International Democratic Women's Federation (IDFF), with its 120 organisations in 103 countries, appealed in a letter to the President of the Republic of Indonesia to release the women sentenced in June of this year and all women imprisoned for political reasons. The IDFF also handed the UN Human Rights Commission the names of the sentenced women. The UN body is asked to use its influence to bring about the release of the prisoners.